SOJ Logo
 
SOJ Banner
AT Kontakt
MA Mitarbeiter
Impressum Impressum
trenner
Aktuelle Ausgabe

Ausgaben-Archiv

trenner
Spitze Feder
blankaktuell
blankArchiv

Reisen

Essen & Trinken
blankLokale
blankWeintips

Veranstaltungen

Europapolitik

Lebensbilder

trenner
Gewinnspiele

Stellenangebote

trenner
Anzeigen
blankMediadaten/Preise
trenner
 
Home > Spitze Feder > Archiv

Mit spitzer Feder Ausgabe 04/2010
von Hannes Krois
10.03.2010

Krise hin oder her. In Österreich brodeln die politischen Töpfe rund ums Politische, rund um die Wahlen. Die ersten Wahlurnen wurden mit den Kuverts bereits gefüllt. Es waren die Wahlen der österreichweiten Wirtschaftskammer. Der wirtschaftliche „Mittelstand“ wählte vorrangig seine Vertreter in der wirtschaftlichen Kammer der „Zünfte“. Ein eher harmloses und emotionsloses Unterfangen der Politik gegenüber den anstehenden Gemeinderatswahlen in der Grünen Mark. Dabei geht es ums politische „Eingemachte“. Persönlichkeitswahlen vorrangig, die von den tragenden Parteien allerdings „gecoacht“ werden. Entlang der Straßen überall riesige Plakatwände. In manchen Städten stehen die Plakatständer wie im „Doppelpack“. Vielfach geht es um den klaren Schlagabtausch zwischen Rot (SPÖ) und Schwarz (ÖVP). Doch Blau (FPÖ) und Grün( GRÜNE) zeigen ebenfalls große Zuwachsansätze. Orange (BZÖ) hat sich aus den steirischen Regionen ein wenig vertschüßt. Die heurigen Gemeinderatswahlen schlagen Emotionen und Feindseligkeiten hoch. Sehr tief liegen in manchen Gemeinden die Fronten und die Gefühle. Da geht es in der Wahrheit gar nicht nicht um Politik. Es geht um Begehrlichkeiten, Macht, Geld, Neid, Ehrgeiz und Eitelkeit. In vielen Gemeinden sind es gottlob Menschenfreunde, die als Bürgermeister rundum sich für die Bürger einsetzen. In wenigen Gemeinden sind es wiederum leider regelrechte Tyrannen, die ihre Bürger unter Druck setzen. Ich kenne eine Stadt sehr gut. Hier ist der Bürgermeister ein echt unsympathischer Typ. In dieser Stadt sind die Demokratie und das „freie Denken“ seit Jahren nicht mehr vorhanden. Es sind aber speziell im Umfeld die Speichellecker und Günstlinge, die solche Spezies von Bürgermeister-Typen mittragen. Nach einem vermeintlichen und wünschenswerten Wechsel heften sich diese Mitläufer wiederum wie Kretz’n an die Haut des nächsten Bürgermeisters. Ich kenne als Langzeit- Journalist jede Menge Bürgermeister. Die allermeisten haben sich über die Jahrzehnte hinweg auf das „Dienen“ für die Bürger, die Gemeinde und das Land eingependelt. In der erlebbaren Form demokratischer Abläufe. Wie eben die ehrenamtlichen Mitglieder bei den Feuerwehren und beim Roten Kreuz. Um eben da zu sein, mitzuwirken und zu helfen. Und dann gibt es jene entbehrlichen Typen, die ein politisches Amt in der Demokratie mit übersteigerter Selbstverherrlichung verwechseln. Diese grauenhaften Menschen haben im Normalfall in einer Demokratie nichts verloren. In Hinblick auf Nazi- Deutschland macht man heute noch den damaligen Bürgern den Vorwurf, nichts gegen die damalige Diktatur gemacht zu haben. Heute in der gesegneten Demokratie ist in manchen Gemeinden eine neue Art Diktatur angesagt. Es ist einfach unverständlich, daß mancherorts wiederum kleine, eitle Diktatoren als Bürgermeister agieren können. Jetzt mit den Gemeinderatswahlen läßt die Demokratie rufen, vereinzelt Zellen des Diktates wegzuwählen. Die Steiermark braucht in jeder Gemeinde „freie Luft“ zum Leben.

Klicken Sie hier für weitere Artikel über das Thema "Archiv"

 

Bild