Ortsreportage Hannersdorf

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Die katholische Pfarrkirche ist dem Fest Mariä Geburt geweiht. Die katholische Pfarrkirche ist dem Fest Mariä Geburt geweiht.

Zahlreiche Projekte werden in Hannersdorf, Burg und Woppendorf in Angriff genommen, um miteinander die Zukunft der schönen Großgemeinde erfolgreich zu gestalten. Hannersdorf mit seinen weiteren Ortsteilen Burg und Woppendorf ist Heimat für rund 750 Menschen. Nach den Veränderungen der letzten Gemeinderatswahlen macht sich nun eine junge Generation gemeinsam daran, die Attraktivität der Gemeinde noch weiter zu erhöhen. An der Spitze dieser Veränderungen steht der neue Bürgermeister Gerhard Klepits (ÖVP). „Besonders am Herzen liegen mir jene Vorhaben, die ich schon im Programm zur Gemeinde- ratswahl als meine Hauptziele angekündigt habe“, so der junge Bürgermeister. Diese sind: Die Nahversorgung der Gemeinde, die nach Schließen des Kaufladens Gabriel vor 2 Jahren – nach 94 Jahren – kein „G’schäft“ mehr hat, ist wieder sicherzustellen. Das Naturbadeparadies „NABABU“ Burg soll zu einem modernen „Freizeitpark“ erweitert werden. Durch archäologische Ausgrabungen soll die große historische Bedeutung des Dorfes in Zukunft auch touristisch genutzt werden können.
Wussten Sie, dass Hannersdorf...
...einmal der „Nabel der Welt“ gewesen ist? Burg soll in der Hallstattzeit, rund 700 vor Christus, einer der wichtigsten Knotenpunkte für den Handel gewesen sein.
… der Boden eines „Wein des Jahres“  ist? Die Reben des Blaufränkisch »K« Alte Weingär- ten 2013 von Uwe Schiefer („Wein des Jahres“ beim Guide Gault& Millau, Höchstnote mit 5 Sternen beim Vinaria Weinguide) stehen am Königsberg.
… den (Traum-) „Hochzeitsberg“ im Südburgenland beheimatet?
Im „Hannersberg“ geben sich jährlich dutzende Paare das Ja-Wort, darunter war auch schon ÖFB-Torhüter Robert Almer. Ausgezeichnet mit dem Regionalitätspreis 2014 und dem Tourismuspreis 2017 präsentiert der „kreative Kopf“ Ronni Gollatz, was mit guten Ideen und großem Engagement möglich ist.

Bgm. Gerhard Klepits (mi.) mit OAR Josef Fixl und Daniela Unger.

„Hallstattdorf“ – Burgs historische Schätze der Hallstattzeit

Archäologische Ausgrabungen – das historische Erbe von „Ovar“, der „alten Burg“ an der Bernsteinstraße soll durch Forschungsgrabungen erschlossen und touristisch genutzt werden.
Die grenzüberschreitende Region rund um den Eisenberg ist vorwiegend durch sein Weinbaugebiet bekannt. Seine große geschichtliche Bedeutung – von der Steinzeit bis ins Mittelalter - ist aber nur einem sehr eingeschränkten Kreis an Historikern bewusst und  nur wenigen Interessierten geläufig.
Von den historischen Relikten und insbesondere der Burg findet ein Besucher der Gemeinde aber heute kaum etwas – nicht einmal mehr die Grundfesten versteckt im Wald. Das soll sich nun ändern! Mit Unterstützung von Land, Kirche und auch Europäischer Union will man erreichen, dass in den nächsten Jahren das herausragende archäologische Erbe der Region wieder erforscht und erkundet werden.
Dieses Vorhaben soll als grenzüberschreitendes Projekt in Verbindung mit den umliegenden Gemeinden (Schandorf, Großdorf und Schildung) umgesetzt werden. Davon erhofft sich die Gemeinde einen weiteren nachhaltigen touristischen Impuls nicht nur für Hannersdorf sondern für das ganze Südburgenland.
Die Gemeinde Hannersdorf setzt auf sanften Tourismus.
Einzigartig im ganzen Burgenland ist, dass sich in der Gemeinde drei Weinberge- der Eisenberg, der Königsberg und der Hannersberg befinden. Für Sonnenanbeter und Wasserratten bietet der Burger See eine willkommene Abwechslung.  Darüber hinaus befindet sich das Siedlungsgebiet der Gemeinde auf immens spannenden historischen Boden.
Auf den Spuren der Geschichte wandeln, sich im kühlen Nass des Burgers Sees erfrischen und sich danach am neuen Seerestaurant kulinarisch verwöhnen lassen und die Weine der Region genießen. Dieses familienfreundliche Touristik- konzept wird vom neuen Bürgermeister Gerhard Kle- pits und seinem Team entworfen.  „Der Tourismus ist eine große Chance nicht nur für die Gemeinde, sondern für die gesamte Region“, ist Bgm. Klepits überzeugt. „Welcher Bürgermeister hat schon das Glück, dreier Weinberge, eines Sees und eines unsagbaren archäologischen Schatzes. Wir wollen diese Chance für die Gemeinde und ihre Bürger nützen.“

Der Naturbadesee Burg hat derzeit Hochsaison.
Ein echter Blickfang ist der Dorfplatz in Woppendorf.
Auch Stand Up Paddeln wird hier betrieben.

Große neue Herausforderungen für junges Team

Gemeinsam stark! Die Gemeinde will sich den aktuellen kommunalen Problemen der Region stellen. Dazu bedarf es parteiübergreifender Zusammenarbeit. Abwanderung und Überalterung, Aussterben der Buschenschänken und Wirtshäuser, Lücken in der Nah- und Gesundheitsversorgung, Mobilitäts- und Pflegeprobleme. Noch nie waren die Aufgaben, die Gemeinden im ländlichen Raum zu bewältigen haben, komplexer. Entsprechend hoch sind die Anforderungen an den Bürgermeister Gerhard Klepits. „Wir wollen in die Zukunft der Gemeinde investieren und sie fit für die Zukunft machen! Nur so kann sichergestellt werden, dass unsere Gemeinde und der ländliche Raum auch für nächste Generationen lebenswert bleibt.“ „So können wir vielleicht auch der Abwanderung der jungen Dorfbewohner entgegenwirken, das wäre mein Ziel.“ Die seit kurzem eingeführte Ganztagskinderbetreuung soll es den jungen Menschen erleichtern, Arbeit und Familie leichter unter einem Hut zu bringen. Eine wei- tere Maßnahme um der Überalterung der Gemeinde entgegenzuwirken, ist für längere Zeit ausreichend Bauland anbieten zu können. „Wir wollen wichtige   Weichen für die Zukunft stellen! Wir wollen eine Gemeinde sein, die Freude macht mit engagierten, zuversichtlichen Menschen“. Wichtig ist dem jungen Bürgermeister, dass diese Vorhaben zusammen mit allen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen parteiübergreifend geplant und umgesetzt werden. Letzt- endlich geht es um eine aussichtsreiche Zukunft der Gemeinde und ihrer Bürgerinnen und Bürger.
Fussball hat in Hannersdorf einen besonderen Stellenwert. Der Sportverein Hannersdorf blickt dabei auf eine langjährige Tradition zurück. Höhepunkte in der Geschichte des SV waren der Aufstieg in die Burgenländische Landesliga 1976 (bis 1982) sowie die Teilnahme am ÖFB-Cup mit einem Heimspiel gegen Rekordmeister Rapid Wien vor 4500 Zuschauern 1979. Einige Hannersdorfer Talente fanden ihren Weg bis in die obersten österreichischen Ligen. Stellvertretend muss man hier Karl Philipp erwähnen, der es beim GAK auf 12 Saisonen brachte und auch Schützenkönig der Rotjacken war. Momentan spielt der SV Hannersdorf in der 2. Klasse A Süd. Vor einiger Zeit hat eine Namensänderung stattgefunden. Der Verein heißt nun SV NA-BA-BU Hannersdorf. Derzeit ist Thomas Brenner Obmann des Sportvereines – bereits die dritte Generation in der Familie!
Hannersberg - Der Hochzeitsberg
Der Hannersberg hat sich in den letzten Jahren wirklich einen Ruf als Hochzeitsberg erarbeitet, wo wirklich in der Weinidylle wunderschöne Feste gefeiert werden. So wurde im Jahr 2016 auch ein Clubabend des SK Rapid am Hannersberg abgehalten, wo die vielen Rapid-Fans im Landessüden die Möglichkeit hatten, ihre Lieblinge hautnah zu sehen, wo Hoffmann, Schobesberger + Co bereitwillig Autogramme gaben und für Selfies zur Verfügung standen.  Auch zwei Oldtimer-Rallyes wurden von Ronni Gollatz gemeinsam mit Rudi Roubinek veranstaltet, wo mehr als 100 Boliden aus ganz Österreich am Start waren.
Nicht zu vergessen die Buschenschanktermine, wo man auch schöne Stunden verbringen kann.

Im Kindergarten freute man sich über den Besuch des Bürgermeisters.
Karl Philipp ist jetzt auch als Trainer erfolgreich.
Ronni Gollatz (3. v. li.) war Gastgeber für den 1. Rapidstammtisch am Hannersberg.

Süd-Ost Journal

"Für die Menschen, für die Region"