Mit spitzer Feder Ausgabe 02/2010 von Hannes Krois 27.01.2010 In Anbetracht der nahezu erdrückenden Situation, getraue ich es mir schon gar nicht zu sagen: „Ich liebe eine Frau“! Ja, ich als Mann eine, ja meine Frau. Dazu noch über 26 Jahre lang. In Zeiten wie diesen, wo überall und irgendwie Mann und Mann und Frau und Frau sich lieben, „out“ ich mich öffentlich. Ich hoffe, ich habe mit dieser öffentlichen Erklärung weder politische, noch rassistische oder wirtschaftliche Folgen der negativen Art zu verspüren. Aber ich stehe zu meiner Neigung und werde davon auch nicht Abstand halten können. Was Homosexuelle und Lesben machen, das ist mir eigentlich vollkommen „wurscht“. Aber ich kann ihnen nur sagen, daß sie beidseitig vielleicht etwas im Leben verpassen. Mehr nicht! Was der Alfons Haider als brillanter Showman innerhalb seiner vier Wände treibt, ist mir auch wahnsinnig egal. Mir gehen nur dieses ewige Deklarieren und diese öffentlichen Erklärungen voll auf den Wecker. Die Menschen sollen doch machen, was sie wollen. Aber das ist den militanten Lesben und Homosexuellen nicht genug. Sie müssen halt unbedingt mit all ihren persönlichen Intimitäten in die Öffentlichkeit. Liebe ist eine Sache der intimsten Sphäre. Das hat mit Öffentlichkeit aber gar nichts am Hut. Das Wichtigste ist, daß die Menschen glücklich sind. Wer jetzt wen liebt, das ist „öffentliche Nebensache“. An diese Regelung sollte sich auch Alfons Haider halten, der seine „öffentlich rechtliche“ Bezahlung über all die Fernsehzuschauer in Österreicher mit dem „verschissenen und verlogenen Land“ deklariert. Ja, des Österreichers Seele mag schon manchmal eine „gewundene“ sein. Aber schlußendlich haben wir es in der Alpenrepublik endgültig satt, daß nach all den ehemals von Österreich aus gestarteten EU-Sanktionen wieder ein Österreicher unser Land als „verschissen“ beschmutzt. „Beschissen“ wäre im Rahmen der wirtschaftlichen Problematik duldbar. Aber „verschissen“ ist um Nuancen mehr. Einer, der vom Reden wie ein Alfons Haider lebt, der weiß natürlich auch den Unterschied zwischen „beschissen“ und „verschissen“ zu deuten. Beschissen ist auch auf den aktuellen Zustand der Lebensumstände umzulegen. Verschissen bezieht sich in dieser Aussage auf alles, was in einem Staat an geistigen und moralischen Werten besteht. Eine grundsätzliche Diffamierung also insgesamt. In Anbetracht dessen werde mir die Opernballübertragung per ATV mit „Gummibärli“ Thomas Gottschalk ins Heim holen. Das dürfte gar lustiger werden als mit der verstaubten und hoffentlich nicht verschissenen ORF-Übertragung mit Alfons Haider. Aber schlußendlich ist ja Fasching. Und in dieser Zeit darf ja ein jeder sagen, was er will. Ob man dafür allerdings außerhalb vom Fasching auch erst genommen wird, ja das hängt von der Gutmüdigkeit der Österreicher und im Haider-Fall vom Programmdirektor des ORF ab. Klicken Sie hier für weitere Artikel über das Thema "Archiv" |   
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