FrauenLeben/Im Blickpunkt Christa Triebl („eine unglaubliche Friseur-Power-Frau“)

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Bis jetzt hat sich Christa Triebl allein 76 Meistermedaillen erkämpft. Tendenz steigend. Als „Wirbelwind” darf sie das Wort Diät ganz vergessen! Bis jetzt hat sich Christa Triebl allein 76 Meistermedaillen erkämpft. Tendenz steigend. Als „Wirbelwind” darf sie das Wort Diät ganz vergessen!

Mit Christa Triebl kam eine Salzburgerin in die Südoststeiermark. Als kleines Kind hatte sie sich auf die Köpfe der Puppen konzentriert und konstruierte mit einem Kamm die allerbesten Frisuren. Von da ab war klar, dass Christa Friseurin wird. Friseurin war damals gleich wie Köchin oder Kellnerin für Mädchen, ein „hausbackener Beruf“. Für die Burschen zeitgleich Kellner, Elektriker oder Maurer. Jedenfalls packte Christa ihren Job mit vollem Power und hatte bereits vor dem 22. Geburtstag ihren Meisterbrief in den Händen. Christa ist eben so!
Seit 1996 ist die Friseurmeisterin als „Fahrender Friseur“ unterwegs. Höchst erfolgreich mit einem menschlich aufgebautem Netz von Stammkunden. Christa liebt gutes Essen. Zum Ausgleich startete Christa in den turbulenten Sport mit Leichtathletik, Speer, Diskus, Kugelstoßen, Weitspringen, Sprinten, Laufen. Christa entwickelte sich zur Super-Sportlerin. Mittlerweile zieren 480 Pokale jedes Winkerl im Haus. Christa Triebl versuchte ihren Mann Erich und die Kinder Lena und Armin verstärkt für den Sport zu begeistern. Aber Christa ist eine Extremsportlerin. Beim Laufen wird der Kopf ganz klar und der Körper erneuert sich in allen Zellen. Die Sucht nach nach den Glückshormonen, den körpereigenen Endorphinen spielt eine dominante Haltung. Der Körper ruft in Abständen danach. Man könnte von Narzissmus (Eigenliebe) sprechen, wenn nicht Christa Triebl auch ein „Gutmensch“ der ganz besonderen Art wäre. Seit ihrem 20. Lebensjahr praktiziert Christa trotz all der Hektik fünf Sozialstunden für Menschen in der Woche. Schon ein Lächeln hilft vielen Menschen. Christa schenkt den Menschen mehr...

Was die Christa sportlich alles schon erlebt hat. Diesmal Nordlichtjagd hoch über Ivolo.
Turbofrau Christa mit ihrem Mann Erich und den Kindern Lena und Armin. Sport in Spitzenklasse bleibt derzeit noch konstant bei Christa.

von Christa Triebl
Mein Lebensmotto: „Was du nicht willst das man dir tut, das füg auch keinem andern zu!“
Dieses lehrte mich meine geliebte Großmutter in ganz jungen Jahren.
Mit einem sehr guten Draht nach „OBEN“ darf ich ein facettenreiches, interessantes, manchmal sehr turbulentes Leben führen. Mister Gott gab mir Kraft für „4“.
SPORT - BERUF - FAMILIE - SOZIALES
Zum Wettbewerb-Laufen kam ich durch eine traurige Erfahrung – nichts NEGATIVES, in dem nicht auch etwas POSITIVES steckt.
Ich laufe seit 18 Jahren Wettbewerbe und konnte auch meine Familie, Gatten Erich, Tochter Lena und Sohn Armin zum Laufen motivieren. „Lauffamilie TRIEBL“ reiste jahrelang quer durch Österreich, übriggeblieben ist nur Mama Triebl.
Lena steht kurz vor dem Abschluss des Pharmaciestudiums. Armin liebt seinen Beruf als Mechatroniker.
Seit 15 Jahren habe ich Bergläufe in Österreich und international absolviert. Die Leichtathletik – Speer, Diskus, Kugelstoßen, Weitspringen, 5.000-Meter-Bahnlaufen und 60-Meter-Sprinten – hat mich seit sieben Jahren in ihren Bann gezogen. Natürlich dürfen auch Marathons nicht fehlen. Christmas Marathon Finnland, Loch Ness Schottland, Jungfern Marathon Schweiz, Lodz Marathon Polen, Zandvoort Strandmarathon Holland.
Zum 50iger wählte ich den New York Marathon, der für mich wirklich etwas besonderes war.
Im Mai 2010 bremste die Achillessehnen-OP meine Laufeuphorie, welche „dem Stehaufmännchen Christa” trotz allem aber erhalten geblieben ist. Start für den New York Marathon 7. November 2010.
Den größten Erfolg konnte ich zum 51. Geburtstag in Tromsoe feiern. Ich erreichte mit einer Zeit von 3 Stunden 55 Minuten international den dritten Platz.
Reinhold Prasch, Freund und „Sportchef“, brachte mich zum olympischen Gehen, das mich schon nach kurzer Zeit „elektrisiert“ hat. Hartes Training, Durchhaltevermögen, Enthusiasmus, sehr viel Disziplin und Freude am Sport spiegeln sich in den Ergebnissen und Erfolgen wider.
Jüngstes Ergebnis in Redlham 23.9.: 20 km Gehen/ Staatsmeis- terschaft. Gesamt 5. Frau, Klasse W55 Österreichische Meisterin und Landesmeisterin Steiermark.
In 18 Jahren Training haben sich 180 Laufschuhe in 50.000 Trainingskilometern verbraucht.
Circa 50 km Laufen in der Woche ist ein MUSS, ohne Wettbewerbe.
Circa 22.000 Autokilometer zu den Wettbewerben angereist.
Circa 9.400 Trainingsstunden, zum Ausgleich Schwimmen, Gymnastik, Radfahren.
„Ohne Fleiß kein Preis“
Es zieren rund 480 Pokale unser Haus mit 76 Steirischen Meistermedaillen (Gold, Silber, Bronze) in meiner Altersklasse.
Erfolge: Zehnmal Steirische Landesmeisterin, zweimal Steirischer Rekord, siebzehn Österreichische Meisterin (Gold, Silber, Bronze in meiner Altersklasse).
Vor jedem Start denke ich mir, es geht mir gut, habe gut trainiert und habe Freude am Sport. Das Schöne an meinen Aktivitäten ist, dass sooo viele, liebe hilfsbereite Menschen hinter mir stehen und mir Kraft schenken. Ich kann nur DANKE, DANKE, DANKE sagen!
Es muss niemand, so wie ich, Bewerbe in der Intensität „haxeln“ (jährlich circa vierzigmal am Start), doch Bewegung hält fit – geistig, körperlich - und der Seele tut sie auch gut. Probleme, Frust und Unbehagen werden mit jedem Schritt vertrieben, die Schönheit der Natur, die Sonne und die Menschen zaubern wieder ein Lächeln ins Gesicht. Ohne Sponsoren und meinen Verein, TV Fürstenfeld, wären meine sportlichen Tätigkeiten natürlich nicht möglich, sie helfen, mir einen Teil meiner Kosten zu decken. Auch ihnen ein herzliches Dankeschön!
Essen ist für mich nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern etwas SCHÖNES, denn sehr oft „genieße“ ich auch drei Portionen. Vor 38 Jahren hatte ich - Gottseidank - einen Geistesblitz: dreifache Portionen ohne genügend Bewegung, das kann nicht gut sein. So pendelte sich viermal wöchentlich regelmäßig Sport ein. Joggen – Radfahren - Schwimmen – Gymnastik – was ein sehr wichtiger Teil für mich als Friseurin ist. Mir wurde bewusst, wenn ich meine Traumberuf bis ins hohe Alter ausüben möchte, war der Zeitpunkt gekommen, für ein adrettes Ausssehen für mich, meinem Ehemann und meine Kunden mit Bewegung zu beginnen.
Von klein auf „bearbeitete ich Puppen und Köpfe, die mir bereitwillig zur Verfügung standen, mit Bürste und Kamm. Begeistert zauberte ich richtige Kunstwerke auf ihre Häupter. Von da an war mir klar, dass Friseurin für mich der richtige Schritt ins Berufsleben ist.
Ich sehe heute nach 43 Arbeitsjahren und 37 Jahren Selbständigkeit als Friseur die Arbeit als Berufung an. Ich freue mich über jeden Kopf, den ich neu stylen darf. Mein Ziel war, vor meinem 22. Geburtstag den Meisterbrief in Händen zu halten und ein eigenes Geschäft zu eröffnen. Ich war 1981 die jüngste Meisterin. Ich erreichte mein Ziel und eröffnete am 27. April 1982 mein eigenes Geschäft – am 25. Juni 1982 wurde ich 22 Jahre alt!
Die Geburt unserer Tochter Lena erforderte eine Umstellung im Berufsleben. Seit 1996 bin ich „FAHRENDER FRISEUR“, wenn ich nicht gerade sportlich unterwegs bin. Armin machte im Februar 1997 unsere Familie komplett.
Seit meinem 20. Lebensjahr werden von mir fünf Sozialstunden pro Woche gemacht. Ich gebe sie gerne jenen, wo es gerade nicht so gut läuft (Besuche im Krankenhaus, Gespräche, Einkäufe, Arztbesuch und Amtswege). Mein Motto: Es gibt immer jemanden, der deine Hilfe braucht! Auch in Pflegeheimen statte ich Besuche ab, spiele mit der Flöte, absolviere mit den Bewohnern das eine oder andere Tänzchen und freue mich riesig über die strahlenden Gesichter. Hin und wieder hole ich „Zenz und Zenzi” aus dem Koffer (in Begleitung von Ingrid) und überrasche Freunde und Kunden bei verschiedenen Geburtstagsfeiern und Hochzeiten.
Auch wenn mein Tag oft mehr als 24 Stunden haben müsste, möchte ich keine meiner Aktivitäten missen. Ich wünschen allen, dass ihre Träume auch in Erfüllung gehen.

Letzte Änderung am Dienstag, 23 Oktober 2018 13:16

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