Ortsreportage Ollersdorf

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Bürgermeister Bernd Strobl und sein kreatives Team. Bürgermeister Bernd Strobl und sein kreatives Team.

Die Marktgemeinde Ollersdorf im Burgenland ist das Energiedorf

Ollersdorf im Burgenland ist eine Marktgemeinde und liegt im Bezirk Güssing – in der Thermenregion Südburgenland, direkt an der Nord-Süd-Bundesstraße 57 zwischen Oberwart und Güssing. Der Ort ist durch den Strembach in zwei Hälften geteilt und lädt durch seine ruhige Lage und seine idyllischen Plätze zur Erholung und zum Wandern ein. Ollersdorf hat 933 Einwohner (Stand 1.1.2018) und liegt auf einer Fläche von 8,85 km2 und in 265 Meter Seehöhe.
Bürgermeister der Marktgemeinde Ollersdorf ist Bernd Strobl (ÖVP). Strobl, der seit 1998 im Gemeindeamt beschäftigt und seit 2000 als Amtsleiter tätig ist, wurde vom Gemeinderat am 3. Mai 2012 zum Nachfolger von Oskar Fencz (ÖVP) gewählt. Fencz übernahm 1987, damals noch „Großgemeinde Ollersdorf-Hackerberg-Wörterberg“, das Amt des Bürgermeisters. Er schloss aus Altersgründen eine weitere Funktionsperiode aus und legte seine Funktion mit 16. April 2012 zurück. Bei der letzten Gemeinderatswahl am 1. Oktober 2017, wurde Bürgermeister Bernd Strobl mit rund 73 % in seinem Amt bestätigt.
Eines der wichtigsten Projekte in seiner Amtszeit war sicherlich die Durchführung von drei Bürgerbeteiligungsmodellen. In deren Zusammenhang wurden mehr als 30 Photovoltaikanlagen auf Dächern von öffentlichen Gebäuden (Volksschule, Kindergarten, Ge- meindeamt und Feuerwehrhaus) sowie auf Dächern von Unternehmen und Privathäusern errichtet. Dadurch können schon mehr als 250.000 kwH Strom produziert werden. Das entspricht in etwa der Strommenge, die die Gemeinde für all ihre Anlagen pro Jahr benötigt. An diesen Projekten beteiligten sich mehr als 100 Ollersdorferinnen und Ollersdorfer.
Ein weiteres großes Projekt war die Errichtung der Kapellenumfahrung sowie die Gestaltung des Platzes zwischen Wallfahrtskirche und Wallfahrtskapelle. Dabei wurde die ursprünglich zwischen den beiden Gotteshäusern verlaufende Straße hinter die Kapelle verlegt und dadurch zwischen Kirche und Kapelle eine verkehrsfreie Zone geschaffen, die zum Verweilen auf diesem Platz einlädt. Durch diese Maßnahme wurde auch die Verkehrssicherheit deutlich erhöht, weil die Fahrgeschwindigkeit der Fahrzeuge durch die Kapellenumfahrung reduziert wurde.
Auch auf ein gepflegtes Straßennetz wurde von Beginn an sehr viel Wert gelegt. Seit 2012 sind folgende Straßenzüge saniert worden: ca. 400 m im Hocheck, die gesamte Franz-Csar-Gasse, ein Teilstück der Bergstraße, Teilstücke im Graben sowie die Andreas-Plank-Gasse. Komplett neu ausgebaut wurde die Hochfeldsiedlung. In diesem Bereich entstanden in letz- ter Zeit 8 Haus-Neubauten, denen in nächster Zeit weitere folgen werden.
Auch auf Natur- und Klimaschutz legt die Gemeinde sehr viel wert. In diesem Rahmen wurden zwei Renaturierungsmaßnahmen an der Strem durchgeführt (Mäander, Altarme, Aufweitungen), ein Bienenlehrpfad errichtet, ein Gemeindeschutzgebiet eingerichtet, ein Elektromofa für die Gemeindearbeiter angekauft, eine Ladestation für Elektro-Fahrräder errichtet sowie der Platz des ehemaligen Gemeindeamtes mit einheimischen Gräsern und Sträuchern bepflanzt. Im Jahr 2017 wurde Ollersdorf daher auch als „Nachhaltigstes Dorf“ des Burgenlandes ausgezeichnet.
Außerdem fungierte Ollersdorf im Rahmen der Special Olympic Wintergames 2017, den Olympischen Winterspielen für mental beeinträchtigte Menschen, als Gastgebergemeinde für die Athletinnen und Athleten der Dominikanischen Republik.
Einen weiteren Schwerpunkt der Gemeindevertretung bildet ein gezielter Wohnungsbau in Zusammenarbeit mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft. Seit 2012 wurden 25 Wohneinheiten er- richtet, die allesamt vergeben und bewohnt sind.
Errichtung eines Hochwasserschutz-Rückhaltebeckens im Ried Kölbing
Die Häuser in der Kirchengasse sowie die Sport- und Tennisplätze wurden vom Listenbach regelmäßig überflutet. Um dies in Hinkunft zu vermeiden, wird ein Rückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von rund 70.000 m³ errichtet. Die geschätzten Kosten werden sich auf rund 900.000 Euro belaufen, wovon der Bund 48,2 %, das Land Burgenland 40 % und die Gemeinde Ollersdorf 11,8 % tragen. Die Bauarbeiten sind derzeit in vollem Gange. Fertig gestellt sein soll die Anlage im Frühjahr 2019.

Im August wurde den Kindern wieder ein buntes Ferienprogramm geboten.
Ein berühmter Sohn des Ortes:  Ewald Pfleger (OPUS).
Heilwasser bei der „Maria Helferin“-Gnadenkapelle.

Versorgung der Wallfahrtskirche mit Photovoltaik-Strom
Im Rahmen eines Bürgerbeteiligungsmodells wurde auf der Aufbahrungshalle eine PV-Anlage errichtet, die die Wallfahrtskirche mit „grünem“ Strom versorgt. Zurzeit wird ein Speicher installiert, um den überschüssigen Strom speichern und für die Wallfahrtskirche nutzen zu können. Dieses Projekt wurde auch im Rahmen des Diözesanen Umweltpreises 2018 als besonders hervorzuhebendes Projekt ausgezeichnet. Ab Oktober wird die Wallfahrtskirche als erste Kirche Österreichs vollständig mit erneuerbarer Energie versorgt.
Buntes Ferienprogramm
Alljährlich gibt es unter dem Motto Ferien(s)pass im August sechs Veranstaltungen für Kinder. Dabei sollen diese ihren Ort, dessen Vereine und Angebote sowie Einrichtungen näher kennen lernen. Die Veranstaltungen werden jeweils von rund 20 – 25 Kindern besucht und sind kostenlos. Jedes Kind erhält einen Ferien(s)pass und wenn alle 6 Veranstaltungen besucht wurden, gibt es als Belohnung einen Eintritt in die Therme Stegersbach. Heuer standen folgende Veranstaltungen auf dem Programm: Exkursion mit dem Naturschutzbund zum Gemeindeschutzgebiet und Sichtung von Pflanzen und Insekten, Besuch der Schneidermeisterwerkstätte Sztubits-Sauhammel, Besuch des Wasserverbandes „Thermenland“, Waldkino auf dem Waldfestplatz, Pflanzen einer Naschhecke mit dem Verschönerungsverein auf dem Kinderspielplatz sowie Abschlussfest mit Grillen bei der Teichanlage der Familie Luef. Die Marktgemeinde möchte sich auf diesem Wege bei all jenen bedanken, die dieses Ferienprogramm durch ihr Mittun erst ermöglichen.
Platzgestaltung Mühlweg
Der Platz in Mühlwinkel wurde vom Verschönerungs- verein in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde als Steingarten neu gestaltet. Er attraktiviert das Ortsbild und lädt Radfahrer und Spaziergänger zum Verweilen ein.
Gleich daneben gibt es einen Bienenlehrpfad, der anhand von 10 Schautafeln alles Wissenswerte über Bienen aufzeigt und wo man diesen auch anhand eines Schaukastens bei ihrer Arbeit zusehen kann.
Ollersdorf hat noch viel vor
Bis zum Jahr 2020 soll gegenüber dem Gemeindeamt ein Energie- und Kommunikationspark entstehen. In diesem Zuge wird derzeit eine Ladestation für Elektroautos errichtet, eine Ladestation für Elektrofahrräder gibt es bereits. Zusätzlich soll ein Gebäude entstehen, in dem ein Speicher für PV-Strom steht, sowie ein Kommunikationszentrum mit Sitzgelegenheit in der Mitte des Platzes. Im kommenden Jahr soll in Zusammenarbeit mit der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft der 2. Bauabschnitt bei der Wohnhausanlage des ehemaligen Gasthauses Graf in Angriff genommen werden. Gezielte Siedlungspolitik trägt in Ollersdorf seit Jahren dazu bei, den Ortskern zu beleben und der Abwanderung entgegen zu treten.
Die Gemeinde wird im Rahmen der Klima- und Modellregion Stegersbach auch aktiv an den Projekten „Urbaner Speichercluster“ bzw. „Innovationslabor act4energy“ mitarbeiten. Dabei wird eine experimentelle Umgebung errichtet und betrieben und damit Rahmenbedingungen für Innovation geschaffen. Es werden Forschungs- und Innovationsprojekte zur Entwicklung und Erprobung von neuen Produkten, Lösungen und Dienstleistungen sowie zur Verbesserung der Nutzungsmöglichkeiten von erneuerbaren Energien. Es handelt sich also um eine Innovationsinitiative zur Schaffung eines digitalen erneuerbaren Energiesystems.
Die Gemeine Ollersdorf erscheint wie eine Kaderschmiede für erfolgreiche Fußballer. Neben dem derzeit aktuellen Teamspieler Marvin Potzmann (wechselte von Sturm Graz heuer zu Rapid Wien) sind hier noch Heinz Peischl, Rudi Strobl, Hannes Sauhammel, Jimmy Pfleger und Michael Strobl zu erwähnen, die sich in der höchsten Spielklasse Österreichs behaupten konnten. Und auch in der Musikszene ist mit Ewald Pfleger ein ganz großer Botschafter herzuzeigen. Er ist ein Aushängeschild der Popmusikgruppe OPUS, der Welthit „Live is Life“ wurde damals in Oberwart aufgenommen. Sehr erfolgreich ist auch Thomas Schneider, der Frontmann der Gruppe „Tagträumer“, ein echter Ollersdorfer Junge. Und dann ist noch Aron Thier. Er ist für die Gruppe „EAV“ tätig.
Ollersdorf ist außerdem ein Nährboden für Kreative. Die Büsten des Bildhauers Prof. Josef Lehner sind über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Stolz ist die Gemeinde auch auf Wolfgang Ivancsics, der Bundesinnunsmeister der Hafner-, Platten- und Fliesenleger und Keramiker Österreichs.

Nationalspieler Marvin Potzmann.
Das Hochwasserschutzprojekt ist voll auf Schiene – die Bevölkerung ist dankbar dafür.
Ein interessanter Bienenlehrpfad wurde entlang des Radweges errichtet.
Die Errichtung von Photovoltaikanlagen wurde in Ollersdorf forciert.

Aus Ollersdorfer Café „Bambini“ wurde Café „Dolce“

Das Café Dolce mit Geschäftsführerin Manuela Krammer präsentiert sich nach dem Umbau seinen Stammgästen und seinen neuen Gästen

Aus Kindern werden Jugendliche und Erwachsene, so wurde auch das Kindercafé Bambini erwachsen und aus dem Café „Bambini“ wurde nach einem Besitzerwechsel und nach einigen Umbauarbeiten das „Dolce“. An der Ausrichtung des Cafés hat Geschäftsführerin und Gastronomin aus Leidenschaft Manuela Krammer festgehalten, jedoch mit neuen Akzenten.
In der Eisvitrine des „Dolce“ gibt es große Entdeckungen vom „Eis-Greissler“ aus Krumbach zu machen. 18 Sorten an Eisköst- lichkeiten aus Bio-Milch oder ve- gane Sorten stehen ganzjährig zur Auswahl. Im „Dolce“ kann jeder seinen eigenen Eisbecher kreieren – nach Belieben können Eissorten, Saucen, Früchte und Deko zusammengestellt werden. Serviert werden die gewählten Zutaten in eigenen Gläsern. Ab dem Herbst startet im „Dolce“ die Winter-Eis-Saison mit interessanten Winter-Eis-Sorten wie Vanillekipferl oder Bratapfel und Eiskreation „Schneeball“ – man darf gespannt sein.
Auch das Speisen- und Getränkeangebot im „Dolce“ wurde erweitert, so findet man nun Antipasti wie Prosciutto und Mozzarella oder Salate und Nudelgerichte auf der Speisekarte oder italienische Weine und Cocktails auf der Getränkekarte.
Regionalität und Topqualität werden im „Dolce“ umgesetzt. Mit den frischen hausgemachten Mehl- speisen der Mitarbeiterin Petra und dem Kaffeelieferanten Illy bietet das Café höchste Qualität. Bio-Saft, Kernöl aus dem Südburgenland, die Pasta kommt aus Ollersdorf und die Saucen werden selbst mit frischen Zutaten aus der Region gemacht – nur der Prosciutto kommt aus Italien.
Die neu gestaltete Lounge im Inneren und die beliebte Terrasse wurden umgebaut, neu möbliert und laden Wein- und Cocktailgenießer zum Entspannen ein – man darf ent- spannt sein. In entspannter Atmos- phäre bei einem Glas Wein in der Lounge oder mit einem Cocktail auf der Terrasse fühlt man sich schnell wie im Urlaub.
DOLCE - Eis - Cafe - Bar
Hauptstrasse 33
7533 Ollersdorf im Burgenland
Telefon: +43-3326-52770
www.dolce.co.at
Geöffnet DI, MI, DO 8-23 Uhr,
FR, SA 8-24 Uhr, SO und
Feiertag 9-21 Uhr, MO Ruhetag

Manuela Krammer ist Garant für Qualität und Wohlfühl-Charakter.
Das Café Dolce liegt direkt an der B57 zwischen Oberwart und Güssing.

Süd-Ost Journal

"Für die Menschen, für die Region"