LR Mag. Christopher Drexler gibt für die Gesundheit in der Steiermark ordentlich Gas

Artikel bewerten
(0 Stimmen)
LR Mag. Ch. Drexler bringt die Steiermark gesundheitlich in Fahrt. Als Kultur-Landesrat unterstützt er auch die steir. Brauchtums-Kultur. LR Mag. Ch. Drexler bringt die Steiermark gesundheitlich in Fahrt. Als Kultur-Landesrat unterstützt er auch die steir. Brauchtums-Kultur.

Landesrat Mag. Christopher Drexler im Gespräch mit Chefredakteur Hannes Krois.

SOJ: Sehr geehrter Herr Landesrat. Wie schaut es mit der Gesundheit der Menschen in der Steiermark aus?
LR Drexler: Ich verfolge in der Gesundheitspolitik das – zugegebenermaßen ambitionierte – Ziel, dass die Steirerinnen und Steirer gesünder sein und länger leben sollen als der Rest der Welt. Darauf arbeiten wir mit unseren Reformvorhaben im Gesundheitsressort hin. Wir haben die Weichen gestellt, um die Gesundheitsversorgung in der Steiermark fit für die Zukunft machen. Ein entscheidendes Vorhaben dabei ist, bis 2025 30 Gesundheitszentren in der Steiermark zu schaffen.
SOJ: Wie gestaltet sich die ärztliche Versorgung in den Regionen?
LR Drexler: Ein Gesundheitszentrum ist zusätzlich zum Hausarzt die erste Anlaufstelle für alle gesundheitlichen Belange. Mehrere Ärztinnen und Ärzte praktizieren dort gemeinsam und können sich ihre Dienste so einteilen, dass sie flexibler sind und auch erweiterte Öffnungszeiten anbieten können. Denn wir wollen mehr Nähe und noch bessere Qualität in der Gesundheitsversorgung erreichen. In Mariazell, Eisenerz, Vorau und Weiz bieten Gesundheitszentren bereits Vorteile für die Patienten wie auch die Ärzte.
SOJ: Wie lange ist die Pflege der Menschen noch finanzierbar?
LR Drexler: Im Bereich der Pflege fordere ich wegen der laufenden Kostenexplosion bereits seit längerem einen Gipfel der Zahler – Bund, Länder und Gemeinden – ein. Mein Ziel ist daher konstruktive Verhandlungen mit dem Bund über die Zukunft der Pflegefinanzierung aufzunehmen und in diesem so wichtigen Bereich möglichst rasch zu nachhaltigen Lösungen zu kommen, durch die auch die Pflege daheim attraktiver wird. Mit Juli haben wir die Tarife für die mobilen Pflege-Dienste in der Steiermark um durchschnittlich ein Viertel gesenkt, um einen weiteren Schritt zu setzen, die Pflege daheim zu unterstützen.
SOJ: Gibt es ausreichend Pflegepersonal?
LR Drexler: Eine bundesgesetzliche Änderung hat leider viel Verwirrung rund um die Pflegeberufe ausgelöst. Durch gezielte Information wollen wir mehr Menschen für die Pflegeberufe begeistern. Unsere Gesundheits- und Krankenpflegeschulen bieten eine hervorragende Ausbildung mit Zukunft. Erst vor wenigen Tagen konnte ich die Abschlussdiplome an 44 Absolventinnen und Absolventen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Bad Radkersburg überreichen.
Die Pflegerinnen und Pfleger in der Steiermark leisten hervorragende Arbeit. Wir wollen daher auch die Rahmenbedingungen für sie so gut es geht weiter verbessern. Denn unsere Gesellschaft braucht immer mehr motivierte Damen und Herren, die sich mit Begeisterung dieser Herausforderung widmen.
SOJ: Zur Mega-Aufgabe „Gesundheit-Pflege-Personal“ sind Sie seit eineinhalb Jahren auch für die Kultur zuständig. Läßt sich dies bewältigen?
LR Drexler: Die Verantwortung für die Kultur bereitet mir sehr viel Freude. In den knapp eineinhalb Jahren, in dem ich nun für diesen Bereich verantwortlich bin, ist auch schon einiges gelungen. So konnten wir etwa die mehrjährigen Fördervereinbarungen unter Dach und Fach bringen.
Wir unterstützen in bewährter Form steirische Initiativen und Projekte. Außerdem begleiten uns weitere Vorbereitungsarbeiten für die „Steiermark Schau“, die ab 2021 im Rhythmus von zwei Jahren ein kulturelles Highlight in der Steiermark und darüber hinaus darstellen wird.
SOJ: Die „Steiermark Schau“ ist das Nachfolgeprojekt der Landesausstellungen. Wie funktioniert diese Kultur-Initiative?
LR Drexler: Wir wollen eine Lücke schließen, die von den Vorgängerformaten, den Landesausstellungen und der Regionale offen geblieben ist. Die haben viele als schmerzhaft empfunden. Deswegen haben wir ein Nachfolgeformat entworfen und beschlossen. Als ich das Kulturressort übernommen habe, haben wir gleich gemeinsam mit den Verantwortlichen des Joanneums und weiteren Ideengebern das Konzept einer ‚Steiermark Schau‘ im Zweijahresrhythmus entwickelt. Bei der Erstausgabe 2021 wird es um die steirische Identität, aber auch um die vielen steirischen Identitäten gehen. Woher kommen wir, wo stehen wir, wie werden und wollen wir in Zukunft leben? Ich kann mir vorstellen, dass diese Schau weit über die Steiermark hinaus für Diskussionen sorgen wird.
SOJ: Kunst ist auch ein Mittel für Kritik und politische Botschaften. Wie stehen Sie dazu?
LR Drexler: Um es anhand eines aktuellen Beispiels zu beschreiben: Der steirsche herbst ist etwa ein Festival, das sehr viele politische Botschaften beinhaltet und dementsprechend auch polarisiert und aufregt. Ich finde, dass solche Formate große gesellschaftspolitische Bedeutung haben. Wir leben in einer Zeit von gesellschaftlichen Umbrüchen und Entwicklungen, die nicht nur positiv sind. Hin und wieder ist also ein Weckruf nötig, der durch die künstlerische Auseinandersetzung mit diesen Themen gelingen kann. Ich sehe es als sehr positiv, wenn Kunst und Kultur gute Diskussionen anregen.
SOJ: Wie stehen Sie zur Volkskultur und „Hochkultur“?
LR Drexler: Das gehört zusammen. Ich will die Volkskultur nicht von irgendeiner anderen Kultur trennen. Wir können stolz sein auf die vielen regionalen Kulturinitiativen und unsere steirischen Traditionen. Das Kunst- und Kulturleben in der Steiermark ist ausgesprochen vital und bringt in allen Bereichen Beachtliches hervor.

soj gewinnspiel button

soj reisen button

Süd Ost Journal online lesen (e journal)

soj buch vom plattensee bis zur mur von paul puntigam

Süd-Ost Journal

"Für die Menschen, für die Region"