Der touristische „Brückenbauer“ Jan Ciglenecki im „Ruhestand“...

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Die slowenische Tourismuslegende Dir. Jan Ciglenecki mit seiner Nachfolgerin Zana Marijan und der slowenischen Botschafterin Ksenja Skrilec (links) samt der Tourismus-Direktorin Maja Pak (rechts) in den Räumen der Slowenischen Botschaft in Wien. Die slowenische Tourismuslegende Dir. Jan Ciglenecki mit seiner Nachfolgerin Zana Marijan und der slowenischen Botschafterin Ksenja Skrilec (links) samt der Tourismus-Direktorin Maja Pak (rechts) in den Räumen der Slowenischen Botschaft in Wien.

von Hannes Krois
Für touristische Insider ist Jan Ciglenecki ein ziemlich hoher Begriff. Jan ist seit so vielen Jahren mein enger Freund. Jan Ciglenecki war über Jahrzehnte der Direktor des Slowenischen Tourismusbüros in Wien. Bis Ende Jänner 2020. Nun ist er im „Ruhestand“. Wie klingt das nur: „Ruhe­stand“. Wie könnte dies bei Jan funktionieren? Jan war über viele Jahre auch der Präsident von „Corps Touristique“ in Wien. Die Kooperation aller touristischen Büros in Wien. Touristiker, Botschafter und Politiker eng vernetzt. So war auch über dieses Netz­werk für mich ein Treffen mit der kubanischen Botschafterin im Riegersburger Genusshotel arrangiert. Die Welt ist eine Kugel. Demnach dreht sich auch der touristische Wendekreis sanft und rund.

In Absprache mit Jan war es mir über die vielen Jahre ein großes Anliegen, dieses vielfältige Land Slowenien in meinen Reisereportagen geschichtlich, kulinarisch und touristisch einzubringen. Dabei wurden Janez Faifar, ehemals Direktor der Villa Bled und heutiger Bürgermeister vom wunderschönen Bled vertiefte Freunde. Tomislav, der Wirt vom Top-Lokal Pri Mari in Piran ebenso. Es wurden von mir über Slowenien derartig viele Reisereportagen abgedruckt, dass die Erstellung eines Buches in Nähe rückt. Jan Ciglenecki wurde seitens des Ministeriums in Laibach aufgefordert, das Ministeramt für Tourismus anzu­nehmen. Jan dazu: „ Ich kann Slowenien als Tourismus-Direktor in Wien weitaus besser die­nen!“ Recht hat er gehabt.... Aber wer, außer Jan hätte einen Job als Minister ausgeschlagen?In der ganzen langen Zeit der Freundschaft mit Jan, haben wir auch seine Frau Meta kennen gelernt. Eine unglaublich gescheite Historikerin. Bei der Präsentation ihres Ptuj (Pettau)-Buches in deutscher Sprache beim Grazer Bürgermeister Nagl war ich natürlich dabei. Jährlich die großen Empfänge von Corps Touristique speziell im Palais Ferstl oder von der slowenischen Botschaft im Palais Niederösterreich, gleich neben dem Bundeskanzleramt. Der Rudi Wilfinger aus dem Hartbergerland war es vor so vielen Jahren, der diese Verbindung mit Jan Ciglenecki verknüpfen wollte. So kam der Rudi, wie ausgemacht an jenem Sonntag nach Feldbach, um mit uns zu Jan nach Pettau zu fahren. Leider hatte er vergessen, vorher Jan anzurufen. In Pettau angekommen, erzählte Rudi, dass Jan eigentlich gar nicht da ist. Seine Frau Meta humpelte mit einem „Gipshaxn“ die Treppen herunter und erzählte, dass Jan auf Journalistenreise in Piran sei. Anstatt Rudi Wilfinger zu „ermorden“, luden wir ihn zum Essen ins wunderbare Lokal Ribic an der Drau ein. Wenige Tage später kam Jan Ciglenecki in die damalige Süd-Ost Journal-Redaktion nach Feldbach. Eine höchst vertiefte Freundschaft begann. In der slowenischen Botschaft in der Wiener Bankgasse 3 wurde dieser Tage Jan Ciglenecki von der Botschafterin Ksenija Skrilec geehrt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge nahmen meine Frau Ulrike und ich an dieser berührenden Zeremonie in den historischen Räumen teil. Schlussendlich hat Jan nun verstärkt Zeit, sich mit uns privat zu treffen. Zudem wird Jans langjährige Assistentin Zana Marijan als Direktorin des Slowenischen Tourismusbüros in Wien weiter machen. Das Erbe von Jan Ciglenecki bleibt erhalten......

Jan Ciglenecki bei seiner Verabschiedungsrede vor den geladenen Gästen.
Jan Ciglenecki mit seinen jahrelangen Stützen Eveline Tripam und Zana Marijan.

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