FrauenLeben/Im Blickpunkt Julia Majcan (Hoffnung für die Südoststeiermark)

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Julia Majcan: Voller Einsatz mit jugendlicher Kraft für die Südoststeiermark. Julia Majcan: Voller Einsatz mit jugendlicher Kraft für die Südoststeiermark.

Julia Majcan: Ein Glücksgriff für die Südoststeiermark

Die Liebe zur Kommunikation und Menschenfreundlichkeit ergeben in Summe das Talent für die Politik. Das kann man nicht erlernen, das wurde in Ansätzen in die Wiege gelegt. Wie bei Julia Majcan es der Fall ist. Die 25-jährige Blondine erlebte Kindheit und Jugend in einem Dorf. Mit Eltern und Geschwistern ein familiäres Team in Goritz. In so einem Dorf ist jeder miteinander vernetzt, mit Vereinen, Organisationen, Kirche usw. Mit voller Freude wirkte Julia voll im gesamten Dorfleben mit. Das Leben mit Menschen und Vereinen wurde zeitweilig Julias Lebenshobby. Im nahen Bad Radkersburg wurde die hübsche Julia auch sehr gerne als Marketenderin bei der Stadtkapelle aufgenommen. Fleißig und gescheit ist die Julia Majcan zudem noch. So folgten zahlreiche Auslandsaufenthalte für den „richtigen Durchblick“. Frankreich, USA und ein Hotel-Praktikum am Zürichsee. Bei den Wahlen der Österreichischen Hochschülerinnenschaft durfte Julia erstmals politische Siegesluft schnuppern. Julia studierte brav weiter. Zwischendurch ein Praktikum an der österreichischen Außenwirtschaft in Sydney. Wieder Auslandssemester in Frankreich und dann die Südoststeiermark. Von der steirischen Volkspartei gebeten, gemeinsam mit Franz Fartek die Südoststeiermark im Landtag zu vertreten. Diese hohe Aufgabe wird Julia Majcan mit viel Herzblut und jugendlichem Einsatz starten. Die dörflich geprägte Menschenkenntnis mit dem wachen Auge für Erlebtes in der Welt, haben mit  Julia Majcan einen klar denkenden „vermenschlichten Motor“ für die Menschen und die Bedürfnisse der Region geformt. Klares Denken und präzise Grundsätze bringt Julia mit auf dem Weg. So auch die Initiative zum Einkaufen von Qualität und Leistung in der Region. Speziell der Erhalt der Innenstädte mit all den historisch gewachsenen Geschäften liegt der neuen Regional-Politikerin sehr am Herzen. Hier einkaufen, damit auch die Arbeitsplätze hier gehalten werden können. Mit Julia Majcan hat die Südoststeiermark einen Glücksgriff gemacht.

Julia Majcan mit Viktoria Gombocz und Kerstin Zsilawecz.
Uni Management Club Steiermark-Chefin Julia Majcan mit ihrem Vorstand bei der Planung neuer Projekte für Bewusstseinsbildung.

von Julia Majcan
Darf ich mich vorstellen? Mein Name ist Julia Majcan. Ich bin 25 Jahre alt und komme aus Bad Radkersburg - um genau zu sein, aus Goritz. Warum erwähne ich dieses Dorf? In diesem Dorf bin ich mit meinen Eltern und beiden Geschwistern aufgewachsen. Es ist ein Dorf, in dem Tradition und Gemeinschaft sehr hoch gehalten werden, was mich mitunter sehr geprägt hat. Schon als Kinder wurden wir überall eingebunden und durften mithelfen. Wenn in Goritz ein Fest vor der Tür steht, funktioniert die Gemeinschaft wie ein Zahnrad – jeder trägt seinen Teil zum Erfolg bei. Die Goritzer ebneten meinen Weg, mich auch später in vielen Vereinen und Organisationen zu engagieren. Ein Teil eines größeren Ganzen zu sein, wo man sich aufeinander verlässt und beständig Ziele verfolgt, war mir deshalb immer wichtig.
Auch die Kirche hat mich in wesentlichen Lebensabschnitten begleitet - ob als Ministrantin, Jungscharbegleiterin, Vertreterin der Jugend im Pfarrgemeinderat oder Firmbegleiterin. Auch heuer war ich wieder als Begleiterin am Jungscharlager dabei. Wir Goritzer haben schon als Kinder unzählige Male Gottesdienste und Taufen musikalisch umrahmt. Oft habe ich schon auf den Anruf gewartet - ein Nein gab es für mich nie.
Wer mich kennt, weiß um meinen Drang zur Kommunikation. In zahlreichen Vereinen habe ich gemerkt, wie glücklich es mich macht, teilzuhaben. Beispielsweise war für mich 10 Jahre als Gardemädchen die Faschingszeit die wichtigste Jahreszeit. Darüber hinaus sorge ich als Marketenderin der Stadtkapelle Bad Radkersburg heute für das leibliche Wohl.
Dafür, dass ich aus unzähligen Stunden mit unterschiedlichsten Menschen Vieles dazulernen konnte, bin ich überaus dankbar, was mich auch zu einer besseren Zuhörerin gemacht hat. Wenn Menschen miteinander leben und gestalten, treffen verschiedene Interessen aufeinander. Die Bereitschaft zuzuhören, ist in meinen Augen das Fundament eines Dialogs auf Augenhöhe. Dementsprechend ist es mein wesentliches Bestreben, den Menschen ein offenes Ohr zu leihen und die Interessen jener Region, die mich so gefördert hat, bestmöglich unterstützen zu können.
Nach meiner Hauptschulzeit in Bad Radkersburg führte mich mein Weg in die HLW Mureck. Eine Schule in der ich meine Flügel entfalten konnte. Meine kommunikative Art konnte ich zwei Jahre lang als Schulsprecherin einbringen und durch meine Ideen und meinen Tatendrang aktiv mitgestalten. Ich fühlte mich sehr gut aufgehoben und gefördert. Wie es in größeren Gemeinschaften vorkommt, gab es natürlich auch Persönlichkeiten, die sich mit meiner offenen Art nicht so wohl fühlten und jene, die immer wieder meine Fähigkeiten bezweifelten. Letzteres hat mich im letzten Schuljahr auch entsprechend verunsichert und ich muss ehrlich sagen, ich wusste nicht, wohin die Reise gehen sollte. Die Wahl der passenden Studienrichtung war eine Herausforderung für mich. Ich entschied mich dafür, mit Volkswirtschaft zu beginnen. Doch schnell stellte sich heraus, dass dies die falsche Entscheidung für mich war.
Ich durfte für meine jungen Jahre schon viele Auslandsaufenthalte absolvieren. Mit 16 Jahren war ich das erste Mal länger allein von zu Hause fort, um in Nizza mein Französisch aufzubessern. Mit 17 arbeitete ich mehrere Monate in der Schweiz als Service-Praktikantin in einem Hotel am Zürichsee. In den beiden darauffolgenden Sommern investierte ich mein verdientes Geld in Sprachaufenthalte an der Ostküste in den USA.
Durch meine Arbeit in der Schweiz habe ich einen tiefen Einblick in ein funktionierendes Unternehmen bekommen. Auch in Amerika durfte ich meine Gastmutter das ein oder andere Mal zu Terminen mit UnternehmerInnen begleiten. Obwohl der volkswirtschaftliche Überblick für mich nach wie vor einen wichtigen Eckpfeiler darstellt, musste ich die Erkenntnis machen, dass die Neugier darüber, wie einzelne Unternehmen als Fundamente unserer Volkswirtschaft funktionieren, überwiegte. In der Erinnerung an die spannenden Einblicke in die Privatwirtschaft während meiner Auslandsaufenthalte, wusste ich, dass ich die falsche Entscheidung getroffen hatte. Ich zog die logische Konsequenz und belegte Betriebswirtschaft an der Karl-Franzens-Universität Graz, wo­mit ich mich besser identifizieren konnte.

Innige Beziehung: Julia mit Oma Barbara Majcan.
Die Majcan-Familie: Mag. Josef und Gabriele Majcan mit den Töchtern Olivia und Julia sowie Sohn Klemens.

Zugegeben, es war gerade am Anfang meines Studiums - alles neu, alles anders - nicht leicht und ich verlor fast den Mut. Aber in dieser Zeit habe ich auch echtes Durchhaltevermögen erlernt – einfach wieder aufstehen, weiter machen und durchbeißen. Aufgeben war noch nie mein Weg, deshalb beschloss ich, mich auch in Graz zu engagieren. Kurz darauf war ich Mitglied der Studienrichtungsvertretung BWL. Dort fand ich meine besten Freunde und ein großartiges Netzwerk, mit dem sich auch der Stu­dienerfolg einstellte. Einige Monate später wurde ich Mitglied im Uni Management Club Steiermark, später dann Geschäftsführerin, derzeit darf ich noch den Vorsitz innehaben. Politische Luft schnuppern durfte ich dann auch bei den Wahlen der Österreichischen Hochschülerinnenschaft. Dort haben wir uns mit unserem gut funktionierenden Team der Studienrichtungsvertretung BWL zur Wahl gestellt und gewonnen. Ich blicke auf eine schöne Zeit als Mandatarin der Studienrichtungsvertretung BWL zurück. Kurz vor dem Abschluss meines Bachelorstudiums arbeitete ich in der österreichischen Außenwirtschaft in Sydney, Australien. Spätestens dort war ich mir absolut sicher, das richtige Studium gewählt zu haben. Bald darauf habe ich meinen Bachelor in Betriebswirtschaft abgeschlossen.
Weil der einfache Weg nie meiner war, beschloss ich mein Masterstudium nicht an derselben Uni zu machen. Nach einer herausfordernden Aufnahmeprüfung, begann ich im Oktober 2018 mein Masterstudium in Management an der Wirtschaftsuniversität Wien.
Nach zwei Semestern in Wien führte mich mein Weg nach Frankreich für mein Auslandssemester. Kurz vor Antritt meines Auslandssemesters im Sommer 2019, durfte ich Teil des Teams Südoststeiermark für die Nationalratswahl sein und unsere Nationalrätin Agnes Totter begleiten. Eine schöne Wahlbewegung, die dann am 29. September 2019 mit einem tollen Ergebnis belohnt wurde. Ich bekam bald darauf die große Chance, an der ausgezeichneten Leistung anzuknüpfen und gemeinsam mit LAbg. Franz Fartek die Südoststeiermark im Landtag vertreten zu können. Es war eine echte Herausforderung, mein Auslandssemester, die Wahlbewegung, Familie und Freunde unter einen Hut zu bekommen, jedoch fand ich einen Weg. Viele Kurse wurden online angeboten, dadurch konnte ich fast immer in der Region sein. Mein Auslandssemester und der Wahlkampf ließen sich so letztendlich noch gut vereinen. Meine Endklausuren musste ich aber natürlich in Frankreich absolvieren – alles eine Frage der Organisation.
So fand ich meinen Weg in die Politik, wo ich unsere Traditionen mit meinen Erfahrungen in der internationalen Wirtschaft und innovativen Ansätzen verbinden möchte, indem ich den Menschen zuhöre und unserer Südoststeiermark letztendlich etwas zurückgeben werde.

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