Frauen in Europa verdienen das Recht auf Selbstbestimmung

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Dr. Bettina Vollath, steirische Spitzenkandidatin für die EU-Wahl. Dr. Bettina Vollath, steirische Spitzenkandidatin für die EU-Wahl.

Die jüngsten Debatten zum Thema Schwangerschaftsabbruch ha­ben bewiesen, wie unterschiedlich die Rechtslagen in den EU Mitgliedsstaaten in diesem Bereich sind. Die Niederlande etwa zählen zu den liberalsten westeuropäi­schen Ländern mit einer Fristenregelung von 24 Wochen, Polen hingegen hat eines der strengsten Abtreibungsgesetze in Europa. In Österreich ist der Schwangerschaftsabbruch seit mehr als 40 Jahren straffrei, wenn er - nach ärztlicher Beratung - in den ersten drei Monaten der Schwan­gerschaft erfolgt. Ein entsprechendes Gesetz trat 1975 in Kraft. Alleine diese drei Beispiele zeigen, wie zersplittet die Rechtslage in Europa ist.
„Es ist höchste Zeit, diese Unsicherheit aus Sicht der Frauen in Europa zu beenden und eine euro­paweit einheitliche Regelung zum Thema Schwangerschaftsabbruch zu beschließen, die das Selbstbe­stimmungsrecht der Frauen gara­n­tiert. Es darf nicht sein, dass Frauen lange und teure Reisen auf sich nehmen müssen, um die Eingriffe in anderen Ländern durchführen zu lassen bzw. die Eingriffe von Frauen selbst oder von unquali­fiziertem Personal durchgeführt werden. Laut WHO sterben jährlich weltweit 47.000 Frauen bei Abtreibungen. Unser Ziel in Europa muss sein, dass alle Frauen beste Beratung be­kommen und ein einheitlicher Zugang zu legalen Abbruchs­möglich­keiten besteht”, so Dr. Vollath.

Süd-Ost Journal

"Für die Menschen, für die Region"