Spitze Feder

 

krois federVon Komm. Rat Hannes Krois

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Die Wahlen für den Nationalrat und die Bundesregierung sind ja hinlänglich erledigt. Die Jungwähler waren mit dabei. So hat sich das Ergebnis auch gezeigt. Gleichzeitig gehört „Politik und Zeitgeschichte“ als Unterrichtsfach in die Oberstufe der Schulen. Die Schüler, Absolventen und somit Wahlberechtigte haben ein Grundsatzrecht auf politische Aufklärung. Gleichzeitig auch auf die geschichtliche Entstehung der Parteien. Damit auch einen Einblick in ein Zeitfenster wie all das „Heute“ zustande kam. Und schlussendlich, was politisch „Rechts“ und „Links“ ist. Die Regierung wird sich ja noch vor Weihnachten bilden. Wie auch immer und was auch immer.
Ob in der Steiermark die türkise ÖVP auch mit den Grünen auf Schiene geht, ist reine Theorie. Die Steiermark tickt ohnehin anders. Auch die steirische SPÖ hat sich sich von den Sozial-Romantikern in Wien abgekoppelt. Demonstrativ zeigte sich der Steirer Mario Kunasek gemeinsam mit Burgenlands LH-Stellvertreter Johann Tschürtz (beide FPÖ)  bei einer Pressekonferenz in Spielfeld. Die Regierungsschiene SPÖ mit Doskozil und FPÖ mit Tschürtz funktioniert wie eine „Nähmaschine klassisch“.
Auch Steiermarks LH-Stellvertreter Michael Schickhofer fand die Nähe zu Burgenlands „Dosko“, um klar gegen die Wiener Sozialdemokraten eine Grenze aufzubauen. Um zu sagen, wir sind die Steiermark und „Wien bleibt Wien“. Der Absturz der Wiener Sozialdemokraten ist gewaltig. Einzig im Burgenland gibt es trotz der Landtagswahlen keine politische Debatten. In der Steiermark ist wieder alles anders. Hier wurde über Jahre das Land Steiermark über eine erfundene „Reformpartnerschaft“ geprägt. SPÖ-Voves und ÖVP-Schützenhöfer kuschelten nahezu in liebevoller Freundschaft. Alle Bezirks- und Gemeindezusammenlegungen wurden über den den Tisch gebracht. Nicht alle sinnvoll!!! Franz Voves war der Wahlsieger schlussendlich. Nicht alle in seiner SPÖ wollten die Reformpartnerschaft weiterhin mitgehen.
Der in persönlichen Kreisen als jähzornig bekannte Franz Voves „verschenkte“ somit den „Landeshauptmann“ an Hermann Schützenhöfer. Mag. Michael Schickhofer wurde im Rahmen der Voves-Schickhofer-Doktrin für die Dauer der Reformpartnerschaft als LH-Stellvertreter eingebracht. Mit dem Ausstieg aus dieser Partnerschaft gibt es nun vorgezogene Wahlen. Die steirischen Wähler hatten sich an die quasi seriöse Abhandlung der VP-SP-Regierung gehalten und gewöhnt.
Jetzt laufen die Uhren praktisch anders. Mario Kunasek versucht mit aller Kraft, die steirische FPÖ aus Straches Windschatten heraus zu bringen. Das könnte vielleicht gelingen. Die Wahl wird es geben. Doch wie soll es nach der Wahl mit dem zerstörten Verhältnis zwischen ÖVP und SPÖ weitergehen? Die Reformpartnerschaft ist buchstäblich im Eimer. Und die Kritiker dieser Partnerschaft werden alle Möglichkeiten wahrnehmen, um derzeitige Bezirke und Gemeinden wieder zu verändern......

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