Wirtschaftsbund-Kritik: Nicht von Prozentzahlen blenden lassen

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Der steirische Wirtschaftsbund-Direktor Kurt Egger. Der steirische Wirtschaftsbund-Direktor Kurt Egger.

Wirtschaftsbund Steiermark: Die neuesten AMS-Daten des Arbeitsmarktes beschönigen die Realität.
Die aktuellen Arbeitsmarktdaten des AMS für Juli 2018 zeigen eines ganz deutlich: Die Prozentzahlen spiegeln nicht die tatsächliche Lage am Arbeitsmarkt wider. Erfreut zeigt sich das AMS über die aktuellen Zahlen des Arbeitsmarktes für Juli 2018. Minus 13,6 Prozent an Arbeitslosen im Vergleich zum Juli 2017. „Die absoluten Zahlen zeigen deutlich, dass im Juli 2018 fast 2000 Personen mehr arbeitslos gemeldet waren als noch im Juni 2018. Das ist kein Grund erfreut zu sein“, so Mag. (FH) Kurt Egger, Direktor Wirtschaftsbund Steiermark. Der Wirtschaftsbund Steiermark sieht die Darstellung des AMS kritisch, da diese Zahlen nicht den tatsächlichen Fakten am Arbeitsmarkt entsprechen. „Vorrangiges Ziel muss es sein, Menschen durch zum Beispiel finanzielle Anreize in Beschäftigung zu bringen, damit die Zahlen nicht nur prozentuell, sondern auch in der Realität sinken“, fordert Egger. Insgesamt sind 30.536 Personen in der Steiermark derzeit arbeitslos gemeldet. Ein deutliches Plus zum Juni 2018, in dem 28.677 Personen gemeldet waren. Bemerkenswert ist, dass die Kluft zwischen der Anzahl an offenen Stellen und den verfügbaren Arbeitskräften kleiner wird. Allerdings ist diese Kluft in der Realität um einiges kleiner als statistisch abgebildet, da viele Arbeitgeber ihre offenen Stellen nicht dem AMS melden. Besonders ärgerlich sind solche Statistiken in Zeiten, in denen unsere heimische Wirtschaft vom Fachkräftemangel geplagt wird und Unternehmer händeringend nach qualifizierten Mitarbeitern suchen. „Ich hoffe, dass der Anstieg im Juli nicht auf die hohen Temperaturen und die Urlaubszeit zurückzuführen ist“, ergänzt Egger.

Süd-Ost Journal

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