Verein „Pro Infrastruktur Weiz“ wurde mit 24. Dezember aufgelöst

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Von links: Gunther Knill - „Pro Infrastruktur Weiz“, Dieter Häusler - „Lebenshilfe Weiz“ und Josef Tändl - „Pro Infrastruktur Weiz“. Von links: Gunther Knill - „Pro Infrastruktur Weiz“, Dieter Häusler - „Lebenshilfe Weiz“ und Josef Tändl - „Pro Infrastruktur Weiz“.

„Im Jahre 2004 wurde mit einer Unterschriftenaktion gestartet. Das Thema lautete: Weiz darf den Anschluss nicht verlieren. Daher forderten die Unterzeichner, dass das seit 1981 bestehende Projekt des vierspurigen Ausbaues der Bundesstraße 64 zwischen Weiz und Gleisdorf baldigst verwirklicht wird.  Dabei unterstützten den Ver­ein 112 Unternehmen und Organisationen des Bezirkes Weiz.

Der Verein „Pro Infrastruktur Weiz“ versuchte durch Vorsprachen bei den Landeshauptleuten, Bürgermeistern, Verkehrsreferenten des Landes Druck auf den Ausbau der Bundesstraße B 64 auszuüben, was auch gelang. Dennoch kann man nach 12 Jahren der Tätigkeit des Vereines sagen, es hat sich gelohnt sich für eine verbesserte Ver­kehrssituation einzusetzen. Die B64 wurde zum Gesprächsthema in der Bevölkerung und in der Politik. Die Weizer Wirtschaft und die Bevölkerung fanden zu einem Schulterschluß, der die Politik aus der Lethargie holt. Eine geeignete Infrastruktur ist eben die Voraussetzung für eine gedeihsame Wirt­schaft. Der Grund der Vereinsauflösung liegt in der Problematik der Nachfolge und der Realisierung. Bedenkt man, dass bereits vor 60 Jahren an einen Ausbau der Strecke Weiz - Gleisdorf gedacht wurde und diese bis dato noch nicht fertiggestellt ist. Politiker denken nur an ihren politischen Erfolg und nicht an das Wohlergehen der Bevölkerung, welches ja immer mit einem wirtschaftlichen Aufschwung verbunden ist. Dazu benötigt man aber eine ent­sprechende Infrastruktur. Nahezu alle 4 bis 5 Jahre findet ein Wechsel an der Spitze der Landesregierung statt. Die Ansprechpartner für die Infrastruktur des Landes wechseln ebenso rasch. Alle versprechen alles zu tun. Kaum gesagt sind sie weg.

Das große Problem liegt in der Finanzierung. Der steirische Landeshaushalt 2015 betrug für Straßen aber nur 93,6 Mio. Euro, das sind 1,86 % des Budgets. Festgehalten sollte auch werden, dass zur Planung der Infrastruktur kaum Wirtschaftstreibende geladen wurden. Nur die beiden Großfirmen von Weiz waren vertreten. Mit 24. Dezember wurde der Verein nun aufgelöst und das vorhandene Vermögen der Lebenshilfe Weiz überreicht“, so Gunther Knill.

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