öko-Energieland ist nun auch KLAR!­Klimawandelanpassungs-Modellregion

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(v.l.:) DI Philipp Novakovits (KLAR!-Manager) mit DI Ingmar Höbarth (Geschäftsführer Klima- und Energiefonds). (v.l.:) DI Philipp Novakovits (KLAR!-Manager) mit DI Ingmar Höbarth (Geschäftsführer Klima- und Energiefonds).

Die Klima- und Energiemodellregion „Das ökoEnergieland” setzt auf regionaler Ebene bereits seit über 10 Jahren Klimaschutzmaßnahmen (erneuerbare Energie, Energieeffizienz, Öko-Mobilität etc.) um. Nachdem der Klimawandel aber allgegenwärtig ist und in Zukunft noch gravierender zu spüren sein wird, hat das ökoEnergieland beschlossen, sich mit den Folgen des Klimawandels auseinanderzusetzen und sich auf die zu erwartenden Auswirkungen in der Region vorzubereiten.
Das ökoEnergieland ist somit nicht nur Klima- und Energiemodellregion, sondern startet jetzt auch als Klimawandelanpassungs-Modellregion (KLAR!-Modellregion) durch. Planung, Koordinierung und Umsetzung von Maßnahmen werden von KLAR!-Manager DI Philipp Novakovits durchgeführt.
Zum Startschuss fand vor Kurzem die Auftaktveranstaltung der österreichischen Klimawandelanpassungs-Modellregion in St. Pölten statt.
Im Burgenland gibt es drei KLAR!-Regionen, österreichweit sind es ingesamt 44. Mit 19 Gemeinden ist die KLAR! ökoEnergieland eine der größten in ganz Österreich. Folgende Gemeinden sind dabei: Bildein, Eberau, Gerersdorf-Sulz, Güssing, Heiligenbrunn, Moschendorf, Neuberg, Strem, Badersdorf, Deutsch Schützen-Eisenberg, Heiligenkreuz, Güttenbach, St. Michael, Tobaj, Großmürbisch, Kleinmürbisch, Inzenhof, Neustift und Kohfidisch.
Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und dem Klima- und Energiefonds wurde das Programm der Klimawandelanpassungs-Modellregion (KLAR!) ins Leben gerufen. Dort soll eine frühzeitige und zukunftsorientierte Anpassung an die regionalen Auswirkungen des Klimawandels ermöglicht werden, um das Schadenspotential zu reduzieren und die Lebensqualität in der Region langfristig zu erhalten.
In diesem Kontext haben sich die 19 genannten Gemeinden des ökoEnergielandes der Initiative des Europäischen Zentrums für Erneuerbare Energie Güssing (EEE) angeschlossen und haben sich für eine KLAR!-Region beworben. Dieser Antrag wurde vom Klimafonds positiv beurteilt und das ökoEnergieland ist ab sofort eine von den drei KLAR!-Regionen im Burgenland. Bezogen auf die Anzahl der Gemeinden ist das ökoEnergieland eine der größten KLAR!-Regionen in ganz Österreich, die durchschnitt­liche KLAR!-Region aus der ersten Phase des Programms (2016 - 2017) umfasste 8 bis 9 Gemeinden.
Vor allem in niedrig gelegenen Regionen, wie im Burgenland, wird  man laut Prognose der österreichischen Klimaszenarien verstärkt mit unterschiedlichen Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert: Hitze, Trockenheit, kleinräumige Starkregenereignisse, Hochwasser, Sturm und ein weiterer Anstieg der mittleren Temperatur. Diese Folgen werden sich auf unterschiedliche Bereiche in der Region auswirken: Energie- und Wasserversorgung, Katastrophenschutz, Tourismus, Ge­sundheit, Bauen und Wohnen, Naturschutz, Land- und Forstwirtschaft, Raumplanung und Verkehr.
In der KLAR! werden sich die Gemeinden des ökoEnergielandes in den nächsetn Jahren als Region gezielt mit diesen Themen befassen und Anpassungsmaßnahmen planen und umsetzen.
Koordiniert wird dieser Prozess durch DI Philipp Novakovits vom EEE, der als KLAR!-Manager neben den Gemeinden und der Bevölkerung auch zahlreiche Akteure der Region in diesen Prozess miteinbinden wird.

Süd-Ost Journal

"Für die Menschen, für die Region"