Im Blickpunkt Verena Dunst (Landesrätin für die Menschen im Burgenland)

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Beim „Girls Day“ blitzt ein wenig die „Pädagogin“ Verena Dunst positiv durch. Beim „Girls Day“ blitzt ein wenig die „Pädagogin“ Verena Dunst positiv durch.

Verena Dunst, die Landesrätin aus dem „Uhudlerland“

Verena Dunst, die Landesrätin. Man kann mit gutem Gewissen sagen, daß niemand sonst das Burgenland so gut kennt, wie die blondgelockte Politikerin aus dem südlichen Burgenland. Ihr Chauffeur ist durch seine Chefin ein extremer Vielfahrer. Täglich von Moschendorf ins Landhaus nach Eisenstadt sowieso. Und dann all die Termine, die für die Menschen und für den Fortschritt wichtig sind. Verena Dunst ist sozusagen überall. Mit ihren tiefblauen Augen sieht sie die Welt im Sinne des Ausgleichs. Sozusagen in einem Fluidum von Geben und Nehmen. Ihr wurde im politischen Vertrauen die Funktion der Landesrätin übergeben. Demnach leistet Verena Dunst für die Menschen und die Regionen das Beste, was sie als Mensch leisten kann. Gut 15 Stunden ist Verena Dunst so im Tagesdurchschnitt für Land & Menschen im Einsatz.

Verena Dunst ist von Natur aus höchst fleißig und ziemlich zielorientiert. Auf Arbeit und Effizienz orientiert wie ein Uhrwerk. Hängt wohl auch ein wenig mit ihren „Rucola-Genen“ aus der Schweiz zusammen. Seit der frühesten Kindheit ist Verena Dunst jedenfalls eine waschechte Südburgenländerin. Ihre Kampfeslust für Frauen und Familie hat Verena zweifellos von ihrer Mutter geerbt. Als Lehrerin hat sie tiefste Einblicke in Freud & Leid in den Familien erhalten. Die Kinder und die Frauen standen im Streitfall immer auf der Verliererseite. Das hat Verena Dunst als Politikerin noch weiter gestärkt, für Familien und Frauen voll zu kämpfen. Und weil sich Verena Dunst auch im Bäuerlichen so gut auskennt, hat sie als erste Frau des Burgenlandes das Agraressort übernommen. Ein überaus wichtiger Arbeitsbereich mit vielen Problemen aber noch mehr Zukunftschancen.  Verena Dunst bringt gemeinsam mit den Bauern die bäuerliche Zukunft voll auf Schiene. Schon beim Uhudler hat sie gezeigt, daß es immer noch Chancen gibt. Beim Uhudler war Verena Dunst eine „Art Hebamme“. Jetzt ist der Uhudler voll anerkannt und ein Kultwein mit höchster Zuwachstendenz im Südburgenland. Angespornt von Erfolg und Forderung ist Landesrätin Verena Dunst immer noch von ihrer politischen Aufgabe begeistert. Sie sieht darin weder Macht noch verbessertes Ego. Verena Dunst sieht in ihrem politischen Amt eine große Möglichkeit, gemeinsam mit den Menschen all das zu verwirklichen, was notwendig ist. Denn, wenn wir nicht zeitgerecht selbst gestalten, werden wir gestaltet. Österreich ist keine Insel der Seeligen. Verena Dunst ist als „Steuerfrau“ auf dem „Dampfer Burgenland“ sehr gut unterwegs.


„Kasperltheater“ gibt es bei Verena Dunst ausschließlich für die Kinder der Ferienbetreuung.
Für den Uhudler hat Landesrätin Verena Dunst sich erfolgreich in den Kampf geworfen.

Der Tag beginnt früh für mich. Kurz nach sieben steige ich in meinem Heimatort Moschendorf in den Dienstwagen, mit dem mein Chauffeur mich täglich nach Eisenstadt ins Landhaus bringt. Ich beginne die Tageszeitungen zu studieren. Da läutet auch schon das Telefon. Am anderen Ende eine Frauenfunktionärin aus meinem Bezirk, die auf meine Unterstützung hofft. Mir ist meine politische Arbeit sehr wichtig. Ich bin gerne für die Menschen da, deshalb bin ich auch Lehrerin geworden. Es gibt hunderte Projekte in meinen Zuständigkeitsbereichen, die zur Verbesserung der Lebens­situationen von Menschen beitragen. Und ich bin glücklich, wenn es mir gelingt, Dinge, die für die Menschen positiv sind, umzusetzen, und ich bin nach 17 Jahren in der Landespolitik noch immer höchst motiviert. Daran ändert auch die Länge meiner 15-stündigen Arbeitstage nichts, die im Schnitt bis halb elf oder elf Uhr nachts dauern. Die Politik nimmt einen hohen Stellenwert in meinem Leben ein. Oft ist es schwierig, Berufliches und Privates zu trennen, beide Bereiche sind sehr eng miteinander verwoben.

Mein Weg in die Politik begann vor 30 Jahren. Seit 17 Jahren bin ich Regierungsmitglied und zuständig für die Bereiche Frauen, Familie, Dorferneuerung, Land- und Forstwirtschaft, Konsumentenschutz sowie Schuldnerberatung.
Sozialisiert wurde ich in einem sehr politischen Elternhaus: Meine Eltern waren beide politisch aktiv und ich wurde schon als Kind stark mit Politik konfrontiert. Vor allem meine Mutter – Jahrgang 1934 – war eine frühe Feministin, die für Frauen die gleichen Rechte wie für Männer einforderte, von ihr wurde ich politisch stark beeinflusst. Meine politischen Wurzeln habe ich in der SJ, ich startete eine aktive Karriere in der Frauenpolitik und im Gemeinderat, danach war ich Abgeordnete zum Nationalrat, bevor ich dem Ruf in die Landespolitik folgte.
Für die Anliegen und Probleme der Frauen wurde ich sehr durch meine stark emanzipierte Mutter sensibilisiert. Aufgrund meiner Sozialisation seit frühester Kindheit an, habe ich mich für Frauenthemen interessiert. Ich kann mich erinnern, dass schon in meiner Kindheit mein Gerechtigkeitssinn für die Frauenpolitik entstanden ist. So kam es auch, dass ich die SPÖ Ortsfrauengruppe in Moschendorf, meiner Heimatgemeinde, gründete. Seit 1982 bin ich Bezirksfrauenvor­sitzende der SPÖ Güssing, damals war ich die jüngste Vorsitzende in Österreich. Seit 2007 habe ich die ehrenamtliche Funktion als Landesfrauenvorsitzende der SPÖ Burgenland inne und kann mich stark für frauen­politische Themen einsetzen und innovative Projekte initiieren.

Des Weiteren bin ich als ehrenamtliche Präsidentin der Volkshilfe Burgenland mit 147 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern tätig. Die Volkshilfe Burgenland ist ein modernes soziales, gemeinnütziges Dienstleis­tungs­unternehmen und Hilfsorganisation, in der Menschen für Menschen arbeiten. Und solche Institutionen unterstütze ich natürlich gerne mit meiner unentgelt­lichen Arbeit.
Ich habe ein offenes Ohr für die Anliegen der Frauen, in meiner ­Jugendzeit waren es meine Freundinnen, die mir von ihren Problemen berichtet haben, jetzt möchte ich für alle Burgenländerinnen da sein und von ihnen wissen, wo der Schuh drückt. Als für Frauenangelegenheiten zuständiges Regierungsmitglied kann ich wichtige Projekte, die Frauen weiterbringen, umsetzen. Ich will den Frauen vor allem auch Hilfe zur Selbsthilfe ­damit anbieten. Sehr stolz bin ich auch auf die Gründerinnen. Seit 2005 gibt es Projekte, die Frauen auf ihrem Weg in die Selbständigkeit unterstützen. Frauen machen 50 Prozent der Bevölkerung aus. ­Soziale Gerechtigkeit ist und war ­eine meiner Triebfedern. Ich werde nicht müde, gegen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern anzukämpfen: Frauen und Männer sind gleich viel Wert, Frauen brauchen eine gute Ausbildung und sollen die Bildungschance nutzen, um eine entsprechende Anstellung zu bekommen und adäquate Bezahlung zu erhalten.
Mit der aktuellen Kampagne „typIsCH“, die im ganzen Burgenland kommuniziert wird, sollen Geschlechtervorurteile und Klischees, die leider noch immer in den Köpfen der Menschen vorherrschen, aufgebrochen werden. Wir alle sind Vorbilder. So wie meine Mutter bzw. meine Familie für mich Vorbild war, war ich Vorbild für meine Töchter. Nur durch Vorbildwirkung werden wir alte Rollenmuster ausrotten. Die Kampagne zeigt uns: Töchter können mehr!
Als junge Politikerin und Mutter zweier Töchter sah ich mich selbst mit der Frage nach der Vereinbarkeit von Familie und Beruf konfrontiert. Damals gab es so gut wie kein Angebot an Kinder­betreuungseinrichtungen mit erweiterten Öffnungszeiten, Nachmittagsbetreuung oder Ganz­tagsschulen. Ohne Unterstützung meines Mannes und meiner Schwiegermutter ­wäre es mir nicht möglich gewesen, mich ­politisch zu engagieren. Meine Familie hat mich immer sehr unterstützt und steht auch heute noch voll und ganz hinter mir. Ich bin sehr stolz auf meine beiden Töchter, die beide starke junge Frauen sind und mit beiden ­Beinen im Leben stehen.
Beim Thema Kinderbetreuung hat sich im Burgenland seither viel getan. Das ist der ­tollen Zusammenarbeit mit dem Landeshauptmann Hans Niessl und dem SPÖ Klub zu verdanken. Im Österreichvergleich liegt das ­Burgenland im Spitzenfeld. Bei Kindern unter drei Jahren hat das Burgenland mit weit mehr als 30 Prozent die zweithöchste Betreuungsquote nach Wien. Bei den 3- bis 5-jährigen Kindern ist das Burgenland mit einer Quote von 98,4 Prozent Spitzenreiter.
Entspannung finde ich bei ausgedehnten Spaziergängen mit meiner Hündin Lassie, in der Natur bei meinem Fischteich, im eigenen Kellerstöckl oder bei der Arbeit in meinem Uhudler-Weingarten.
Emotional werde ich auch für das Agrar­ressort beim Thema „Uhudler“: Wie sehr ich meine Hobbies zu meinem Beruf gemacht ­habe sieht man nicht zuletzt an der Ge­schichte des Uhudlers. Ich habe selbst mitbekommen, wie sehr die gesamte Region um den Erhalt ihres kulinarischen Wahrzeichens gekämpft hat. Das einst verbotene Kultgetränk wurde von mir vor zwei Jahren end­gültig gerettet. Der Uhudler darf sich nun zu Recht „Wein“ nennen, und ist trotz seiner bislang eher überschaubaren Anbaufläche von etwa 50 ha zu einem Markenzeichen des Südburgenlandes geworden. Die Neuaus­pflanzungen des heurigen Jahres zeigen ganz klar, dass der Uhudler boomt und ein nicht zu unterschätzenden Wertschöpfungselement des "Uhudlerlandes" in den Bezirken Güssing und Jennersdorf darstellt. Ich sehe den Uhudler als Botschafter und Wahrzeichen unserer Region. Er ist eine Riesenchance und wird auch weitere Arbeitsplätze für die Region bringen.
Angesprochen auf das Agrarressort, das ich 2015 als überhaupt erste Frau in der Geschichte des Burgenlandes übernommen habe, spürt man auch hier das Brennen für die Sache. Nach 15 Jahren ununterbrochener Re­gierungszugehörigkeit habe ich 2015 den politisch schwierigsten Bereich meiner bisherigen Berufslaufbahn übernommen: das Agrarwesen.
Als erste Sozialdemokratin und gleichzeitig als erste Frau in der Geschichte des Burgenlands wurde ich mit dieser Aufgabe betraut. Als Südburgenländerin, die selbst aus der Landwirtschaft stammt, sehe ich diese Aufgabe als besonders reizvoll an.
Noch bevor ich schreiben konnte, wurde mir von meinem Großvater das Traktorfahren beigebracht. Ich erinnere mich mit Dankbarkeit an diese nicht immer einfache Zeit.
Ich habe dabei sehr viel für die jetzige Arbeit als Agrarlandesrätin mitnehmen können und verstehe die Probleme und Nöte unserer ­kleinen    (Nebenerwerbs-)Bäuerinnen    und ­-bauern.
Neben der Rettung des Uhudlers war es in den ersten beiden Jahren als Agrarlandesrätin mein erklärtes Ziel, bestehende und einge­fahrene Strukturen nicht nur zu verstehen, sondern sie vielmehr zu erneuern und im ­Sinne der kleinstrukturierten Landwirtschaft im Burgenland zu gestalten.
Als innovative Ansätze sehe ich dabei den "Masterplan Land & Leben" sowie das Projekt des Jahres 2017 "Landwirtschaft hat Zukunft". Mit beiden Projekten scheine ich absolut ins "Schwarze" getroffen zu haben, denn auf Bundesebene ist BM Andrä Rupprechter gerade dabei, einen „Masterplan für den ländlichen Raum“ auszurollen.
Wenn ich über meine Arbeit spreche, kann man die Begeisterung, die ich für meine Aufgaben mitbringe, förmlich spüren. Ich habe in der burgenländischen Landesregierung vor ­allem wichtige gesellschaftspolitische Be­reiche übernommen, wo es mir darum geht, möglichst viele Burgenländerinnen und Burgenländer zu erreichen. Ich möchte für alle – für die Familien, die Frauen, die jungen Menschen in unserem Land, für die Konsumentinnen und Konsumenten und nicht zuletzt für die im Argrarbereich tätigen Menschen  – da sein, aktiv und vor allem konsequent deren Interessen und Anliegen vertreten.

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