Ortsreportage Stadtschlaining

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Der Vorstand mit den beiden Präsidenten bei der Generalversammlung auf Burg Schlaining. Der Vorstand mit den beiden Präsidenten bei der Generalversammlung auf Burg Schlaining.

Neuer Präsident am ASPR: Norbert Darabos übernimmt das Ehrenamt von Peter Kostelka

Im Zuge der Generalversammlung des Österreichischen Studienzentrums für Frieden und Konfliktlösung (ASPR) auf Burg Schlaining wurde ein neuer Präsident gewählt: Mag. Norbert Darabos, zuvor Landesrat für Gesundheit und Soziales im Burgenland und ehemaliger österreichischer Verteidigungsminister, ist ab sofort – neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als Historiker des Landes – der ehrenamtliche Präsident des ASPR für eine Amtszeit von vier Jahren. Darabos, der Politikwissenschaft und Geschichte in Wien studiert hat, kennt das Studienzentrum bereits aus der Zeit, als es noch von seinem Gründer Dr. Gerald Mader geführt wurde. Sehr beeindruckt zeigt sich der neue Präsident vom Fortschritt der vergangenen Jahre: „Ich bin positiv überrascht, was das ASPR in seinen Aufgabenbereichen Wissenschaft, Bildung und Konfliktbearbeitung im internationalen Kontext leistet und möchte diese Arbeit vor allem in Österreich stärker sichtbar machen!“ Darüber erfreut zeigt sich auch der scheidende Präsident Peter Kostelka: „Ich freue mich sehr, dass Norbert Darabos dieses Ehrenamt von mir übernommen hat. Seine Person und seine Kompetenz werden national und international wesentlich zur Stärkung des ASPR beitragen, davon bin ich überzeugt“. Kostelka selbst bleibt dem Studienzentrum als Ehrenpräsident verbunden. Der promovierte Jurist und ehemalige SPÖ-Klubchef im Nationalrat hatte dieses Amt seit 2013 ausgeübt. Aufgrund seiner zeitintensiven Funktionen als Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs (PVÖ) und als Präsident des Österreichischen Seniorenrates hat er dieses zurückgelegt und in neue Hände gegeben.
Das Österreichische Studienzentrum für Frieden und Konfliktlösung (ASPR) wurde 1982 gegründet und befindet sich auf Burg Schlaining im Südburgenland. Einen weiteren Standort betreibt das ASPR in der Bundeshauptstadt Wien. Für seine Arbeit hat das ASPR von den UN den Titel „Peace Messenger“ und von der UNESCO den „Preis für Friedenserziehung“ erhalten.
Das ASPR ist ein Ort der Begegnung, an dem Friedensverhandlungen organisiert und begleitet werden. Es ist aber auch in den Krisenregionen selbst, in der Vermittlung zwischen Konfliktparteien tätig. Dafür wurde ein spezifischer Ansatz entwickelt, der darauf abzielt mit jeder Konfliktpartei alleine zu arbeiten und sie so auf genuine Verhandlungen mit den anderen Konfliktparteien vorzubereiten.

Bgm. Szelinger und Vize-Bgm. Bieler beim alljährlichen Babytreff.
Das Blues-Festival in der Burgarena ist ein Publikumsmagnet.

„Es war und ist unser Ziel, unsere Gemeinde lebendig zu erhalten und dafür zu sorgen, dass weiterhin viele Menschen in unserer Gemeinde leben und sich wohl fühlen können. Wir wollen in Zukunft aber nicht nur durch den Bau von Wohnungen durch diverse Bauträger weiter Wohnraum schaffen, sondern auch dafür Sorge tragen, dass auch Bauplätze für diejenigen zur Verfügung stellen, die ein Eigenheim errichten wollen“, so Bürgermeister Mag. Markus Szelinger über die Aktivitäten der Stadtgemeinde.
Bereits im Frühjahr findet der Startschuss für die Erschließung neuer Bauplätze in Neumarkt und Stadtschlaining statt, Gespräche über den Ankauf von Baugründen gibt es auch in Goberling (Stichwort „Sonnenhang“) und in Stadtschlaining. In Drumling könnte unter Umständen bald eine neue Wohnhausanlage entstehen.
Auch die neue Schule und der Kindergarten finden offensichtlich regen Anklang in der Bevölkerung! Die Volksschule wird voraussichtlich auch in den nächsten Schuljahren 4-klassig geführt werden und im Kindergarten ist die  Situation in absehbarer Zukunft so, dass jenen Kindern, deren Eltern ihren Hauptwohnsitz nicht in Stadtschlaining haben, leider nicht mehr der Besuch des Kindergartens ermöglicht werden kann. „Dies deshalb, da wir überraschender Weise mit 50 Kindern in den beiden Kindergartengruppen (ohne Kinderkrippe) ausgelastet sind und derzeit gar nicht mehr Kinder aufnehmen können. Dennoch ist es schön, sagen zu können, dass es in unserer Gemeinde an Nachwuchs nicht mangelt“, so Bürgermeister Mag. Markus Szelinger. Man darf auch stolz darauf sein, dass das neue Kindergarten-, Musikschul- und Volksschulgebäude den Architekturpreis des Landes Burgenland, welcher nur alle zwei Jahre verliehen wird, erhalten hat. Dabei spielte nicht nur das äußere Erscheinungsbild des Gebäudes eine wesentliche Rolle, sondern es ist vor allem auf die „inneren Werte“ angekommen.
„Ich durfte selbst mit der Jury durch das Haus gehen und alle waren begeistert von der Raum- aufteilung, den multifunktionalen Nutzungsmöglichkeiten, der offenen Raumgestaltung, der Wahl der Materialien und der Art und Weise, wie die Gemeinde dieses Projekt umgesetzt hat. Stolz sind wir aber nicht zuletzt auch auf den Preis für die beste Ferienbetreuung und ich möchte mich in diesem Zusammenhang bei allen bedanken, die z.B. im Rahmen der Kinderferienwoche mithelfen, dass sich auch die Jüngsten unter uns in der Gemeinde wohl fühlen und dass ihnen etwas geboten werden kann. Nicht zuletzt soll diese Ferienbetreuung aber auch ausgebaut werden (Stichwort: Lernferien), um nicht nur den Kindern zu helfen, sondern auch berufstätigen Eltern spürbare Entlastung in den Sommerferien zu bieten. Wir wollen uns aber als Gemeinde keinesfalls ausruhen, sondern planen schon die nächsten Projekte, auch in den Ortsteilen, wenn es um neue Baugründe, Kanalerneuerungen oder um die Weiternutzung der nunmehr verlassenen Schulgebäude geht. Wir werden die Einwohnerinnen und Einwohner am laufen- den halten und hoffen, auch zu- künftig durch vorausschauendes Handeln etwas für unsere Gemeinde bewegen zu können!“, so Mag. Szelinger.
Der KLANGfrühling 2019 vom 25. Mai bis 2. Juni  steht heuer unter dem Motto „Flieg mit mir zum Mond – Reisen in musikalische und andere Sphären
Viele werden sich noch erinnern, als vor 50 Jahren erstmals ein Mensch den Mond betrat. Die ersten Fotos aus dem Weltall haben sich ins Gedächtnis der Menschheit eingebrannt. Vor 210 Jahren verstarb einer der berühmtesten Musi- ker seiner Zeit im hohen Alter von 77 Jahren: Joseph Haydn. Bereits er hatte musikalisch eine „Welt auf dem Mond“ geschaffen, als von Raumkapseln und Raketenantrieb noch keine Rede war. Dies nimmt der KLANGfrühling 2019 zum Anlass und lädt zu einer Reise in musikalische und andere Sphären in die bunte Stadt des Friedens – in allen fünf Ortsteilen, an verschiedenen Spielstätten und Klangorten – ein Fest für alle Sinne!
Das Bluesfestival findet am 19. und 20. Juli 2019 in der Burgarena Stadtschlaining statt
Beim Bluesfestival gaben sich bereits zahlreiche Blueslegenden die Ehre. Auch regionale Bluesbands sind jedes Jahr Teil des großartigen Festivals.

Süd-Ost Journal

"Für die Menschen, für die Region"