FrauenLeben/Im Blickpunkt Eveline Krachler (Kulinarik in höchster steirischer Qualität)

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Eveline Krachler serviert, bestens gastronomisch geschult die herrlichen Schmankerln.  Tat­kräftigst unterstützt von Vanessa und Maximilian, vulgo Maxi. Eveline Krachler serviert, bestens gastronomisch geschult die herrlichen Schmankerln. Tat­kräftigst unterstützt von Vanessa und Maximilian, vulgo Maxi.

E. Krachler: Arbeit als Hobby & Familie ein Lebensglück

Mit Eveline und Markus sind die Süd-Ost Journal-Herausgeber Hannes&Ulrike Krois seit vielen Jahren befreundet. Markus begeht in diesen Jänner-Tagen seinen 40. Geburtstag. Dieses Jubiläum feiert Markus in der Mitte der Freunde und der Familie. Markus&Eveline gehen gemeinsam erfolgreiche Wege in die  Zukunft. Familiär und wirtschaftlich. Mit seinem Lebens-Juwel Eveline an der Seite kann sich Markus verstärkt der Produktion seiner Qualitätsweine und dem speziellen Geselchtem widmen. Vor vielen Jahren in einer Disko-Nacht „funkte“ es zwischen Markus&Eveline. Aus der Liebesgeschichte wurde zudem eine Lebensgeschichte. In Folge wurde geheiratet. Eveline&Markus bekamen die beiden wunderbaren Kinder Vanessa und Maximilian. Schlussendlich folgte der Ausbau des Buschenschank zum hervorragenden Weinhof-Heurigen Krachler in Hochenegg bei Ilz. Die gastronomisch bestens ausgebildete Eveline hat in der Rolle als Heurigen-Wirtin ihre Berufung gefunden. Die perfekte gastronomische Ausbildung im Kontakt mit den Gästen spielt schon eine Rolle. Die hohe Ausbildung im „Steirerhof“ und dann später die Saison-Zeiten im   „Trofana Royal“ in Ischgl waren höchst lehrreich. Wie zum Beispiel der „Gloschen-Service“. Eben stilgerechtes Servieren der Speisen unter einer Wärmeglocke. Im Weinhof Krachler geht es natürlich etwas rustikaler zu. Zumal hier Gemütlichkeit und gute Laune vorherrschen.  Dazu noch die regional geprägte herzliche Art von Eveline, die so sehr auf die Gäste einzugehen vermag. Die im Hause gefertigten Selchwaren, die Aufstriche, das Bauernbrot und die Salate kommen bei den Gästen bestens an. Dazu eine Vielfalt von Säften und die besten Weine vom Markus. Hier kommen Freunde deftiger Kost und auch Veganer voll auf ihre Rechnung. Im Hause Krachler herrscht gelebte Harmonie zwischen den drei Generationen in der Familie. Der „Wirbelwind“ Eveline hat das größte Glück in ihrer Familie gefunden. In den heutigen Zeiten, in denen Lebenspartnerschaften und Ehen derartig oft „gesprengt“ werden, ist dies nahezu ein „kleines Wunder“. Abseits von Selbstverwirklichung und Wohlstandsgier gibt es in Hochenegg Markus & Eveline, die mit dem Herzen leben..........

Ein wirklich sehr fesches Paar, der Markus mit seiner Eveline.
Nicht nur in der Krachler-Familie sondern auch im Weinhof geht es sehr familiär zu. Bei Anlässen steht ein Glaserl mit den Mitarbeitern.

von Eveline Krachler „Man meistert seine Zukunft mit den Erfahrungen der Vergangenheit“ Ich wuchs bei meinen Eltern Fritz und Elfie und mit meinen zwei älteren Geschwistern Karin und Markus in Sebersdorf auf. Im Jugendalter musste ich mich, wie so viele andere entscheiden, welchen Beruf ich erlernen will. Meine Mutter und meine Schwester waren auch schon in der Gastronomie tätig. Und ab und zu durfte ich ihnen helfen und so wurde ich auf die Gastronomie aufmerksam. Ich begann im September nach der Schule eine Lehre als Kellnerin im „Steirerhof“ in Bad Waltersdorf. Meine Mutter sagte immer zu mir „Lehrjahre sind keine Herrenjahre.“ Dort begann meine Liebe für die Gastronomie. Speziell zwei Personen im Hotel waren für mich eine große Hilfe und Bereicherung. Es war für mich sehr lehrreich, dass meine eigene Schwester im gleichen Betrieb arbeitete. Ich durfte auf Ihrer Station schon Tätigkeiten ausführen, die andere Lehrlinge nicht durften. Das war schon sehr motivierend. Die zweite Person war meine Chefin Frau Sokoll. Frau Sokoll war streng, korrekt, sehr genau und sie hatte für jeden ein offenes Ohr. Damals verstand ich noch nicht, warum man so genau arbeiten muss. 2000 habe ich meine Lehrabschlussprüfung mit Auszeichnung bestanden. Ein bisschen später begann ich mit meiner Ausbildung als Weinsommeliere. Im Winter 2003 ging ich auf Saison nach Ischgl ins berühmte 5-Sterne-Superior Hotel „ Trofana Royal“. Dort konnte ich mein Wissen noch sehr erweitern. In diesem Hotel lernte ich ein exquisites Service z.B Gloschen Service. Nach Ende dieser Saison kam ich nun wieder nach Hause. Dann lernte ich meinen Mann Markus kennen. Mein Mann ist für mich die Stütze meines Lebens, Freund und charakterlich sehr ähnlich. Nach 3 Jahren „ wilder Ehe“ wurde dann geheiratet. Meine zwei Kinder Vanessa (14) und Maximilian ( 11) sind das Wundervollste in meinem Leben. Meine Schwiegereltern führten vorher einen Buschenschank und als sie in Pension gingen, übernahmen mein Mann und ich im Jahr 2007 den Betrieb. Nach zwei Jahren Planungsphase begannen im April 2009 die Bauarbeiten. Südost Journal Chef Hannes Krois hat uns in den 17 Wochen der Umbauphase mit einer Baureportage begleitet. Mit den Jahren hat sich mit Hannes und Ulrike eine sehr gute Freundschaft entwickelt. Ein Dankeschön euch zwei. Der Wechsel zwischen Kinder und Betriebsleben war nicht immer einfach. Auf der einen Seite brauchten mich meine Kinder noch und auf der anderen Seite war die Baustelle auch noch. Morgens die Kinder anziehen, Jause richten und Vanessa in den Kindergarten bringen. Dann schnell zurück nach Hause und Essen kochen für die Arbeiter. Zu Mittag Vanessa holen, abwaschen, versorgen meiner Arbeiter und wieder die Jause richten. Aber nach 17 Wochen Bautätigkeit konnten wir voll Stolz den neuen Heurigen glanzvoll eröffnen. Am 22. August 2009 wurde der Heurige eingeweiht und gefeiert. Ich musste damals auch erst in den Betrieb hineinwachsen. Nach dem Umbau meldeten wir unseren Buschenschank als Heurigen an. Wir wussten vor zehn Jahren nicht wo sich die Zeit hinbewegen würde.

Der Weinhof-Heurige Krachler in Hochenegg bei Ilz ist mit seiner überdachten Terrasse speziell im Sommer eine höchst beliebte Adresse.

Meine Tagesabläufe änderten sich... In der Früh waren die Vorbereitungen für den Buschenschank zu machen. Fleisch richten, Einkäufe erledigen, Tischeinteilungen machen, Dienstpläne schreiben und natürlich war der Haushalt auch noch da. Was ich damals zu spät erkannte, war, dass meine Tochter ein Problem mit unserem Betrieb hatte. Sie versteckte sich in der Küche und wollte nichts mit den Gästen zu tun haben. Bis sie mir dann erzählte, dass der Betrieb ihr die Mama weggenommen hatte. Eigentlich war sie diejenige, die mich am wenigsten hatte. Vormittags war sie im Kindergarten und am Nachmittag war ich im Betrieb und am Wochenende war natürlich unser Heuriger offen und wir hatten Hochbetrieb. Darum haben meine Mann und ich einen Kindernachmittag einberufen. An diesem Nachmittag durften die Kinder entscheiden was wir machen. Aber mit der Zeit wurden sie größer und sind jetzt voll integriert. Meine Vanessa macht jetzt ihr letztes Pflichtschuljahr und will wahrscheinlich einen Beruf erlernen, aber nicht in die Gastronomie gehen wie Mama und Papa. Mein Sohn Maximilian möchte unseren Betrieb, so wie es jetzt aussieht, weiterführen. Aber das dauert noch und kann sich noch ändern. Für meinen Ausgleich fahre ich gerne Schi oder gehe gerne gut Essen. Wichtig ist für mich, dass ich Zeit für meine Kinder und meine Freunde habe. Unsere Heuriger umfasst 100 Sitzplätze im Innenbereich und 100 Sitzplätze auf unserer schönen Terrasse. Mit der Zeit renovierten wir fast alles. Unser Betrieb wurde mit der Zeit immer größer. Natürlich ist dies auch mit mehr Arbeit verbunden. Aber wir können stolz sein auf unseren Familienbetrieb. Nach harter und viel Arbeit habe ich es nie bereut in die Gastronomie zu gehen. Ich kann meine Erfahrungen und das Erlernte im Betrieb ausführen und auch leben. Wer kann das heute schon. Ich kann wirklich sagen, dass ich wunschlos glücklich bin, mit dem was ich habe. Ich bin heute eine selbstbewusste Frau und lasse mich von niemanden unterkriegen. Alles was ich gelernt habe, gebe ich an meine Mitarbeiter auch so weiter. Mitarbeiter sind das Wichtigste in einem gut besuchten Heurigen und sie gehören auch zur Familie dazu. Ein großes Danke an meinen Mann, der immer zu mir gestanden ist und an meine Schwiegereltern, die damals den Grundstein für unseren Betrieb gelegt haben. An meine Eltern, die immer das sind, wenn ich sie brauche. An meine Kinder, die mir eine Stütze geben. Ohne all diese Unterstützung wäre es nicht zu schaffen. Auch an unsere Bekannten, Freunde und Gäste ein großes Dankeschön. Es ist egal wie mein Tag läuft, mein Motto lautet immer: „Mein Betrieb ist mein Hobby und ein Hobby macht man gerne!“.

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