Humanitäre Hilfseinsätze von SOS-Kinderdorf in 26 Ländern

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Das multiprofessionelle SOS-Betreuungsteam im Einsatz. Das multiprofessionelle SOS-Betreuungsteam im Einsatz.

SOS-Kinderdorf ist in 135 Ländern verankert und gut vertraut mit den örtlichen Strukturen. Diese gute Vernetzung der heimischen MitarbeiterInnen mit der Bevölkerung und lokalen Behörden ist die Basis dafür, dass SOS-Kinderdorf in Krisen- und Katastrophenge­bieten rasch Nothilfe leisten und diese längerfristig auch durchführen kann. Erfahrungen von Krieg, Tod und Ge­walt, der Verlust oder die Trennung von Eltern, das Fehlen von Sicherheit, Stabilität und Zuwendung führen zu schwe­ren Traumatisierungen. Daher brauchen Kinder viel mehr als nur ein Dach über den Kopf und Basisversorgung. Sie brauchen intensive psychologische Hilfe sowie geschützte Spiel- und Lernräume, wo sie einfach wieder Kind sein dürfen. Darauf hat SOS-Kinderdorf weltweit seine Nothilfe­konzepte ausgerichtet und sogenannte „child-friendly spa­ces” entwickelt, wo Kinder in kleineren Einheiten kindge­recht betreut werden. Das gilt auch für die „interim care centers”, wo Kinder, die ganz alleine sind, vorübergehend untergebracht werden, wäh­rend parallel intensiv nach Eltern oder Angehörigen gesucht wird.
Weltweit waren bzw. sind Mitte 2018 rund 800 SOS-Kinderdorf MitarbeiterInnen und 350 Freiwillige in Krisenregionen als humanitäre Helfer im Einsatz.
Im Burgenland hat das SOS-Kinderdorf eine Kooperation mit dem Roten Kreuz. Im Herbst ist im Rahmen der Kooperation eine Landeskatastrophenübung mit dem Roten Kreuz geplant, welche am 20. Oktober im Raum Neusiedl am See stattfindet. Das SOS-Krisenteam steht sowohl für die Nachbetreuung bei Einsätzen der Krisenintervention als auch für die Unterstützung bei der Katastrophenhilfe des Roten Kreuzes zur Verfügung. „Ein multiprofessionelles SOS-Betreuungsteam beglei­tet und stabilisiert Kinder in Ausnahmesituationen”, so Zeliska Marek, SOS-Kinderdorfleiter Burgenland.

Süd-Ost Journal

"Für die Menschen, für die Region"