Bad Gleichenberger Cur-G`schichterln/Akadem. Maler Franz Gruber

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Franz Gruber im Kreise seiner Familie. Franz Gruber im Kreise seiner Familie.

Franz Gruber wurde am 10. Juni 1886 im „Haus am Rain“ in Gleichenberg geboren. Seine Eltern, Franz und Ida Gruber führten ein Gemischtwarengeschäft im Wallnerhof neben der Kirche. Franz Gruber hatte zwei Schwestern – Frieda, verehelichte Höflinger, geb. 19.11.1892, gestorben 22.11.1970 und Martha, Volksschuldirektorin geb. 27.81887, gest. 1973.
Nach der Pflichtschule in Gleichenberg besuchte er von 1901- 1905 die Lehrerbildungsanstalt in Graz und nahm dann neben seiner Lehrertätigkeit Malunterricht bei Alfred Zoff in der Landeskunstschule in Graz. Er gab aber bald, zum Leidwesen seiner Familie, den Lehrberuf auf und führt seine Studien in Karlsruhe, München und Dachau weiter. Grubers künstlerisches Hauptinteresse galt der Landschaft, ihrer Veränderung durch die Jahreszeiten und die klimatischen Prägungen sowie auch der heimatlichen Gegend um den Kurort Gleichenberg (Sagmeister Mühle in Grünwald oder „Blick zum Sulzberg von Süden“). Sein Schaffen führte ihn in fast alle Europäischen Länder um Landschaften, Stilleben und Porträts, die seiner von schlichter Naturliebe getragenen Auffassung entsprachen und durch Augenerlebnisse zum Schaffen anregten, in Bildern festzuhalten. Im 1. Weltkrieg war er als Regimentsmaler des 47er Infanterieregiments tätig.
Franz Lamberger, ein Zeitgenosse Grubers, über den Meister: „Obwohl Gruber die verschiedenen Strömungen der modernen Malerei kennt und mit Interesse verfolgt, bleibt seine Kunstübung von abstrakten Problemstellungen unangefochten. Als reiner Maler gibt er sich, wie Renoir von seiner eigenen Arbeitsweise sagt, dem Malen hin wie es gerade kommt und schaffte eine Kunst, die aus dem Erlebten der malerischen Schönheit geboren, jenen Freude spenden will, die gewillt sind, sie schauend zu genießen.“ Franz Gruber wurde zweimal der Staatspreis zuerkannt und auch durch Verleihung goldener und silberner Medaillen ausgezeichnet. Ab 1922 signierte er seine zahlreichen Werke mit „Gruber Gleichenberg“, um seine Verbundenheit mit seinem Heimatort zu zeigen. Der wohl bedeutendste Künstler aus Bad Gleichenberg, neben Alfred von Wickenburg, starb 1940 in Graz.

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