Prognose des Bedarfs an Pflegepersonal in der Steiermark

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(v.l.:) LR MMag. B. Eibinger-Miedl, GF DI Dr. W. Habacher, Dr. K. Pesl-Ulm (Referatsleiterin Amt d. Stmk. LR), LR Mag. C. Drexler. (v.l.:) LR MMag. B. Eibinger-Miedl, GF DI Dr. W. Habacher, Dr. K. Pesl-Ulm (Referatsleiterin Amt d. Stmk. LR), LR Mag. C. Drexler.

Das Entwicklungs- und Planungsinstitut für Gesundheit (EPIG GmbH) hat im Auftrag des Landes Steiermark eine Prognose über den Bedarf an Pflegepersonal in der Steiermark bis zum Jahr 2025 erstellt. Sie beinhaltet die Darstellung der IST-Situation, das Potential von Verschiebungen der aktuellen Be­rufs­gruppen hin zu den neuen Be­rufs­gruppen, die mit dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz 2016 eingeführt wurden, sowie eine Prognoseberechnung zum erwar­te­ten Pflegepersonalbedarf für 2025 je Versorgungsbereich und nach den Berufsgruppen.
Diese Studie wurde jüngst den VertreterInnen der Trägerorganisationen sowie den Berufsgruppenvertretern präsentiert.
„Die Erhebungsarbeiten gestalten sich nicht nur deshalb herausfordernd, weil mit der Pflegefach­assistenz eine völlig neue Berufsgruppe innerhalb der Pflege eingeführt wurde, sondern auch allgemein durch die Vielfalt der Berufsfelder, in denen Menschen mit Pflegeberufen heute tätig sind”, erläuterte der Autor der Bedarfspro­gnose und Geschäftsführer der EPIG GmbH, DI Dr. Wolfgang Habacher.
Neben den Kranken­anstalten, den Pflegeheimen, den Anbietern mobiler Pflegedienste, wurden etwa auch die Einrichtungen der Behindertenbetreuung, der Rehabilitation und der psychosozialen Versorgung sowie der Lehre und Verwaltung in die Erhebung und Pro­gnose miteinbezogen. Die Studie bezieht sich auf die Entwicklung all dieser Versorgungsbereiche bis zum Jahr 2025. Errechnet wurde ein moderater Mehrbedarf an Pfleg­epersonal von einem Prozent. Das entspräche steiermarkweit etwa 21.200 Menschen, die dann in der Pflege tätig sein würden.
„Diese Stabilisierung der Perso­nalzahlen gelingt jedoch nur, wenn die vorgesehenen Strukturreformen auch tatsächlich umgesetzt werden”, betonte Habacher.
Exemplarisch nennt er etwa die Neuordnung der Ordensspitäler in Graz, die Errichtung des neuen Leit­spitals im Bezirk Liezen und den Ausbau der mobilen Lang­zeit­pflege. „Insofern führt auch aus Sicht der Pesonalzahlen kein Weg an Maßnahmen vorbei, die zu ei­nem noch bedarfsgerechteren Einsatz des Personals führen können.”

Süd-Ost Journal

"Für die Menschen, für die Region"