Spitze Feder

 

krois federVon Komm. Rat Hannes Krois

Das Gesäusel der linken Barden hat mittlerweile der Zeitgeist überholt. Dabei hat Musik mit Politik irgendwie nichts mehr am Hut. Die Fans erlaubten Udo Jürgens aufgrund seiner Persönlichkeit ein wenig Politisches in die Songs zu mixen. Aber schlußendlich waren es immer die Liebeslieder, die so tiefgreifend waren. Bei Mercie Cherie flossen Tränen wie in einem Bach. Und bei „17 Jahr und blondem Haar“ startete das nordische Blond so richtig durch. Ich war Zeitzeuge. Im Stiegenhaus des Grazer Stephaniensaales ein längeres Gespräch mit Udo. Ein toller Typ mit Mega-Kilo Charisma. Genauso Andreas Gabalier.... Ein Nachkomme französischer Besatzer in den Kriegen Napoleons. In Friesach in Kärnten geboren. Vater Wilhelm und die jüngere Schwester nahmen sich das Leben. Andreas Gabalier hatte unglaublich schwere Zeiten. In Graz startete Andreas das Jus-Studium. Wie die aller­meisten Kärntner. Doch Jus sollte es nicht sein. So wurde aus Andreas vorerst einmal ein Steirer. Sein musikalisches Talent brachten ein paar Krügel Bier und ein paar hundert Euro ein. Bei „Amoi seg`ma uns wieda“ war wohl die familiäre Katastrophe im Focus. Doch mit dem Song „ I sing a Liad für Di“ wurde Andreas in kürzester Zeit zum Alpenrocker. Andreas Gabalier konnte sich urplötzlich aussuchen, wo er in Österreich und Deutschland auftreten will. Die Steiermark machte den Andreas zum „Steirabuam“.
Er wurde zum Alpenrocker. Zusätzlich aktivierte sich ab 2014 in Österreich und Deutschland der Trachtenboom. Als Bekenntnis zur Heimat, zu Daheim und zur Regionalität. Aus dieser Geisteshaltung entwickelte sich auch regionale Kulinarik und regionale Musik. Andreas fand mit seinen Songs den richtigen Zeitgeist, wie die Musiker Strauß, Mozart, Peter Alexander usw. in den zeitlichen Epochen. Andreas Gaballier ist derzeit mehr gefragt, als sonst wer überhaupt. In diesem Erfolgs-Wind wollte auch der Münchner „Kasperlverein“ Narhalla mitnaschen. Mit ihren letztjährigen Faschingsordensträgern Philipp Lahm bishin zu Horst Seehofer war die Ordens-Geschichte nicht gar lustig. Da sollte dann unser Andreas einspringen, daß dieser Orden wieder an Rasse und Klasse gewinnt. Der gutgläubige Andreas, der sich mit vollem Herzen so auf seinen Orden freute, stand sofort für die Ordens-Verleihung in Bayern bereit. Doch die Bayern, die ihre historischen Blödheiten mit den Franzosen unter Napoleon gerne unter den Teppich kehren, machten dann einen riesigen Trara rund um den Kasperlorden nach der Marke Valentin. Weil der Andreas Gabalier eigentlich ein Rechter sein soll. Mit all seinen Heimatliedern sowieso. Den Orden hat der Andreas dennoch abgeholt.
I hätt drauf pfiff`n“! Aber ich bin ja nur ein Journalist...

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