Süd Ost Journal

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1von Hannes Krois
Die Biere der slowenischen Brauerei Lasko haben Weltruf. Einen „Steinwurf“ von der Brauerei entfernt, präsentiert sich in dem malerisch, engen Tal der Savinja die Thermalanlage Rimske Toplice, einst deutsch Römerbad. Weil bereits die Römer hier das gesunde Thermalwasser schätzten. Der Fluß Savinja (deutsch Sann) mit Ursprung in den Steiner Alpen zeigt sich hier in vollem Temperament. Um anscheinend so rasch wie nur möglich im südlicheren Zidani Most (ehemals Steinbrück) in die Save zu münden. Eine liebliche Gegend mit einer intakten Natur. Traditionell bäuerliche Strukturen mit entsprechender Ursprünglichkeit. Hausgemachte Schafskäse und geräucherte Würste nach alten Rezepten sind schon allein deswegen eine Reise nach Rimske Toplice wert.
Mitten im Waldhang steht die Thermalanlage Rimske Toplice mit den drei miteinander verbundenen Hotels Sofijin, Rimski und Zdraviliski. Inmitten das Thermalzentrum mit den Schwimmbecken, Wellness, Saunabereich und separatem Gesundheitszentrum. Trotz langer Tradition und Geschichte ist Rimske ein neues und modernes Projekt. Die römisch geprägten Wurzeln ziehen sich quer durch die Thermalanlage und die Hotelzimmer. In Farben und Formen sowie Schriften präsentiert sich die Architektur auf römischen Wegen. Die Hotelzimmer und Suiten selbst sind je nach Kategorie ausgesprochen großräumig. Ein Hotel für Romantiker und Verliebte. Familien mit Kindern haben in der nahen Lasko-Terme alle Möglichkeiten für erfrischende „Turbolenzen“. In der Rimski Terme sind Streßabbau und Ruhe gefragt. Erholung, wie sie schon die alten Römer hier 39 vor Christus fanden. Zwei starke Thermalquellen sind die Grundpfeiler von Römerbad. Nach der Römerzeit und den Wirren der Völkerwanderung scheint die Thermalstätte im Jahr 1460 durch einen Mietvertrag urkundlich auf. Dann kamen die Türken 1529. Sie plünderten und brannten alles nieder. Im Jahre 1840 startete mit der Triester Familie Uhlich der Durchbruch. Gustav und Amalija Uhlich kauften das Objekt. So entstanden Kurgebäude und das Hotel Sofijin mit damals 50 Zimmern. Im Umfeld wurde ein 30 Hektar großer Park errichtet. Die damals gepflanzten Mammutbäume sind heute eine spezielle Besonderheit. Als Badearzt fungierte Dr. Hermann Mayerhofer. Jedenfalls wurde Römerbad zu einem beliebten Kurort der adeligen und bürgerlichen Gesellschaft speziell aus Deutschland, Triest, Agram, Ungarn und USA. Nach dem II. Weltkrieg war Rimski Toplice bis 1991 ein Kurort der jugoslawischen Armee. Dann erfolgte die Schließung bis zum Jahre 2008. Eine Kapital-Gesellschaft brachte Rimski Toplice wiederum ins Rennen. Mit einem gewaltigen Finanzaufwand wurde diese Hotel-Therme ausgebaut und renoviert. Komfort und die Liebe zum Detail ziehen sich durch das gesamte Projekt. Bishin zur mehrgeschoßigen Tiefgarage. Ein bauliches Prunkstück ist das Schloß-Hotel Sofijin, das in seiner historischen Struktur erhalten blieb. Das hier installierte A´la carte Restaurant Sofija ist ein kulinarisches Aushängeschild. Bei den diversen romantischen Menüs zeigen Küchenchef und Restaurantleiter ihre perfekte Leistungskraft. Gekocht wird duftig-aromatisch mit regionalen Wurzeln der Region und mediterranen Ansätzen. Fleisch, Fisch, Pasta perfekt! Mit seinen Kongresssälen hat sich die Rimske Terme auch verstärkt für den sogenannten Geschäftstourismus bewährt. Die einzelnen Konferenzsäle sind mit modernster Audio-Video-Technik ausgestattet. Der Saunabereich ist ein in sich geschlossener Bereich im Thermalzentrum. Sauber und modern mit Innenhof zum Sauerstofftanken. Im Spa-Bereich gibt es eine große Auswahl an Massageangeboten sowie Therapie- und Kosmetikmöglichkeiten. Info Rimske Terme: Tel. 00386 3 574 2011, www.rimske-terme.si. Das landschaftliche Umfeld rund um die Rimski Terme ist geprägt von harmonischen Hügeln.  Eine untersteirische Besonderheit sind die Vielzahl der Kirchen und Kapellen jeweils auf der Hügel-Anhöhe. Insgesamt Wallfahrtskirchen, die nach der Gegenreformation in dem katholisch geprägten Land errichtet wurden. Eine andere Art der Wallfahrt führt von der Rimski Terme auf einem schmalen Straßenstück bergauf. Nach gut 600 Metern gelangt man zu einem kleinen Bauernhof. Daneben ein gepflegtes altes Haus. Im Umfeld grasen Schafe. Eine wundersam schöne Landschaft. August Askerc begrüßt uns auf seinem Bauernhof. Gustl hat 13 Schafe, zwei Kühe und Ziegen. Mit der Milch der Tiere produziert Gustl allerbesten Käse. Nach einjähriger Reife entfaltet dieser Käse Geschmack und Aroma der Höchstklasse. In einem eigenem Kostraum gibt es für die Besucher wunderbare Verkostungsteller mit dem herrlichen Käse und den selbst gemachten Würsten. Dazu in Olivenöl herausgebackene Schwarzbrotstücke. Und als Getränk Birnen-Apfelsaft und Birnen-Apfelwein aus der eigenen Produktion. Diese hochwertige traditionelle Kulinarik mit all ihrer Bodenständigkeit würde schon den Weg zum Gustl lohnenswert machen. Doch, da gibt es noch was anderes. Der Bruder von Gustls Opa war Anton Askerc. In ganz Slowenien ist dieser Name ein Begriff. Straßen und Plätze sind nach ihm benannt. Anton Askerc wurde am 9. Jänner 1856 in Römerbad (Rimske Toplice) geboren. Anton Askerc wurde Priester und Schriftsteller und wohnte in dem 500 Jahre alten Haus auf dem Askerc-Bauernhof. Im Jahre 1880 wurde Anton Askerc Priester und veröffentlichte gleichzeitig sein erstes Gedicht mit dem Titel „Trije Pototniki“ (Die drei Reisenden) in slowenischer Sprache. Das war in dieser Zeit in dem damals deutsch geprägten Landstrich doch etwas Besonderes. Der Schriftsteller suchte in der Priesterperson Askerc seinen Durchbruch. Da gab es nicht nur Beifall. Deshalb schied Anton Askerc sehr bald wieder aus dem Priesteramt aus. Er wurde Stadtarchivar in Laibach und der Schriftsteller der slowenisch verwurzelten Bevölkerung. Am 12. Juni 1912 verstarb Anton Askerc an den Folgen   eines Schlaganfalles. So konnte er sich den I. Weltkrieg sparen. War das eine Gnade des Schicksals? Anton Askerc`s Wohnhaus ist mittlerweile ein kleines Museum. All seine persönlichen Dinge, die Einrichtung und die Bücher, die in so vielen Sprachen der Welt erschienen sind. Zu seinen Lebzeiten war Anton Askerc als literarischer Tourist an vielen Orten und Ländern dieser Welt.
 Seine faszinierenden Eindrücke finden in seinen Büchern entsprechende literarische Auslotung. Info: August Askerc, Senozete 1, Rimske Toplice,gustav.askerc@ gmail.com.

 

 

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1von Hannes Krois
Slowenien ist immer wieder für Überraschungen zu haben. Speziell, was Tourismus, Naturerlebnis, Kulinarik und Angebote angehen. Zrece, in Österreich erschreckend unbekannt und so wie das Dornröschenschloß in Grimms Märchen. Die Therme Zrece war das Ziel für diese Reportage. Von der Süd- und Oststeiermark ist es nur ein Katzensprung dorthin. Eben Autobahn Marburg und dann weiter bis zur Abzweigung Zrece und Rogla. Über die etwas kurvige Straße sodann in die Naturlandschaft rund um das Rogla-Bergmassiv. Ein Urwald voll mit alten, riesigen Fichten umsäumt kleine Weingärten, schmucke Häuser mit vielen Gästezimmern, alte Bauernhäuser, Golfplatz usw. Wie ein Panorama auf einer Modelleisenbahnplatte. Jedoch ohne Eisenbahn. Das Zentrum von Zrece bildet die gleichnamige Therme Zrece. Ein modernes Thermalbad mit breitgefächertem Angebot. Einerseits medizinische Therapien im eigenen Hoteltrakt. Andererseits wiederum alle Möglichkeiten für Seminare und Kongresse und speziell im Hoteltrakt Atrij komfortable Raumlösungen für Romantik pur. Schon die „normalen“ Zimmer bestechen hier durch die moderne und ansprechende Einrichtung. Dazu gibt es noch acht Gala-Suiten mit Whirlpool und Finnischer Sauna. Sechs der Doppelbettzimmer sind mit Whirlpool ausgestattet. Alle Hotelzimmer sind direkt mit der Therme verbunden. Im Anschluß gibt es Appartmenthäuser mit insgesamt 40 Ferienwohnungen mit Wohnküche. Sehr empfehlenswert ist das sogenannte Saunadorf der Therme Zrece. Im Anschluß an das Hotelrestaurant bietet das gediegene a`la carte Restaurant in Hinsicht Qualität und Serviceleistung wahrlich Erstaunliches.  Regional ist hier angesagt. Demnach bestes Fleisch von heimischen Rindern. Punktgenau für das klassische Steak zubereitet. Dazu getrüffelte Pasta und Strukli in hoher Qualität. Hausgemachte Suppengerichte der Jahreszeit angepaßt. Slowenien ist schlußendlich ein „Suppenland“. Wunderbar die klassische Pilzsuppe. Hervorragend auch die Gänseleber auf Vogerlsalat. Dessert und Käse perfekt. Wer regionale Kulinarik der Region sucht, der sollte den Pohorje-Eintopf, die Pilzsuppe mit Buchweizensterz und Grammeln, das Rehgulasch mit Brotknödeln, die geräucherte Forelle,  oder die Nußtaschen mit Preiselbeeren probieren! Das Service rund um den Gast im Thermen-Restaurant ist extrem geschult und höflich.
Wer entspannendes „Durchkneten“ braucht, der kann in der Spa-Oase Idila von der Heilmassage bis zur partnerschaftlichen Erlebnismassage einiges durchprobieren. Original Thai-Masseure bringen zudem ihr speziellen Wisssen ein. Zrece, in der ehemaligen Untersteiermark als Rötschach benannt, beinhaltet 27 Ortschaften. Bis hinauf in die Bergewelt des Rogla. Der Motor all der touristischen Entwicklungen rund um Therme, Hotels und Skigebiet hängt mit dem Unternehmenskonzern Unitur zusammen. Vor Jahren baute der Betrieb in Zrece für betriebliche Zwecke ein Hotel. Dann wurde erkundet, daß der Ort auf der Thermenlinie steht. Also wurde eifrig gebohrt und heißes Heilwasser angezapft. Die entsprechende Finanzkraft, das vorhandene Thermalwasser und entsprechende Visionen standen Pate für die Therme Zrece. Die Gäste kommen aus Slowenien, Italien, Ungarn und Österreich. Der Thermenort Zrece bietet sich für den Individualgast regelrecht an. Die intakte Natur mit den unzähligen Wander- und Radwegen, Tennis, Golf und das Thermenerlebnis bieten für einen ruhigen Familienurlaub übers Jahr beste Voraussetzungen. Die Region Zrece ist trotz aller Widrigkeiten der Geschichte eng mit ihrer steirischen Vergangenheit verwurzelt. Jahrhunderte hatten Deutsche und Slowenen in dieser Untersteiermark höchst friedlich und freundschaftlich miteinander gelebt. Die eigentliche Macht und auch Zuflucht hatte in all diesen Zeiten die Kirche inne. An jeder Ecke, ja auf jedem Hügel steht eine Kapelle oder Kirche. In den Städten, Schlössern und Ämtern waren es die Deutschen. In den kleinen Dörfern vermehrt die Slowenen. Bis nach dem I. Weltkrieg alles vorbei und sollte anders sein. Und dann während des II. Weltkrieges in Folge die Partisanen und dann das kommunistische Tito-Regime. Niemand hatte das verdient. Am allerwenigsten die Menschen, die in der Untersteiermark lebten. Und die Steirer sowieso nicht. Viele gepflegte historische Stätten und Bauwerke demonstrieren den Zugang zur Geschichte und zu einer langen Vergangenheit im Verbund der einstigen Steiermark. Der Besuch der Kartause von Zice, des Gutshofs Oslak, des Hauses Skomarje, der Kirche Hlg. Agnes auf dem einstigen römischen Friedhof Brinjeva gora oder des Getreidespeichers in Sentvid sind höchst interessant. Bauliche Zeitzeugen aus einer Geschichtswelt, die wiederum zu Versöhnung und Nachdenken animieren. Slowenien sucht seine Nähe zu Österreich und Deutschland. Seine Eigenständigkeit als kleinstes multikulturelles Land ist jedoch höchstes Anliegen. Beinahe habe ich auf Hermann Potocnik vergessen. Aufgewachsen in Vitanje, hat Potocnik wesentlich an der Entwicklung der Raketentechnologie beigetragen. Doch zurück zur Kulinarik! Für Weinliebhaber ist die Region höchst interessant. Eben original untersteirische Weine in duftig-fruchtiger Manier. Und es war speziell der Sekt von Zlati Gric, der als Aperitif derart überzeugte, daß Hotelmanager Gorazd Halic spontan den Besuch der Wein- und Sektkellerei Zlati Gric in Skalce organisieren sollte. Der Weinkeller und die wesentlichen Rauminhalte erstrecken sich auf einer Fläche von 3.500m2 großteils unter der Erde. Der Sekt ist erste Klasse und die Weine sind in der Gesamtheit hervorragend. Zu erdenklich günstigen Preisen. Silvia, die Perle des Unternehmens präsentierte den Einblick in ein Weinunternehmen mit höchster Qualität (www.zlati-gric.si).  Auf einer Höhe von 1500 Metern ist die Schneewelt des Rogla. Sozusagen von Herbst bis Frühling immer Schnee. Lifte und Rodelbahn sorgen für Winterspaß. Die Hotelanlagen Rogla und Blanja und die Ferienhäuser gehören zu Unitur. Demnach beste Qualität auch in höchster Lage. Traditionell kann man hier 100 Tage Skifahren. Ein sogenanntes  „Schneeloch“ vom Spätherbst bishin zum Frühling. Die Pisten sind bestens präpariert. Für Skilangläufer gibt es es Weltmeisterschaftsbedingungen. Und für die Snowboarder ist einiges vorhanden. Zrece und Rogla waren bislang in Österreich unbekannt. Mit dieser Reportage steigt diese untersteirische Region in das Interesse der Österreicher. Näheres unter www.unitur.eu.

 

 

 

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Die mysteriöse Welt des Karstuntergrunds


 

1von H. Dorian Krois
„Caver“ nennen sich die zahlreichen „Grottenbegeisterten“, die in Postojna und speziell unter der Erde ihre Lebensphilosophie gefunden haben. Viel Zeit verbringen sie in den weltbekannten Tropfsteinhöhlen und machen es sich zur Aufgabe, den Tourismus speziell hir im Karstgebiet anzukurbeln.
Die Stadt Postojna liegt etwa 50 Kilometer südwestlich von der Hauptstadt Ljubljana entfernt und ist  vor allem für seine 20 Kilometer langen Grotten Postojnska Jama (Adelsberger Grotte) und Predjamski Grad (Höhlenburg Lueg) bekannt. Die berühmten Grotten brachten viele prominente Gäste nach Po- stojna: Kaiser Franz Joseph I. besuchte sie gleich zweimal. „Hier ist eine neue Welt, hier ist das Paradies!“, rief der Höhlenbeleuchter Luka Cec angeblich aus, als er 1818 die schönsten Teile der Postojnska Jama entdeckte. Die Kunde vom unterirdischen Paradies verbreitete sich wie ein Lauffeuer in der ganzen Welt. In der 200-jährigen Geschichte der Höhle haben sie schon mehr als 34 Millionen begeisterte Besucher besichtigt, darunter Kaiser, Könige und Prominente aus aller Welt. Die 3000-jährige zarte und beharrliche Liaison zwischen Wasser und Stein schuf hier ein verblüffend schönes Märchen. Unglaubliche Tropfsteinformen reihen sich unerschöpflich nebeneinander. Wegen ihres Tropfsteinreichtums gilt die Höhle als „Königin der weltbekannten Höhlen“. Nirgendwo sonst auf der Welt sind nämlich in einem einzigen Höhlensystem so viele verschiedene Karstphänomene zu finden. Die fantastischen und spielerischen Sinterbildungen übertreffen hier alle Erwartungen. Phänomenal sind auch die Ausmaße: Der Konzertsaal etwa ist 40 Meter hoch und fasst 10000 Besucher, der größte Stalagmit besteht aus 1400 Kubikmetern Kalksinter. Wegen des unglaublichen, 21 Kilometer langen Netzes von Galerien, Gängen und grandiosen Hallen gilt die Riesenhöhle als größte Höhle des Kartses.
Die Höhle von Postojna gilt auch als Wiege der Biospeläologie, einer Disziplin, die die Lebewelt im Untergrund erforscht. Das weltweit erste gefundene Höhlentier, der Schlanhalskäfer, 1831 erstmals beschrieben, stammte aus der Höhle von Postojna. Nach Vielfalt und Anzahl der Höhlenfauna ist das Höhlensystem von Postojna und Planina das weltweit reichste, leben doch hier 150 Höhlentierarten.
Die Höhle von Postojna ist auch die einzige Höhle mit einer zweigleisigen Bahn, in der man eine wirklich aufregende Zugfahrt durch die märchenhafte, unterirdische Landschaft erleben kann. Die Fahrt unter prächtigen, Lüstern gleich mit mit Stalaktiten geschmückten Gewölben und durch enge Gänge, wo der Puls zu rasen beginnen scheint, ist ein unvergessliches Erlebnis.
Die malerische, mächtige, herausfordernde, geheimnisvolle und uneinnehmbare Burg duckt sich unter einer 123 Meter hohen Felswand, wo sie schon über 700 Jahre thront. Ihr romantisches Erscheinungsbild wird vom idyllischen Lokva-Bach ergänzt, der tief unter der Burg in den Untergrund verschwindet. Als einzig erhaltene Höhlenburg Europas reiht sie sich unter die 10 faszinierendsten Burgen der Welt.
Der berühmteste Bewohner der Burg war zweifelsohne Ritter Erasmus Lueger, der im 15. Jahrhundert gegen die Willkür des Kaisers rebellierte. Um ihn ranken sich viele Legenden, die ihn einerseits als leidenschaftlichen, schönen, edlen Ritter verherrlichen und andererseits als Wegelagerer, Raubritter darstellen, der schließlich auf der Toilette den Tod fand. Die Burg ist nur von einer Seite zugänglich, doch die Legende besagt, dass sich Erasmus mit Speis und Trank über einen Geheimgang versorgt habe, der aus der alten Burg ins Freie führt. Währenddessen wurde seine Burg über ein Jahr lang von den kaiserlichen Truppen belagert. Erasmus wurde erst durch eine List seiner Gegner und durch  die Bestechlichkeit seines Dieners besiegt.
Über die Geschichte der Burg und deren ehemalige Besitzer kann man sich heute im Eingangsturm informieren. Unter der Ausstattung in den sonstigen Burgräumen sind eine Auswahl originaler Gegenstände, aber auch Kopien und Modelle zu finden. Am reichsten ist der Rittersaal ausgestattet, im Speisesaal lernt man das Burgleben in der Spätgotik kennen. Im Renaissancesaal des dritten Stockwerks sind Jagdtrophäen des letzten Burgbesitzers, des Fürsten Windischgrätz, ausgestellt.
Von Mai bis September kann man auch die malerische Höhle unter der Burg Predjama besichtigen. Wegen der günstigen Lage und Temperatur sind hier interessante Bewohner zu finden – Fledermauskolonien, eine Besichtigung der Höhle in der Zeit ihres Winterschlafs ist deshalb nicht möglich.
Die Slowenen selbst erkunden derzeit eher das eigene Land, als ins Ausland zu fahren. Der Hit in diesem heißen Sommer ist das Abtauchen in die geheimnisvolle Unterwelt des Karstes. Für abenteurlustige, bietet sich in Postojna auch die „Krizna Jama“ an, eine der schönsten Wasserhöhlen Europas. Ihre Besonderheit sind Höhlenseen mit Sinterbarrieren und ein Fundort von Knochen des längst ausgestorbenen „Höhlenbären“.
Mitten im Zentrum von Postojna bietet sich für „Höhlenpausen“ das Restaurant „Proteus“ an. Traditionelle Spezialitäten aus dem „Karst-Gebiet“ werden hier angeboten. Darüber befinden sich neu erbaute und moderne Zimmer und Appartements, die durchaus empfehlenswert sind. Für einen Ausflug bietet sich auch das Gestüt Lipica an. Im Jahr 1580 ließ der habsburgische Erzherzog Karl im Karst ein Hofgestüt errichten. Seit damals rühmt sich das Gestüt Lipica der traditionellen Zucht reinrassiger Lipizzaner. In den 1960er Jahren begann es auch mit einer eigenen Schule des Dressurreitens. Die Vorführungen im klassischen Dressurreiten begeistern heute in Lipica und auf ausländischen Gastspielen. Im Gestüt Lipica werden Reitsport- und Reitprogramme für Touristen angeboten: Freizeitreiten, Dressurreiten und Individualprogramme. Angeschlossen an das Gestüt ist auch ein Lipizzanermuseum, welches im slowenischen Angebot eine Neuheit darstellt und als Interpretationszentrum und Erlebnisschau konzipiert ist. Die Besucher werden auf spielerische und emotionsbetonte Weise durch die Welt jahrhundertelalter Geschichten über Lipica und die Lipizzaner geführt. Außer den Exponaten erzählen auch Farben, Projektoren, Klänge und Interaktionen auf eine interessante und lehrreiche Weise. Das Technikerbe der Kutscher ist im Museum der Lipizzanerkutschen zu besichtigen.
Weitere Infos finden Sie unter www.postojnska-jama.eu.

 

 

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Kulinarischer Trip durch Sloweniens Hafenstadt Piran

Abendessen am Tartiniplatz
von H. Dorian Krois

Im Piraner Restaurant „Pri Mari“ haben sich Mara und Tomaz Mencinger natürlich ganz der Meeresküche verschrieben. Kein Wunder, die Wellen schlagen ja schon fast an die Eingangstür des an der Ortseinfahrt gelegenen Spitzenlokals. Die frischen Fische werden in immer neuen Kreationen angeboten, und es finden sich auch typische regionale Fische, wie Lastoka auf der Speisekarte. Es ist eigentlich ein Muss, seinen Piran-Aufenthalt entweder im „Pri Mari“ zu beginnen oder ausklingen zu lassen. Oder man geht jeden Tag hin.
Das malerische Hafenstädtchen Piran liegt direkt neben Portoroz und bietet eine unglaubliche kulinarische Vielfalt. Während in Portoroz eher „was los ist“ inklusive Diskos, Casinos usw., geht es in Piran aber eher gemütlich zu. Die Spuren der venezianischen Vergangenheit vom späten 13. Jahrhundert bis zum Ende des 18. Jahrhunderts finden sich in engen, verwinkelten Gassen, belebten Plätzen, Kunstdenkmälern und den dicht aneinandergereihten Häusern, die von der Küste treppenartig ansteigen, wider. In der Geburtsstadt des Komponisten Giuseppe Tartini, nach dem auch der Hauptplatz benannt wurde, erwartet die Besucher auch ein vielfältiges Kulturangebot mit Galerien und Museen. Im 19. Jahrhundert erlebte Piran als Teil des kaiserlichen Österreichs eine wirtschaftliche Blüte, die vor allem auf die Wiederbelebung der Salzproduktion in den Salinen von Secovlje mit einer Produktion von 40.000 Tonnen jährlich zurückzuführen ist.
In bester Lage erstreckt sich am Tartiniplatz das Hotel Tartini, welches für einige Tage meine Heimat sein sollte. Das Highlight dieses Hotels bildet eine Dachterrasse für Frühstück oder romantische Stunden am Abend mit bestem Blick über Piran. Auch das hoteleigene Restaurant bietet einiges. Genießen kann man diese Freuden dann mitten am Tartiniplatz. Leider gibt es in Piran nur zwei Hotels. Das Tartini und das Piran. Sonst kann man aber auch Appartements mieten.
Treffpunkt am Abend ist natürlich das „Theater Cafe“, welches sich  neben dem Hotel Piran befindet. Lounge-Musik und gediegene Atmosphäre bekommt man hier bis in die frühen Morgenstunden geboten. Wer zwischendurch Hunger bekommt, hat hier praktischerweise gleich direkten Anschluss an die so genannte „Freßmeile“. Unmittelbar am Meer befinden sich zahlreiche empfehlenswerte Restaurants. Zum Beispiel: Pavel I, "Tri Vdove" (Drei Witwen) und Ivo. Allesamt Spitzenrestaurants der adriatischen Meeresküche. Mit einem riesigen Angebot an frischen Fischen und Meerestieren, sowie natürlich Muscheln. Ich entschied mich als Erstes für Pavel I. Eine Portion Miesmuscheln Buzara, dazu ein Glas lokalen Malvazija und die Welt war, zumindest in diesem Moment, völlig in Ordnung. Auch „Ivo“ (wird von Einheimischen oft empfohlen) ist so ein Lokal zum wohlfühlen. Hier wird man vom Chef persönlich empfangen und platziert. Auf der Karte natürlich ebenfalls beste Auswahl von Muscheln und anderem Meeresgetier in sämtlichen Variationen. Mein persönlicher Geheimtipp ist aber gar nicht in Piran, sondern in Portoroz. Die „Fischkantine“ Fritolin bietet in völlig einfacher Atmosphäre in der Nähe des Kempinski Palace Hotel eine umfangreiche Fisch-Palette in der allerbesten Qualität.
In den engen Gassen rund um en Piraner Tartiniplatz gibt es in dieser Hinsicht ebenfalls einiges zu erleben. In bester Erinnerung hab ich da noch das Restaurant Verdi. Schönste Altstadtatmosphäre und ausgezeichnete Fischqualität lassen einem hier die Zeit endgültig vergessen. Etwas weiter und völlig abseits der Touristen bietet sich der Platz des 1. Mai an. Der Geheimtipp hier ist die „Klet Cantina“. Eine urig-rustikale Kneipe mit gutem Wein-, Käse- und Wurstangebot. An diesem Platz sind fast ausschließlich Einheimische zu finden.
Direkt an der Quelle wollte ich natürlich auch wissen, wo die vielen Leckereien, die da permanent auf meinem Teller landen, herkommen. Deshalb stattete ich der Fischfarm „Fonda“ einen Besuch ab. Diese liegt ein wenig außerhalb von Portoroz. Spela Marinko und Gorazd Sinik von Fonda empfingen mich jedenfalls sehr herzlich und kurz darauf startete schon das Boot für den kleinen Ausflug zu den Muschelbänken und Branzino-Zuchtnetzen. In einem Zuchtnetz befinden sich bis zu 20.000 Fische. Bis ein Branzino die richtige Größe für den Verkauf hat, dauert es ungefähr zwei bis drei Jahre. Für den „Piraner“ Wolfsbarsch ist die Fischfarm Fonda in ganz Slowenien bekannt. Die Fische dieser Bio-Zucht inmitten der Bucht von Piran erfreuen sich aber immer größerer Beliebtheit auch in der österreichischen Spitzengastronomie vor allem in Kärnten und Tirol. Mit Hingabe und Liebe zum Meer und mit entsprechenden Fachkenntnissen hat die Familie Fonda vor sieben Jahren die Entscheidung getroffen, den besten Wolfsbarsch der Welt zu züchten. Mittlwerweile wird das Unternehmen von der Molekularbiologin und Biochemikerin Dr. Irena Fonda geleitet.
 Alles beginnt mit sorgfältiger Auswahl von hochwertigem Jungfisch der Fischbrutanstalt Torre Canne in der Nähe der italienischen Stadt Bari. Der Fisch wird in frei schwebenden Netzkäfigen gezüchtet. Der geringe Salzgehalt des Wassers in diesem Teil der Bucht von Piran, sowie sorgfältig ausgewähltes und von Hand verabreichtes ökologisches Fischfutter wirken sich bestens auf die Qualität aus.  Auf www. fonda.si gibt es umfassende Informationen zu der Fischzucht. In größeren Mengen kann der Fisch auch direkt bestellt werden.
Ein Besuch in den Salinen von Secovlje, direkt bei Portorož lohnt sich ebenfalls. Seit mehr als 700 Jahren wird hier auf natürlichem Wege Salz abgebaut, darunter auch die feinen Salzblüten des Fleur de Sel. Die Becken werden nur per Hand gesäubert, Wind und Sonnen treiben die Salzproduktion voran. Das edle Salz kann unter anderem im Shop in Piran am Tartiniplatz gekauft werden. Dort gibt es auch Schokolade, mit „Fleur de Sel“ verfeinert.
Der lokale Kräuterschnaps heisst „Ruda“. Nach altem Brauch sollte ein Fisch ja dreimal schwimmen: Im Wasser, im Wein und dann im Schnaps. Bei einem hohen Fisch-Konsum ist das auch notwendig und der Brauch also gar nicht blöd.
Nicht nur wegen der hervorrgenden Erreichbarkeit erfreut sich Piran und Portoroz immer größerer Beliebtheit bei Österreichern. Für lukulische Lang- oder Kurzurlaube bietet sich diese Gegend einfach an.
Und sollte das Sättigungsgefühl schließlich doch einmal eintreten, dann finden sich fabelhaft-schöne Plätzchen zum Entspannen.

 

Restaurant Verdi  Restaurant Pri Mari 
Fischfarm Fonda   Restaurant Pavel I

 

 

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Ljubljana - Sloweniens schüchterne Geliebte

Die spektakuläre Flusspromenade

von H. Dorian Krois
Ljubljanica heißt der namensgebende Fluß, der durch Ljubljana (Laibach) fließt. An einem besonders kalten Dienstagabend im Jänner stand ich zum ersten Mal am Ufer dieses Flusses inmitten der fabelhaften und barocken Altstadt. Begeistert betrachtete ich die kunstvoll und aufwendig beleuchteten Barockbauten, die sich im frischen Wasser neben mir stolz spiegelten. Die selbst im Winter belebte Flusspromenade lädt mit ihren kleinen und feinen, modern designten Bars und Cafes zum Spazieren und Einkehren ein. Warum war ich nicht schon viel früher hier, hab ich mir in dem Moment gedacht. Ljubljana hat es geschafft, sein urbanes Er­­scheinungsbild  zu erhalten, was andere europäische Städte leider schon längst verloren haben.
Etwa eine halbe Stunde vorher hatte ich im Hotel „Cubo“ bereits voller Erwartungen eingecheckt. Ein besonders smartes und hochmodernes 4-Stern Haus in der Nähe des Zentrums, welches erst vor einem halben Jahr eröffnet wurde. Von außen erwartet man nicht, dass in dem alten Bau ein derart modernes Hotel steckt. Wirklich sehr nett. Zu empfehlen für Liebhaber von Design-Hotels. Außerdem ist dieses ästhetische kunstvoll-moderne, weil mit dem modernen ist das ja immer so eine Sache, ein Thema in Ljubljana, das viele Restaurants und Bars dankenswerterweise angenommen haben und die man vielleicht zuerst einmal eher in Berlin vermutet hätte. Doch es ist nicht nur die Gastronomie, die sich hier schon mal auf 2030 einschwört. Bei meinem späteren Spaziergang durch die Stadt fiel mir plötzlich ein futuristischer Laden auf. Ich dachte es wäre bestimmt ein neues, verrücktes Cafe. Tatsächlich war es eine Filiale einer slowenischen Bank. Ein völlig neues Konzept, das wohl einen Wohlfühlfaktor suggerieren soll. Hier kann man während der Kontoeröffnung auch Playstation spielen (sollte man vielleicht besser danach, falls man dann noch Lust hat). Ich war wirklich überrascht. Die Slowenen strotzen nur so vor lauter neuen Ideen. Wohl fühlt man sich dafür aber garantiert in einem der feinen Restaurants oder Bars in der Altstadt. Zu empfehlen und selbst besucht ist das Restaurant Zvezda inmitten der Altstadt (kleines Lokal, wartet mit interessanten Kreationen auf), sowie die Konditorei Cacao am Flussufer (sehr modern, die Patisserie läuft oft zu wahren Höchstleistungen an). In den zahlreichen Bars und  Restaurants gibt es alles, was das Herz höher schlagen lässt.
Es ist halt eine Stadt mit Seele. Das sagt schon der Name: Ljubljana heißt "Geliebte". Die Stadt  verdankt viel von ihrem charmanten Charakter den Brücken, Parkanlagen und grünen Ufern. Irgendjemand nannte Ljubljana einmal eine der letzten Überr­aschungen in Europa, ein Prag ohne Massen. Attraktiv ist Ljubljana vor allem durch seine Barockkunst und dem malerischen offenen Marktplatz. Sloweniens Hauptstadt hat eine faszinierende Kunst- und Kulturszene, besonders auf dem Gebiet der darstellenden Künste. Jedes Jahr gibt es hier ein internationales Festival. Ein besonderer Tag ist immer der Samstag, was ich vorher nicht wusste, aber glücklicherweise noch in der Stadt war, um einen Abstecher zu machen. Denn auf dem großen Platz vor dem Dom St. Nikolai, in der Nähe der bekannten Drachenbrücke, findet der Markt statt. Zwischen den ganzen Krainer Würsten und dem feinen Karstschinken, verschiedenen Käse, sowie allerlei Gemüse geht es aber ungewohnt gemächlich zu. Es ist immer noch ein entspannter, ja gemütlicher Markt, bestätigten mir auch Einheimische. Keine unnötigen Marktschreier wie in Hamburg oder sonst wo. Die Verkäufer stehen meist geduldig da. Man sagt, dass die Einwohner es gewohnt seien „nicht aufzumucken“, da sie ja immer von anderen Mächten beherrscht wurden. Die Geschichte der Stadt ist alt. Schon die Argonauten sollen sich hier „herumgetrieben“ haben. Von ihnen wurde angeblich der legendäre Drache erlegt, der Ljubljanas Wahrzeichen ist. Später siedelten sich Kelten und Illyrer an, dann die Römer, später die Slawen. Im 12. Jahrhundert entdeckte der Kärntner Adel die militärischen Vorzüge des heutigen Ljubljaner Burghügels und ließen sich dort nieder. Drumherum entstand ein Städtchen, das dann irgendwann "Laibach" hieß und in aller Bescheidenheit manches Prächtige an Barockem und im Jugendstil hervor brachte. Später regierten hier bis zum Ende des ersten Weltkriegs dann auch noch die Habsburger diese schöne Stadt.  Während die Deutschen und Schweitzer an „Ljubljana“ festhalten, bevorzugen die Österreicher die deutsche Form „Laibach“. Nach 1945 im Jugoslawischen wurden die Deutschen und somit auch das Deutsche aus der Stadt vertrieben. Ein bisschen Laibach hat sich aber immer noch in den stets sauberen Straßen erhalten. Liebevoll hergerichtete Häuschen, schmale Altbauten mit kleinen Balkonen und hohen Fenstern, reihen sich am Fluss Ljubljanica aneinander. Ljubljana, ein Name und für einen Neuling eine Sprach-Herausforderung zugleich. 300.000 Einwohner hat die Stadt nur.
"Es ist die schönste Stadt der Welt", sagte die junge Geschäftsführerin des Burgrestaurants „Na Gruda“, welches sehr stark Grazer Innenstadtrestaurants ähnelt und auch mit einer Bahn erreicht werden kann, mit fundamentaler Überzeugung zu mir. "In eineinhalb Stunden hat man hier alles gesehen, und in einer Stunde sind wir am Meer, in den Bergen, in Italien oder Ungarn. Wer sonst kann das von sich sagen?" Nur etwas abgelenkt von der frisch duftenden Krainer Wurst die mir mit typischen Bratkartoffeln zeitgleich im besonders schönen Wintergarten mit bestem Blick auf den Burghof serviert wurde, ließ ich mir das alles durch den Kopf gehen. Man sagt, Slowenien wäre wie ein Kontinent im Kleinen. Hier gibt es vieles, aber von allem nur ein bisschen: Die Alpen erstrecken sich als Ausläufer ins Land und der Küstenstreifen an der Adria ist so schmal, dass ein Witz behauptet, man müsse dort mit dem Reisepass im Mund schwimmen gehen. Vieles ist besonders in den letzten Jahren in Slowenien und natürlich auch in Ljubljana passiert. Das machte das Land zu einem Musterschüler der Osterweiterung. Und die Slowenen sind sowieso ein harmonisches Volk. Schließlich regen sie sich nie über Touristen auf, die serbische Cevapcici bestellen, weil sie glauben, es sei das slowenische Nationalgericht...

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Damals, als die römischen Legionen Noricum und Pannonien zu Provinzen machten, war die Befestigung von Holicarnum ein Bindeglied zwischen Poetovio (Ptuj) und Savaria (Szombathely) auf der berühmten Bernsteinstraße. Eine mit Steinquadern befestigte Handelsstraße als Verbindung zwischen dem Mittelmeer und der Ostsee. Holicarnum war somit ein gewichtiger Stützpunkt der einstigen römischen Weltreiches. Holicarnum ist das heutige Lendava im nordöstlichsten Teil Sloweniens. Nicht zu verwechseln mit Lenart und Ljutomer in Slowenien oder Lenti in Ungarn. Lendava ist das vergessene Kleinod Sloweniens – nicht einmal mit einer Silbe im Polyglott-Reiseführer genannt. Ein unverzeihlicher Fehler der Touristik-Schreiberlinge, denn Lendava in der Dolinsko, in jenem schmalen Streifen pannonischer Erde an der Mur und nur einen Steinwurf von den Grenzen zu Kroatien und Ungarn entfernt, ist ein ganz besonderes Kleinod. Mit 600 Hektar Weinfläche auf den Hügeln ist dieser Fleck Erde das größte zusammenhängende Weinanbaugebiet Sloweniens. Auch der größte jüdische Friedhof existiert hier. Vor acht Jahren starb der letzte Jude in Lendava. Als symbolischer Abschluß einer Vergangenheit, geprägt von Handel und aufstrebendem Bürgertum. Die Stadt Lendava mit seiner Therme ist umringt von Weinbergen. Und weil sich hier alles rund um Wein und das warme Thermalwasser dreht, ist Lendava wohl auch die einzig weltweit bekannte „Weintherme". Von der österreichischen Grenze in Sicheldorf ist man mit dem Pkw über Murska Sobota in knapp einer dreiviertel Stunde in Lendava. Das Ziel ist die Therme mit seinem speziellen Wasser.

Erst 1965, als man im nahen Petisovci nach Erdöl bohrte, ist man per Zufall auf dieses Thermalwasser gestoßen. Ein einzigartiges Hyperthermal-Mineral- Erdölfossilwasser, sehr Schwefel- und Jodarm. Ein Relikt aus dem einstigen pannonischen Meer, das diese Region vor hunderttausenden Jahren bedeckte. Und besonders das Paraffin ist es, das in einzigartiger Menge im Thermalwasser in Lendava enthalten ist. Das Thermalwasser hilft gegen Rheuma, Arthritis usw. Das Paraffin macht die Haut geschmeidig. Man möchte meinen, man badet in einer verdünnten Hautlotion. Klinisch bestens geeignet für die Narbenbildung nach Operationen und eine Oase für Haut und Seele. Ein Wasser, das es in dieser Zusammensetzung nirgends gibt. 34 bis 36 Grad hat das Thermalwasser, das in einem Außenbecken und in einem Hallenbad angeboten wird. Ein Wasser, das man spürt, das ein Maß an Regeneration und Erholung für Seele und Körper einleitet.

Das Drei-Stern-Hotel Lipa mit 209 Betten in 120 Zimmern und Restaurant ist baulich mit der Therme verbunden. Wer einmal in die Therme Lendava hineinschnuppern möchte, zahlt für das Wellness-Erlebnis von 7.00 bis 20.00 Uhr mit Mittags- oder Abendmenü sehr, sehr günstige 7,5 Euro. Das Wochenendpaket (Freitag bis Sonntag) inklusive zwei Halbpensionen, Übernachtung im Hotel Lipa und Nachtbaden freitags und samstags bis 23.00 Uhr kostet pro Person 84 Euro. Das 7-Tage-Paket samt Arztgespräch, Begrüßungstrunk und Animation ist um 259 Euro zu haben. Insgesamt ist die Atmosphäre im Lipa für die Gäste so überschaulich, daß auf alle möglichen Wünsche eingegangen wird. Genauso gilt diese Regel im 100 Meter von der Therme entfernten Vier-Stern-Hotel Elizabeta. Das moderne Hotel-Garni beinhaltet 22 Zimmer und wurde speziell für Geschäftsleute als Marketinghotel errichtet. Neben den Gästen auf der Wellness- und Gesundheitsschiene bietet die Therme Lendava auch Angebote für Fußball-Trainingslager. Unter Einbeziehung von drei Rasenplätzen, einem Fitneßstudio, medizinischer Betreuung, Sauna, Baden, Trainingshalle, Besprechungsraum, Organisation von Freundschaftsspielen und Waschen der Spielertrikots ist die Therme Lendava zu einem Geheimtip steirischer Fußballvereine geworden.

Weil Therme und Tourismus in Lendava noch überschaubar sind, ist man um jeden Gast und dessen Wünsche bemüht. Wenn es einem Gast statt des Hotelmenüs in eine Weinschenke zieht, wird er auf Hotelkosten dorthin chauffiert. Ein einzigartiges Service, das ich nirgendwo im Rahmen meiner vielen Reisen erfahren konnte. Igor ist der Gästemanager. Nicht ohne Grund ist er bei seinen Gästen derart beliebt. Er kümmert sich persönlich um jedes Anliegen der Gäste. Igor spricht besser deutsch als viele Steirer. Seine Eltern leben seit 35 Jahren in Deutschland. In der Therme Lendava und auch im Tourismusbüro der Stadt (auch Wochenende geöffnet) ist man sehr bemüht, die Gäste über die Angebote der Umgebung genau zu informieren. So gibt es hier weitläufige Radwege. Die Fahrräder können im Tourismusbüro ausgeliehen werden. Entlang der römischen Grabhügel auf der einstigen Bernsteinstraße gibt es eine Reihe eingezeichneter Radtouren.

Besonders attraktiv ist der Murska Suma, der einzigartige Urwald an der Mur. Ein Naturschutzgebiet mit seltenen Vögeln und Pflanzen. Oder man besucht einen oder mehrere der unzähligen Winzer, Weinschenken oder Heurigen. Hier kann es leicht passieren, daß man kurzfristig in Ungarn oder in Kroatien ankommt. Kein Problem. Die Menschen und das Land in der Dolinsko sind hier noch eine Einheit, geprägt vom einstigen Königreich Ungarn. Sowohl Slowenen, Ungarn und Kroaten. In der „Bükescsarda", keine 100 Meter von irgendeiner Waldweggrenze ins Ungarische, gibt es wunderbaren Aufschnitt, Kübelfleisch, exzellentes Schmalz samt Salat und Hausgebäck um fünf Euro pro Person. Der Kellner heißt Robert. Seine Mutter stammt aus dem deutschen Merseburg, der Vater aus Lendava. Er spricht perfekt deutsch. Die Weine um Lendava sind nicht nur günstig, sondern auch fruchtig und sehr süffig. Zu 90 Prozent sind es Weißweine (Welschriesling, Rheinriesling, Grüner Silvaner, Ruländer, Chardonnay, Sauvignon Blanc und hausgemachte Cuvees).

Die Geschichtsinteressierten zieht es ins Schloß von Lendava mit seinen Ausstellungen über die Regionalgeschichte. Wie etwa Gemäldegalerie, Ausstellung über die Bronzezeit, Türkenwaffen oder über den Architekten Zala Gojörgy, dem Planer des Budapester Heldenplatzes. Wohl niemand wird an der „Mumie von Lendava" vorübergehen. Als man auf einem Weinberg 1728 die Kapelle der Heiligen Dreifaltigkeit erbaute, stieß man auf den Sarg des Michael Hadik, der 1603 im Kampf gegen die Türken starb. Der Leichnam war aufgrund des lehmhaltigen Bodens gänzlich mumifiziert. Seither ist die Mumie von Michael Hadik in einem Glassarg in der Kapelle zu sehen. Dazu die Legende: Hadik liebte Piroska, die rothaarige Schwester des Grafen Nikolai Banffy. Als Hadik vor den Türken fliehen mußte, ließ der Graf das Zufluchtstor schließen. Darauf wurde Hadik getötet und Piroska stürzte sich vom Burgfelsen. In der Folge sollte das Geschlecht der Banffy aussterben.

Auskünfte: Slowenisches Tourismusbüro

Dir. Jan Ciglenicki

Opernring 1/R/4

1010 Wien

Tel. 01/7154010

Fax 01/7138177

info@ slovenia-tourism.at

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Slowenien ist viel, viel mehr als nur das "Erlebnis des Billigtankens". Ein Land, so nah an Österreich und über Jahrhunderte damit eng verbunden, doch durch das Schicksal der Geschichte von Österreich getrennt und in Feindschaft entzweit. Bis zum Jahr 1918 nannte man ein Stück dieses Landes "Untersteiermark". In den Städten sprach man deutsch und auf dem Land mehrheitlich slowenisch, denn die slowenische Sprache war vorrangig die Sprache der Bauern.

Dann, im Verbund mit dem einstigen Kronland Krain und dem Kärntner Miestal, wurde nach dem Ersten Weltkrieg Slowenien geboren, das sich in das neue Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen (SHS) einfügte. Slowenien erwachte in seiner ausgeprägten südslawischen Melancholie auf dem Wege zur eigenen Nationalität. Der Zweite Weltkrieg mit seinen schaurigen Szenerien von Abgründen voll Haß, Tod und Vertreibung war das eine Kapitel. Das andere war die Eingliederung Sloweniens in das kommunistische Jugoslawien unter dem einstigen Partisanenführer und Marschall Josip Broz Tito. Dieses Jugoslawien reichte von Bad Radkersburg bis an die Grenzen Albaniens und Griechenlands. Ein riesiges Gebilde von einem Staat voller Unterschiede und tiefer menschlicher Gräben, die mit Titos Tod in einen Blutrausch namens "Bosnien" und "Kosovo" abglitten.

Wenngleich die Slowenen im Norden des einstigen kommunistischen Jugoslawiens den höchsten Lebensstandard verzeichneten, stand Slowenien in allen Bereichen der Entwicklung 40 Jahre lang mehr oder minder still. Nach den Zerstörungen und dem Abzug der jugoslawischen Bundesarmee 1991 ist Slowenien eine demokratische Republik mit geordneten Grundlagen einer Rechts- und Sozialverfassung und zugleich realistischer Anwärter für den Eintritt in die EU.

Mit nicht ganz zwei Millionen Einwohnern ist Slowenien mit seiner Hauptstadt Ljubljana ein kleines Land mit reizenden Landschaften - von der pannonischen "Prekmurje" im Osten mit Murska Sobota bis zur "Primorska" im Westen und der langen slowenischen Adriaküste mit Koper. Slowenien ist ein südliches Voralpenland mit Thermen, Seen, Wäldern, Wiesen, rustikalen Dörfern und Städten, die von der Geschichte geprägt wurden. Die schönen alten Bauten sind österreichisch, die anderen aus der kommunistischen Zeit sind voll der geschmacklichen Disharmonie.

Mit aller Kraft wollen die Slowenen ihrem jungen Land den Weg nach Europa öffnen. Tourismus, Freizeiteinrichtungen, Wein und traditionelles, regionales Essen sind eine große Säule für den Erfolg - dazu verpackt die bodenständige Freundlichkeit der Menschen. Slowenische Gastfreundschaft ist Herzenssache. Und dabei sind die Slowenen vielen einen Schritt voraus. Ein Erlebnis der kulinarischen Art sind die Windischen Bühel (Slovenske Gorice), jene wunderschöne Hügellandschaft, die die "Stajerska" von der "Prekmurje" trennt. Hier, zwischen Gornja Radgona und Ormoz, ist die Gegend deftiger Fleischgerichte und spezieller Mehlspeisen. Gibanica ist der Ausdruck für eine lokale wunderbare Strudelspezialität, dem vierfach geschichteten Strudel mit Mohn, Äpfeln, Topfen und Nüssen. Schon in Gornja Radgona (Oberradkerburg), gleich nach der Grenze, gibt es recht Passables in Sachen Gibanica.

Was den Wein angeht, ist in Gornja Radgona der erste Pflichttermin. Es ist der seit Jahrhunderten bestehende Weinkeller der einstigen Herrschaften und Bürger. 800.000 Flaschen Wein und Sekt werden hier jährlich produziert. In dieser ersten Sektkellerei Sloweniens wird seit 1852 Wein versektet. Wer Lust und Laune hat, kann im alten Gewölbekeller Weine und Sekt verkosten. Im Felsenkeller "Unter dem Wasserfall" ist es bei einem Gläschen besonders im Sommer sehr angenehm und erfrischend kühl. Fruchtig schmeckt der Radgona Sekt (Radgonska Penina), eine Flasche kostet zwischen 55 und 70 Schilling.

Wir verlassen Gornja Radgona, die einstige Vorstadt Bad Radkersburgs in Richtung Radenci (Radein). Mit dem Mineralwasser Radenska weithin bekannt, ist Radenci ein anerkanntes Heilbad für Herz- und Kreislauferkrankungen. 1833 wurde die erste der neun Mineralquellen entdeckt. 1869 startete Radein als Kurbad.

Nach Ljutomer formt sich die Landschaft in eine der eindrucksvollsten Weinbauregionen Europas. In sanften Hügeln präsentieren sich die unzähligen Weinberge. Die Reben wachsen in Terrassen, so wie vor hundert Jahren auch in der Steiermark, hier in diesem Kleinod der Natur und der Weinkultur.

Jeruzalem, das 338 Meter hoch gelegene Dorf ist das Zentrum dieser wunderbaren Region in den Windischen Büheln. In den Weinhügeln scheppern die Klapotetze. Inmitten von Jeruzalem steht die Wallfahrtskirche "Schmerzensreichen Muttergottes", nach einem Bildnis, das Pilger im Mittelalter aus dem Heiligen Land mitgebracht hatten. Der Legende nach hatten einstens Kreuzritter auf dem Weg nach Jerusalem hier in dieser schönen Gegend ihr Reiseziel aufgegeben und den Berg einfach "Jeruzalem" genannt.

Kleine asphaltierte Straßen führen an den Weinbergen vorbei. In den vereinzelten kleinen Gehöften gibt es überall Wein. Wir suchten und fanden den Winzer Stanko Curin, die slowenische Top-Adresse für Auslesen, Spätlesen, Beeren- und Trockenbeerenauslesen. Insgesamt großartige Tropfen: Welschriesling (ca. 42 Schilling), Sauvignon Blanc, Sauvignon Blanc Spätlese, Bouvier Auslese, Muskat Ottonell, Traminer, Rheinriesling, Chardonnay, Weißburgunder, Welschriesling Eiswein und die Top-Trockenbeerenauslese des Sipon 97. Allein Stanko Curins exzellente Weine sind den Weg nach Jeruzalem wert.

Einige Kilometer weiter entlang der Weinlandschaft ist der kulinarische Insider-Treff "Joze Kupljen" (Tel. 00386/62/71415), ein Weingasthof der besonderen Note. Tolle Weine und ein einzigartiges Repertoire regionaler Spezialitäten prägen das Angebot des blitzsauberen Hauses. Das Menü auf der Terrasse, inmitten der Jeruzalemer Weinberge, entfaltet sich zu einem Erlebnis. Übernachtet wird auch hier. Joze Kupljen hat zehn Gästezimmer und ein Apartment. Die Übernachtung samt Frühstück kostet pro Person 300 Schilling.

Die Nacht in Jeruzalem inmitten der Weinberge ist lautlos. Auch das Trinklied in einer slowenischen Freundesrunde von einem nahen Winzerhaus ist verstummt - ein Lied des Dichters France Preseren aus dem Jahre 1844. Es handelt von slawischen Brüdern, schönen Mädchen und von dem Tag, an dem der feindliche Nachbar sich zum Freund wandeln wird. Lange hat es gedauert, aber der Tag scheint für Slowenien wohl gekommen zu sein.

Auskünfte:

Slowenisches Tourismusbüro

Dr. Jan Ciglenicki

Hilton Center

Landstrasser Hauptstraße 2

1030 Wien

Tel. 01/7154010

Fax 01/7138177

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Damals als die Habsburger-Monarchie noch mit der Untersteiermark bestückt war, da überbrachte der Kaiserlich-Königliche Postbote so manche Ansichtskarte mit der Grußbotschaft aus „Bad Tüffer" bei Cilli. Erste Aufzeichnungen über Heilquellen stammen aus dem Jahre 1543. Über 300 Jahre später im Jahre 1852 wurde beim Bau der sogenannten Südbahn eine Thermalquelle entdeckt. Der Grundstein für die erste Badeeinrichtung in „Bad Tüffer" wurde somit 1854 gelegt. Unter der Patronanz von Kaiser Franz Joseph wurde „Bad Tüffer" von 1870 bis 1880 zu einem mondänen Kurort ausgebaut. Nach dem schicksalhaften Kriegsende und dem Edikt von Saint Germain im Jahre 1919 gab es dann weder Untersteiermark noch das „Kaiser Franz Joseph-Bad Tüffer" in der herkömmlichen Form mehr. Unter dem Namen Lasko entwickelte sich die einstige kaiserliche Kurmetropole zu einem weithin anerkannten Zentrum für Gesundheit, Erholung und Wellness. Über die durchgehende Autobahnstrecke Spielfeld- Celje ist Lasko mit dem Auto leicht erreichbar.

Die wenigen Kilometer von Celje nach Lasko auf der Landstraße bieten einen romantischen Blick in das untersteirische Landschaftsbild mit den zahlreichen Hügeln und den noch zahlreicheren kleinen Kirchen und Kapellen. In einer Talenge direkt am blitzsauberen Fluß Savinja erstreckt sich die Stadt Lasko mit ihren gut 4500 Einwohnern. Eingebettet zwischen den Bergen. Dazu wie bei einer Modelleisenbahn noch die alten Anlagen der historischen Südbahn. Ein Ort des Wohlbefindens. Schon die Römer nutzten die warmen Heilwässer gegen Gelenkserkrankungen. Im späten Mittelalter erfreuten sich die heimischen Waschfrauen an den so geheimnisvoll erwärmten Bodenvertiefungen. An den eiskalten Wintertagen war hier immer Schmelzwasser. Ideal zum Waschen der Schmutzwäsche. Insgesamt ist das Wasser in Lasko das Maß aller Dinge. Das heilende Thermalwasser für die Gelenke, das Thermalwasser für Wellness und Erholung und schlußendlich in anderer auch für den Gaumen. Denn unter dem Begriff „Lasko" präsen tiert sich auch eine sehr kultige Biermarke. Mit dem Verkauf von mehr als 1,3 Millionen Hektoliter Bier beherrscht die Bierbrauerei Lasko mehr als die Hälfte des gesamten Marktanteils in Slowenien. Lasko ist ein „bieriger Mythos" für die zahlreichen Freunde des hopfig-frischen Gerstensaftes. Hervorragende Bierqualitäten in einer reichhaltigen Sortenvielfalt. Lasko gehört in seiner einzigartigen Geschmacksrichtung zweifellos zu den besten Bieren dieser Welt. Wie jede sehr gute Sache auf dieser Welt hat auch das Lasko-Bier ganz einfache Wurzeln mit einem visionären Menschen als Begründer.

Im Jahre 1825 war dies der Lebkuchenbäcker und Imker Franz Geyer. Die erste Brauerei startete damals im Gebäude des heutigen Hotels Savinja. Die Brauereibesitzer wechselten relativ rasch. Das dunkle Lasko- Bier selbst wurde sehr bald berühmt und ausgesprochen beliebt. Sogar nach Kalkutta und Alexandria wurde Lasko sehr bald exportiert. 1866 erwarb Anton Larich die Bierbrauerei und wechselte den Betriebsstandort. Bereits 1889 wurde Simon Kukec der neue Brauereibesitzer und produzierte in Folge bereits 35.000 Hektoliter Bier jährlich. Hinsichtlich der hohen Qualität wurde das Bier aus Lasko im Jahre 1901 mit der Medaille der französischen Regierung ausgezeichnet. Dennoch sollte es für Lasko ein zwischenzeitliches Aus geben. Die Konkurrenzbrauerei Union aus Laibach kaufte klammheimlich die Mehrheit der Lasko-Aktien. Somit mußte Lasko 1927 die Bierproduktion einstellen. Doch die Fans der hochwertigen Bierqualität von Lasko forcierten eine Wiedergeburt der Lasko- Brauerei und der Biere mit der Gründung einer gastwirtschaftlichen Bierbrauerei als Aktiengesellschaft. Dieser Tradition und der hohen Ansprüche an die Qualität ist die Brauerei Lasko verbunden. Vom Gesamtverkauf der Biere gelangen mittlerweile 35 Prozent in den Export. Brauereibesichtigungen mit entsprechenden Verkostungen können jederzeit nach Anfrage organisiert werden. Im Bierkeller des Hotel Hum mit seiner langjährigen geschichtlichen Tradition als einstiges Bier-Wirtshaus gibt es zum Bier besondere kulinarische Schmankerln.

In der Gesamtheit ist Lasko eine traditionelle Kur- und Gesundheitsmetropole. Das gesamte medizinische Gesundheitsprogramm spielt sich im altehrwürdigen Hotel Zravilisce Lasko ab. Das viersternige Hotel verfügt über 208 Zimmer mit 365 Betten. Speziell geeignet für Linderungen bei Erkrankungen von Wirbelsäule, Gelenken und bei Gehbehinderungen. Brandneu ist der Wellness Park Lasko mit seiner neuen Hotelanlage. Mit einer unglaublichen Finanzierungshöhe wurde hier eine Therme und ein Wellness Spa Center aus dem Boden gestampft, das im europäischen Spitzenfeld mitspielen möchte. Das viersternige Wellness Hotel/Superior beinhaltet 104 moderne Zimmer mit voller Einbindung in das nagelneue Thermencenter mit all seinen Bereichen. Das Thermencenter selbst ist mit einer Wasserfläche von 2200 m2 im Hallen- und Freibereich verstärkt auf Familien mit Kindern abgestimmt. Mit einer riesigen Glaskuppel, mit Wasserrutschen und Erlebniswelt ist die Faszination für Kinder gegeben. Abseits davon zeigt sich das Saunacenter für Menschen, die sich in eine gediegene Sauna- Faszination einfinden wollen. Die spezielle Besonderheit ist hier das riesige Saunabecken im angenehmen Temperaturbereich, das auch in den Außenbereich führt. Das Saunacenter ist mit all seinen Ruheräumen eine wahrlich eigene Welt, die Erholung pur für den gesamten Thermentag erbringt. Im Wellness Spa Center hat man sich auf sämtliche Massagen und Behandlungen der neuesten Erkenntnisse nach Ayurveda und Thai spezialisiert. Auch Partnermassagen für romantische Liebespaare sind im Angebot. Wer einmal vom Alltag flüchten möchte, dem bietet das Sauna und Spa Center im Wellness Park Lasko eine ganz besondere Form der Erholung. Wer über einen Kurzurlaub hinaus in Lasko bleiben möchte, der findet wunderbare Anbindungen an eine völlig intakte Natur in einer Region der alten Untersteiermark.

Auskunft unter: [link] www.thermana.si

Infos erhalten Sie auch beim Slowenischen Tourismusbüro, Direktor Jan Ciglenecki, Opernring 1/R/4, 1010 Wien, Tel. 01/7154010 oder gegebenenfalls per E-Mail unter This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

 

 

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Findige Tourismusmanager sprechen von der „Smaragdstraße". Wegen der smaragdgrünen Farbe der Soca, einer der allerschönsten Flüsse der Welt, der mit seinem glasklaren Wasserlauf die Ortschaften Bovec (Flitsch), Kobarid (Karfreit) und Tolmin im äußersten Nordwesten Sloweniens verbindet. Wenn die Soca bei Goricia (Görz) ins Friaulische wandert, heißt das Gewässer Isonzo – geschichtsträchtig und wehmütig verbunden mit der größten Völkerschlacht des Ersten Weltkrieges. Die Geschichte verfolgt einen in dieser wunderschönen Region inmitten der Julischen Alpen nahezu in jeden Winkel. Der Lauf von Leben und Geschichte dreht sich hier mit dem Fließen der Soca, die türkisgrün soviel an Begeisterung und Lebensfreude liefert. Irgendwann kommt jeder Geschichtsinteressierte, jeder Angler, Kajak- und Raftingsportler in diese Gegend. Sozusagen als Belohnung für das Interesse rund um die Isonzoschlacht entpuppt sich speziell Kobarid als wahres Schlaraffenland für begeisterte Feinschmecker. Die Italiener, die anderswo alles andere als eine Pizza suchen, haben die feinen Adressen der Köstlichkeiten schon lange entdeckt. Schließlich ist die Verbindung von Tarvisio über den Predilpaß eine Sache von gut 45 Minuten. Dazu gibt es eine wunderbare Panoramafahrt vorbei an Bergseen, Wäldern und natürlich den historischen Wehranlagen aus der Zeit, als Italiener und Österreicher noch Feinde waren. Andere fahren entlang der Soca von Cormons und Goricia zum kulinarischen Abstecher nach Kobarid. Dem „Wunder von Karfreit", wie die Historiker die für die Italiener vernichtende zwöfte Isonzoschlacht im Spätherbst 1917 benennen, schließt sich seit Jahren das „Wunder von Kobarid" kulinarisch an. Kobarid ist als Städtchen mit knapp 1.300 Einwohnern buchstäblich ein Schlaraffenland. Ausgestattet mit getragenem, traditionellem Ambiente und mit einem Hauch von Mittelmeer und Italien.

In den kleinen Straßencafés vor der Kirche ist man von leichtlebigem und charmantem Flair umgeben. Plätze zum Verweilen, zum Sprechen und Nachdenken und zum Vergessen für den Zeitsinn – würde nicht die Kirchenuhr immer wieder den Zeitenlauf anschlagen und die Nachmittagssonne den Winkel der warmen Strahlen verändern. Man trinkt Espresso Restretto oder einen „Vino casa", einen Hauswein, rot oder weiß, aber von sehr guter Qualität. Die Italiener haben ihren speziellen Bezug zu Kobarid. Im Jahre 1915 besetzten sie das einstens als Karfreit benannte Städtchen. 1917 wurden sie hier vernichtend geschlagen. Von 1918 bis 1943 annektierten sie die Region und machten aus Karfreit Caporetto. Mussolini führte mit seinen Schwarzhemden ein beinhartes Regime. Das Sprechen der slowenischen Sprache war per Strafe verboten. Vergessen hat man von all der Geschichte nichts, doch mit dem einzigartigen Museum über die Isonzo- Schlachten wurde die Zeitgeschichte aufgearbeitet. Gerecht, emotionslos und menschlich sehr bedrückend. Als Ergebnis, daß es am Wege und Ende eines Krieges nur Opfer gibt.

In Kobarid hat man aus all dem gelernt, denn speziell die Italiener sind es, die seit Jahren wegen der kulinarischen Spezialitäten das Städtchen mit den klingenden gastronomischen Adressen Topli Val, Kotlar, Franko, Breza und Jazbec aufsuchen. Allesamt Restaurants einsamer Spitzenklasse, die hier ein Mekka der Feinschmecker bilden. Für die Übernächtigung bietet das Hotel Hvala direkt neben der Kirche die allerbeste Adresse. Das 1997 völlig renovierte Hotel hat in seinen 28 Zimmern 61 Betten (Doppelbettzimmer 75 Euro). Die Gastronomenfamilie Hvala war es auch im Jahr 1976, die den Grundstein für den heutigen kulinarischen Ruf von Kobarid legte. In ihrem Restaurant Topli Val fand die adriatische Fischspezialitätenküche ihren Einzug. Als Ergebnis der wunderbaren Gerichte und hochklassigen Weine wurde Kobarid sehr schnell zu einem Begriff für Essen und Trinken. Damit blühte das Gastronomische in Kobarid mit zusätzlichen Schlemmeradressen weiter auf. Wie etwa der Speisetempel Franko, der in jenem alten Gemäuer untergebracht ist, das im Ersten Weltkrieg als Lazarett der Italiener diente. Hier ließ sich in dieser Zeit Ernest Hemmingway zu seinem Roman „In einem fernen Land" inspirieren. Dann das Restaurant Kotlar mit seinen tollen Kreationen oder Breza und Jazbec mit einer Reihe von regionalen Köstlichkeiten. Das Restaurant Topli Val der Familie Hvala ist seit Jahren direkt im Hotel untergebracht. Dazu gibt es einen herrlichen Gastgarten für eindrucksvolle Gourmetnächte. Im Restaurant Topli Val der Familie Hvala wird täglich von 12.00 bis 23.00 Uhr gekocht. Nur am 24. Dezember ist geschlossen. Das wunderbare Angebot ist sehr adriatisch. Besonders attraktiv sind die Menüs (mit Weinbegleitung und Schnaps 45 Euro). Ziemlich alle großen Weine Sloweniens stehen im Angebot. Dolfo, Scurek, Simcic und Movia. Ein kulinarisches Erlebnis sind die Krebse, Muscheln, Pilze, Trüffeln, auf Vorbestellung die Soca-Forelle und die Dessert- Köstlichkeiten wie der wunderbare hausgemachte Kobarid-Strudel. Besonders empfehlenswert sind die im Tal der Soca Kobarid ist eine Hochburg der Feinschmecker.

Ales Hvala serviert im Topli Val einen gebratenen Steinbutt. Fotos: SOJ auf Eis servierten Muscheln und Meerestiere, Dattelmuscheln, Jakobsmuscheln, Bandnudeln mit Scampi, Limettensorbet, gebratener Steinbutt und Strudel mit Eis – perfekt und sehr persönlich serviert von Ales Hvala, dem Juniorchef. Im Restaurant Brezia der Franciska Petrica stehen neben den Fischgerichten regionale Schmankerl im Angebot. Karstschinken, Wildsalami, Tolminer Käse, geräucherte Entenbrust oder die hausgemachte, geräucherte Wurst. Weiters Wildgulasch, Hirschmedaillons und natürlich Muscheln, Fische, Scampi usw. Dazu gibt es wunderbare Weine, wie etwa den Teranton. Füllig, fruchtig und erdig wie der Refosko. Im Gegensatz zu sonstwo arbeiten die Gastronomen aus Kobarid zusammen. Man weiß, man zieht gemeinsam an einem Strick. Und es gehört halt ein wahrer Grund für die Gäste her, um in Tarvis und in Cormons auf der Straße ins slowenische Kobarid abzubiegen. Demnach bieten die fünf Top-Restaurants ihren Gästen ( ab zwölf Personen) einen kulinarischen Streifzug durch alle fünf Lokale. Im Klartext wird jeder Gang samt Wein jeweils in einem anderen Restaurant aufgetischt (50 Euro pro Teilnehmer).

Wer bei all den Köstlichkeiten in Kobarid zusätzlich auf ursprüngliche Kulinarik anspricht, sollte entlang dem Verlauf der Soca nach Tolmin fahren. Hier kommen Käsefans voll auf ihre Rechnung. Nicht etwa in einer Käsehandlung, sondern direkt beim Käsebauern wie bei Druzina Kavcic in Zatolmin 63 in Tolmin. Im Keller des Käsebauern reift der wunderbare Tolminer Käse. Geschmacklich ein wahrer Traum mit angenehmer milder und duftiger Würze nach den Almgräsern. Man spürt die frische, fette Bauernmilch von der Tolminer Alm. Die Milch, die täglich zu Käse verarbeitet wird, stammt von den 22 eigenen Kühen. Seit Generationen gibt es hier die gleiche Tradition bei der Käseerzeugung. Bis zu zwölf Liter dieser Milch gehen für ein Kilo Käse auf. Produziert wird der Käse in Drei-Kilo-Laiben. Nach zwei Monaten Reife schmeckt er duftig, nach fünf Jahren ist er wie ein ausgezeichneter Parmesan. Ein Kilo frisch gereifter Käse kostet sieben Euro. Dorthin sollte man eine Käseverkostung starten!

Auskünfte:

Slowenisches Tourismusbüro, Direktor Jan Ciglenicki, Opernring 1/R/4, 1010 Wien

Tel. 01/7154010, Fax 01/7138177

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Der Flug mit der einmotorigen Cessna von Graz über die wunderschöne und vielfältige Landschaft Sloweniens war ein Erlebnis. Viel zu schnell scheint man beim Ziel angekommen zu sein.

Portoroz ist das Ziel und der Pilot, DI Rudolf Haubenhofer, zieht vor der Landung seine Kreise über dem "Rosenhafen", wie die italienische Bezeichnung für Portoroz ist. Die Hügel des istrischen Hinterlandes umschließen Portoroz, das Meer und die Salinenanlagen. Im Anflug auf den Flughafen geht es haarscharf an der kroatischen Grenze vorbei, denn direkt neben den Salinen und dem Flughafen ist der Grenzbalken als Zeichen der Teilung der einstigen kommunistischen Republik Jugoslawien.

Portoroz ist ein anerkanntes Lieblingsziel für private Sportflieger für ein kurzes Wochenende mit Wasser, Sonne sowie hochklassigem Essen und Trinken. Die Mehrheit der Portoroz-Besucher kommt mit allerdings dem Auto oder mit dem Bus. Entweder über das Kanaltal und Triest oder über die Straßenverbindung über Slowenien und Laibach.

Portoroz ist das größte Seebad Sloweniens. Hinter der flachen Bucht mit seinem Sandstrand reihen sich Hotelbauten und Villen bis hinauf in die Hügel, die die Kurmetropole vor dem Nordwind abschotten.

Portoroz hat das ganze Jahr über Saison. Das milde Klima, die klare Luft, das Meerwasser und die Kurangebote sorgen auch im Winter für Gäste. In den modernen Hotelanlagen gibt es Schwimmbäder mit beheiztem Meerwasser. In den Thermen der Palace-Hotels praktiziert man eine über 700 jährige Kurmethode mit Sole und Salinenschlamm. Dazu Elektrotherapie, Massagen und Akupunktur. Speziell ausgerichtet auf ein Schönheitsprogramm für die Damen der Schöpfung. Als Kurziele sind Entschlackung und Abnehmen angegeben.

Wer bei den Verführungen der großartigen istrischen Küche in den Tagen der Kur sein Abnahmeziel nicht ganz erreichen sollte, der hat zumindest sehr viel für die Seele, den Körper und die Haut getan. Denn der wohlige Heilschlamm und das angenehme Meerwasser umschmeicheln den streßgeplagten Körper. Neue Energie und Lebensfreude sind das unbestrittene Ergebnis einiger Tage in Portoroz.

Breitgefächert stellt sich die Promenade mit dem großen Sandstrand dar. Um diese Strandbreite zu erreichen, wurden ehemals riesige Mengen an Sand herangekarrt und hier aufgeschüttet. Die mühselige Aktion hat sich gelohnt. An der Promenade wachsen Zypressen, Rosmarin, Lorbeer und Palmen.

An der Straße stehen die Hotelanlagen. Allesamt fast Hoteltempel der höchsten internationalen Luxuskategorie. Schon unter Tito hatte man den internationalen Stellenwert von Portoroz in Sachen Tourismus erkannt und demnach gar Amerikaner und Japaner eingeladen, hier Hotelprojekte zu verwirklichen. So spielen die Angebote der einzelnen Hotels wahrlich alle Stückerln und übertreffen vielfach westliche Vorstellungen von standardisierten Luxuskategorien.

Mondän, das war Portoroz schon im 19. Jahrhundert. 1885 wurde auf Anregung des Piraner Arztes Dr. Lugnano hier eine Kuranstalt errichtet. Die Welt war damals noch anders. Niemand ahnte etwas von Sarajewo, Hitler, Stalin und Tito. Portoroz war ein Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie und die Damen und Herren der Gesellschaft, des Adels, der Beamtenschaft und die feschen Leutnants prägten das Bild der täglichen und nächtlichen Abläufe. Der Kuraufenthalt war ein gesellschaftlicher Faktor und die Kur selbst schien in vielen Fällen nahezu nebensächlich zu sein. Mondän sollte so ein Kurort halt sein.

Wie mondän Portoroz war, läßt insbesondere das Palace-Hotel erahnen. Direkt im Zentrum an der Promenade steht dieser Prachtbau einer Hotelanlage. Ein faszinierendes Prunkstück und Aushängeschild von Portoroz. Leider ist das Hotel seit etlichen Jahren geschlossen, die Fenster und Türen sind mit Brettern verschlossen. Das Palace-Hotel wurde 1911 eröffnet. Damals ein Luxushotel der ersten Kategorie. Riesig und in sich doch überschaubar, denn die Herrschaften brauchten in ihren Etablissements ja auch entsprechend Platz. Es war die Zeit neuer Dimensionen, die Zeit des Geldadels. Ein Jahr später stach damals die Titanic als bislang größtes Passagierschiff in See und versank in 4.000 Meter Tiefe im Nordatlantik. Das Palace-Hotel in Portoroz steht noch in voller Würde seiner Zeit und wartet darauf, aus dem Dornröschenschlaf herausgeküßt zu werden.

Im Portoroz des Jahres 1913 wurde in der altehrwürdigen Villa San Lorenzo erstmals auch ein Casino installiert. Wie auch sonst überall, lehnte man in Portoroz die Verbindungen des Glücksspieles an den Kurtourismus an. Der Lauf der Roulettekugel verursachte eine schier magische Anziehung auf die Herren der Gesellschaft. Speziell die Offiziere spielten um Ehre, Leben und Existenz wie als Ersatz fehlender Schlachten oder Kriege. Ein Jahr später, 1914, war durch Sarajewo sowieso wieder alles anders. Das Casino von Portoroz ist heute im attraktiven Grand Hotel Metropol untergebracht.

Hinsichtlich der Gesundheit war die Bucht von Portoroz bereits im 13. Jahrhundert eine Art Kurort. Die Benedektiner Mönche hatten hier ihr Kloster San Laurentius und kurierten besonders rheumatische und auch "wassersüchtige" Kranke mit Hilfe von konzentriertem Meerwasser, eben mit Sole und mit Schlamm aus der Saline. Die Gewinnung von Salz und der Salzhandel war über Jahrhunderte der Grundstein für den Reichtum der Region Piran-Portoroz. Bei den Salzarbeitern war diese Heilmethode mit Sole längstens bekannt gewesen.

So kamen schon damals die hilfesuchenden Menschen in die Bucht von Portoroz, um eine Linderung ihrer Leiden zu erfahren. Die Salinen gibt es noch heute in der Bucht, und Berge von Salz verweisen auf die ehemals wirtschaftliche Bedeutung dieses Minerals für Portoroz.

Was Essen und Trinken angeht, wird in den Hotelrestaurants von Portoroz recht delikat gekocht. Wir wollten es ein wenig rustikaler und ursprünglicher. Nahe der Salinen, hart an der Grenze zu Kroatien, ist die "Gostilna Ribic". Frische Langustinos vom Grill entzückten ebenso wie die Miesmuscheln, die in solcher Qualität und Größe schwerlich sonstwo auf die Teller kommen. Das Rätsel löste der nette Kellner. Die Muscheln stammen von den Muschelbänken aus nächster Nähe bei Strunjan. Auch die Weine der Gegend wie der Refosko mundeten zum Käse vorzüglich. Das Olivenöl hat eine besonders pikante und vollfruchtige Struktur. Auch hier gab der Kellner Auskunft.

Das Öl stammt direkt aus Portoroz. Unglaublich, würde man meinen. Schließlich wachsen Olivenbäume nur in völlig frostsicheren Gegenden. Das ist auch die Bestätigung des "Klimawunders" von Portoroz. Seit Gedenken wachsen an den Hängen der Bucht von Portoroz Oliven- und auch Mandelbäume. Im Lauf der ganzen Jahrhunderte weiß man über wenige frostige Zeiten zu berichten, denn die sind in Portoroz absolute Ausnahme.

Auskünfte:

Slowenisches Tourismusbüro

Dir. Jan Ciglenicki

Hilton Center

Landstrasser Hauptstraße 2

1030 Wien

Tel. 01/7154010

Fax 01/ 7138177

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Rogaska Slatina, das einstige Rohitsch Sauerbrunn in der Monarchie ist ein Füllhorn der Überraschungen. Also nahm ich von dieser kurzen Reportagen-Reise so viel an Informationen mit, daß ich diesem wunderbaren Kurort in Slowenien eine weitere Reportage widmen muß. Alles, wirklich alles dreht sich hier um "Slatina", die Quelle. Von den Kuranwendungen bishin zur weltberühmten Donat- Quelle, den Thermen bislang zur Glasfabrik. Das Produkt der Köhler, die Holzkohle war es dann auch in der Vergangenheit, daß sich in Rogaska Slatina eine der weltweit angesehensten Glasproduktionen entwickeln konnte. Trotz aller Leistungen selbst allerdings nicht wirklich bekannt. Denn die Glasfabrik CRYSTAL Rogaska hat sich seit ihrer Gründung im Jahre 1927 zu gut 90 Prozent auf den Export der hochklassigen Glasprodukte eingerichtet. Wunderschöne Gläser, die nicht unter dem Namen CRYSTAL, sondern weltweit als Produkte der Lohn- und Auftragsarbeit unter ganz anderen Marken höchste Anerkennung finden konnten. Die schönsten Gläser dieser Welt könnten vielfach somit ihren Ursprung in Rogaska Slatina gefunden haben. Zum Großteil seit vielen Jahren in den USA, aber auch als die "wahren Produzenten" einiger europäischer Glasfirmen. Es sind speziell die allerbesten Gläser der weltweiten Glasanbieter, die hier in der Glasfabrik seit Jahren produziert werden. Und es sind dies vorrangig die hier von den Glasbläsern mundgeblasenen Gläser. Welch toller Unterschied liegt da zwischen der normalen Maschinenware und den mundgeblasenen Spitzenprodukten? Die Handarbeit- Gläser kann man mit Leichtigkeit zum Vibrieren bringen, wobei die Maschinengläser "starr wie Soldaten" dastehen. Was die Qualität der vielfältigen Weingläser angeht, so hat man hier eine spezielle Rezeptur für die Politur. Eine Politur, die sogar dem "Schrecken aller Gläser", dem Grauschleier durch die Waschgänge in den Geschirrspülern, ganz vehement zu trotzen vermag.

In der Glasfabrik CRYSTALwerden an die 1200 verschiedene Glasartikel hergestellt. Von der breiten Palette der weltweit in Auftrag gegeben "Lohngläser" bishin zu Vasen, Schalen und alle Arten von Weingläsern der eigenen Marke CRYSTAL. Erhältlich in bester Qualität und zu sensationell günstigen Preisen im Verkaufs-Shop der Glasfabrik. Eine zweite Wahl-Qualität kommt bei CRYSTAL nicht über den Ladentisch. So war es auch klar, daß der berühmte Glaspokal für die Auszeichnung "Sportler des Jahres" an Michael Schumacher in Rogaska Slatina gefertigt wurde. Das Duplikat dieses Pokales kann man hier bewundern. Trotz aller Qualitäts-Höhenflüge in der Glasfabrik ist man hier augenblicklich nicht in Jubelstimmung. Schuld daran ist der allzu schwache US-Dollar. Durch dieses Handicap ist diese extrem vom Export abhängige Glasfabrik in wirtschaftlicher Sicht nicht auf Rosen gebettet. Als Folge mußte nun der Mitarbeiterstand von ehemals 2200 auf derzeit 1300 herabgesetzt werden. Betroffen davon sind nicht nur Slowenen, sondern sehr viele Kroaten, die bislang im grenznahen Rogaska Slatina einen gut bezahlten Job finden konnten. Die Glasfabrik CRYSTAL ist seit der Gründung Sloweniens eine AG und steht zu 82 Prozent im Eigentum der Mitarbeiter. CRYSTAL wird wohl in der nächsten Zeit vermehrt mit eigenen Design-Produkten der höchsten Glaskunst auf den Markt kommen. Jedenfalls ein Riesenerlebnis, diese Visite in der Glasfabrik. Eine wahrlich große Überraschung! Die nächste Überraschung bietet dann das Hotel Sava. Hier wurde im neu errichteten Wellnessbereich gleichsam ein Zentrum der gut 4000 Jahre alten Ajurveda-Massagen eingerichtet. Nach den drei Kategorien (Doshas) werden hier die Gäste in die Behandlungsformen Vata, Pitta und Kapha eingestuft. Nach diesen Konstellationskriterien werden hier diese stressbefreienden Ajurveda-Massagen verabreicht. Als innere Reinigung des Körpers, als Energiebündelung oder auch als Ausgleich überschüssiger Energie in bestimmten Körperbereichen. Massagen, die schwerpunktmäßig von den Füssen bis zum Kopf geführt werden. Dazu werden spezielle Öle angewendet. Nach der Behandlung fühlt man sich nicht nur wie eine "Ölsardine", sondern auch quicklebendig wie ein "Fisch im Wasser". Dieses Ajurveda-Zentrum bietet natürlich auch alle Arten medizinischer Handmassagen, Reflexzonenmassage, Lymphdrainage, Tui-na, Tai und Shiatsu-Massagen. Zusätzlich Aromatherapie und eine "Schule der Meditation" für eine totale psychische Entspannung.

Das Hotel Sava bietet im Rahmen des Wellness- Angebotes ein Hallenbad, Whirlpool, Sauna und Tepidarium. In nächster Zeit wird auch das Angebot der Speisen um spezielle Ajurveda-Spezialitäten erweitert. Wer allerdings gesundheitliche Probleme mit Sodbrennen, Gastritis, Darmbeschwerden, Galle und Bauchspeicheldrüse hat, der kann im großangelegten Medizinischen Zentrum seine Heilung finden. Mit vorrangig speziellen Kuranwendung mit dem einzigartigen Donat- Heilwasser. Zusätzlich gibt es breitgefächerte Kurpakete als Magnesium- Kur und ein Diät-, Gastro-, Energyprogramm. Wer Körpergewicht oder auch Cellulitis verlieren möchte, der kann dies hier unter ärztlicher Betreuung machen. Die Kurgramme beinhalten ärztliche Untersuchungen und diverse Anwendungen bishin zu den entsprechenden Massagen. Als es noch Jugoslawien gab, da kurierten sich gut 20.000 Menschen monatlich von Sarajewo bis Murska Sobota im traditionellen Kurort, der im Zeichen des sagenumwobenen Pegasus, des geflügelten Pferdes, steht. Jetzt fehlt all diese "Kundschaft", die wie von selbst Rogaska Slatina bevölkerte. Jetzt sind es mittlerweile gut 2000 Kurgäste, die hier monatlich nach Heilung und Linderung suchen. Mit mehr veranschaulichter Qualität drängt nun Rogaska Slatina auf der Suche nach neuen Gästen in den "Westen". Und den dortigen Investoren ist es mittlerweile sonnenklar, daß nur mehr über höchste Qualität und einem gesunden Preis-Leistungsverhältnis die Zukunft zu erkämpfen ist. In diesem Sinne soll auch die Bettenkapazität innerhalb der nächsten zehn Jahre von nunmehr 1200 auf 3000 angehoben werden. Was das Kulinarische angeht, so bietet die Region Rogaska Slatina nicht allein nur "Gesundes", sondern auch deftige Schmankerln. Ein Geheimtip dafür ist die "Gotrisce Jutrisa" in Rogatec. Empfehlenswert: Strudeln, Pilzsuppe im Brot serviert, gebratene Blutwürste samt Rüben und Grammeln oder ein wunderbares Pferdesteak mit Kartoffeln.

Nähere Auskünfte:

Slowenisches Tourismusbüro

Direktor Jan Ciglenicki

Opernring 1/R/4

1010 Wien

Tel. 01/7154010

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Das auch in Österreich erhältliche "Donat-Heilwasser" kenne ich doch schon einige Zeit. Ich wußte auch, daß in Rogaska Slatina Gläser hergestellt werden. Und daß dieses Rogaska Slatina in der einstigen Blüte seiner Geschichte zum Treffpunkt des Hochadels der einstigen Monarchie auserkoren war. So, wie etwa Karlsbad im Böhmischen. Und so machte ich mich auf den Weg nach Rogaska Slatina. Um eben das zu erkunden, was die Menschen über die Jahrzehnte dorthin gezogen hat. Der Weg aus der Steiermark nach Rogaska Slatina ist einfach und kurz. Man merke sich Spielfeld, Marburg, dann die Autobahn Richtung Ljubljana und die Abfahrt von Slovenski Bistrice. Dann sind es noch an die 40 Kilometer Landstraße. Sozusagen ein Trip. Wenngleich auch das nebelverhangene Januarwetter vieles vom neuen Glanz der alten Hotelbauten verschleiert, so bringt dieser Eindruck die Gedanken an die Nostalgie erst recht zum Vorschein. Hier, rund um Grand Hotel und Hotel Soccia suchte und fand der arme und fesche Herr Leutnant das Gehör einer Dame. Hier wurde gespielt, getanzt und duelliert. Wegen Schulden, Beleidigungen aber viel mehr noch wegen einer wunderschönen Frau. Die halt immer einem anderem gehörte. Das ewige Thema um Leid, Liebe und Tod. Rogaska Slatina war in jenen historischen Jahren Herz, Seele und Esprit der Monarchie. Ort der Kurschatten, der heißblütigen Liebhaber und der eifersüchtigen Ehemänner.

Und der Ursprung von allem ist das Wasser und seine Quelle. Slatina heißt Quelle. Also Ort an der Quelle. Dieses Wasser, dieser "Sauerbrunn", wie man Donat in der Monarchie bezeichnete, ist ein Weltwunder unter all den heilenden Wassersorten auf dieser Erde. Nach der Sage hat das geflügelte Pferd Pegasus gerade dort seinen Huf angesetzt, wo dann die Quelle hervortreten sollte. In der Antike war das Wasser schon bekannt. Erst 1572 veröffentlichte dann ein gewisser Leonhard Thurneysser in Frankfurt/Oder die erste Wasseranalyse vom Heilwasser Donat. Dieses Donat ist mit seinen 13 Gramm an trockener Substanz pro Liter ein wahrlich einzigartiges Mineralwasser. Davon fallen allein 1070 Milligramm auf Magnesium ab. Der menschliche Organismus benötigt täglich zwischen 300 und 500 Milligramm an den lebensnot- wendigem Magnesium. Und es ist Tatsache, daß allzu viele Erdenbürger an den zahlreichen Folgen von permanentem Magnesiummangel leiden. Mit einer Menge von 0,4 Liter Donat, also einigen "Stamperln" täglich kann man den Magnesiummangel ausradieren. Zusätzlich hilft das Donat dank seiner Mineralisierung bei Herz- und Kreislauferkrankungen und bei Beschwerden von Leber, Galle, Bauchspeicheldrüse, Niere, Nervensystem und Magen. Zudem wirkt es bei Zuckerkrankheit, hohem Blutdruck, Magenbrennen, Verdauungsstörungen und Verstopfung. Nun, was wirklich hilft, das hat noch niemals gut geschmeckt. So ist das Donat nach seinem Geschmack auch nicht unter die "Schmankerl-Wasser" einzuordnen. Aber schon bei einer stinknormalen Verstopfung ist die außerordentliche Kraft des Wassers sehr schnell und spürbar bemerkbar. Das sollte man auch vor dem Genuß beachten.

So ist es nicht verwunderlich, daß dieses heilende Wasser schon im 17. Jahrhundert von vielen Ärzten als Heilmittel empfohlen wurde. Speziell am Wiener Hofe, wo Gicht, Verstopfung und Leberleiden die adeligen Menschen vorrangig plagten, wurde das heutige Rogaska Slatina sehr bald zu einem Ort aller Linderungen. Im Übermaß zu essen und besonders zu trinken, das zeichnet irgendwann einmal auch schmerzhafte Spuren in der Gesundheit des Menschen. Heute sind es die wodkageeichten Russen der reicheren Schichten, die hier Galle und Leber kurieren. Nach dem Motto: "14 Tage Donat, dafür wieder ein Jahr Stolichnaya!" Doch die superreichen Russen, die per Linienflug Moskau- Laibach nach Rogaska Slatina kommen, sind eine Minderheit gegenüber den Italienern, die hier nahezu allesamt Stammgäste sind. "Essen, schlafen, erholen, gesunden und parlare mezza notte (auf deutsch: reden bis Mitternacht) entspricht so der Mentalität unserer südlichen Nachbarn. Aber die vielen Italiener sind auch der Gradmesser für beste Küche mit frischen Fischen, bestem Fleisch, Salaten, gereiftem Käse und "Dolce". Die Restaurants der Hotels in Rogaska Slatina haben sich auf gehobene Ansprüche eingestellt. Natürlich sind es dann auch Österreicher, Slowenen und Kroaten, die hier gesunde Erholung suchen. Das Hotel für meinen Aufenthalt sollte das Grand Hotel Sava sein. Einstens mit vier Sternen bedacht, die durch behutsame Renovierungen wieder langsam aktualisiert werden. Die einstige Nobel-Therme Rogaska Slatina hatte nach dem Zusammenbruch von Yugoslawien über Jahre seine Not.

Der bislang planwirtschaftlich gesteuerte Gesundheitstourismus aus dem einheitlichen Staat Yugoslawien war über Nacht Vergangenheit. Ganz Rogaska Slatina war damals Anfang der 90er Jahre ein Haufen renovierbedürftiger Hotels. Über die Jahre blockierten die Banken jeglichen Elan in der Edel-Therme. Schließlich wollte man mit Rendite, sozusagen im "Bausch und Bogen" ganz Rogaska Slatina an einen einzigen Investor anbringen. Dieses Objekt der Begierde der Banken sollte aber nicht auftauchen. Dafür richtete diese Begehrlichkeit über die Jahre für Rogaska Slatina großen Schaden an. Investitionen, Renovierungen oder gar Werbemaßnahmen waren gestrichen. Dafür schrumpften die Gästezahlen. Trotz dieser einzigartigen Donat-Quelle. Gerade noch vor der wirtschaftlichen Katastrophe konnten sich die Bank- Menschen von ihrem Hirngespinst befreien und boten einzelne Hotel- Objekte privaten Investoren für den Ankauf an. So wurde ich im Hotel Slatina nicht nur vom Marketing- Manager Ales Topolsek, sondern auch von Company Manager Dipl. Ing. Stane Psenicnik empfangen. Stane Psenicnik ist in seinem Beruf ein erfolgreicher Fruchtsafterzeuger. Einer, der in den Jahren nach dem Kommunismus wirtschaftliche Initiativen setzen konnte. Somit einer der Retter von Rogaska Slatina. Er ist Investor und Besitzer des Grand Hotel Sava und des angeschlossenen Hotels Zagreb. Schließlich haben die privaten Investoren seit 1997 an die 50 Mill. EURO in die Hotels von Rogaska Slatina investiert. Eine Riesensumme, die Rogaska Slatina wieder den Glanz auf der Krone aufpoliert. Im mittlerweile wunderschön restaurierten Grand Park Hotel ist ein Baumeister nunmehr der Besitzer. Einzig, das Hotel Soccia, ein besonderer Prunkbau steht noch leer und wartet auf bessere Zeiten. Dieses ganz besondere Hotel gehört der Glasfabrik und steht zum Verkauf um zwei Millionen EURO zur Verfdügung. Im Soccia logierten einst Gäste wie Kaiser Franz Joseph, Franz Liszt und viele andere Persönlichkeiten. aus anderen Zeiten. Wetten, auch für das Soccia wird sich wohl noch ein Investor finden!

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Wie aus dem Dornröschenschlaf, so erwachte in den letzten Jahren diese wunderbare Stadt. Eine Stadt, deren Gemäuer älter denn sonstwo, immer Metropole im Schnittpunkt der Wege war. Heute, am „Vorabend" zur EU-Osterweiterung liegt diese Stadt an der wichtigen Verbindungsstraße zur kroatischen Hauptstadt Zagreb.

Man nennt diese Stadt Ptuj. Früher hieß sie auch mal Pettau. Hinter jeder Hausmauer, nahezu hinter jedem Stein liegt Geschichte. Bis zurück zu den Kelten, Slawen und Römern. Viel, viel später, am 27. Juni 1862, wurde hier auch Johann Puch, der Gründer der Grazer Puch-Werke geboren.

Johann Puch startete seine Karriere im Jahr 1889 sodann in Graz als Mechaniker mit dem Bau von Fahrrädern. Und zwar mit Niederrädern mit Hinterradantrieb. Die 1899 gegründete „J. P. - Erste stmk. Fahrrad-Fabriks-AG", deren Generaldirektor er bis 1912 war, erzeugte auch Automobile und Motorräder und war im Ersten Weltkrieg Heereslieferant. Johann Puch verstarb am 19. Juli 1914 in Zagreb.

Doch zurück zu Ptuj. Es gibt kaum anderswo eine mittelalterliche Stadt, die von intakter Naturlandschaft derart umgeben ist. Malerisch umspannen die Weinberge in den Windischen Büheln (Slovenske gorice) und Haloze die Ansicht dieser Stadt an der Drau. Bis in eine Höhe von 461 Metern erheben sich die Weinhügel der Haloze mit dem Weinberg „Janski vrh".

Der Weinbau rund um Ptuj reicht bis in die Römerzeit zurück. Mit der Ansiedelung der Dominikaner und der Minoriten in Ptuj erreichte der Weinbau neue Formen. Die Minoriten-Mönche waren es, die Weinbau und Weinkellereiwirtschaft im großen Stil betrieben. Unendlich lange Gänge und verzweigte Stollen unterhalb der Stadt bilden den riesigen Weinkeller, der im Laufe der Jahrhunderte errichtet wurde.

Während des Zweiten Weltkrieges ließ der bekannte Weinhändler Josef Ornig einen Großteil des Kellers mitsamt der dort gelagerten alten Weine zumauern. Nach Kriegsende wurde der Weinkeller wieder geöffnet und präsentiert seither wunderbare Altweine in den von 8 bis 12 Grad temperierten feuchten Gewölben.

Umgeben von Kellerschimmel und Spinnweben zeigen sich Weine, wie „Zlatra trta" (Goldener Rebstock) 1917, Grüner Silvaner 1919, Sauvignon Blanc 1921, Rheinriesling 1926, Sipon (Furmint) 1927, Traminer 1929, Welschriesling 1933, Rheinriesling 1935 usw. In den Gewölben reifen und altern gut 450.000 Flaschen edelster Qualität. Um die Qualität über so viele Jahre zu halten, werden die Flaschen in bestimmten Abständen neu verkorkt. Schließlich sind die nahezu öligen Altweine ein sehr beliebtes und je nach Jahrgang und Sorte ein beliebtes Mitbringsel der Weinkellerbesucher.

Über 10.000 Gäste und Weinfreunde besuchen jährlich diesen einzigartigen Weinkeller mit Eingang in der Vinarski trg 1. Das Besichtigungsprogramm beinhaltet eine Kellerführung, Multivisioinsschau, die Verkostung von fünf Weinen und eine Flasche zum Mitnehmen. Preis pro Person 6,70 Euro ab elf Teilnehmer und 8 Euro bis elf Teilnehmer). Voranmeldung bei Kellermeister Boris Zajko unter 00386/41394896 und E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

Im Weinkeller und in den Restaurants und Gasthäusern findet der „Halozan" besten Absatz. Dabei handelt es sich um einen gemischten Satz aus den Rebsorten Sipon, Welschriesling, Müller Thurgau, Weißburgunder, Sauvignon Blanc und Riesling.

Was das Essen angeht, gibt es hier zahlreiche Restaurants und Buschenschenken. Direkt an der Drau im Restaurant Ribic findet man viele Gäste aus der Steiermark. Hier dominieren Fischgerichte. Kein Wunder, das Ufer der Drau ist nur einen Steinwurf entfernt.

Die alten Gassen, die Steine und Gedenkstätten versetzen den Besucher in eine „geistige Straßenbahnfahrt" weit zurück in die Geschichte. Schon in der jüngeren Steinzeit lebten hier Menschen. In der jüngeren Eisenzeit waren es dann die Kelten, die hier ihre Kultur festigten. Im letzten vorchristlichen Jahrhundert bildeten die Römer mit der Gründung von Poetovio den Beginn einer gewaltigen Siedlung. In den geschichtlichen Schreiben des Tacitus fand Poetovio mehrmals Erwähnung als Zoll- und Militärstützpunkt für Westpannonien. Des Kaisers Beamte, Soldaten und für den Zoll abgestellte Sklaven huldigten in Poedovio den Mithrasglauben. Die von den persischen Sonnengöttern abgeleiteten Gottheiten erhielten in Poedovio verschiedene Weihsteine und Tempel. Bis zum 3. Jahrhundert nach Christus erhielt die Stadt ihre größte Ausdehnung.

Im Jahr 450 wurde die Stadt von den Hunnen niedergebrannt. 570 siedelten sich die Awaren und Slawen an. Mit der Zerstörung des Awarenstaates kam im 8. Jahrhundert das gesamte Draugebiet unter die Herrschaft der Franken. Pettau glitt schrittweise in den Machtbereich der Salzburger Erzbischöfe. Im Jahre 900 besetzten die Ungarn für 70 Jahre die Stadt. Nach der Vertreibung der Ungarn entwickelte sich der Ausbau der mittelalterlichen Stadt. Unter der Herrschaft der Habsburger und dem mit Wien gleichsam festgesetzten Lagerrecht für den Transport der Waren erzielte Pettau einen ungeheuren Aufschwung bis 1511. Mit den Türkenkriegen, Seuchen, Großbränden und einer verfehlten Finanzpolitik rutschte Pettau vom Status der mächtigen Handelsstadt in die Rolle eines Provinzstädchens. Im 19. Jahrhundert gab es wieder wirtschaftliche Impulse und Erfolge und eine verstärkte deutsche Ansiedelung. Im Jahre 1910 gaben nur mehr 14 Prozent der Bevölkerung Slowenisch als Umgangssprache an. 1918, 1939 und 1945 wurde im Lauf der Geschichte die Spirale der Gewalt jeweils gegen Sieger und Besiegten gedreht.

Ein absolutes Muß für jeden Besucher von Ptuj ist das alles überragende Schloß Ober-Pettau, das, sehr schön restauriert, zu Führungen einlädt. In der langen Reihe der einstigen Besitzer dieses burgähnlichen Schloßes scheinen die Salzburger Erzbischöfe, die Pettauer Herren, die Ungarn, Kaiser Maximilian, die Eggenberger, die Grafen von Thannhausen, die Jesuiten von Zagreb, Familie Dietrichstein und Theresia von Herberstein auf. Bis Ende des Zweiten Weltkrieges verblieb das Schloß im Besitz der Herbersteins, die darin mit dem Aufbau einer Museumssammlung begonnen hatten. Heute dient das Schloß als Landesmuseum. Ein weiteres Muß ist der Besuch des Minoritenklosters samt Minoritenkirche und Dominikanerklosters, des Stadtturms, der Kirche des Hl. Georg und des „kleinen Schlosses".

Unweit all der Geschichte zeigt sich Ptuj auch als Thermalzentrum. Mit dem Thermalwasser gegen rheumatische Erkrankungen und auch Erkrankungen des peripheren Nervensystems punktet die modern ausgestattete „Terme Ptuj" bei den Individualgästen.

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Ich habe einen sehr guten Freund in Ptuj: Jan Ciglenicki, den Tourismusdirektor Sloweniens in Wien. Mit ihm gemeinsam durchstreifte ich an einem sommerlichen Samstag seine wunderbare Heimatstadt. Zuvor über die etwas kurvige Strecke Mureck- Lenart gut 40 Minuten von Österreich entfernt. Sozusagen ein Katzensprung zu einer der allerschönsten Städte Mitteleuropas. Das Mittelalter bishin zu den barocken Bauten prägt die gesamte Erscheinung in einer einheitlichen und harmonischen Form. Eine einzigartige Stadt, die unter dem Namen Pettau in der Untersteiermark einmal zur Gänze deutsch war. Doch nahezu 2000 Jahre das Rad der Geschichte weiter zurückgedreht, waren es die Römer, die das damalige Poetovio als große Siedlung Roms errichtet hatten. Man pflegte hier eine religiöse Eigenart, den speziell in Poetovio ausgeprägten Mithras-Kult. Der Anbetung des Sonnengottes aus dem östlich- persischen Religionskreis hatte man sich hier in Poetovio verschrieben. Zahlreiche Votivsteine für die dem Sonnengott geweihten Gelübde, konnten über die Epochen der Geschichte erhalten bleiben. Für den Archäologen und Geschichts- Interessierten ist diese Stadt von Poetovio über Pettau bis zu Ptuj ein einmaliges lebendes Geschichtswerk. Der Stadtrundgang im östlichen Bereich von Ptuj startet naturgemäß beim Minoritenkloster, das 1280 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Vor dem Bau des Klosters war hier der mittelalterliche Rindermarkt direkt an Drau und Stadtmauer. Besonders interessant ist die Klosterbibliothek mit gut 5000 Büchern. Den Minoriten war es auch gelungen, der „Josephinischen Ordensreform" zu entgehen. Demnach wurden im Kaiserreich die allermeisten Ordensklöster geschlossen. Entgehen konnte das Kloster nach den Zerstörungen des II. Weltkrieges allerdings nicht der atheistischen Tendenz der kommunistischen Regierung Yugoslawiens. Demnach wurde in das Kirchenschiff ein Postamt baulich eingebunden. Die Wunden dieser gottkränkenden Bautätigkeit sind auch nach der Entfernung des Postamtes immer noch sichtbar. Die Kirche hat seither auch keine Bänke. Aber für die Gläubigen tun es wahrlich Stühle auch. Der Spaziergang durch das restaurierte und farbenfrohe Ptuj ist auch ein Seelentrip. Jedes Haus, jede Fassade, ja auch jeder Stein des Kopfsteinpflasters weiß hier viele, ja unzählige Geschichten zu vermelden. Schräg vis a vis vom Standesamt eines der vielen Straßencafes.

Der Samstag in Ptuj erbringt Hochzeiten im Takt. Rund um jede Hochzeitsgruppe Überportionen von Fröhlichkeit und Musikanten mit Klarinetten. Der Ristretto im Cafe schmeckt nahezu besser als in Italien. Also somit auch genug Kraft für das römische Ptuj, das antike Poetovio getankt. Im Povoden-Museum findet man das alte Rom. Wie es vor gut 2000 Jahren in Ptuj lebte, liebte, kämpfte und auch starb. Sehenswürdig auch das Orpheusdenkmal, ein mittelalterlicher Prangerstein, der Jahrhunderte zuvor in der römischen Zeit der Grabstein des Marcus Valerius Verus war. Einstens römischer Bürgermeister in Poetovio. Im Museum selbst findet man für „steirische Verhältnisse" einzigartige römische Lebenszeichen in Stein gemeißelt. Durch die engen, sauberen Gassen geht es zur Burg. Eine Burg, die über das ganze Jahr beleuchtet, nahezu von der Grenze zu Kroatien sichtbar als Lichtpunkt aufscheint. Die Burg liegt auf den letzen Ausläufern der sogenannten „Windischen Büheln" über der Stadt. Somit auch „Schloß Ober Pettau" genannt. Bis Ende des II. Weltkrieges gehörte „Schloß Ober Pettau" somit zu den Anwesen der Herbersteins. Heute ist in dem interessanten Gemäuer das Landesmuseum untergebracht. Neben all der Architektur und den Ausstellungsstücken finden hier die Besucher besonders die ausgestellten Faschingsfiguren sehr interessant. „Kurent" wird das dämonische Wesen genannt. In der mächtigen Fell-Verkleidung wirkt so ein Kurent wie der alpenländische Krampus. Doch ist in seiner Funktion eher der heidnische Brauch des Vertreibens des Winters und die Erhaltung von Gesundheit und Fruchtbarkeit verankert. Solche dämonischen Wesen sind in den Faschingsumzügen von Ptuj sehr aktiv unterwegs. Die „Erholung" nach dem historischen „Seelen-Spaziergang" durch die historischen Zeitzonen dieser wunderbaren Stadt erbringt eine Besichtigung des riesigen Weinkellers, der in einer ungeheuren Dimension sich durch ein Netz von Gängen unter der Stadt dem Besucher präsentiert.

750 Jahre Weingeschichte prägt den gewaltigen Weinanbau in der „Haloze"- Hügellandschaft rum um Ptuj. Neben der Verkostung zahlreicher Jahresweine, werden hier auch sehr alte Weine in Folge in den Jahrgängen ab 1919 angeboten. Nächster Treff das Hotel Mitra. Benannt nach dem römischen Gott Mitra, dessen römischer Tempel einstens hier an der Stelle des Hotels stand. Im dem wunderbar renovierten 3- Sterne-Hotel spiegelt sich der Glanz und der Stil des historischen Ptuj. Im Jahre 1786 war in dem Gebäude das erste Kaffeehaus samt eigener Rösterei untergebracht. Der kulinarische Treff in der „Gostilna" Ribic direkt am Ufer der Drau gehört zum „Ptuj-Programm". Ein herrlich gestaltetes Restaurant in historischen Mauern samt wunderbarer Terrasse direkt am Ufer der Drau. Hier dominieren Fischspezialitäten in hervorragender Qualität. Weiters regionale Spezialitäten aus Wald und Feld. Unter den weiteren Angeboten dieser Stadt fasziniert der 18 Loch-Golfplatz. Mehrmals als bester Golfplatz Sloweniens ausgezeichnet. Eine Besonderheit ist auch die Terme Ptuj. Eine Familien-Therme mit freizügigen Erlebnisbecken und Wellness- Einrichtungen. Insgesamt 12 Thermalwasserbecken mit einer Wasserfläche von 4.200 m2. Aus drei Quellen sprudelt das Thermalwasser aus einer Tiefe von bis zu 1590 Metern. Auf dem riesigen Areal rund um die Therme gibt es einen Campingplatz, Bungalows und eine Appartementanlage mit 56 Appartements. Funkelnagelneu ist hier das viersternige Grand Hotel Primus. Genannt nach Marc Antonius Primus aus der römischen Vergangenheit dieser Stadt. Mit seinen 75 Zimmern und drei Appartements präsentiert das neue Hotel Gemütlichkeit und Luxus. Zahlreiche Elemente des Baues lehnen sich bewußt an das alte „Römische" an. Auskünfte erteilt jederzeit: Slowenisches Tourismusbüro, Direktor Jan Ciglenicki, Opernring 1/R/4, 1010 Wien, Tel. 01/7154010, This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

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Rund um die Therme laden blitzsaubere Appartementhäuser zum Urlauben ein

In Spielfeld, an der Grenze zu Slowenien, staut sich der Transitverkehr, denn Österreichs Grenzbeamte haben die verschärfte EU-Außengrenze nach dem Schengen-Abkommen zu kontrollieren. Die Slowenen haben dafür jede Menge mit ihren Staatsbürgern zu tun, die Waren aus Österreich weit über das rechliche Maß hinaus mit ihren Fahrzeugen transportieren. Zwei Österreichern ist im Stau der Sprit ausgegangen, so wird geschoben.

Am Zöllner vorbei über die Grenze. Gleich hinter dem Zollhaus ist die große Tankstelle. Günstiges Euro-Super und auch billige Zigaretten sind hier angesagt. Die Autobahn Richtung Maribor ist neu und die Landschaft gleicht der steirischen. Kein Wunder, diese Region betitelt sich auch heute "Stajerska", die einstige Untersteiermark. Marburg, heute Maribor, war ehedem die zweitgrößte Stadt der Steiermark. Der alte Stadtkern hat noch jene Atmosphäre einer steirischen Vergangenheit.

In der Vorstadt gibt es ein anderes Bild. Die Jahrzehnte kommunistischer Regierung haben dem Land Betonklötze und grausliche Bauten beschert. Mit aller Kraft versuchen die Slowenen ihr kleines Land auch optisch an den Geschmack des Westens anzupassen. Doch es gibt hier, von der Untersteiermark bis zur Adria-Küste, ein reiches Maß an Natur pur, was über lange Jahre ohne Bedeutung war und nun die große Hoffnung für den Tourismus darstellt. Man merkt zahlreiche Bemühungen, wenngleich die finanziellen Mittel nicht im Übermaß vorhanden sind.

Unser Reiseziel ist Podcetrtek und zwar der Kurort Atomske Toplice. Genau 71 Kilometer von Spielfeld mit dem Auto über Maribor, nach Slowenisch Bistrica und an Rogaska Slatina vorbei. Dort liegt der für uns unaussprechliche Ort Podcetrtek. "Pod" heißt Burg und "Cetrtek" Donnerstag, was soviel bedeutet, daß der Markt- und Gerichtstag unter der Burg stets an einem Donnerstag stattfand. Hier an der historischen Grenze zum einstigen Westungarn ist nun auch Kroatien in unmittelbarer Sichtweite.

Neben den zahlreichen Wehrburgen stehen auf den bewaldeten Hügeln, lieblich in die Landschaft eingebettet, allerorts Kirchen und Kapellen. Tiefgläubig waren die Menschen hier schon immer. Die Natur gab und gibt was die Menschen zum Leben brauchen. Nicht nur Getreide für Brot und Sterz, sondern auch Wasser. Besser gesagt heilendes Thermalwasser. Anfang der 60er Jahre wurde nach dem Thermalwasser in die Tiefe gebohrt. Schon seit Jahrhunderten war die heilende Wirkung der heißen Quellen aus dem Erdreich unter den Einwohnern bekannt. 1966 wurde der Start für das "Kurbad" mit dem Bau eines kleinen Schwimmbades gesetzt. Auf die grüne Wiese wurde seitdem das Kurprojekt "Atomske Toplice" über die Jahre hinweg ausgebaut.

Heute umfaßt die Therme Atomske Toplice einen Hallen- und Freibadbereich mit einer Wasseroberfläche von immerhin 2.000 Quadratmeter und alle erdenklichen Einrichtungen für die Erholung und Therapie in einer modernen Therme. Das heilende Wasser hat eine Temperatur von 28 bis 36 Grad und hilft hervorragend gegen eine Fülle von rheumatischen Erkrankungen, Hautkrankheiten, Durchblutungsstörungen und Funktionsstörungen des Bewegungsapparates und des Nervensystems.

Atomske Toplice verzeichnet heute rund 240.000 Übernächtigungen jährlich. Das Kurhotel beinhaltet 300 Betten. Die schmucken Appartementhäuser bieten Platz für 136 Appartements mit 541 Betten. Hochklassig und weit über dem normalen westlichen Standard ist das Appartementhotel. Supersauber und top eingerichtet sind hier die tollen Wohnungen, die über einen unterirdischen Gang mit der Therme verbunden sind. Für die Autos gibt es Parkgaragen, deren Funktionalität auch erste Klasse ist. Eine eigene Welt unweit der Therme ist der Campingplatz mit über 200 Stellplätzen. Innerhalb des Campingplatzes befinden sich drei Thermalwasser-Freibadbecken mit 30 bis 34 Grad, Restaurant, Geschäft usw. Podcetrtek boomt wahrlich in Sachen Kurtourismus.

Klar, daß sich rund um die Therme einiges an Aktivitäten tut. Wie etwa in Olimje, der kleinen Ortschaft drei Kilometer von Atomske Toplice entfernt. Es ist kaum zu glauben, aber hier im alten Schloß des Klosters ist immerhin die drittälteste Apotheke Europas zu finden. In der wunderschönen Klosterkirche präsentieren sich aufgrund der dominanten Farbe Schwarz entsprechende Wurzeln zur "Schwarzen Madonna von Tschenstochau". Neben dem restaurierten Kloster ist seit einigen Jahren die Schokoladenerzeugung "Syncerus" beheimatet. Nougat, Pralinen, Trüffel, Schokolade in allen Variationen werden hier produziert. "Weil der Großvater Zuckerbäcker in Wien war", so der Schoko-Patrone des Hauses, setze man hier auf eine schokoladige Zukunft. Mit Erfolg dazu, denn "Syncerus" versorgt nicht nur ganz Slowenien mit Schokolade, sondern exportiert auch fleißig in den EU-Raum. Klar, daß "Syncerus" natürlich auch mit eigener Homepage ([link] www.syncerus.si) im Internet vertreten ist.

Fünf Gehminuten von der Schokolade-Hochburg entfernt sind Damhirsche angesagt, die sich in den weitläufigen Gehegen tummeln. Auf dem Hügel thront das Restaurant samt Appartementanbau. Spezialitäten rund ums Damwild beherrschen die reichhaltige Speisenkarte. In der Nachbarschaft setzt man bei Amon auf Reitstall, Restaurant der Superklasse und Weine aus dem eigenen Anbau. Schnecken und Sauvignon Blanc, besser und um vieles billiger als in Straßburg.

Wer mehr auf Bier steht, für den ist die Wirthausbrauerei Haler die Top-Adresse. Gebraut wird im Wirtshaus malziges, rundes Dunkles und hopfiges Helles. Dazu ein tolles Angebot bieriger Spezialitäten. Höchst empfehlenswert ist das "gemischte" Gulasch ( halb Rind, halb Pferd).

Olimje selbst ist ein Musterbeispiel der wirtschaftlich neuen Kräfte und Ideen im neuen Slowenien. "Nicht gegeneinander, sondern miteinander zum Wohle aller", lautet die Devise. Podcetrtek im slowenischen Naturparadies Kozjanski Park ist wahrlich eine Reise wert.

Auskünfte:

Slowenisches Tourismusbüro

Dir. Jan Ciglenicki

Hilton Center

Landstrasser Hauptstraße 2

1030 Wien

Tel. 01/7154010

Fax 01/7138177

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Tiefblau ist das Meer. Die Wellen schlagen im Rhythmus auf die mächtigen Steine der Uferbefestigung. Inmitten eines rötlich-violetten Lichtbalkens am Horizont versinkt die Sonne wie eine feurige Kugel langsam im Meer. Die Silhouetten der Motorboote und Segler, die in den Hafen steuern, schimmern friedlich und stolz zugleich in der untergehenden Sonne. Auf dem Pflaster entlang des Kais schlendern Touristen dahin - auf der Suche nach einem schönen Platz in einer der Fischtavernen direkt am Wasser.

Dunkel ist mittlerweile das Meer. Der Mond und die Laternen am Kai und von den Schiffen und Restaurants setzen goldene Strahlen in das Wasser. Die Brandung rauscht im Rhythmus weiter, monoton und unbeeindruckt vom Ablauf der Zeit. Nur die Gezeiten vermögen das Meer zu bändigen. Ansonsten derselbe Klang der Meereswogen wie vor 1.000 Jahren, hier auf dieser kleinen Halbinsel, deren Spitze, wie die eines Fingers, "Piran" heißt.

Piran ist ein faszinierender Fleck auf dieser Welt. Ein Platz der Sinne, der Geschichte, der Feinschmecker und der Künste. Eine Stadt wie aus dem Bilderbuch, erbaut auf einer Halbinsel, die in das slowenische Meer hinausragt. Der Name Piran reicht in jene Zeiten vor Christi Geburt, als die Griechen noch die mittelländischen Meere befuhren und Waren zwischen Griechenland und der einstigen griechischen Kolonie Aegida, in der Nähe von Koper, auf dem Meerweg transportierten. Dabei erwies sich diese Landzunge ins Meer als Leuchtfeuerstätte als sehr nützlich. Weil das Wort Feuer im Griechischen "Pyr" bedeutet, wurde für die kleine Siedlung am Meer der Name Piran abgeleitet.

Ich sitze an einem der sauber gedeckten Tische direkt am Wasser im Restaurant "Tri Vdove" (Drei Witwen). Ein Top-Lokal in seiner Art, das entsprechenden Anklang findet. Nicht jeder, der möchte, bekommt vom Oberkellner einen Platz. Es gibt zuwenige Tische für all die Gäste, die bei den "Witwen" einen kulinarischen Abend erfahren möchten.

Das Küchenangebot umspannt ein breites Spektrum von fangfrischen Fischen, Meerestieren, Muscheln und grandiosen Nudelgerichten mit Trüffeln, Käse, Scampi, usw. Dazu ein Chardonnay und vor dem italienischen Espresso ein Glas Refosko aus den Weingärten der Umgebung. Das Essen, die Atmosphäre, das gesamte Flair ist weitaus italienischer als man es in den Städten der italienischen oberen und mittleren Adria erwartet.

Hier, an der slowenischen Adria in Piran, ist Erholung pur für die Seele angesagt. Schon allein die Autofahrt von der Steiermark über das Kanaltal und Triest dauerte nicht viel mehr als vier Stunden. Problemlos auch die Ankunft in der Hotel-und Appartment-Anlage Bernardin ([link] www.h-bernardin.si) direkt am Meer zwischen Piran und Portoroz. Ein Kirchturm weist darauf hin, daß auf diesem wunderschönen Platz einstens ein Klosteranlage (15. Jahrhundert) stand. Die Japaner und Amerikaner haben vor Jahren die Anlage zu einem Tourismuszentrum individueller Natur ausgebaut. Die Zimmer sind insgesamt von gutem westlichen Standard mit wunderbarem Meerblick in die Bucht von Portoroz und hinüber ans andere Ufer der Meerenge, das bereits zu Kroatien gehört. Ganze 49 Kilometer lang ist der slowenische Zugang zur Adria. Doch diese Bereiche Piran und Bernardin sind wunderbare landschaftliche Schmuckstücke.

Die Anlage Bernardin beinhaltet das Grand Hotel Emona, das Hotel Bernardin und das Hotel Vile Park. Dazu einen eigenen Yachthafen, eine Geschäftsstraße mit Boutiquen, Cafés, Disco, Eissalons und dem ausgezeichneten Restaurant "Majolka". Als Familienhotel steht das Bernardin selbst vorrangig da. Neben dem Baden im blitzsauberen Meer, das im September noch mit 24 Grad aufwartetet, gibt es hier den Wasserpark "Laguna Bernardin". Darunter versteht man eine 1000-Quadratmeter-Badelandschaft mit diversen Meerwasserbecken, die im Winter bis zu 31 Grad Wassertemperatur erwärmt werden.

Bernardin hat aufgrund des breitgefächerten Angebotes ganzjährig Saison. Das Auto findet seinen Platz in einer gesicherten Garage, schließlich ist zwischen Piran, Bernardin und Portoroz ein perfekter Shuttle-Bus-Verkehr eingerichtet. Im Viertelstundentakt bis 23.00 Uhr fahren die Kleinbusse ihre Route. Für die Gäste ist diese tolle Einrichtung obendrein völlig kostenlos. Ganz Piran gilt, bis auf diverse Einzelgenehmigungen der Einheimischen und der Shuttle-Busse, als autofreie Zone. Das alte Piran hat sich voll dem Tourismus geöffnet. Über 13.000 Gästebetten zählt man, wobei die Anzahl der Bewohner in der Altstadt drastisch zurückgeht. 1910 waren es 7.491 Einwohner, heute sind es nur mehr 4.788 Menschen, die in den alten Gemäuern leben.

Die Geschichte mit all ihren Wirren, aber auch der Reichtum durch SchiffFahrt, Handel, Fischerei und speziell der Salzhandel, prägten den Ausbau Pirans über die Jahrhunderte hinweg. Schillernd war auch die politische Situation Pirans im Laufe seiner Geschichte. Nach Römer- und Völkerwanderungszeit gliederten die Franken Istrien in die Mark von Friaul ein. 952 wurde dieser Teil an der Adria dem Herzogtum Kärnten einverleibt. Der Kampf gegen die mittlerweile aktive Expansion Venedigs kam voll ins Rollen. Um Selbstverwaltung zu bewahren, schlossen die Städte der Adria von Koper bis Dubrovnik Verträge, doch nach der Eroberung von Koper 1279 wurde auch Piran 1283 von Venedig erobert. Der venezianische Einfluß wirkte sich sehr bald auf das bauliche Erscheinungsbild von Piran aus, das sich in allen Bereichen nach dem großen Vorbild Venedig leiten ließ. Nachdem eine Seuche, vermutlich die Pest im 15. Jahrhundert, einen großen Teil der Bevölkerung hingerafft hatte, wurde 1463 laut Dekret entschieden, daß sich auch Slawen in Piran einbürgern dürfen. Die Türkenbedrohung, aber auch der Krieg zwischen Österreich und Venedig, brachte den Bau einer riesigen Befestigungsmauer. 1797 ging die Republik Venedig unter. Dann kamen die Österreicher und danach für einige Jahre die Franzosen unter Napoleon. Hernach brachte das kaiserliche Österreich für Piran einen gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung, speziell mit der Wiederbelebung der Salzgewinnung.

Zentraler Platz Pirans ist der "Tartini-Platz", benannt nach dem berühmten Geiger und Komponisten Guiseppe Tartini, der 1692 in Piran geboren wurde und bis 1770 in seiner Geburtsstadt lebte. Hier auf diesem Platz war auch der Wendeplatz der einstigen elektrischen Straßenbahn, die von 1909 Piran mit Lucija verband. Heute genießen die Menschen diesen Platz als Kommunikationsstätte. Daneben ist der Fischerhafen. Die Fischer flicken die Netze wie vor Hunderten von Jahren. Piran muß man gesehen haben!

Infos:

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Wüßte man, daß das Überirdische, eben der Himmel, wie diese Stadt ausschaut, dann wäre es ein wenig leichter dem Irdischen zu entfliehen. Und weil man vielfach über die Schönheiten des Überirdischen nach dem Leben skeptisch sein darf, so sollte man den Himmel schon zeitlebens suchen. Viele, ja sehr viele Erdenbürger suchen diese besonderen Orte leider in den Hochburgen von Lärm und Radau. Saufen sich mancherorts Eimerweise nieder oder hocken wie "sonst was" in kilometerlangen Wäldern von Sonnenliegen. Einige wenige Menschen haben so ein "Guckloch" in den Himmel gefunden. Piran heißt dieser Ort der wundersamen Inspiration und Erholung. Eine mittelalterlich bebaute Landzunge gleich neben der Bucht von Portoroz. Im Süden der 46 Kilometer langen Adriaküste, die Slowenien anzubieten hat. Von der Oststeiermark bequem über die Autobahn Marburg-Laibach-Koper in nicht einmal vier Stunden zu erreichen. Piran ist das Ziel. Keine Busse, kaum ein Gehupe oder sonstiger Verkehrslärm prägen die alte venezianische Stadt. Das Auto stellt man bestens auf dem Großparkplatz vor der Stadt ab. Weiter geht es kostenlos mit den kleinen Shuttlebussen, die im Takt zwischen dem Parkplatz, Portoroz und Piran verkehren. Vor dem Hotel Piran gibt es zwar einen kleinen Parkplatz. Doch das Einparken hier ist Millimeterarbeit. Manche fahren von der Steiermark gleich mit dem Motorroller nach Piran. Wie etwa Österreichs einstiger ORF-Star Dr. Klaus Edlinger. Der Buchautor hat, wie so manch andere auch, eine Wohnung direkt in Piran. Mit Blick zum Meer, kaum zehn Meter vom Wasser entfernt. Den Klaus traf ich zufällig in jenem gemütlichen Promenadencafe direkt bei der alten St. Klemens-Kirche. Bei einem Cappuccino erzählt er mir, daß Piran wohl auch seine zweite Heimat ist: „Die Wohnung gleich dort mit den grünen Balken ist meine. Daneben im anderen Haus gleich daneben ist der Rudi Roth!" Mit einem Buch erlebt ein nahezu gelöst-erholter Klaus Edlinger die Nachmittagssonne an der Promenade in Piran.

In Erinnerung an eine längere Nacht mit Günther Dörflinger, dem einstigen steirischen Landesrat für Gesundheit, der zeitweilen auch ein Piran-Fan ist. Heute sind die alten Wohnungen in der alten Stadt mit ihren engen Gassen alles andere als billig. Piran steht eben hoch im Kurs. Und viele haben in den letzten Jahren sich hier eine „Bleibe für die Seele" gesucht. Außerhalb von Piran, in den Bergen, findet man noch Wohnungen und gar Häuser zum Kaufen. Doch Piran ist eben Piran. Ein wahrlich einmaliger Platz auf dieser Welt. Die spätsommerliche Sonne küßt Piran in vollen Zügen. Überall auf den Befestigungssteinen direkt an der Promenade sonnen sich die Menschen. Barbusig oder nicht, das ist ist hier keine Frage. Daneben die Restaurantzeile mit all den wunderbaren Fischrestaurants mit Terrasse mit direktem Meerblick. „Pavel", „Pavel 2", „Tri Vdove"(drei Witwen), „Delfin", usw. Allesamt Spitzenrestaurants der adriatischen Meeresküche. Mit einem riesigen Angebot an frischen Fischen und Meerestieren, Muscheln und natürlich Trüffeln aus Istrien. Diesmal testeten wir den „Pavel". „Pavel 2" wäre wohl auch egal gewesen, der Besitzer ist dieselbe Person. An den Tischen viele Italiener, die mit ihren Booten von Grado hierher segeln, um beste Qualität zum günstigeren Preis auf die Teller zu bekommen. Zuerst die wunderbaren und nahezu einzigartigen Miesmuscheln. Frische Muscheln direkt von den Muschelbänken im nahen Strunjan. Weiters Spaghetti mit Krebsen und Langustinos. Dazu der weiße Hauswein, ein Malvasia in sehr ordentlicher Qualität. Danach der grünliche Rautenschnaps und Ristretto. Doch nicht das Essen und Trinken allein ist in Piran die Stiege in den Himmel.

Gerade in der Dämmerung zeigt sich die Stadt in all ihrer Sinnlichkeit. So oft verwundet und bedroht, war Piran auch immer eine Stätte des Feuers. Speziell des Leuchtfeuers als Signalpunkt für die Seefahrer. Deshalb auch der Name Piran, abgeleitet vom griechischen Wort „Pyr" (Feuer). Die Lampen und Lichter der Stadt spiegeln sich in den sanften Wellen der Adria. Es sitzen immer noch Menschen auf den großen Steinen an der Promenade. An den Steinblöcken spürt man noch die Wärme des Tages. Kinder verkaufen an die Gäste für ein paar Tolar die Schalen von Jakobsmuscheln. Auch die Katzen haben hier ihren nächtlichen Treff. Vom „Mantel des Ostens", der einstens über viele Jahren das ehemalige Jugoslawien einhüllte, hat sich Piran längstens befreit. Kein einziges Haus, praktisch nichts verweist hier an diese Vergangenheit, die sich baulich über Kultur und Zeiten hinwegzusetzen wußte. Durch gräßliche Bausünden in vielen Städten. Piran ist dabei die ganz große Ausnahme. Der nächtliche Spaziergang durch Piran durch die engen Gassen und entlang des Meeres bringen Gedanken und Seele in Einklang. Die Brise des Meeres trägt Sehnsüchte und Wünsche hinaus über die Wogen des Meeres, das mittlerweile die Farbe schwarz trägt. Durchbrochen von den Lichtern der Stadt und einzelner Schiffe, die in der Bucht anlegen. Einzig nur das Geräusch der Wogen, die an die Steine der Promenade klatschen. Dazu die Rufe spielender Kinder, der Geruch von gebratenem Fisch und Espresso. Die Eiscreme beim Cafe nahe der St. Klemens Kirche, verlockt zum Verweilen. An dieser nördlichen Seite der Stadt pfeift die Bora in der kalten Jahreszeit unbarmherzig gegen die Mauern der Häuser. Eisig wie mit hunderten Nadelstichen auf der Haut. Jetzt im Spätsommer ist alles friedlich und ruhig. Ein angenehm warmer Hauch von Meeresbrise streicht über die Stadt. Noch vor Mitternacht springen einige Unermüdliche vom Badesteg vor dem Hotel Piran in die dunklen Fluten der Adria. Nicht irgendwelche Betrunkenen, sondern Menschen, die mit vollen Zügen das idyllische Piran auskosten und genießen. Sie nehmen es in sich auf wie ein Lebenselixier, um der Nacht nicht nur den Schlaf zu geben und am nächsten Morgen mit Blick zur Adria zu frühstücken. Darüber im Himmel die Möwen, die über so viele Jahrhunderte nun diese wunderbare Stadt umkreisen.

Auskünfte erteilt gerne das Slowenisches Tourismusbüro, Direktor Jan Ciglenicki, Opernring 1/R/4, 1010 Wien

Tel 1/7154010

Fax 1/7138177

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Es sind die Olivenbäume, deren grünlich silberne Blätter sich im Winde wiegen. Direkt an der Straße, wie eine Allee gepflanzt. Auch an der Hauptstraße zwischen Portoroz und dem Karst, wo sich die Wasser der Adria in all ihrer blauen Tiefe dem Reisenden so wunderbar offenbaren. Hier im nordöstlichsten Teil Istriens, wo der reizvolle „Rosenhafen" mit seiner Bucht auch die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien darstellt. Koper, Izola, Strunjan, Piran und Portoroz mit den 46 Kilometern an der Küste zur Adria sind slowenisch. Gleich hinter dem kleinen Flugplatz bei den Salzfeldern beginnt das kroatische Istrien mit der Meeressiedlung Savudrija. Allein das märchenhafte Piran ist so faszinierend, daß man sich schwerlich davon für Stunden loslöst, um das Hinterland mit seiner idyllischen Faszination zu erkunden. Jenes Land der Olivenhaine, nur wenige Kilometer hinter den Hügeln von Piran und Portoroz. Der Weg führt direkt vor dem Grenzhaus hinter Portoroz links vorbei. So gelangt man in das Dragonja-Tal. Immer einen Steinwurf vom kroatischen Gebiet entfernt. Weinberge und Olivenhaine prägen die Landschaft. Dazwischen die historischen kleinen Dörfer im italienischen Stil in den Jahrhunderten errichtet.

Schon vor dem ersten Weltkrieg war dieses Land hinter Piran der eigentliche „Garten von Triest". Alle mediterranen Arten von Gemüse und Früchten, Oliven, Olivenöl und Wein brachten vorwiegend die einheimischen Frauen auf die Märkte oder zu den Stammkunden Triests. Diese Frauen, die in Triest Öl und Gemüse verkauften, nannte man damals „Sarrinke". Weil sie zu Fuß von den Hügeln kamen, die man „Sarrini" nannte. Mit der kleinen Eisenbahn nach Triest transportierten die Frauen die landwirtschaftlichen Güter. Über all die Jahre hinweg. Italienisch war nach dem ersten Weltkrieg das Land und die Habsburger-Monarchie war Vergangenheit. Als dann Mussolini mit Italien den Krieg gegen Abessinien in Afrika startete, wurde die kleine Bahn in den 30er Jahren demontiert und auf ein Schiff verladen. Das Schiff versank mit all seiner Ladung im Mittelmeer. Von der ein- stigen Eisenbahnlinie ist heute noch die Trasse vorhanden, die mittlerweile die Radfahrer „erobert" haben. Und natürlich die beiden Bahntunnels in Izola und Portoroz als stumme Zeitzeugen einer anderen Zeit. Über hügelige Weingärten hinweg führt die Straße zum Dorf Sv.Peter (St.Peter). Schon im 11. Jahrhundert wurde das Dorf erwähnt und gehörte vorerst dem Bischof von Freisingen. Im 13. Jahrhundert kam es zu Venedig und hieß San Pietro dell'Amata.

Von 1797 bis 1918 war es bei Österreich. Und von 1954 bis 1992 hieß das Dorf Raven. Idylle, Wein, Oliven und Olivenöl bestimmen in dieser bäuerlichen Welt das Leben. Die Einkommen der Menschen erbringt vorrangig der steigende Tourismus in Piran und Portoroz. Doch für das eigene Leben ist hier das Olivenöl wie ein Lebensfluidum. Weil es eben auch intensiver schmeckt, als so manch anderes Öl, ist dieses Olivenöl von den alten Pressen in den „Sarrini" so beliebt. In dem freien Slowenien hat sich auch die Lebensqualität und Lebensfreude um Stufen steigern können. Seither hat jeder Bauer hier mindestens wieder seine 20 Olivenbäume mit verschiedenen Sorten. Das sind umgerechnet gut und gerne 20 Liter Öl, ja eigenes Öl. Und das ist mittlerweile fast wie eine Ehrensache geworden. Wenn ab Ende Oktober die Oliven reif werden, dann wird das köstliche neue Öl kalt gepreßt. Das neue Öl als Vorrat für das neue Jahr Ein wunderbares Öl, das es natürlich zum Supermarkt-Preis nicht gibt. Zu kaufen ist es es eher mit Glück. Oder man bekommt als Freund eines geschenkt. Wie ich vom Tourismuschef Ivo Silic, ohne den ich fürwahr dieses wunderschöne Hügelland niemals so leicht erkunden hätte können. Die Straße führt weiter ins ebenfalls historische Dorf Nova Vas. Hier mitten im Dorfzentrum ein äußerlich nicht mehr oder weniger unscheinbares Haus. Es ist dies das Restaurant „Nova Vas". Treffpunkt und lukullische Kultstätte speziell für die Feinschmecker aus Ljubljana. Für Geschäftsleute, Künstler, Gourmets und auch Ministerpräsidenten. Im Nova Vas gibt es keine Klassenunterschiede. Nur eine Klasse, nämlich daß der Gast absolut der König ist. Und weil eben für Küche und Service nur „Vater, Mutter, Tochter" tätig sind, ist entweder per Telefon der Speisebesuch zu avisieren ( Tel. 00386/5/6726042) oder man bekommt das, was der „königliche Koch" gerade kocht. Und das allein ist schon alles andere als eine Strafe. So gab es als Vorspeise den unsagbar köstlichen "Istrfischen Schinken". Nicht zu verwechseln mit dem normalen Karst-Schinken. Dieser Istrische Schinken ist schlichtweg die Krönung aller Schinkenkreationen. Mit einem geschmackvollen Fettrand in der Breite eines Drittels vom gesamten zart-würzigem Schinkenfleisch. Diese Vorspeise, also mit diesem Schinken, Tolmainer Bauernkäse mit Trüffelmus, gebratenem Gemüse und Knoblauchtriebe- Salat um 1.500 Tolar (7 Euro). Dann als Super-Spezialität Nudeln mit Scampi und Steinkrebsen um 2000 Tolar (9 Euro). In der Folge Wolfsbarsch (Branzino) mit Kartoffeln, Polenta und gebratenen frischen Steinpilzen. Dann ein Feigenstrudel, der den krönenden Abschluß bildete. Dazu als Wein einen wunderbaren Cabernet Sauvigon direkt aus der Region. Eine Stätte gewaltiger Gastlichkeit, die ihre idyllische Geruhsamkeit bewahrt. Ohne Pommes Frites und ohne laute Touristen. Der Rautenschnaps war dann angebracht. Zumal ja noch der Besuch des Oliven- Preßmuseums geplant war. Wie man über die Jahrhunderte hinweg die Oliven zum Öl preßte, das erzählen Geräte und die historische Preß' in dem uralten Gemäuer. Und im Obergeschoß des Preßhauses ist das original eingerichtete Wohn- und Kochgemach der Mühlenbesitzerin zu betrachten. Die bis ins hohe 90. Lebensjahr hier ganz allein lebte. In der Oliven- Preßzeit kamen immer wieder, alljährlich, die stärksten Burschen der Umgebung zum Pressen hierher. Da gibt es Geheimnisse, die die Müllerin wohl mit in ihr Grab nehmen durfte. Alles ist schließlich möglich, hier auf diesen Hügeln im Hinterland von Piran.

Auskünfte erteilt: Slowenisches

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Die Wasser der Mur bringen das Leben - eben Wasser, Tiere, Pflanzen und auch Energie. Schiffsmühlen, von den Wassermassen der Mur angetrieben, betreiben Mahlwerke für Weizen, Buchweizen, Roggen und Gerste. So wie vor hunderten Jahren. Dort, wo die Mur nie steirisch war. Einstens war es Ungarland und Murska Sobota war schon damals das Zentrum.

1479 erhielt die Stadt von König Mathias Corvinus die Stadtrechte. Das Ungarische haben Stadt und Land entlang der Mur geprägt. Nach dem Ersten Weltkrieg, als Österreich und Ungarn in ihren Grenzen zu Zwergstaaten gestutzt wurden, wurde das Land dem neugegründeten Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen einverleibt. Nach 1945 war es dann Jugoslawien.

Seit zehn Jahren lebt der demokratische Staat Slowenien und im „Land jenseits der Mur", das „Prekmurje" heißt, spricht man nur mehr wenig ungarisch. In den Jahren ist es ein Teil Sloweniens geworden. Wenngleich Laibach weit weg ist und trotzdem im Gefüge des derzeitigen Systems das Zentrum der Macht ist.

Weil sich um dieses Agrarland niemand so richtig gekümmert hat, wurde es zu einem Kleinod der Natur mit bodenständigen Strukturen. Prekmurje hat mehr Zukunft als die dort lebenden Menschen ahnen können. Die haben andere Gedanken. Die österreichische Grenze von Sicheldorf oder Bonisdorf ist nahe und so arbeiten viele Menschen aus Prekmurje seit Jahren in Österreich. Mit dem verdienten Geld wurden die Häuser renoviert und die Ladas und Trapis gegen ordentliche Westautos eingetauscht. Mit dem Geld wurden auch Restaurants mit diversen Fischangeboten errichtet. Man weiß eben, daß die Österreicher nicht nur gerne billig tanken, sondern auch Fisch und Schnitzel essen.

In der Gegend um Murska Sobota sehnt man sich nach Europa und dem Einstieg in die EU. Umso mehr, weil die Konfektionsfirma Mura demnächst hunderte Mitarbeiter auf die Straße setzen will. Die EU, besonders Österreich, ist die Richtung. Die kommunistische Vergangenheit ist abgelegt wie ein Wintermantel im Frühling.

So öffnet Prekmurje seine Pforten als intaktes Naturerlebnis mit dem Fluß, der hier „Mura" heißt. Prekmurje heißt jenes Gebiet, das nördlich vom Verlauf der Mur liegt, um dann in der südöstlichen Region wiederum mit der Mur die Staatsgrenze zu Kroatien zu bilden. Keine zwölf Kilometer vom Grenzübergang Sicheldorf-Gederovci entfernt liegt Murska Sobota als wirtschaftliches und politisches Zentrum der Region. Von der Jugo-Wohnbaukultur infiziert, weist die Stadt mit dem restaurierten Schloß einen baulichen Edelstein auf.

Unumstrittenes Zentrum aller gesellschaftlichen und gemütlich-kulinarischen Abläufe ist das Restaurant „Zvezda" im Stadtzentrum. Nicht nur ein hervorragendes Restaurant, sondern auch eine Erlebnis-Gasthausbrauerei der höchsten Klasse. Österreichische Einrichter waren da am Werke und zauberten in der Braugaststätte rund um die Sudkesseln ein ausgesprochen gemütliches Ambiente. Dazu kommen schmackhafte Gerichte nach den bodenständigen Prekmurje-Rezepten und das selbstgebraute Bier. Zartbitter-malzig das dunkle und hopfig-süffig das helle, das liebt man im Zvezda. Dazu Brezeln, Wildgerichte, Kutteln oder das berühmte „Bograc". Eine Gulaschvariante der pikanteren Art aus dem Kessel. Das Zwezda, was auf Deutsch Stern heißt, hat auch eine historische Besonderheit. Als das Zwezda noch Hotel Dobray hieß, damals im Jahr 1918, setzten beherzte Menschen in den Oberräumen des Gebäudes alles auf eine Karte für die Zukunft von Prekmurje. Vom Balkon verkündete man damals das Selbstbestimmungsrecht dieser damals ungarischen Region. Für Prekmurje wurde von hier aus die Republik erklärt. Ganze sechs Tage sollte der damalige politische Wunsch der Region existieren. Dann war alles anders. Die Räume im Obergeschoß heißen heute „Salon Murska Republika" und werden für gesellschaftliche Veranstaltungen gerne verwendet. Das bierige Lokal hat täglich durchgehend geöffnet. Warme Schmankerln gibt es von 7.00 bis 23.00 Uhr.

Nach der Schmankerl- und Bierverkostung im Zvezda ist Natur pur gefragt. Wenige Kilometer südlich von Murska Sobota ist die Mur das Maß aller Dinge. Weitläufige Auenlandschaften und natürliche Überschwemmungsgebiete, wo die Natur sich in einer unberührten Form darstellt. Besonders die Störche finden hier alles für ihr Überleben.

Einen Abstecher wert ist die Gemeinde Verzej. Umringt von einer intakten Ufervegetation vollbringt hier eine der ältesten Schiffsmühlen ihren Dienst. Im monotonen Rhythmus drehen sich unentwegt die Schaufelräder, und das seit 1927. Die Vorgänger dieser Murmühle sind immer wieder abgebrannt. In der Mühle selbst duftet es nach frischgemahlenem Mehl. Mit seinen 70 Jahren ist Wladimir Babic seit 55 Jahren hier der Müller. Sein Lebenswerk, die Mühle, wird seine Tochter weiterführen. Heute ist die Mühle eine Touristenattraktion. Und um einen Euro nimmt fast jeder Besucher einen Kilo jenes wunderbaren Mehles mit nach Hause. Ob Weizen, Roggen, Gerste, Polenta, Hirse oder Buchweizen - die Mehle aus den hölzernen Bottichen sind mit ihrem Aroma das fühlbare Zeichen für die Kraft dieser Erde der Prekmurje.

Wenige Kilometer weiter flußabwärts kommt man nach Izakovci, der „Liebesinsel" an der Mur. Hier, wenige Kilometer vor der kroatischen Grenze, hat die Mur das Leben über Jahrhunderte geprägt. Im Kampf und in der Liebe zur Mur entfaltet sich eine wunderbare Natur. Man lebt mit den Überschwemmungen und mit dem sanften Dahingleiten eines Flusses, der hier zu einem Naturerlebnis wird. Seit vielen Jahren gibt es hier den Fährbetrieb zum anderen Ufer. Murbrücken gibt es wenige und so sind die Bauern mit den Traktoren und die Touristen mit den Fahrrädern und Motorrädern auf die kleine Fähre angewiesen.

Die „Liebesinsel" ist ein Geheimtip für Erholung, Ruhe und Liebe. Das hat man in Izakovci als touristisches Signal erkannt. Unter Obmann Miki Poredos hat man eine kleine Schiffsmühle als Schauobjekt errichtet. Unweit von hier ist das kleine Gasthaus (Gostice) von Miki Poredos. Die dort servierten Buchweizenlaibchen mit Schmalz munden hervorragend. Natürlich gibt es hier auch „Bograc" und andere Schmankerln aus der Prekmurje-Küche.

Die Nacht läßt auch die quirlige Vogelwelt verstummen. Nur die „Mura" fließt im Schein des Mondlichtes unentwegt weiter. In eine neue Zukunft und Hoffnung für Prekmurje, dem Land jenseits der Mur.

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Die Sava ist seit jeher der Weg. Jener Fluß, der seinen Ursprung im Westen hat, schlängelt sich gemächlich in den Südosten Sloweniens.

Die Sava verbindet die slowenische Hauptstadt Ljubljana mit der kroatischen Metropole Zagreb. Dort, im äußersten Südosten Sloweniens, ergießen sich die Wässer der Krka aus Novo Mesto und der Sotla aus Rogaska Slatina in die Sava. Wenige Kilometer sind es hier bis zur kroatischen Grenze. Zagreb, die Metropole ist kaum 30 Kilometer entfernt.

Die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien unterstreicht das heutige Trennende, das es in der Zeit Tito-Jugoslawiens nicht gegeben hat. Noch dazu, weil Slowenien 2004 im Boot der EU sitzt, Kroatien aber unverständlicherweise erst im Jahr 2007 an den Einstieg nach Europa rechnen darf.

Größte Stadt hier an der Sava nahe der kroatischen Grenze ist Brezice. Eine mittelalterliche Grenzfestung, einstens gegen die Ungarn und später gegen die Türken ausgebaut. Relikte aus dieser Zeit sind Schloß und Wehranlagen und ein mittelalterlich geprägtes Stadtzentrum. Ein neuzeitlicheres Wahrzeichen der Stadt ist die 527 Meter lange Brücke, die zugleich die Save und Krka überspannt. Wunderschöne Weißweine wie elegant und fruchtig ausgebaute Sauvignon Blancs und Chardonnays finden ihren Ursprung in den malerischen Weinbergen, die sich bis Bizelsko erstrecken. Das Land ist Ausflugs- und Erholungsregion der Zagreber und ein Geheimtip für ein paar Österreicher und Deutsche.

Ein einzigartiges Schmuckkästchen und eine Top-Adresse für Golfer, Gourmets und lauschig-romantische Stunden ist Grad Mokrice. Auf einem Hügel über dem Tal der Sava hatte Mokrice über die Jahrhunderte eine höchst wichtige strategische und militärische Funktion. Schon die Römer erkannten die Stätte als strategischen Punkt und errichteten dort die Militärfestung Romula. Auch die Römerstraße, die Oglej (Aquilea) mit Ljubljana (Emona) mit Sissak (Siscia) verband, führte direkt an der Militärfestung vorbei.

Wellenbad in der Therme Catez.

Auf den Grundmauern der einstigen römischen Militärfestung wurde die trutzige Wehrburg Mokrice errichtet. Erstmals 1444 erwähnt, spannte sich eine Reihe von Besitzern, von der Adelsfamilie Sebriach bis Baron Stattenberg. 1693 kam Mokrice in den Besitz der Familie Auersperg. In den Jahren wurde der prächtige Schloßpark mit den exotischen Pflanzen angelegt. Doch das eingeheiratete holländische Geschlecht von Gagern kam in finanzielle Schwierigkeiten. Im Jahr 1923 wurde somit der Zagreber Händler Berger Besitzer der Burg. Nach 1945 wurde das Projekt verstaatlicht und 1952 darin eine Gaststätte installiert.

Das Schicksal meinte es mit Mokrice über Gebühr gut. Die Gesellschaft der Therme Catez übernahm das Projekt. Seither wurde Mokrice in seiner Gesamtheit zu einem Schloßhotel mit Vier-Stern-Qualität ausgebaut. Ein einzigartiges Juwel mit höchstem Komfort mit 25 Doppelzimmern und vier riesigen Appartments in den runden Wehrtürmen. Alle Räumlichkeiten sind individuell und mit höchstem Geschmack eingerichtet. Bis zu historischen offenen Kaminen und feinster Badezimmereinrichtung ist hier alles perfekt.

Das Restaurant mit seinem idyllischen Speisesaal spielt allein schon optisch alle Stückerln. Dazu noch die Bar und der alte Weinkeller, der im alten Verlies im Kellergewölbe des Rundturmes untergebracht ist. Spitzenprodukte der slowenischen Winzer finden hier oftmals ihre Verkostung. Und zudem alle Räumlichkeiten für Geschäftstreffen, Feiern und Hochzeiten.

Was Hochzeiten, Verlobungen und Sonstiges zwischenmenschlicher Annäherungen betrifft, ist Mokrice eine Hochburg der Gefühle. Wer nicht nur auf Sinnespfaden, sondern auf dem Golfrasen wandeln möchte, bietet das Schloßgelände einen der schönsten Golfplätze Sloweniens. Mit seinen 18 Löchern präsentiert sich der 70 Hektar große Platz als ein Meisterwerk der Natur und des bekannten Architekten Donald Harradine.

Wunderschöner Speisesaal im Restaurant auf Mokrice.

Wer dazu noch wohlige Lust nach Therme, Erholung und Entspannung sucht, braucht von Mokrice zur Therme Catez nur wenige Autominuten. In Catez befindet sich das allergrößte Thermalzentrum Sloweniens. Schon vor über 200 Jahren wurden hier die Quellen der warmen Heilwässer entdeckt. In all den Jahren entwickelte sich Catez zum größten slowenischen Kurort mit 520.000 jährlichen Übernachtungen und einer Vielzahl von Tagesbesuchern. Einerseits als Kurbad gegen Rheuma, Krankheiten des Bewegungsapparates, Stoffwechselkrankheiten anerkannt, bietet die riesige Therme andererseits für Familien mit Kindern ein Top-Erlebnisangebot.

Das Wasser ist hier das Element. Demnach gibt es hier eine Thermalwasserfläche von über 12.000 Quadratmetern mit Wellenschwimmbad, Rutschen, Pirateninsel, Kinderschwimmbecken usw. Unter zwei riesigen Kuppeldächern bietet sich eine 1800 Quadratmeter große Thermalwasserfläche an - Whirlpools, Wasserfälle, Wasserrutschen, Flußschnellen, Unterwassermassagen inklusive. Dazu eine Vielzahl von Saunaanlagen, Erholungsinseln und Restaurants. Direkt im Anschluß befinden sich die verschiedenen Hotels.

Völlig saniertes Hotel Toplice aus dem Jahr 1828. Seit über 200 Jahren werden die warmen Quellen in Catez genutzt.

Entspannendes Mineralbad im Römisch-Irischen Bad... Wassergarten-Restaurant im neuen Hotel Toplice.

...und zum Abschluß der Wohlfühlaktion in das Relaxarium. Eines der individuell eingerichteten Gästezimmer auf Mokrice.

Ein besonderes Hotel mit Stil ist das total renovierte Hotel Toplice, errichtet 1828. Dazu der Toplice-Neubau mit insgesamt 131 Zimmern, vier Suiten und vier Appartements. Weiters das Hotel Zdravilisce (118 Betten) und das Hotel Terme (150 Zimmer). Das Hotel Terme besitzt außerdem eine hausinterne Badelandschaft. Darüber hinaus gibt es hier eine Appartementanlage mit Ferienhäusern und einen Campingplatz für 470 Wohnwagen und Zeltplätze und jede Menge Sportmöglichkeiten von Squash, Tennis, Bowling, Badminton bis zu Angeln und Bootsfahren.

Wellness und Wohlfühlen ist in besonderer Art im Hotel Terme angesagt. Im Speziellen sind es die Römisch-Irischen Bäder, die für gut zwei Stunden Seele und Körper in andere Dimensionen bringen. Nicht etwa wie in einer öffentlichen Sauna mit Lärm und der üblichen „Spechtlerei".

Ein Paar für sich durchlebt quasi zwölf Stationen. Die hübsche und recht resolute Bademeisterin überreicht eine Toga und begleitet das Paar dezent über die einzelnen Erholungspunkte. Dann steigt man in eine Welt der totalen Entspannung ein: Duschen (3 Minuten), Römisches Bad (15 Minuten), Wassergang, Whirlpool (10 Minuten), Irisches Dampfbad (15 Minuten), Kühlungsbad (1 Minute), Whirlpool (15 Minuten), Pilling, Wasserstrahl-Massage, Mineralbad (15 Minuten), Duschen und Entspannung bei Musik im Relaxarium. Fazit und Ergebnis: Wärmstens zu empfehlen, denn der Ärger eines ganzen Jahres ist in 120 Minuten passé!

Auskünfte und Informationen:

Slowenisches Tourismusbüro

Dir. Jan Ciglenicki

Opernring 1/R/4

1010 Wien

Telefon 01/7154010

Fax01/7138177

E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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Die Sava ist seit jeher der Weg. Jener Fluß, der seinen Ursprung im Westen hat, schlängelt sich gemächlich in den Südosten Sloweniens.

Die Sava verbindet die slowenische Hauptstadt Ljubljana mit der kroatischen Metropole Zagreb. Dort, im äußersten Südosten Sloweniens, ergießen sich die Wässer der Krka aus Novo Mesto und der Sotla aus Rogaska Slatina in die Sava. Wenige Kilometer sind es hier bis zur kroatischen Grenze. Zagreb, die Metropole ist kaum 30 Kilometer entfernt.

Die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien unterstreicht das heutige Trennende, das es in der Zeit Tito-Jugoslawiens nicht gegeben hat. Noch dazu, weil Slowenien 2004 im Boot der EU sitzt, Kroatien aber unverständlicherweise erst im Jahr 2007 an den Einstieg nach Europa rechnen darf.

Größte Stadt hier an der Sava nahe der kroatischen Grenze ist Brezice. Eine mittelalterliche Grenzfestung, einstens gegen die Ungarn und später gegen die Türken ausgebaut. Relikte aus dieser Zeit sind Schloß und Wehranlagen und ein mittelalterlich geprägtes Stadtzentrum. Ein neuzeitlicheres Wahrzeichen der Stadt ist die 527 Meter lange Brücke, die zugleich die Save und Krka überspannt. Wunderschöne Weißweine wie elegant und fruchtig ausgebaute Sauvignon Blancs und Chardonnays finden ihren Ursprung in den malerischen Weinbergen, die sich bis Bizelsko erstrecken. Das Land ist Ausflugs- und Erholungsregion der Zagreber und ein Geheimtip für ein paar Österreicher und Deutsche.

Ein einzigartiges Schmuckkästchen und eine Top-Adresse für Golfer, Gourmets und lauschig-romantische Stunden ist Grad Mokrice. Auf einem Hügel über dem Tal der Sava hatte Mokrice über die Jahrhunderte eine höchst wichtige strategische und militärische Funktion. Schon die Römer erkannten die Stätte als strategischen Punkt und errichteten dort die Militärfestung Romula. Auch die Römerstraße, die Oglej (Aquilea) mit Ljubljana (Emona) mit Sissak (Siscia) verband, führte direkt an der Militärfestung vorbei.

Wellenbad in der Therme Catez.

Auf den Grundmauern der einstigen römischen Militärfestung wurde die trutzige Wehrburg Mokrice errichtet. Erstmals 1444 erwähnt, spannte sich eine Reihe von Besitzern, von der Adelsfamilie Sebriach bis Baron Stattenberg. 1693 kam Mokrice in den Besitz der Familie Auersperg. In den Jahren wurde der prächtige Schloßpark mit den exotischen Pflanzen angelegt. Doch das eingeheiratete holländische Geschlecht von Gagern kam in finanzielle Schwierigkeiten. Im Jahr 1923 wurde somit der Zagreber Händler Berger Besitzer der Burg. Nach 1945 wurde das Projekt verstaatlicht und 1952 darin eine Gaststätte installiert.

Das Schicksal meinte es mit Mokrice über Gebühr gut. Die Gesellschaft der Therme Catez übernahm das Projekt. Seither wurde Mokrice in seiner Gesamtheit zu einem Schloßhotel mit Vier-Stern-Qualität ausgebaut. Ein einzigartiges Juwel mit höchstem Komfort mit 25 Doppelzimmern und vier riesigen Appartments in den runden Wehrtürmen. Alle Räumlichkeiten sind individuell und mit höchstem Geschmack eingerichtet. Bis zu historischen offenen Kaminen und feinster Badezimmereinrichtung ist hier alles perfekt.

Das Restaurant mit seinem idyllischen Speisesaal spielt allein schon optisch alle Stückerln. Dazu noch die Bar und der alte Weinkeller, der im alten Verlies im Kellergewölbe des Rundturmes untergebracht ist. Spitzenprodukte der slowenischen Winzer finden hier oftmals ihre Verkostung. Und zudem alle Räumlichkeiten für Geschäftstreffen, Feiern und Hochzeiten.

Was Hochzeiten, Verlobungen und Sonstiges zwischenmenschlicher Annäherungen betrifft, ist Mokrice eine Hochburg der Gefühle. Wer nicht nur auf Sinnespfaden, sondern auf dem Golfrasen wandeln möchte, bietet das Schloßgelände einen der schönsten Golfplätze Sloweniens. Mit seinen 18 Löchern präsentiert sich der 70 Hektar große Platz als ein Meisterwerk der Natur und des bekannten Architekten Donald Harradine.

Wunderschöner Speisesaal im Restaurant auf Mokrice.

Wer dazu noch wohlige Lust nach Therme, Erholung und Entspannung sucht, braucht von Mokrice zur Therme Catez nur wenige Autominuten. In Catez befindet sich das allergrößte Thermalzentrum Sloweniens. Schon vor über 200 Jahren wurden hier die Quellen der warmen Heilwässer entdeckt. In all den Jahren entwickelte sich Catez zum größten slowenischen Kurort mit 520.000 jährlichen Übernachtungen und einer Vielzahl von Tagesbesuchern. Einerseits als Kurbad gegen Rheuma, Krankheiten des Bewegungsapparates, Stoffwechselkrankheiten anerkannt, bietet die riesige Therme andererseits für Familien mit Kindern ein Top-Erlebnisangebot.

Das Wasser ist hier das Element. Demnach gibt es hier eine Thermalwasserfläche von über 12.000 Quadratmetern mit Wellenschwimmbad, Rutschen, Pirateninsel, Kinderschwimmbecken usw. Unter zwei riesigen Kuppeldächern bietet sich eine 1800 Quadratmeter große Thermalwasserfläche an - Whirlpools, Wasserfälle, Wasserrutschen, Flußschnellen, Unterwassermassagen inklusive. Dazu eine Vielzahl von Saunaanlagen, Erholungsinseln und Restaurants. Direkt im Anschluß befinden sich die verschiedenen Hotels.

Völlig saniertes Hotel Toplice aus dem Jahr 1828. Seit über 200 Jahren werden die warmen Quellen in Catez genutzt.

Entspannendes Mineralbad im Römisch-Irischen Bad... Wassergarten-Restaurant im neuen Hotel Toplice.

...und zum Abschluß der Wohlfühlaktion in das Relaxarium. Eines der individuell eingerichteten Gästezimmer auf Mokrice.

Ein besonderes Hotel mit Stil ist das total renovierte Hotel Toplice, errichtet 1828. Dazu der Toplice-Neubau mit insgesamt 131 Zimmern, vier Suiten und vier Appartements. Weiters das Hotel Zdravilisce (118 Betten) und das Hotel Terme (150 Zimmer). Das Hotel Terme besitzt außerdem eine hausinterne Badelandschaft. Darüber hinaus gibt es hier eine Appartementanlage mit Ferienhäusern und einen Campingplatz für 470 Wohnwagen und Zeltplätze und jede Menge Sportmöglichkeiten von Squash, Tennis, Bowling, Badminton bis zu Angeln und Bootsfahren.

Wellness und Wohlfühlen ist in besonderer Art im Hotel Terme angesagt. Im Speziellen sind es die Römisch-Irischen Bäder, die für gut zwei Stunden Seele und Körper in andere Dimensionen bringen. Nicht etwa wie in einer öffentlichen Sauna mit Lärm und der üblichen „Spechtlerei".

Ein Paar für sich durchlebt quasi zwölf Stationen. Die hübsche und recht resolute Bademeisterin überreicht eine Toga und begleitet das Paar dezent über die einzelnen Erholungspunkte. Dann steigt man in eine Welt der totalen Entspannung ein: Duschen (3 Minuten), Römisches Bad (15 Minuten), Wassergang, Whirlpool (10 Minuten), Irisches Dampfbad (15 Minuten), Kühlungsbad (1 Minute), Whirlpool (15 Minuten), Pilling, Wasserstrahl-Massage, Mineralbad (15 Minuten), Duschen und Entspannung bei Musik im Relaxarium. Fazit und Ergebnis: Wärmstens zu empfehlen, denn der Ärger eines ganzen Jahres ist in 120 Minuten passé!

Auskünfte und Informationen:

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Dir. Jan Ciglenicki

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Die Sava ist seit jeher der Weg. Jener Fluß, der seinen Ursprung im Westen hat, schlängelt sich gemächlich in den Südosten Sloweniens.

Die Sava verbindet die slowenische Hauptstadt Ljubljana mit der kroatischen Metropole Zagreb. Dort, im äußersten Südosten Sloweniens, ergießen sich die Wässer der Krka aus Novo Mesto und der Sotla aus Rogaska Slatina in die Sava. Wenige Kilometer sind es hier bis zur kroatischen Grenze. Zagreb, die Metropole ist kaum 30 Kilometer entfernt.

Die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien unterstreicht das heutige Trennende, das es in der Zeit Tito-Jugoslawiens nicht gegeben hat. Noch dazu, weil Slowenien 2004 im Boot der EU sitzt, Kroatien aber unverständlicherweise erst im Jahr 2007 an den Einstieg nach Europa rechnen darf.

Größte Stadt hier an der Sava nahe der kroatischen Grenze ist Brezice. Eine mittelalterliche Grenzfestung, einstens gegen die Ungarn und später gegen die Türken ausgebaut. Relikte aus dieser Zeit sind Schloß und Wehranlagen und ein mittelalterlich geprägtes Stadtzentrum. Ein neuzeitlicheres Wahrzeichen der Stadt ist die 527 Meter lange Brücke, die zugleich die Save und Krka überspannt. Wunderschöne Weißweine wie elegant und fruchtig ausgebaute Sauvignon Blancs und Chardonnays finden ihren Ursprung in den malerischen Weinbergen, die sich bis Bizelsko erstrecken. Das Land ist Ausflugs- und Erholungsregion der Zagreber und ein Geheimtip für ein paar Österreicher und Deutsche.

Ein einzigartiges Schmuckkästchen und eine Top-Adresse für Golfer, Gourmets und lauschig-romantische Stunden ist Grad Mokrice. Auf einem Hügel über dem Tal der Sava hatte Mokrice über die Jahrhunderte eine höchst wichtige strategische und militärische Funktion. Schon die Römer erkannten die Stätte als strategischen Punkt und errichteten dort die Militärfestung Romula. Auch die Römerstraße, die Oglej (Aquilea) mit Ljubljana (Emona) mit Sissak (Siscia) verband, führte direkt an der Militärfestung vorbei.

Wellenbad in der Therme Catez.

Auf den Grundmauern der einstigen römischen Militärfestung wurde die trutzige Wehrburg Mokrice errichtet. Erstmals 1444 erwähnt, spannte sich eine Reihe von Besitzern, von der Adelsfamilie Sebriach bis Baron Stattenberg. 1693 kam Mokrice in den Besitz der Familie Auersperg. In den Jahren wurde der prächtige Schloßpark mit den exotischen Pflanzen angelegt. Doch das eingeheiratete holländische Geschlecht von Gagern kam in finanzielle Schwierigkeiten. Im Jahr 1923 wurde somit der Zagreber Händler Berger Besitzer der Burg. Nach 1945 wurde das Projekt verstaatlicht und 1952 darin eine Gaststätte installiert.

Das Schicksal meinte es mit Mokrice über Gebühr gut. Die Gesellschaft der Therme Catez übernahm das Projekt. Seither wurde Mokrice in seiner Gesamtheit zu einem Schloßhotel mit Vier-Stern-Qualität ausgebaut. Ein einzigartiges Juwel mit höchstem Komfort mit 25 Doppelzimmern und vier riesigen Appartments in den runden Wehrtürmen. Alle Räumlichkeiten sind individuell und mit höchstem Geschmack eingerichtet. Bis zu historischen offenen Kaminen und feinster Badezimmereinrichtung ist hier alles perfekt.

Das Restaurant mit seinem idyllischen Speisesaal spielt allein schon optisch alle Stückerln. Dazu noch die Bar und der alte Weinkeller, der im alten Verlies im Kellergewölbe des Rundturmes untergebracht ist. Spitzenprodukte der slowenischen Winzer finden hier oftmals ihre Verkostung. Und zudem alle Räumlichkeiten für Geschäftstreffen, Feiern und Hochzeiten.

Was Hochzeiten, Verlobungen und Sonstiges zwischenmenschlicher Annäherungen betrifft, ist Mokrice eine Hochburg der Gefühle. Wer nicht nur auf Sinnespfaden, sondern auf dem Golfrasen wandeln möchte, bietet das Schloßgelände einen der schönsten Golfplätze Sloweniens. Mit seinen 18 Löchern präsentiert sich der 70 Hektar große Platz als ein Meisterwerk der Natur und des bekannten Architekten Donald Harradine.

Wunderschöner Speisesaal im Restaurant auf Mokrice.

Wer dazu noch wohlige Lust nach Therme, Erholung und Entspannung sucht, braucht von Mokrice zur Therme Catez nur wenige Autominuten. In Catez befindet sich das allergrößte Thermalzentrum Sloweniens. Schon vor über 200 Jahren wurden hier die Quellen der warmen Heilwässer entdeckt. In all den Jahren entwickelte sich Catez zum größten slowenischen Kurort mit 520.000 jährlichen Übernachtungen und einer Vielzahl von Tagesbesuchern. Einerseits als Kurbad gegen Rheuma, Krankheiten des Bewegungsapparates, Stoffwechselkrankheiten anerkannt, bietet die riesige Therme andererseits für Familien mit Kindern ein Top-Erlebnisangebot.

Das Wasser ist hier das Element. Demnach gibt es hier eine Thermalwasserfläche von über 12.000 Quadratmetern mit Wellenschwimmbad, Rutschen, Pirateninsel, Kinderschwimmbecken usw. Unter zwei riesigen Kuppeldächern bietet sich eine 1800 Quadratmeter große Thermalwasserfläche an - Whirlpools, Wasserfälle, Wasserrutschen, Flußschnellen, Unterwassermassagen inklusive. Dazu eine Vielzahl von Saunaanlagen, Erholungsinseln und Restaurants. Direkt im Anschluß befinden sich die verschiedenen Hotels.

Völlig saniertes Hotel Toplice aus dem Jahr 1828. Seit über 200 Jahren werden die warmen Quellen in Catez genutzt.

Entspannendes Mineralbad im Römisch-Irischen Bad... Wassergarten-Restaurant im neuen Hotel Toplice.

...und zum Abschluß der Wohlfühlaktion in das Relaxarium. Eines der individuell eingerichteten Gästezimmer auf Mokrice.

Ein besonderes Hotel mit Stil ist das total renovierte Hotel Toplice, errichtet 1828. Dazu der Toplice-Neubau mit insgesamt 131 Zimmern, vier Suiten und vier Appartements. Weiters das Hotel Zdravilisce (118 Betten) und das Hotel Terme (150 Zimmer). Das Hotel Terme besitzt außerdem eine hausinterne Badelandschaft. Darüber hinaus gibt es hier eine Appartementanlage mit Ferienhäusern und einen Campingplatz für 470 Wohnwagen und Zeltplätze und jede Menge Sportmöglichkeiten von Squash, Tennis, Bowling, Badminton bis zu Angeln und Bootsfahren.

Wellness und Wohlfühlen ist in besonderer Art im Hotel Terme angesagt. Im Speziellen sind es die Römisch-Irischen Bäder, die für gut zwei Stunden Seele und Körper in andere Dimensionen bringen. Nicht etwa wie in einer öffentlichen Sauna mit Lärm und der üblichen „Spechtlerei".

Ein Paar für sich durchlebt quasi zwölf Stationen. Die hübsche und recht resolute Bademeisterin überreicht eine Toga und begleitet das Paar dezent über die einzelnen Erholungspunkte. Dann steigt man in eine Welt der totalen Entspannung ein: Duschen (3 Minuten), Römisches Bad (15 Minuten), Wassergang, Whirlpool (10 Minuten), Irisches Dampfbad (15 Minuten), Kühlungsbad (1 Minute), Whirlpool (15 Minuten), Pilling, Wasserstrahl-Massage, Mineralbad (15 Minuten), Duschen und Entspannung bei Musik im Relaxarium. Fazit und Ergebnis: Wärmstens zu empfehlen, denn der Ärger eines ganzen Jahres ist in 120 Minuten passé!

Auskünfte und Informationen:

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Die Sava ist seit jeher der Weg. Jener Fluß, der seinen Ursprung im Westen hat, schlängelt sich gemächlich in den Südosten Sloweniens.

Die Sava verbindet die slowenische Hauptstadt Ljubljana mit der kroatischen Metropole Zagreb. Dort, im äußersten Südosten Sloweniens, ergießen sich die Wässer der Krka aus Novo Mesto und der Sotla aus Rogaska Slatina in die Sava. Wenige Kilometer sind es hier bis zur kroatischen Grenze. Zagreb, die Metropole ist kaum 30 Kilometer entfernt.

Die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien unterstreicht das heutige Trennende, das es in der Zeit Tito-Jugoslawiens nicht gegeben hat. Noch dazu, weil Slowenien 2004 im Boot der EU sitzt, Kroatien aber unverständlicherweise erst im Jahr 2007 an den Einstieg nach Europa rechnen darf.

Größte Stadt hier an der Sava nahe der kroatischen Grenze ist Brezice. Eine mittelalterliche Grenzfestung, einstens gegen die Ungarn und später gegen die Türken ausgebaut. Relikte aus dieser Zeit sind Schloß und Wehranlagen und ein mittelalterlich geprägtes Stadtzentrum. Ein neuzeitlicheres Wahrzeichen der Stadt ist die 527 Meter lange Brücke, die zugleich die Save und Krka überspannt. Wunderschöne Weißweine wie elegant und fruchtig ausgebaute Sauvignon Blancs und Chardonnays finden ihren Ursprung in den malerischen Weinbergen, die sich bis Bizelsko erstrecken. Das Land ist Ausflugs- und Erholungsregion der Zagreber und ein Geheimtip für ein paar Österreicher und Deutsche.

Ein einzigartiges Schmuckkästchen und eine Top-Adresse für Golfer, Gourmets und lauschig-romantische Stunden ist Grad Mokrice. Auf einem Hügel über dem Tal der Sava hatte Mokrice über die Jahrhunderte eine höchst wichtige strategische und militärische Funktion. Schon die Römer erkannten die Stätte als strategischen Punkt und errichteten dort die Militärfestung Romula. Auch die Römerstraße, die Oglej (Aquilea) mit Ljubljana (Emona) mit Sissak (Siscia) verband, führte direkt an der Militärfestung vorbei.

Wellenbad in der Therme Catez.

Auf den Grundmauern der einstigen römischen Militärfestung wurde die trutzige Wehrburg Mokrice errichtet. Erstmals 1444 erwähnt, spannte sich eine Reihe von Besitzern, von der Adelsfamilie Sebriach bis Baron Stattenberg. 1693 kam Mokrice in den Besitz der Familie Auersperg. In den Jahren wurde der prächtige Schloßpark mit den exotischen Pflanzen angelegt. Doch das eingeheiratete holländische Geschlecht von Gagern kam in finanzielle Schwierigkeiten. Im Jahr 1923 wurde somit der Zagreber Händler Berger Besitzer der Burg. Nach 1945 wurde das Projekt verstaatlicht und 1952 darin eine Gaststätte installiert.

Das Schicksal meinte es mit Mokrice über Gebühr gut. Die Gesellschaft der Therme Catez übernahm das Projekt. Seither wurde Mokrice in seiner Gesamtheit zu einem Schloßhotel mit Vier-Stern-Qualität ausgebaut. Ein einzigartiges Juwel mit höchstem Komfort mit 25 Doppelzimmern und vier riesigen Appartments in den runden Wehrtürmen. Alle Räumlichkeiten sind individuell und mit höchstem Geschmack eingerichtet. Bis zu historischen offenen Kaminen und feinster Badezimmereinrichtung ist hier alles perfekt.

Das Restaurant mit seinem idyllischen Speisesaal spielt allein schon optisch alle Stückerln. Dazu noch die Bar und der alte Weinkeller, der im alten Verlies im Kellergewölbe des Rundturmes untergebracht ist. Spitzenprodukte der slowenischen Winzer finden hier oftmals ihre Verkostung. Und zudem alle Räumlichkeiten für Geschäftstreffen, Feiern und Hochzeiten.

Was Hochzeiten, Verlobungen und Sonstiges zwischenmenschlicher Annäherungen betrifft, ist Mokrice eine Hochburg der Gefühle. Wer nicht nur auf Sinnespfaden, sondern auf dem Golfrasen wandeln möchte, bietet das Schloßgelände einen der schönsten Golfplätze Sloweniens. Mit seinen 18 Löchern präsentiert sich der 70 Hektar große Platz als ein Meisterwerk der Natur und des bekannten Architekten Donald Harradine.

Wunderschöner Speisesaal im Restaurant auf Mokrice.

Wer dazu noch wohlige Lust nach Therme, Erholung und Entspannung sucht, braucht von Mokrice zur Therme Catez nur wenige Autominuten. In Catez befindet sich das allergrößte Thermalzentrum Sloweniens. Schon vor über 200 Jahren wurden hier die Quellen der warmen Heilwässer entdeckt. In all den Jahren entwickelte sich Catez zum größten slowenischen Kurort mit 520.000 jährlichen Übernachtungen und einer Vielzahl von Tagesbesuchern. Einerseits als Kurbad gegen Rheuma, Krankheiten des Bewegungsapparates, Stoffwechselkrankheiten anerkannt, bietet die riesige Therme andererseits für Familien mit Kindern ein Top-Erlebnisangebot.

Das Wasser ist hier das Element. Demnach gibt es hier eine Thermalwasserfläche von über 12.000 Quadratmetern mit Wellenschwimmbad, Rutschen, Pirateninsel, Kinderschwimmbecken usw. Unter zwei riesigen Kuppeldächern bietet sich eine 1800 Quadratmeter große Thermalwasserfläche an - Whirlpools, Wasserfälle, Wasserrutschen, Flußschnellen, Unterwassermassagen inklusive. Dazu eine Vielzahl von Saunaanlagen, Erholungsinseln und Restaurants. Direkt im Anschluß befinden sich die verschiedenen Hotels.

Völlig saniertes Hotel Toplice aus dem Jahr 1828. Seit über 200 Jahren werden die warmen Quellen in Catez genutzt.

Entspannendes Mineralbad im Römisch-Irischen Bad... Wassergarten-Restaurant im neuen Hotel Toplice.

...und zum Abschluß der Wohlfühlaktion in das Relaxarium. Eines der individuell eingerichteten Gästezimmer auf Mokrice.

Ein besonderes Hotel mit Stil ist das total renovierte Hotel Toplice, errichtet 1828. Dazu der Toplice-Neubau mit insgesamt 131 Zimmern, vier Suiten und vier Appartements. Weiters das Hotel Zdravilisce (118 Betten) und das Hotel Terme (150 Zimmer). Das Hotel Terme besitzt außerdem eine hausinterne Badelandschaft. Darüber hinaus gibt es hier eine Appartementanlage mit Ferienhäusern und einen Campingplatz für 470 Wohnwagen und Zeltplätze und jede Menge Sportmöglichkeiten von Squash, Tennis, Bowling, Badminton bis zu Angeln und Bootsfahren.

Wellness und Wohlfühlen ist in besonderer Art im Hotel Terme angesagt. Im Speziellen sind es die Römisch-Irischen Bäder, die für gut zwei Stunden Seele und Körper in andere Dimensionen bringen. Nicht etwa wie in einer öffentlichen Sauna mit Lärm und der üblichen „Spechtlerei".

Ein Paar für sich durchlebt quasi zwölf Stationen. Die hübsche und recht resolute Bademeisterin überreicht eine Toga und begleitet das Paar dezent über die einzelnen Erholungspunkte. Dann steigt man in eine Welt der totalen Entspannung ein: Duschen (3 Minuten), Römisches Bad (15 Minuten), Wassergang, Whirlpool (10 Minuten), Irisches Dampfbad (15 Minuten), Kühlungsbad (1 Minute), Whirlpool (15 Minuten), Pilling, Wasserstrahl-Massage, Mineralbad (15 Minuten), Duschen und Entspannung bei Musik im Relaxarium. Fazit und Ergebnis: Wärmstens zu empfehlen, denn der Ärger eines ganzen Jahres ist in 120 Minuten passé!

Auskünfte und Informationen:

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Skifahren, Therme, Stadterlebnis pur. Nirgendwo auf der Welt bieten sich diese drei touristischen Komponenten gleichermaßen kompakt wie auch außerordentlich professionell an. Das einstige Marburg, heute Maribor ist diese außergewöhnliche Stadt. Im Norden von Altstadt und Drauufer öffnet sich die hügelige Landschaft hinein ins nahe „Steirische". Hier an den Hängen wachsen wunderbare Weine. Wie etwa die Joannisweine von Brodner, dem einstigen Landwirtschaftsminister im noch jungen Slowenien. Bislang war der Vollblut- Politiker Brodner auch im Aufsichtsrat der Terme Maribor. Marburg, einstens zweitgrößte Stadt der Steiermark und heute hinter Ljubljana in Slowenien an zweiter Stelle, ist das Zentrum der slowenischen Stajerska. Eine wunderschöne historische Altstadt, Universitätsstadt, Opernstadt, Weinstadt mit einem riesigen unterirdischen Weinkeller. Weiters Einkaufsstadt mit einem sehr großen Angebot und Thermenstadt mit Wellness- und Gesundheitsangeboten. Die Einrichtungen der Terme Maribor präsentieren sich im medizinischen Diagnostik-Zentrum „Fontana" nördlich der Drau und im 5sternigen Wellness- und Kongreßhotel „Habakuk". Das riesige „Habakuk" mit seinen 127 Zweibettzimmern, vier Suiten und 9 Appartements ist Standort großer wirtschaftlicher und politischer Tagungen. Das hier errichtete Tagungszentrum bietet ausreichend Platz für 830 Tagungsteilnehmer auf einer Fläche von immerhin 1.600 m2. Das „Habakuk" liegt am südlichsten Rand Maribors. Direkt am Fuße des gewaltigen Pohorje (Pachern). Wie ein grüner Riese tut sich hier dieses Bergmassiv als natürlicher Abschluß der Stadt auf. Gleich neben dem „Habakuk" befindet sich eine Seilbahn mit geschlossenen Gondeln. Die Bergstation liegt in einer Höhe von 1050 Metern. Daneben steht das neuerrichtete Hotel Bellevue, das ebenfalls zum Verbund der Terme Maribor gehört. Der Pohorje ist mit seinem gewaltigen Plateau mit Bächen, Wasserfällen und alten Waldbeständen ein Natur-Kleinod in nächster Nähe von Maribor. In der schneefreien Zeit ist der Berg ein beliebtes Ausflugsziel für die Marburger. Für Wanderer, Mountainbiker und Paragleiter. Und auch für Erholungssuchende. Schon allein der guten, sauberen Luft wegen. Als besonderes Angebot gibt es einen Kombipreis: Mittagessen im Hotel „Bellevue" auf dem Pohorje und eine Gondelfahrt um 11 Euro. Das neue Hotel Bellevue beinhaltet 42 Komfort-Doppelzimmer und Appartements. Im hoteleigenen Spa- und Erlebniszentrum gibt es ein breitgefächertes Entspannungsangebot. Im sogenannten „Cipros"-Bereich gibt es entspannte Zweisamkeit mit Duschen, Massagen und Peeling für Zwei. Preislich sehr attraktiv sind die jeweiligen Saisonpakete. Mit eingebunden ist dabei auch der große Thermalbereich im Hotel „Habakuk", das ja nur eine Seilbahnlänge entfernt, bei der Talstation steht. Das riesige Bergmassiv des Pohorje galt immer schon als eine Region der Elfen und Feen. In dieser Naturwelt gibt es das berühmte Moor von Lavrenc. Ein Torfmoorplateau mit 21 kleinen Seen. Umrandet von Berg-Kiefern und seltenen Pflanzen, wie Sonnentau, Moosbeeren und Rosmarinheide. Dieses älteste Hochmoor Sloweniens besteht seit 8000 Jahren. Eine weitere Attraktion ist der Schwarze See (Crno Jezero) mit seinem kristallklaren Wasser. Sehenswert ist auch der hier vorhandene Urwald besonders beim Wasserfall Veliki Sumik. Über die Wasserfälle brachten einst die Holzfäller die Fichtenstämme mit Trögen ins Tal. Besonders interessant ist „Stare Glazute" (Alte Glashütte). Hier lebten einst Glasbläser aus Friaul und anderen Regionen Italiens und erzeugten Gläser, Flaschen und prunkvolle Luster. Direkt beim einstigen prähistorischen Weg, der über den Gebirgsrücken des Pohorje verlief, steht die Kirche St. Bolfenka. Heute gibt es in dem Kirchenbau zahlreiche Ausstellungen. Speziell Wallfahrer kommen sehr oft zur Kirche St. Areha. In einem Steinsarkophag liegt im Hauptschiff der Kirche der Heilige Henrik. Gleich neben der Kirche fließt eine Trinkwasserquelle mit heilendem Wasser. Die Mountainbiker stürzen sich regelrecht mit ihren Fahrädern schier atemraubend den Hang des Pohorje hinunter. Im Winter sind es die Skifahrer und Snowboarder, welche die Pisten bevölkern. Ganze 40 Kilometer Skipisten weist der Winter auf dem Pohorje aus. Ein tolles Skigebiet, das auch von den Veranstaltern der jährlichen Damen- Weltmeisterschaft bislang favorisiert wurde. Immerhin wurde diese Weltmeisterschaft bereits zum 46. mal auf dem Pohorje veranstaltet. In den klaren Winternächten ist die Lichterkette entlang der Pohorje-Hänge weithin sichtbar. Es handelt sich dabei um die längste beleuchtete Skipiste der Welt. Zehn Kilometer Nachtskifahren findet großen Abklang. Die Nachtskikarte (18 bis 21 Uhr) kostet 23 Euro. Die Tageskarte ist um 30 Euro zu haben. Wer Marburg mit all seinen großen Angeboten einmal voll erleben möchte, der bucht eines der Angebote im Hotel „Bellevue" auf dem Pohorje oder direkt bei der Talstation das fünfsternige „Habakuk". Genau fünf Kilometer vom alten Zentrum der Stadt entfernt, ist das Hotel „Habakuk" ein idealer Punkt zwischen Pohorje samt Skifahren, Stadterlebnis und Therme sowieso. Das „Habakuk" bietet selbst ein sehr ausgeprägtes Thermalerlebnis bis täglich 22 Uhr. Dazu entsprechende Wellness-und Spa-Angebote. Ein besonderes Highlight ist das Erlebnispaket „Romantische Träume" für Zwei um 399 Euro: Zwei Übernachtungen in einer Romantik-Suite samt Luxuserlebnis im Wellness-Spa. Dazu Sekt und große Badewanne. Frühstück im Zimmer und Abendessen bei Kerzenschein und Sekt. Dazwischen einen feinen Ristretto bei Bedarf. Danica an der Kaffebar garantiert für besten Kaffee. Bei der slowenischen Hotel-Olympiade erreichte sie den zweiten Platz für ihren Super-Kaffee. Begeistert zeigt sich „Habakuk"-Hotelmanager Anderj Pust von den neuen Gäste- Entwicklungen. Seit Juni 2007 fliegt die Rainair dreimal wöchentlich die Verbindung London-Maribor. Seither stürmen die jungen Engländer/innen Maribor. Ansonsten sind es die Österreicher, Deutsche, Kroaten und Italiener, die in den sehr großen Gästezimmern des „Habakuk" einchecken.

Info: Slowenisches Tourismusbüro,

Direktor Jan Ciglenecki,

Opernring 1/R/4,

1040 Wien,

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Knapp eine viertel Stunde dauert die Fahrt für die fünfzehn Kilometer von der Grenze in Spielfeld auf der Autobahn. Inklusive des Stops bei der Maut, wo umgerechnet elf Schillling Gebühr zu entrichten ist.

Maribor ist das Ziel. Einstens Steiermarks zweitgrößte Stadt und heute die Metropole in der Stajerska im Nordwesten Sloweniens. Hinter dem Hauptplatz im Zentrum läßt sich noch ein Parkplatz finden. Ohne Parkgebühr. Immerhin hat der Reisende aus Österreich oder Deutschland kaum etwas in slowenische Tolar gewechselt, was niemand in Maribor oder sonstwo in Slowenien "krumm nimmt". Slowenien steht immerhin schon vor der Türschwelle zur EU, und Deutsche Mark oder Schilling zieht man hier dem Tolar überall vor. Die Slowenen lieben die harte Währung, denn mit harter Arbeit haben sie sich einen bemerkenswerten Wohlstand in den zehn Jahren der jungen Republik erarbeitet.

In den zahlreichen Geschäften der Innenstadt und speziell im Einkaufsmagnet Europark mit seinen unzähligen Markengeschäften ist ohnehin Plastikgeld von der American bis zur Visa angesagt. Die Stadt selbst zeigt von etwaigen "Ostverhältnissen" keine Spur. Blitzsauber sind die Gehsteige, die Straßen und die Parkanlagen. Weder Papier noch Zigarettenstummel beeinträchtigen das Bild einer gediegenen, ja gemütlichen Stadt.

Der geschichtsinteressierte Besucher schließt die Augen und läßt gedanklich diese Stadt mit all ihren gepflegten Gebäuden und Gassen in die Vergangenheit gleiten, als hier noch Marburg war. Marcpurch hieß die Stadt im Mittelalter, was soviel wie "Burg in der Grenzregion" bedeutet. Vorwiegend deutsch sprach man hier auch später noch.

In den ländlichen Dörfer rundum sprachen die Menschen wiederum verstärkt slowenisch. 1885 zählte diese damals zweitgrößte Stadt des Herzogtums Steiermark an die 14.000 Einwohner. Im Zuge des Aufkommens des slowenischen Nationalbewußtseins schuf der Dichter Stanko Vraz den Namen "Maribor".

Um 1900 zeichnete sich auch in Marburg der drohende Zerfall des habsburgischen k. u. k. Reiches ab. Zwischen Deutschen und Slowenen entstanden immer größere Spannungen. Mit dem Ende des Ersten Weltkrieges 1918 übernahm General Rudolf Maister die Befehlsgewalt in der Armee und ließ die deutsche Schutzwehr entwaffnen. Noch im Dezember des Jahres wurde die Stadt Maribor in das neugegründete Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen eingebunden. Maribor wurde zur Gänze slawisiert. Slowenisch wurde zur Amtssprache. Die Stadt erhielt eine slowenische Verwaltung, slowenische Schulen und den ersten slowenischen Bürgermeister.

Am 10. April 1941 besetzten die Truppen Hitler-Deutschlands Maribor. Vom Balkon des Rathauses rief Adolf Hitler der jubelnden deutschstämmigen Bevölkerung zu, daß Marburg wieder deutsch werde. Und Maribor wurde in kurzer Zeit mit "deutscher Gründlichkeit" wieder zu Marburg. 1945 war der Traum vom Sieg für das Großdeutsche Reich ausgeträumt. Alles Deutsche wurde geächtet und Grausamkeiten bestimmten wieder den Alltag. Marburg wurde wieder Maribor. Ddie Kommunisten hatten die Macht ergriffen und all jene Menschen, ob Deutsche oder auch Slowenen, die nicht ins System paßten, verschwanden. Man spricht heute von einigen großen Massengräbern irgendwo in der Landschaft in der Nähe von Maribor.

1991 entstand die kleine Republik Slowenien. Ein wunderschönes Land, das von den Ausläufern der ungarischen Tiefebene bis zur Adria reicht. Die Slowenen suchen heute die ehemals traditionelle Nähe zu Österreich und die Bewohner von Maribor sind stolz auf ihre schöne Stadt, der Metropole der "slowenischen Steiermark".

Die Jungen aus Maribor haben all das, was in den letzten hundert Jahren geschehen ist, wie einen Mantel ausgezogen. Man kümmert sich eher um einen guten Job, um Mode und all die Markenwaren, die es in den schönen Geschäften der Stadt im Übermaß gibt. Und natürlich um die vielen Möglichkeiten der Unterhaltung und der Veranstaltungen. Seit 35 Jahren findet jeweils im Jänner auf den wunderschönen Skihängen des Pohorje, des Mariborer Hausberges, ein FIS-Weltcuplauf der Damen statt. Im Juni findet der internationale Chorwettbewerb mit den besten Chören der Welt statt. Gleichzeitig im Juni wird mit der traditionellen Floßtaufe auch der Auftakt für das internationale "Festival Lent" gesetzt. Über 400 Veranstaltungen werden im Rahmen dieses multikulturellen Festivals über die Monate Juni und Juli durchgeführt. Das internationale Puppenspielfestival ist Treffpunkt der Puppenspieler aus aller Welt von Juni bis September. Der September steht im Zeichen des Festivals der klassischen Kammermusik. Im Oktober folgt das slowenische Theaterfestival, das seit 30 Jahren Maribor einen besonderen Status als Kunst-, Kultur- und Theaterstadt einräumt.

150.000 Einwohner zählt Maribor. Zudem gibt es hier gut 15.000 Studenten. Die Treffs der Studenten sind neben den zahlreichen Cafés und Eisdielen, wo albanische Gastarbeiter derzeit das beste Eis erzeugen, die Gegend rund um den "Lent". Hier am Drauufer sind die schönsten Plätze der Stadt. Da sind die Restaurants, Cafés und auch die großen Veranstaltungen des "Festival Lent" während des Sommers. Hier trennt die Drau die Stadt, die von liebevoll gerundeten Hügeln und vom Pohorje-Gebirge (Bachern) im Süden umschlossen wird. Überall auf den Anhöhen rund um Maribor wachsen wunderbare Weine, die in den Kellern an der Weinstraße zu hochklassigen Qualitätstropfen heranreifen. Hier wächst entlang einer Hausmauer auch der Welt ältester Weinstock.

Über 400 Jahre Geschichte trägt die Rebe mit sich. "Stara Trta" (alter Weinstock) nennt man diese Rebe in der Nähe der Stadtmauer und des Judenturmes. Die alljährliche Lese der Trauben "Blauer Kölner" ist seit Jahren ein traditionelles Fest der Bevölkerung. Alljährlich werden dann 100 Flaschen mit diesem Wein aus dieser Rebe gefüllt. Die Wirren der Vergangenheit überlebte die Rebe einfach aus dem Grund, weil sie für niemanden interessant war. Die Rebe überstand die Pest, die Weltkriege, die Türkenbelagerung, Hexenverbrennungen und auch die Feuersbrünste, die die Stadt im 17. Jahrhunderte nahezu einäscherten.

Unweit der Rebe ist der alte Wasserturm, in dem sich sich eine Vinothek mit den besten slowenischen Weinen befindet. Weine verkosten kann der Interessierte auch im gigantischen unterirdischen Weinkeller beim Stadtschloß. Speziell für die Österreicher und besonders die Steirer ist Meranovo interessant, das ehemalige Landgut von Erzherzog Johann. Einige Kilometer außerhalb der Stadt in attraktiver Höhe und umringt von Weingärten steht dieses Landhaus, des weit über seine Zeit hinaus beliebten Erzherzogs. Hier begründete Erzherzog Johann auch seine Visionen für den steirischen Weinanbau, errichtete im Jahre 1822 einen Weinkeller und startete mit dem Anbau der bislang unbekannten Sorten Rheinriesling, Traminer, Weißburgunder, Grüner Sylvaner und Chardonnay. Das sogar bei den meisten Slowenen unbekannte Bauwerk trägt über dem Hauseingang folgende in Stein gehauene Inschrift: "Als am 16. Juni 1830 FRANZ I., mein Kaiser und Herr und Seine erlauchte Gemahlin, unser geliebtes Kaiserpaar, dieses mein Haus mit allerhöchst Ihrer Gegenwart beglückten, die gesegneten Weinberge der Steiermark überschauend, habe ich Johann Erzherzog zu Österreich diesen Stein zum ewigem Andenken gesetzt."

Auskünfte:

Slowenisches Tourismusbüro

Direktor Jan Ciglenicki

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Landstrasser Hauptstraße 2

1030 Wien

Tel. 01/7154010

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Im Zuge des Bauprogrammes für Autobahnen in Slowenien konnte nun vor einigen Tagen ein großer Meilenstein gefeiert werden. Das letzte fehlende Autobahn-Teilstück der slowenischen A1 bei Trojane konnte dem Verkehr übergeben werden. Mit der Eröffnung der zwei, nach neuesten Sicherheitsstandards errichteten Tunnelröhren mit rund 2,9 Kilometern Länge, ist die letzte Lücke am Weg von Maribor an die Adria geschlossen worden. Somit stehen den österreichischen Urlaubern nun 230,7 Kilometer

modernste Autobahn für die Fahrt in die slowenische Hauptstadt und weiter an die Strände der Adria zur Verfügung. Das bedeutet, daß die Autofahrer ab sofort von Wien, Hartberg, Ilz, Gleisdorf, Leibnitz oder Graz ausschließlich die Autobahn benützen müssen. Bereits zuvor konnte nach nur drei Jahren Bauzeit das imposante Viadukt Crni Cal am Autobahn-Streckenabschnitt von Ljubljana nach Koper dem Verkehr übergeben werden. Diese Brücke überspannt mit bis zu 95 Metern auf Sockeln das Osapska Tal und gilt mit seiner Länge von über einem Kilometer als eines der eindrucksvollsten Straßenbauwerke Europas. Auch hier wurde die modernste Sicherheitstechnologie verwendet. Glatteis-Sensoren, Videoüberwachung und Brückenschutzsysteme für bis zu 200 km/h starke Winde gewährleisten höchstmögliche Sicherheit der Autofahrer.

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Im seidigen Licht spiegelt sich die Morgensonne im Wasser des Sees. Die Luft ist klar, würzig und frisch. Angereichert mit den Aromen einer einzigartigen Natur. Friedliche Stille liegt über dem See. Einzig die monotonen Ruderschläge der hölzernen Boote tauchen kleine kreisende Wirbel in die glatte Oberfläche. Die Boote, genannt „Pletna" haben allesamt das gleiche Ziel: Die Kirche "Maria Himmelfahrt".

Die kleine, mit Bäumen ummantelte Insel, auf der man über 99 Steinstufen die idyllische Kirche erreicht, liegt mitten im See. In all die Ruhe ringsum tönt eine Glocke von der Inselkirche. Immer wieder, in Abständen von Minuten. Ein zaghaftes Läuten, wie ein Anklopfen um eine Bitte und um Etwas zu erflehen. Es ist dies die „Wunschglocke", an der die Menschen ziehen, die mit den hölzernen Booten zur Kirche „Maria Himmelfahrt" gelangen. Jene Wunschglocke, die im Jahre 1534 von der nach Liebe dürstenden, schönen Witwe Polixena für den Glockenturm gestiftet wurde. Doch die Glocke und die Bootsbesatzung versanken bei der stürmischen Überfahrt zur Insel in den Fluten des glasklaren Seewassers. Seither will man sogar Glockentöne hören, auch wenn niemand am Strang zieht. Diese Geschichte ist ein kleiner Teil der Mystik rund um diesen einzigartigen See von Bled. Das Schmuckkästchen Bled liegt südlich der Karawanken in der Gorenjska, dem einstigen Krain.

Gut 50 Meter ist die Frühstücksterrasse vom Seeufer entfernt. Zwischen zwei Espressi beim hervorragenden Frühstücksangebot habe ich Zeit und Muse über all das nachzudenken, was diese Mauern und Bäume in dieser augenblicklichen Friedlichkeit schon gesehen haben. Schließlich ist dies nicht irgendeine Hotelterrasse, auf der ich frühstücke, sondern die Terrasse der „Vila Bled", der einstigen Residenz von Josip Broz Tito.

Der Partisanenführer und große Mann des ehemaligen Jugoslawiens feierte, arbeitete und traf hier alle für ihn wichtigen Staatsmänner seiner Zeit. Bishin zu Bokassa, dem Kaiser von Japan, Neru, Willi Brandt und Haile Selassie betraten über viele Jahre all jene Staatsmänner die „Vila Bled", die die Kooperation mit dem damals eigenständigen Jugoslawien finden konnten.

Der gebürtige Kroate Josip Broz Tito, später nur als Tito weltweit bekannt, war im Zweiten Weltkrieg der Partisanenführer schlechthin. Der Kleinbauernsohn, der eingefleischter Kommunist war, konnte Jugoslawien ohne direkte Beteiligung der Sowjets von der deutschen Besatzung befreien. Er war der einzige des kommunistischen Bundes, der Stalin die Stirn bot und somit 1948 mit seinem Jugoslawien aus der Gemeinschaft der kommunistischen Staaten ausgegliedert wurde.

Mit Tito führte Jugoslawien einen eigenständigen Status und wurde in den Jahren zum beliebtesten Urlaubsziel der Österreicher. Aus dem Hintergrund überwachte Tito seinen Staat und seine Autorität. Gegner und Kritiker wurden nicht geduldet. Genauso wie Titos Gefolgsmänner unter Stalin verschwanden, entledigte sich auch Tito seiner Widersacher.

Jugoslawien entwickelte sich mit der kommunistischen Grundphilosohie zu einer militärischen Macht auf dem Balkan. Was Serben über Bosnier und Kroaten über Serben denken, hatte in diesen Jahren unter Tito keine Signalwirkung. Tito war die Macht, das Gewissen und die Gegenwart Jugoslawiens.

Marschall Tito kam 1947 erstmals nach Bled. Er war hingerissen und fasziniert von der Ruhe und Schönheit der Landschaft rund um den See. Fasziniert auch von jenem Platz ein wenig über dem Ufer, wo einstens die Villa der Fürstenfamilie Windisch-Grätz stand und wo ab 1922 der serbische König und dessen Gattin seine Liebe zu Bled gefunden hatte. Das serbische Königspaar war von Bled derart begeistert, daß deren dritter Sohn hier geboren wurde. 1934 wurde der König erschossen und 1938 die Villa Windisch-Grätz abgerissen.

An dieser historisch durchtränkten Stätte errichtete dann Tito seine Residenz. Eine Residenz mit dem Monumentalbau-Charakter der 30er-Jahre. Man könnte meinen, Mussolini oder Hitler hätte diesen Bau nach dem architektonischen Charakterbild in Auftrag gegeben. Die Diktatoren dieser Zeit waren sich mehr oder minder sehr ähnlich. Es stand nur die Frage an, auf welchem politischen Ufer man stand. Ganz rechts oder sehr weit links.

Für den Monumentalbau „Vila Bled" brauchte Tito deutsche Gefangene - ähnlich wie Jahre zuvor die Deutschen für den Bau des Loibl-Tunnels Franzosen für sich schinden und sterben ließen. Die nahe Verbindung zu Bled über den Loibl-Paß und den dazu gehörigen Tunnel nach Klagenfurt ist eine wildromantische Fahrt und wunderschön. Wenn nur nicht der bittere Beigeschmack des Entstehens des Tunnels gar so nachdenklich stimmen würde.

Bis zu seinem Tode 1980 war Tito oftmals in der „Vila Bled". Im wunderschönen Park mit seinen gut 15.000 verschiedenen Arten von Gewächsen liebte er besonders eine Picknicklaube, wo er mit direktem Blick zur nahen Inselkirche „Maria Himmelfahrt" über die Menschen, die Welt und sein Jugoslawien nachdachte.

Zehn Jahre nach dem Tode Titos war Jugoslawien aus den Angeln und zu Grabe getragen. Das junge, demokratische

Slowenien will die gemeinsame Vergangenheit mit Tito vergessen lassen.

Die Zeit auf der Frühstücksterrasse der „Villa Bled" hat sich mit all den Gedankenspielen sehr schnell weitergedreht. Woanders würde das Personal hektisch das Frühstücksbüffet abservieren, doch hier laufen die Uhren anders. Man fragt höflich, ob man noch einen Espresso bringen könne.

1984 wurde die Tito-Residenz zu einem Hotel umfunktioniert. Mit seinem Team hat Sprachengenie Direktor Janez Fajfar das Gebäude zu einer „Klause der Ruhe" und individuellen Erholung umfunktioniert. Es sind ausschließlich individuelle Gäste, die hier für Tage, Wochen, ja auch für Monate ihren Urlaub verbringen. Wiederum sind es Staatsmänner, die sich auf Slowenien-Besuch einen Aufenthalt in der „Vila Bled" wünschen. Wie etwa Deutschlands Bundespräsident Rauh. Zehn Zimmer und zwanzig riesige Suiten bietet die „Vila Bled". Also eine durchaus überschaubare Anzahl an Gästen in nahezu familiärer Atmosphäre.

Ob aus Venedig, Triest, Paris oder Hamburg. Die Gäste kommen immer wieder und schlagen mit der Zeit ihren „Zweitwohnsitz" in der „Vila Bled" auf. Demnach ist das Hotel sehr gut übers Jahr ausgelastet.

Die Gäste sind fasziniert von den nostalgischen, riesigen Räumlichkeiten und der nahezu privaten Atmosphäre. Auch „Gaston" der Mops einer Triestiner Reedersfamilie hat sich hier über die Urlaube in all den Jahren mehr als eingelebt.

Neben dem wunderbaren Essen der Küche faszinieren noch der eigene Bade- und Bootssteg und der Park an der schönsten Seite des Bleder Sees. Die Preise für Übernächtigung samt Frühstück liegen für zwei Personen zwischen 160 und 360 Euro.

Auskünfte: Hotel „Vila Bled", Tel.00386/45791500.

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Auf der Kaffeeterrasse des Hotels Diana in Murska Sobota erfüllt sich die Luft mit den sinnlich-süßen Aromen der perfekt geführten Konditorei. Die Kellnerinnen servieren Torten, Eis und Gibanica. Jener wundersame Schichtstrudel mit Äpfel, Topfen, Mohn und Nüssen.

Von Osten her weht ein warmes Lüftchen und versetzt die Ränder der weißen Tischtücher in Bewegung. Im Osten liegt, kaum 20 Minuten Autofahrt entfernt, die Grenze zu Ungarn. Österreich mit der Grenze Sicheldorf (Gederovci) im Westen erreicht man in zwölf Minuten von dieser Terrasse aus. Auch die kroatische Grenze ist in Windeseile erreicht.

Das ist das interessante Los dieses nordöstlichsten Zipfels von Slowenien, dieses Dreiländerecks nördlich der Mur. Das Land scheint immer noch geprägt von der ungarischen Art. Die ganz spezielle pannonische Bauform der alten Dörfer und der besondere Hang zu Paprika und dem Gulasch lassen das Ungarische in der slowenischen Bevölkerung erkennen. Bis nach dem Ersten Weltkrieg gehörte dieser Fleck Erde zum einstigen riesigen Ungarland.

Der Westen mit Österreich ist quasi einen Steinwurf entfernt. Und doch eröffnen sich hier so ganz andere Formen von Essen und Trinken, Lebensstil und Kultur.

Auch die Natur spielt in diesem Dreiländereck ihr eigenes Spiel. Es ist das Land der Störche. Hier in den Auen und ausgeprägten Naturlandschaften haben die langbeinigen Vögel noch ausreichend Nahrung und Ruhe. Sie haben sich an die vermehrte Anzahl der Touristen gewöhnt, die speziell als Radfahrer die Liebe zu dieser intakten Auenlandschaft entdeckt haben.

Sliwowitz, Wein, Schinken und Speck gibt es entlang der Straßen nahezu überall. Die Hügel der Goricko im Norden umspannen das an die Mur angegliederte Auenland. An den Südhängen der Goricko reifen wunderbare Trauben. In den vielen Buschenschenken und Gaststätten inmitten der hügeligen Landschaft gibt es einen fruchtigen und leicht säurebetonten Wein.

Wer vom Burgenland aus dieses überaus interessante Gebiet erkunden möchte, gelangt über den Grenzübergang Bonisdorf sehr schnell nach Kuzma oder Grad, jener trutzigen Burg an dieser einstens so flammenden Grenze. Das slawische Grad heißt ins Deutsche übersetzt Burg.

Dieses Fleckchen Erde ist auch ein Land der Kirchen. Nicht nur in den Dörfern und Städten stehen schöne kirchliche Bauwerke, sondern auch an exponierten Stellen an den Spitzen von Hügeln und Bergen. Diese Kirchen dienten der tiefgläubigen Bevölkerung als Fluchtburgen vor all den kriegerischen Gefahren der Region.

Ein Muß für Kunstfreunde ist demnach der Besuch der Kirche St. Martin im vier Kilometer nördlich von Murska Sobota gelegenem Dorf Martjanci. Die gotische Kirche wurde 1392 von Meister Johann Aquila aus Radkersburg erbaut und mit Wandgemälden geschmückt.

Eine weitere sehr berühmte Kirche befindet sich acht Kilometer östlich in Bogojina. Der bedeutendste slowenische Architekt Joze Plecnik vollbrachte hier ein höchst eigenartiges Kirchenbauwerk. Der vom Wirken seines Lehrmeisters Otto Wagner getragene Künstler errichtete rund um eine romanische Kirche herum die Kirche Christi Himmelfahrt. Erbaut in den Jahren von 1924 bis 1927, gehört dieser Bau zu den wichtigsten Denkmälern zeitgenössischer Kunst in Slowenien nach dem Ersten Weltkrieg. Die keramischen Teller an der Eichenlaubdecke und die Krüge am Hauptaltar sind Produkte der einheimischen Töpfer aus Bogojina und dem wenige Kilometer entferntem Filovci. Hier in dem kleinen Dorf Filovci lebten und arbeiteten früher an die 100 Töpfer. Das ganze Dorf war sozusagen eine einzige Töpferei und eine einzigartige Stätte des sogenannten „Schwarzbrandes".

Alojz Peunec ist hier der letzte Töpfer. Über die Generationen wurde die Kunst des Schwarzbrandes immer wieder überliefert. Von seinem Vater hat er die Schwarzbrand-Kunst erfahren. Alojz Peunec bearbeitet mit dem Lehm aus dem Dorf die Töpferscheibe, so wie es hier die Menschen vor hunderten von Jahren schon taten. Eigentlich nicht ganz, denn innerhalb der letzten Jahre wurde die Drehscheibe mit einem Motor aufgemotzt. Immer dann, wenn es aus der hohen Scheune von Alojz Peunec ziemlich arg herausraucht, werden die Gefäße wie Vasen, Teller, Krüge usw. nach der alten Schwarzbrandmethode gebrannt. In gemauerten Rundkuppeln werden die Tongegenstände gut zwölf Stunden bei 980 Grad mit dem Schwarzbrand versehen. Das Ergebnis sind wunderschöne, schwarzgebrannte Keramikgegenstände, wie sie sonst in Afrika und Asien noch erzeugt werden. Auf jedes einzelne seiner Gegenstände ist der Töpfer, der über das ganze Jahr in Sandalen und ohne Socken anzutreffen ist, besonders stolz. Zum relativ günstigen Preis kann man direkt beim Töpfer die Keramikgegenstände kaufen.

Keine zehn Kilometer von Filovci, dem Dorf der schwarzen Keramik entfernt, liegt die Thermenmetropole Moravske Toplice. Toplice heißt „Heilbad". Die Slowenen sagen, daß sie in Moravske kein Heilwasser, sondern „heiliges Wasser" haben. Es ist jenes „schwarze Wasser", das ein wenig nach Petroleum riecht und eine besondere Wirkung bei Rheumatismus, Entzündungen und Hautkrankheiten hat. Die hier errichtete Therme 3000 ist ein riesiges Thermenareal mit Frei- und Hallenbecken. Im Rahmen der 5.000 Quadratmeter Wasserflächen gibt es 20 Becken, Wasserrutschen, Sprungturm, Wildbach usw. Dazu Saunen, Massagesalons, Restaurants, Kinderspielplatz.

Adria-Fischspezialitäten im Ajda-Restaurant. Viel Spaß mit der überdimensionalen Rutsche.

Wer exklusive Erholung der ruhigeren Art sucht, der ist im total renovierten 4-Sterne-Hotel „Ajda" bestens aufgehoben. Der 234-Betten-Bau spielt so ziemlich alle Stückerln für ein paar Tage Erholung und Wellness. Exklusiv für die Hotelgäste gibt es ein großzügig ausgerichtetes Hallenbad samt Freibecken und ausreichend Liegen. Und natürlich auch ein separates Becken mit dem berühmten „schwarzen Wasser" zur Therapie gegen diverse Wehwehchen.

Was Essen und Trinken im Ajda-Restaurant betrifft, kann man sich hier aufgrund des Angebotes kulinarisch an die Adria versetzen. Gegrillte Meerestiere wie Langostinos, Calamari, Seezunge und Drachenkopf schmecken wie an der Küste. Slowenien ist eben ein mediterranes Land, wenngleich die Autofahrt von Moravce nach Österreich von hier rund um eine viertel Stunde ausmacht. Ein spannendes Gebiet, jenes Land des „schwarzen Wassers" im Dreiländereck!

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Nicht nur der Duft nach gebratenen und gegrillten Fischen und Meerestieren, sondern auch ein „Hauch von Tartini" liegt zeitweilig über Piran. Wenn die Wasser der Adria leicht die steinernen Klippen der kleinen Landzunge umspielen. Wie ein tänzelndes Liebeslied des großen Geigers Guiseppe Tartini, der einstens 1692 in Piran geboren wurde. Einer der größten Geiger, den die Welt je erblicken konnte. Wenn dann der kalte Nordwind über die Berge des Hinterlandes hinwegfegt, dann bäumt sich das Meer in gewaltigen Wogen auf. Bora nennt man an der Küste diesen Sturm. Unbarmherzig peitschen die Wellen auf die Klippen und überspülen die gepflasterten Wege. Wie der „Teufelstriller", jene Sonate, die unter all den Kompositionen zum Hauptwerk des Künstlers wurde. Die Faszination Pirans in all seiner mittelalterlichen Beengtheit der Mauern und Häuser trägt den sichtbaren Stempel Venedigs. Venezianisch und italienisch. Ein nicht unbeträchtlicher Teil der Piraner zählt sich auch heute zur italienischen Volksgruppe. Italienisches Essen, italienische Sprache, italienische Gepflogenheiten. Nicht ohne Grund sind Pirans Restaurants das ganze Jahr über beliebtes Ziel der Italiener von Triest, Grado oder auch Mestre. Besonders am 15. August, bei „Ferragosta", ist Piran stark in italienischer Hand.

Dabei haben die Piraner am 14. und 15. August selbst einiges zu erledigen. Es betrifft die Muttergottes-Wallfahrtskirche gleich um die Ecke im Salinen- und Naturschutzgebiet Strunjan. Mit kleinen Booten wird jeweils am 14. August das Altarbild aus der Kirche von Strunjan nach Piran gebracht. Um sodann am 15. August wiederum von den Piraner Männern im Rahmen einer feierlichen Bootsprozession zurückgebracht zu werden. Das Altarbild der Kirche „Santa Maria della Visione" zeigt ein Gemälde des Malers Francesco Valerio mit der Erscheinung der Heiligen Maria in Strunjan. Nach dem Ereignis in jener Nacht vom 14. auf den 15. August des Jahres 1512. Damals erschien hier den Weingartenhütern Giovanni Grandi und Pietro di Zagabria die Mutter Gottes. Eine damals ganz kleine Kirche stand hier am Ufer der Sali nenfelder schon seit 1200. Einstens als Kirchlein der Benediktinerschwestern, die im Kloster (heute Villa Tartini) hier in Strunjan lebten, beteteten und arbeiteten. Die Witwe des Piraners Petronio Barcazza ließ die baufällige Kirche 1463 renovieren. Seit der Marienerscheinung 1512 ist Strunjan für Istrien ein ganz wichtiger Wallfahrtsort. Aber auch für Naturliebhaber und „Streßflüchtlinge" ist die Bucht von Strunjan ein Labsal. Eingebettet in ein 160 Hektar großes Naturschutzgebiet bietet hier die Bucht Erholung pur. Das klare, salzhaltige Wasser, die alte Salinenlandschaft und das Kliff mit seiner Höhe von 80 Metern. Das größte seiner Art an der Adria. Über Jahrhunderte ein geschütztes Anbaugebiet für Gemüse, Kräuter, Oliven, Obst und speziell Erdbeeren. Arbeitsstätte auch für die fleißigen Frauen dieser Gegend. Harte Arbeit als Salinerin bei der Salzgewinnung oder als „Savrinke". Frauen, die mit ihrem frischen Gemüse täglich den Weg nach Triest auf sich nahmen, um dort am Markt oder Direkt-Kunden ihre Produkte zu verkaufen. In der Bucht von Strunjan leben Fauna und Flora in bester Form. Kleine Eidechsen, Schmetterlinge und eine Vielzahl von Vögeln. Im kristallklaren Wasser eine Vielzahl von Fischen, Muscheln und delikaten Krebsen. Solch eine gute Wasserqualität, daß hier seit Jahren auch Miesmuscheln in speziellen „Muschelbänken" gezüchtet werden. Von bewaldeten Hügeln umgeben, zeigt sich die wunderschöne Bucht „Salinera". Mit einem seicht ins Meer verlaufenden Kiesstrand, Bäumen, Grasflächen und schattigen Plätzen. Schon im Jahre 1913 wurde in dieser malerischen Bucht das Hotel „S.Spirito" errichtet.

Das Hotel Salinera wurde 1968 gebaut. Dazu 1983 eine Reihe von Bungalows. Ein über die Jahre bei Familien, auch mit Kleinkindern sehr beliebter Urlaubsort. Nun wurde die gesamte Ferienanlage Salinera baulich erweitert und völlig renoviert. Der „Startschuß" für die Öffnung der neuen Anlage erfolgte am 12. Mai 2006. Das Hotel Salinera selbst wurde baulich erweitert und beinhaltet nun Standard- und neue Superior-Zimmer (4-Sterne). Das Hotelrestaurant hat 250 Sitzplätze und liegt im Zentrum der Anlage. Dazu eine neue Terrasse für die Gäste. Im Hotel befinden sich auch Räumlichkeiten für Work-Shops oder interne Veranstaltungen. Neu sind auch ein Meerwasser-Hallenbad und eine Wellness-Anlage mit den Angeboten der Vital-Energie. Völlig neu ist die sogenannte „Vila Maia" mit ganz tollen und großen Appartements. Eingerichtet auch mit Küchenblock. Für jene Gäste, die sich vielleicht teilweise oder auch überhaupt „selbst versorgen" möchten. Die Spezialitäten der Kulinarik sind allerdings in der gesamten Region hervorragend. Eines der allerbesten Restaurants an der gesamten slowenischen Küste ist das Restaurant Pomurka hier in Strunjan. Spezialisiert auf venezianische und istrische Fischküche. Hervorragend die Miesmuscheln direkt aus Strunjan. Weiters gibt es hier auch die kleinen Ferienhäuser in den Hang der Bucht eingebunden. Je nach Größe mit drei bis sechs Betten ausgestattet. Dazu Kochnische, Kühlschrank, Geschirr, Sat-TV und Telefon. Eine Hotelanlage, die sehr kinderfreundlich ist. Speziell ausgerichtet auf Erholung unter Einbindung dieser wunderschönen Landschaft im Naturschutzgebiet. Im Zuge des Neubaues gibt es für die Gäste auch eine Tiefgarage. Im Sinne der Lufterholung hat die Hotelanlage „Salinera" auch über Weihnachten und Neujahr geöffnet. Strunjan ist eine kleine Oase mit dem Salz dieser Erde. Weiß leuchten die Kristalle in der morgendlichen Sonne. Eine feine duftig-salzige Brise liegt in der Luft. Der Cabernet Sauvignon der Region um Koper funkelt feurig, dazu ein Stück gesalzenes Weißbrot. Und eine Unendlichkeit der Ruhe, in die sich immer wieder Vogellaute von den Salinen einbinden. Die Natur lebt hier in ihrem jahrhundertealten Rhythmus. Und das Meer in der Bucht ist glatt an diesem Abend wie ein Spiegel. Leicht eröffnet Tartini über Piran und Strunjan eine seiner Sonaten. Fein und zart beginnen die Wellen zu tänzeln. Auf den „Teufelstriller" hat er heute keine Lust. Das Meer bleibt ruhig und die Küste bleibt von den Stürmen der Bora verschont. Danke Tartini!

Info: Tel. 0386/5 676 2502

This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

[link] www.portoroz.si

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Slowenien hat sein erstes exklusives 5-Sterne-Kurhotel. Damit nicht genug: Das Livada Prestige, im pannonischen Kurort Moravske Toplice, ist das weltweit erste Hotel, in dem Thermalwasser aus den Wasserhähnen der 122 Luxuszimmer sprudelt. Die Gesellschaft Terme 3000 d.d., Teil des Konzerns Sava, konnte hier in rekordverdächtigen 18 Monaten einen Komplex erschaffen, der mit seinen Leistungsangeboten auf höchstem Qualitätsniveau und erstklassigem Restaurant für Slowenien ein absolutes Novum darstellt. Das Luxushotel wurde von Premier der Republik Sloweniens Janez Jansa gemeinsam mit dem Direktor der Division Tourismus im Sava Konzern Andrej Sprajc und Generaldirektor Terme 3000 d.d. Dusan Bencik eröffnet. Letzterer sprach: „Das Hotel Livada Prestige ist ein modernes Heilbad, welches das bestehende Angebot von Panonske Terme vervollständigen und die Struktur der Gäste verbessern wird." Franc Cipot, Bürgermeister von Moravske Toplice, betonte: „Die Entwicklungspotentiale in unserer Region sind außerordentlich, die Entwicklung bringt Fortschritt und neue Arbeitsstellen. "

Das Hotel Livada Prestige verfügt über ein modernes Wellness-Zentrum mit Spezialprogrammen für Erholung und Vorsorge, einen Golfplatz mit 18 Löchern, Multimedia Konferenzsaal, Hallen- und Freibäder, Naturbecken mit schwarzem Thermomineralwasser und einem großen Angebot verschiedenster Sportaktivitäten. Für das kulinarische Angebot im Hotel Livada Prestige sorgt ein vielversprechendes Team rund um Danilo Kozar, Mitglied des slowenischen olympischen Chef-Teams und Träger zahlreicher internationaler Kulinarik- Preise. Auf der exklusiven Speisekarte stehen Spezialitäten aus Prekmurje, internationale Köstlichkeiten sowie Diät- oder Biokost. Dazu werden Spitzenweine aus der Region so wie ausgezeichnete internationale Tropfen kredenzt. Einzigartig die Vermarktungsmethode: Der Verkauf wird nicht auf Hoch- und Nebensaison aufgeteilt, sondern das Angebot wird thematisch an die vier Jahreszeiten angepasst. Das Hotel umfasst 122 Luxuszimmer, davon 28 Junior- und 4 Senior-Suiten. Alle Räume sind mit Stilmöbeln, LCD TV-Geräten und Internetanschluß ausgestattet. Die Terme 3000 und das Hotel Livada Prestige sind vom Grenzübergang Sicheldorf kaum 20 Fahrminuten entfernt.

Infos unter Tel. 00386/25122200 oder

Slowenisches Tourismusbüro in Wien, Tel. 01/7154010.

[link] www.slovenia.info

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Mit dem Ausbau der Autobahn Maribor- Koper ist die Adria für die Österreicher in greifbare Nähe gerückt. Küste und Meer sind in nicht einmal vier Stunden von Spielfeld aus mit dem Auto erreichbar. Salzige Luft, wunderschönes Wasser und eine südländische Vegetation entschädigen den Reisenden für die Autofahrt durch die karstige Landschaft mit all ihren Reizen. Koper ist das Ziel. Jene historische Stadt, die wenige Kilometer südlich der italienischen Küstenmetropole Triest liegt. Über Serpentinen schlängelt sich die Straße in die Bucht von Koper, wo seit Menschengedenken im sicheren Wasser die Schiffe ihren Hafen fanden.

Die Griechen, die sich hier niedergelassen hatten, nannten ihre damalige Siedlung Aigida. Die Römer tauften die Siedlung in der Bucht Caprea Insula (Ziegeninsel). Von den Slawen stammt die Bezeichnung Koper. Die Venezianer, die hier über Jahrhunderte herrschten, bezeichneten Koper als Capodistria, was soviel wie „Haupt Istriens" bedeutet. Über die Zeiten hinweg, war es immer wieder der Hafen, der Koper für die nördliche Adria so wichtig machte. Auch heute ist der Hafen von Koper im Wettstreit mit Triest um einiges voraus. Nicht etwa nur als Marina für die kleinen Nußschalen der Freizeitkapitäne (die sportlichen Segelboote und Motorjachten finden hier ein interessantes Hafengewässer), sondern als Wirtschaftshafen für den Transport von Waren von immer größerer Bedeutung. Gerade für die österreichische Wirtschaft ist der Hafen von Koper ein ausgesprochen wichtiger Umschlagplatz, der mit der Einbindung Sloweniens in die EU-Familie noch weiter an Gewicht gewinnen wird.

Mit Koper verbindet man nicht nur Hafen und Wirtschaft, sondern auch Erholung, Kultur und Kulinarisches. An der Nordseite der Bucht von Koper befindet sich das Seebad Ankaran. Ein traditionelles Erholungsziel der Laibacher und Triestiner. Für die Italiener ist Koper nicht nur wegen des klaren Wassers beliebt, sie schätzen die zahlreichen Fischlokale mit den fangfrischen Meerestieren und Fischen – duftend zubereitet nach istrischer Art – oder die großen und wundervollen Miesmuscheln von den Muschelbänken bei Strunjan. Und dazu die tollen Weine aus dem nahen Karst rund um Koper. Leckerbissen, die im „Land des Tolar" um einiges günstiger sind als in den Restaurants an der italienischen Küste. Zudem duftet hier der Espresso nahezu wie in Triest. Der Glanz Venedigs schwebt über der Altstadt von Koper. Patrizierhäuser und Paläste samt dem Markuslöwen als Wappentier zeigen die Stellung Kopers in den vielen Jahren der venezianischen Epoche auf. Besonders beeindruckend ist die in venezianischer Gotik errichtete Loggia am Hauptplatz.

Dort, wo sich die Patrizier für ihre Versammlungen trafen, ist heute ein Café mit Blick auf das Leben auf dem historischen Platz. Eine zentrale Funktion nimmt hier der wunderschöne Prätorenpalast ein. Der zinnenbewehrte Komplex war einstens Rathaus und dient heute als Gerichtsgebäude. Unmittelbar daneben ist die Kathedrale St. Nazarius, an der vom 13. bis zum 18. Jahrhundert gebaut wurde. Der mächtige Campanile neben der Kirche war früher ein Turm der Stadtbefestigung. Interessant auch der Getreidespeicher und natürlich die alten und vielfach schön bemalten Fassaden in den engen Gassen der Altstadt. Das wehrhafte Koper wurde rund um den Hauptplatz errichtet. Aus Sicherheitsgründen wurde die Stadt auf kleinen Inseln unmittelbar vor dem Festland ausgebaut. Erst viel später wurde ein verbindender Damm errichtet und die Wasserstraße zwischen Festland und Insel zugeschüttet. Die einst so mächtige Republik Venedig ist aber nicht nur in der Altstadt von Koper allgegenwärtig. Auch der Hochebene an der slowenisch- italienischen Grenze haben die Venezianer ihren bleibenden Stempel aufgedrückt. Gemeint ist das Karstgebiet, eine Kalkgesteinslandschaft mit porösen Steinen, sowie mit unzähligen Felsspalten und Höhlen, in denen zeitweilig oberirdisch verlaufende Bäche und Flüsse urplötzlich verschwinden, um an einer anderen Stelle wieder ans Tageslicht zu gelangen. Für die Entstehung dieser bizarren Gegend zeichnet sich besonders der Umweltschädling Mensch aus. Speziell die Venezianer waren es, die hier alle Wälder abholzen ließen, um für die Lagunenstadt Venedig, die auf hunderttausenden Holzpfählen errichtet wurde, die nötigen Holzstämme zu bekommen. Auch für den Bau der Schiffe wurde wie Wild gerodet. Der Meereswind trug die restliche Erde dann mit sich. Übriggeblieben ist der nackte Fels einer riesigen Karstlandschaft im gesamten Hinterland rund um Koper. Doch zurück zu Koper und seinen Tourismusangeboten.

In bester Lage direkt am Yachthafen und in unmittelbarer Nähe zur wunderschönen Altstadt befindet sich das traditionelle Hotel Koper. Ein elegantes Stadthotel mit einem erstklassigen Restaurant. Langustini mit Gnocci sollte man sich dort nicht entgehen lassen. Dazu ein Glas erstklassigen Chardonnays aus dem Karstgebiet. Einfach perfekt. Für Wasserratten, Familien mit Kindern und Wellness-Orientierte bietet sich das Hotel Zusterna förmlich an. Hier gibt es auf dem Dachplateau der Hotelanlage einen attraktiven Aquapark samt Hallenbad mit einer Wasseroberfläche von immerhin 3.700 Quadratmetern. Rutschen und Wellenanlage sorgen für das entsprechende Planscherlebnis. Wer es es besinnlicher mag, kann im Wellness-Center „Justinopolis" die römisch-irischen Bäder besuchen und ein faszinierendes Wohlfühlprogramm über sich ergehen lassen. Ein Erlebnis der besonderen Art, das in der gleichen Form auch in der bekannten Terme Catez angeboten wird. Zusätzlich gibt es hier für das körperliche Training ein sehr modern ausgestattetes Fitneßstudio. Das Hotel Zusterna beinhaltet 117 Ein- und Zweibettzimmer, weiters Suiten und Appartements, einen Kinderklub und eine Hotelgarage mit bewachten Parkplätzen. Auch für Radfahrer ist der Urlaub in Koper sehr reizvoll. Immerhin sind die nächsten Schmuckkästchen an der Adra-Küste, nämlich Izola, Strunjan, Piran und Portoroz, problemlos zu erreichen. Allesamt wunderschöne Städte mit besten Restaurants und zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Ideal zum Bootfahren, Schwimmen und auch Tauchen im glasklaren Wasser dieser nördlichen Adria.

Auskünfte erteilt das Slowenische Tourismusbüro, Direktor Jan Ciglenicki, Opernring 1/R/4, 1010 Wien

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Mit dem Ausbau der Autobahn Maribor- Koper ist die Adria für die Österreicher in greifbare Nähe gerückt. Küste und Meer sind in nicht einmal vier Stunden von Spielfeld aus mit dem Auto erreichbar. Salzige Luft, wunderschönes Wasser und eine südländische Vegetation entschädigen den Reisenden für die Autofahrt durch die karstige Landschaft mit all ihren Reizen. Koper ist das Ziel. Jene historische Stadt, die wenige Kilometer südlich der italienischen Küstenmetropole Triest liegt. Über Serpentinen schlängelt sich die Straße in die Bucht von Koper, wo seit Menschengedenken im sicheren Wasser die Schiffe ihren Hafen fanden.

Die Griechen, die sich hier niedergelassen hatten, nannten ihre damalige Siedlung Aigida. Die Römer tauften die Siedlung in der Bucht Caprea Insula (Ziegeninsel). Von den Slawen stammt die Bezeichnung Koper. Die Venezianer, die hier über Jahrhunderte herrschten, bezeichneten Koper als Capodistria, was soviel wie „Haupt Istriens" bedeutet. Über die Zeiten hinweg, war es immer wieder der Hafen, der Koper für die nördliche Adria so wichtig machte. Auch heute ist der Hafen von Koper im Wettstreit mit Triest um einiges voraus. Nicht etwa nur als Marina für die kleinen Nußschalen der Freizeitkapitäne (die sportlichen Segelboote und Motorjachten finden hier ein interessantes Hafengewässer), sondern als Wirtschaftshafen für den Transport von Waren von immer größerer Bedeutung. Gerade für die österreichische Wirtschaft ist der Hafen von Koper ein ausgesprochen wichtiger Umschlagplatz, der mit der Einbindung Sloweniens in die EU-Familie noch weiter an Gewicht gewinnen wird.

Mit Koper verbindet man nicht nur Hafen und Wirtschaft, sondern auch Erholung, Kultur und Kulinarisches. An der Nordseite der Bucht von Koper befindet sich das Seebad Ankaran. Ein traditionelles Erholungsziel der Laibacher und Triestiner. Für die Italiener ist Koper nicht nur wegen des klaren Wassers beliebt, sie schätzen die zahlreichen Fischlokale mit den fangfrischen Meerestieren und Fischen – duftend zubereitet nach istrischer Art – oder die großen und wundervollen Miesmuscheln von den Muschelbänken bei Strunjan. Und dazu die tollen Weine aus dem nahen Karst rund um Koper. Leckerbissen, die im „Land des Tolar" um einiges günstiger sind als in den Restaurants an der italienischen Küste. Zudem duftet hier der Espresso nahezu wie in Triest. Der Glanz Venedigs schwebt über der Altstadt von Koper. Patrizierhäuser und Paläste samt dem Markuslöwen als Wappentier zeigen die Stellung Kopers in den vielen Jahren der venezianischen Epoche auf. Besonders beeindruckend ist die in venezianischer Gotik errichtete Loggia am Hauptplatz.

Dort, wo sich die Patrizier für ihre Versammlungen trafen, ist heute ein Café mit Blick auf das Leben auf dem historischen Platz. Eine zentrale Funktion nimmt hier der wunderschöne Prätorenpalast ein. Der zinnenbewehrte Komplex war einstens Rathaus und dient heute als Gerichtsgebäude. Unmittelbar daneben ist die Kathedrale St. Nazarius, an der vom 13. bis zum 18. Jahrhundert gebaut wurde. Der mächtige Campanile neben der Kirche war früher ein Turm der Stadtbefestigung. Interessant auch der Getreidespeicher und natürlich die alten und vielfach schön bemalten Fassaden in den engen Gassen der Altstadt. Das wehrhafte Koper wurde rund um den Hauptplatz errichtet. Aus Sicherheitsgründen wurde die Stadt auf kleinen Inseln unmittelbar vor dem Festland ausgebaut. Erst viel später wurde ein verbindender Damm errichtet und die Wasserstraße zwischen Festland und Insel zugeschüttet. Die einst so mächtige Republik Venedig ist aber nicht nur in der Altstadt von Koper allgegenwärtig. Auch der Hochebene an der slowenisch- italienischen Grenze haben die Venezianer ihren bleibenden Stempel aufgedrückt. Gemeint ist das Karstgebiet, eine Kalkgesteinslandschaft mit porösen Steinen, sowie mit unzähligen Felsspalten und Höhlen, in denen zeitweilig oberirdisch verlaufende Bäche und Flüsse urplötzlich verschwinden, um an einer anderen Stelle wieder ans Tageslicht zu gelangen. Für die Entstehung dieser bizarren Gegend zeichnet sich besonders der Umweltschädling Mensch aus. Speziell die Venezianer waren es, die hier alle Wälder abholzen ließen, um für die Lagunenstadt Venedig, die auf hunderttausenden Holzpfählen errichtet wurde, die nötigen Holzstämme zu bekommen. Auch für den Bau der Schiffe wurde wie Wild gerodet. Der Meereswind trug die restliche Erde dann mit sich. Übriggeblieben ist der nackte Fels einer riesigen Karstlandschaft im gesamten Hinterland rund um Koper. Doch zurück zu Koper und seinen Tourismusangeboten.

In bester Lage direkt am Yachthafen und in unmittelbarer Nähe zur wunderschönen Altstadt befindet sich das traditionelle Hotel Koper. Ein elegantes Stadthotel mit einem erstklassigen Restaurant. Langustini mit Gnocci sollte man sich dort nicht entgehen lassen. Dazu ein Glas erstklassigen Chardonnays aus dem Karstgebiet. Einfach perfekt. Für Wasserratten, Familien mit Kindern und Wellness-Orientierte bietet sich das Hotel Zusterna förmlich an. Hier gibt es auf dem Dachplateau der Hotelanlage einen attraktiven Aquapark samt Hallenbad mit einer Wasseroberfläche von immerhin 3.700 Quadratmetern. Rutschen und Wellenanlage sorgen für das entsprechende Planscherlebnis. Wer es es besinnlicher mag, kann im Wellness-Center „Justinopolis" die römisch-irischen Bäder besuchen und ein faszinierendes Wohlfühlprogramm über sich ergehen lassen. Ein Erlebnis der besonderen Art, das in der gleichen Form auch in der bekannten Terme Catez angeboten wird. Zusätzlich gibt es hier für das körperliche Training ein sehr modern ausgestattetes Fitneßstudio. Das Hotel Zusterna beinhaltet 117 Ein- und Zweibettzimmer, weiters Suiten und Appartements, einen Kinderklub und eine Hotelgarage mit bewachten Parkplätzen. Auch für Radfahrer ist der Urlaub in Koper sehr reizvoll. Immerhin sind die nächsten Schmuckkästchen an der Adra-Küste, nämlich Izola, Strunjan, Piran und Portoroz, problemlos zu erreichen. Allesamt wunderschöne Städte mit besten Restaurants und zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Ideal zum Bootfahren, Schwimmen und auch Tauchen im glasklaren Wasser dieser nördlichen Adria.

Auskünfte erteilt das Slowenische Tourismusbüro, Direktor Jan Ciglenicki, Opernring 1/R/4, 1010 Wien

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Die 46,5 Kilometer der slowenischen Adriaküste beginnen in der aufstrebenden Hafenstadt Koper und enden in der Bucht von Portoroz. Diese friedliche Bucht bringt die Seele der Menschen auf Wanderschaft. Ob nun mit Blick von der Terrasse des Theatercafes in Piran über die Wellen und Segler hinweg auf das kroatische Savudrija. Oder vom Sandstrand des Kempinski Palace Portoroz ebenso über die Bucht und die Salinen. Hier wird nicht nur eines der allerbesten Salze der Welt mühevoll in Handarbeit produziert. Hier hat sich eine wohltuende Mixtur aus Geschichte, Atmosphäre und Meeresrauschen gebildet. Wenngleich für Touristen unbemerkt zwischen Kroatien und Slowenien ein jahrelanger Streit sich rund um die Bucht von Portoroz mit den Schifffahrtsrechten abspielt. Aber das sind die allerletzten politischen Auswirkungen nach dem Zerfall des einstigen Jugoslawiens. Kaum etwas erinnert hier noch an das kommunistische Regime. Adriatisch, venezianisch und altösterreichisch verspürt man hinsichtlich der Baudenkmäler. Und ein Schwarzer wurde in diesen Wochen zum Bürgermeister von Piran gewählt. Eine kleine Sensation rund um den „Obama von Piran", wie der neue Stadtchef allgemein in der Bevölkerung genannt wird. Portoroz und Piran sind die beliebtesten touristischen Ziele an der slowenischen Adriaküste. Das milde Klima, die saubere Luft und das Wasser der Adria machten Portoroz in seiner geschützten Bucht zu einem attraktiven Erholungsziel. Ein Domizil für Segler. Für gut 1000 Boote ist hier der Yachthafen ausgelegt. Und ein begnadeter Platz für Erholung, Wellness, Urlaub und Kur. Schon in der Monarchie war Portoroz als Kurort sehr beliebt. Der Piraner Arzt Dr. Lugnano hatte bereits 1885 in Portoroz eine Kuranstalt errichtet. Eine heilende Besonderheit ist der Salzschlamm aus den Salinen für Fangobehandlungen. Dazu Salzsole und Thermalwasser. Das Meer und das milde Klima runden das Angebot angenehm ab. Entlang der Strandpromenade stehen die Hotelanlagen mit schönstem Blick über die Bucht. Die Hotels haben ganzjährig geöffnet. Wellness- und Spaanla gen sowie Hallenbäder sind nahezu in allen Hotels integriert.


Der Brillant unter allen Hotels in Portoroz und ganz Slowenien ist das „Kempinski Palace Portoroz". Das erste Hotel Sloweniens zugleich, das in der Fünf-Sterne-Superior-Kategorie ausgezeichnet wurde. Vor dem Ersten Weltkrieg im Jahre 1910 wurde der Prachtbau Grandhotel eröffnet. Ein Meisterwerk des österreichischen Architekten Johannes Eustacchio. Gemeinsam mit dem Hotel Excelsior in Venedig galt das Grandhotel lange Zeit als das größte und schönste Hotel an der gesamten Adriaküste. Über die Jahrzehnte, zwei Weltkriege, Monarchie und Kommunismus hinweg konnte sich das Grandhotel seinen Anreiz und die elegante Würde bewahren. Die Berühmten, Reichen und Schönen trafen sich im Grandhotel. Wie etwa speziell in den 60er Jahren Orson Welles, Yul Brunner, Adriano Celentano, Marcello Mastroianni und Sophia Loren. Wegen seiner prächtigen Architektur wurde das Grandhotel Palace Anfang der 80er Jahre als „Kulturelles Monument" ausgewiesen und unter Denkmalschutz gestellt. Zugleich wurde auch die Hotel- Gartenanlage zum „Monument of Shaped Nature" unter Schutz gestellt. Dennoch stellte das Hotel seinen Betrieb ein. Mitte der 80er Jahre dann nochmals eine Eröffnung als Versuch, das Hotel weiterführen zu können. Dann im Jahre 1990 schloß das Grandhotel nach 90jähriger Brillanz in der Hotelbranche seine Pforten. Für immer? Sag, niemals nie! Der Dornröschenschlaf für das Grandhotel sollte 20 Jahre andauern. Kein Investor zeigte sich für die riesige Investition bereit. Dann endlich gab die Firma Istrabenz grünes Licht für die Rettung des Grandhotels. Fünf Jahre bis 2008 wurde renoviert und gebaut. Der französische Architekt Jean- Claude Laville bewahrte den prächtigen Altbau und setzte stilvoll einen modernen Neubau hinzu. Das Kempinski Palace Portoroz beinhaltet 181 Zimmer und Suiten in fünfsterniger Ausstattung. Spitze ist die Präsidenten-Suite mit zwei Schlafzimmern auf 230 m2. Oder die Marcello Party-Suite mit riesiger Privatterrasse, Jacuzzi, Bar samt Meerblick auf dem Hoteldach. Durch das gesamte Hotel ziehen sich die Stilbereiche Jugendstil, Art Nouveau, Bauhaus, Kubismus und Art Deco. Im Kempinski Palace gibt es acht Restaurants und Bars. Das Erlebnis pur ist das lange Frühstück in hervorragender Buffetform im barocken Ballsaal „Crystal Hall". Hochgradig ausgerichtete Dinners gibt es in den Restaurants „Sophia" und im „Fleur de Sel". Dazu ein Weinkeller mit vielen großen Weinen dieser Welt. Für Entspannung sorgen der Spa-, Wellnessbereich und die Badelandschaft. Inklusive Partnerschaftsmassagen und Saunabereich. Mit seiner beeindruckenden Atmosphäre ist das Kempinski Palace ein beliebter Treff für Romantiker und Hochzeitsreisende. Aber auch Bälle und Tagungen finden oftmals in den diversen Sälen und Räumlichkeiten statt. Ein großartiger Rahmen für die großen Dinge des Lebens. Als Gast genießt man gerne auch über den Tag hinaus das Angebot des fünfsternigen Hotels. Doch das nahe Meer, die Luft und die Promenade von Portoroz rufen! Kleine Bars und Fischrestaurants direkt am Strand. Geschäfte und die Life Class Hotels in unmittelbarer Nähe. Gut 150 Meter vom Kempinski Palace entfernt duftet es ungeheuerlich gut nach gebratenen Fischen und Meerestieren. Ein eher unscheinbares Lokal ist der Ursprung dieser Düfte: „Ribja Kantina Fritolin". Nahezu jeder der kleinen Tische ist besetzt. Auch draußen unter dem Vordach sitzen Gäste und essen Branzino, Sardellen und Muscheln. Die frischen Fische, Meerestiere und Muscheln schmecken köstlich. Kellner Ame Sefoski ist hier die Institution für Freundlichkeit und Service. Die Fische und Muscheln stammen alle aus Piran. Firmenchefin Lucia besitzt eigene Muschelbänke. Früher war die Kantine eine Art Fischmarkt. Seit sechs Jahren gibt es die Kantine als Fischlokal. Täglich von 11 bis 23 Uhr hat das kleine Lokal geöffnet. Ein exzellenter Gegensatz in Harmonie zum Kempinski Palace Portoroz ([link] www.kempinski-portoroz.com).

Auskünfte: Slowenisches Tourismusbüro

Direktor Jan Ciglenecki

Opernring 1/R/4, 1010 Wien

Tel. 01/7154010

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Sehr traditionell schwärmen die österreichischen Feinschmecker und Weinliebhaber von Friaul und dem Collio rund um Cormons und Gorizia. Das „Italienische" sowieso mit den hervorragenden Weinen und den herzhaften Speisen punktet bei den Gästen seit vielen Jahren. „Klingende" Restaurants wie „Felcaro", „Giardinetto" oder speziell „La Subida" sind Adressen der kulinarischen Begehrlichkeiten. Seit Jahren „rutschen" die Steirer und Kärntner für ein kurzes, aber intensives Wochenende über die Autobahn und Tarvis in dieses lukullische „Schlaraffenland" des Collio. Ein relativ kurzes Ziel für wenige Stunden Fahrzeit. Gleichzeitig aber auch das Abtauchen in eine ganz andere Welt mit Palmen und vereinzelten Olivenbäumen und den wärmenden Sonnenstrahlen auch im Jänner und Februar. Molto bene! Nach nahezu 100 Jahren und zwei Kriegen haben sich die Friaulaner zudem an die einstige gemeinsame Geschichte mit Österreich besonnen. Franz Joseph, der Kaiser und alles rund ums Österreichisch - Habsburgerische erweckt man in der Region verstärkt zum Leben. Man erinnert sich verstärkt aus Büchern und Geschichten an die einstige wirtschaftliche Hochkonjunktur dieser Region, des Collio und der Goriska Brda. Weil eben Wien und die Monarchie in gewaltigen Mengen von hier Wein und Kirschen einkaufte. In der folgenden „italienischen Zeit" waren diese Geschäfte für viele Jahre eingeschlafen. Doch der Reiz regionaler Küchenspezialitäten mit all den Kräutern und Gewürzen, weiters das angenehme Ambiente und die herrlichen Weine dazu, entfalteten einen „Gourmet-Tourismus" im Collio. Das „Yugoslawische" wenige hundert Meter hinterm „La Subida" wollte auch in den 90er Jahren niemand gerne befahren. Außer den Kettenrauchern, die sich hier ihr Auto mit Zigaretten befüllten und bei der Heimfahrt problemlos ihren „Raucher-Schatz" über die italienisch-österreichische Grenze bringen konnten. In der einstigen yugoslawischen Goriska Brda gleich neben dem italienischen Collio spielte sich die Welt in den 90er Jahren irgendwie auch anders ab. Hier war die „Schmankerlkul tur" rund um Essen&Trinken auf die pure Existenzerhaltung gesetzt. Die Weintrauben mussten rigoros an die staatliche Genossenschaft geliefert werden. Lieblos, planwirtschaftlich und hoffnungslos. Das Ergebnis waren auch nicht besondere Weinqualitäten. Wenngleich die wunderbaren Hügel im Görzer Bergland die Reben in noch bessere Qualitäten reifen lassen, als das flachere Collio. Alle Winzer produzieren ihre eigenen Weine der absoluten Spitzenklasse und spielen in der Liga der Weltklasse gehörig mit. Und das Kochtechnische in der Goriska Brda mit herrlichem Prsut, Oliven, Pasta, Polenta, Brot (alles selbstgemacht) und natürlich auch Fischspezialitäten schlägt alle Vorstellungen. So hervorragend, daß heute auch die Italiener scharenweise in die Goriska Brda pilgern. Wegen der Weinspezialitäten zu Movia, zu Stojan Skurek, Igor Jakoncic, Belica, Simcic usw. Weingüter, kleine, größere und sehr bekannte sind hier regelrecht vernetzt. Das Wein- Städtchen Dobrovo ist der „Wein- Nabel" der großen Weine in der Goriska Brda. Hier im alten Weinkeller des Schlosses aus dem 16. Jahrhundert gibt es seit weinigen Jahren die „Vinotheka Brda" in Besitz von 45 Winzern der Region. Sommelier Toni Gomiscek präsentiert hier alle Top-Weine zum Winzerpreis. Dazu zum Verkosten natürlich Prsut, Salami, Käse und auch warme Gerichte für Gruppen ([link] www.vinotekabrda. si). Hinter jedem Wein stecken Personen, Schicksale und Geschichten. Und so startete ich natürlich eine „Wein-Reportagentour" direkt zu einigen der Top-Winzer. Erstes Ziel: Stojan Scurek ([link] www.SCUREK.COM Plesivo 44 bei Dobrovo). Einer der Top-Winzer mit fünf Söhnen und 18 Hektar Anbaufläche. Der Hund gleich beim nachbarlichen Weingut müsste „italienisch" bellen. „La Subida" ist genau einen Kilometer entfernt. So nah ist Skurek an der Grenze. Hochklassig Sauvignonasse (ehemals Tokai), Pinot Blanc, der „gemischte Satz" namens Stara Brda, Rose ( Refosco und Merlot) und „Contra", der neue weiße Barrique. Weiters Sauvignon Franc, herrlicher Merlot und Cabernet Sauvignon. Zudem der Süßwein Pikolit in perfektem Ausbau. Topweine als Draufgabe der „UP" mit Merlot (80%) und Cabernet Sauvignon oder „Story" mit Rebula und Muskat in einzigartigen Orangen-Mandarinentönen. Allein Skurek mit dem Emblem der Heuschrecke ist eine Reise wert.


Zweites Ziel: Ales Kristancic (kristalvin@ siol.net Visnevik 39 bei Dobrovo). Direkt an der legendären Geburtstätte des römischen Legionärsweines ein diesbezüglich faszinierenden Rebula (Zitrus-Orangen) und herrlicher Sauvignon Blanc mit überraschend viel Alkohol. Zudem die Top-Weine „Trium" (Rebula 18 Monate in Eiche), „Aracanum (36 Monate Barrique) und ein Merlot um 8,30 Euro wahrlich besser als viele teure Weine aus Frankreich. Drittes Ziel: Weingasthof Belica ([link] www.belica.net Medana 32 bei Dobrovo). Schon allein wegen der Atmosphäre, wegen der schönen Zimmer und besonders wegen der wunderbar regionalen Köstlichkeiten eine Reise wert. Dazu herrliche Weine ab 5 Euro die Flasche ( Medana Novo). Top-Spezialitäten sind Izbrano belo (Holzreifung Akazie) und Izbrano Rdece (Holzreifung Eiche). Viertes Ziel: Igor Jakoncic (aljosa. This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. Kozana 5 bei Dobrovo). Das Weingut seit 1847. Eigene Weine wieder seit 1990. Sechs Weißweine, vier Rotweine, Süßwein und herrlicher Sekt. Wunderschöner Rebula und faszinierend „Bela Carolina" ( Chardonnay und Rebula) in 18 Monaten Reife in Barrique. Hochklassig „ Red Carolina" (Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc) in 18monatiger Reife in Barrique. Export nach Japan, China, Serbien und ein wenig nach Österreich. Fünftes Ziel: „Movia" Ales Kristancic ( movis@ siol.net Ceglo 18 bei Dobrovo. Seit 1820 gibt es das absolute Top- Weingut Sloweniens. Und weil ich mit Ales Kristancic befreundet bin, erlebten wir in seinem Weingut seine besondere Gastfreundschaft. Mit dabei eine Gruppe von Italienern, denen der Besuch bei Movia einiges wert war. Auf die Frage, wohin Ales Kristancic seine „Movia"- Weine vorrangig exportiert, die lakonische Antwort: Dorthin, wo die Menschen am meisten von Wein verstehen: Nach Italien, New York und Kalifornien!

Info:

Slowenisches Tourismusbüro,

Direktor Jan Ciglenicki,

Opernring 1/R/4,1010 Wien,

Tel. 01/7154010,

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Die Hügel der slowenischen Goriska Brda erheben sich majestätisch über das tiefergelegene italienische Collio. Steinwürfe entfernt die getrennte Stadt Gorizia und Nova Gorica und auch Cormons. Vom 60 Kilometer entfernten Monfalcone weht der feinsalzige Wind der Adria über die hügelige Landschaft. Hier in Medana eröffnet sich eine Art von „Garten Eden" . Auf den tiefgrünen Wiesen wachsen die knorrigen Olivenbäume. Rundum an den Hängen Weinreben wie golden leuchtende Wogen eines riesigen Meeres voller Wein. Einzelne rotgedeckte Dächer der hier verstreuten Weingüter ragen aus dem „Grünlich-Gelben" der Weinanlagen heraus. In den regionalen feinen Spitzen-Restaurants köchelt auf den Herden weiße oder gelbe Polenta. Als Beilage zu den herrlichen Speisen der Region. Die Reise von der östlichen Steiermark in die Goriska Brda ist auf jener Streckenführung bestens: Von Maribor über Ljubljana und Postojna und über Razdrto nach Nova Gorica. Nach der Ausfahrt durch Nova Gorica in Richtung Bovec. In der Stadt Solkan links über die Soca- Brücke. Auf der sogenannten Coridor-Straße über den Berg Sabotin gelangt man geradewegs nach Dobrovo in das Herz des Görzer Hügellandes. Dazwischen einmal die Bezeichnung „Italia" für einige 100 Meter auf der Straße. Um nach Dobrovo zu gelangen, durchfährt man italienisches Gebiet. Heute in den Zeiten der EU und der Verlagerung der Schengen-Grenze kein sichtbares Problem. Ziel der dreieinhalbstündigen Fahrt ist Medana und im Speziellen das agrartouristische Landgut Belica. Ein Geheimtip in einer Oase der Ruhe und bester Kulinarik schlechthin. Ruhe und Frieden hat es in der Goriska Brda über viele Jahrhunderte allerdings niemals gegeben. Nicht die Zeiten mit den deutschen Habsburgern hängen hier negativ nach. Man fühlte sich auch später hier als Teil der Monarchie. Die Slowenen im Görzer Hügelland hatten zwar keine Reichtümer, aber man war froh, dennoch überleben zu können. Mit dem Verkauf von Kirschen, Olivenöl und den am Wiener Hof gefragten getrockneten weißen Pflaumen reichte es gerade zum Überle ben. Und Österreichs Armee benötigte rund um die Uhr jede Menge Soldaten und Handwerker. Mit dem Beginn der Venezianischen Kriege gegen Österreich im Jahre 1509 sollte die Region um Görz niemals mehr Frieden haben. Zumindest bis zur Gründung der Republik Slowenien 1991. Auch im ersten Weltkrieg, als die Italiener 1915 gegen Österreich-Ungarn als einstige Bündnispartner die Waffen erhoben, begann die erste Schlacht an der Südfront im Görzer Hügelland. Genau 11 Isonzo- Schlachten sollten noch folgen. Trotz des gewaltigen Sieges über die Italiener bei der 12. Isonzo- Schlacht, wurde das Görzer Umland 1921an Italien abgetreten. Die Deutsch-Österreicher mußten verschwinden, die Slowenen durften bleiben. Jedoch kümmerten sich die Italiener nicht um die Existenzen der Menschen. Der Verkauf von Kirschen und Olivenöl an Italien war sinnlos. Gleichsam wie Sand an einen Beduinen in der Wüste verkaufen. Es war in der Erinnerung eine ganz schreckliche Zeit für die Menschen in der Region.


Dann kam der grauenhafte II. Weltkrieg. Nach 1945 wurde die immerhin 2000 Jahre bestehende gemeinsame Region geteilt. Ein Drittel unter Collio an Italien und zwei Drittel unter Goriska Brda an Yugoslawien. Die eigenartige Grenzziehung in sogenannten Mäanderlinien quer durch die Weingärten wurde nach der damaligen Schußweite der Kanonen von vier Kilometern gezogen. Im Abstand von vier Kilometern von Dörfern, Brücken und wichtigen Punkten. Das Ergebnis ist eine Region, wo überall Italien und Slowenien beginnt und auch aufhört. Bis zum Jahre 1976 gab es dann keinen Friedensvertrag zwischen Italien und Yugoslawien. Die Menschen in der Goriska Brda lebten allerdings mit Italien im Gleichklang. Hier bekam auch das Schmugglerwesen gewaltige Triebe. Die Italiener in Goriza hatten alles, wobei es im yugoslawischen Nova Gorica an vielen Dingen mangelte. Und die Winzer in Yugoslawien, so ebenfalls in der Goriska Brda mußten all ihre Trauben in der Genossenschaftskellerei abgegeben. Nur einer verweigerte in ganz Yugoslawien diese Tito-Doktrin: Mirko Kristancic, der Vater von Movia-Weinkönig Ales Kristancic. Mirko, der Querkopf, nahm alle Schikanen in Kauf und schickte einen Brief samt seinem eigenen besten Wein an Tito. Das Ergebnis: Movia wurde Titos offizieller Tisch- und Staatswein und Mirko war somit der einzig freie Weinbauer in ganz Yugoslawien. Ein paradiesisches Plätzchen ist das kleine Landgut Belica, keine 200 Meter von Movia inmitten des Dorfes Medana. Der Name „Belica" stammt von „belo", eben weiß. Der 1898 geborene Urgroßvater hatte schon als kleines Kind weiße Haare und wurde mit dem kindlichen Kosenamen „ Belica" gerufen. Im Jahre 1992, wie überall sonst auch in der Goriska Brda, startete auch hier die Familie Mavric gewaltig durch. In der Landwirtschaft wurden die Weine in Flaschen gefüllt und ein Verkostungsraum errichtet. Trotz einiger familiärer Schicksalsschläge begann man 2004 mit der Errichtung eines ganz feinen Landgutes. Wunderschöne acht Zimmer und zwei Appartements, Swimming- Pool, ein herrlicher Gastgarten und regionale Top-Spezialitäten in angenehmen Gasträumen. Individuelles Frühstück mit selbstgemachtem Prsut. Herrlich auch die Top-Weine aus dem eigenen Anbau. Mutter Daria fertigt als Küchenchefin jeden dritten Tag eine neue Menükarte. Die Lebensmittel sind alle frisch und zumeist aus der eigenen Erzeugung und rundum von den Bauern der Region. Eine Übernachtung für zwei Personen samt Frühstück kostet ab 60 Euro. Hervorragend ist der Prsut in Wein, geräucherter Käse mit weißem Polenta (Gries), Wildragout, Hirschfilet usw. Als besondere Geste des Hauses kann sich jeder Gast durch die reichhaltige Palette der Schnäpse, Grappas und Brände durchkosten. Völlig kostenlos! Bier gibt es in dem herrlichen Landgut keines. Das „Hirter" brachten sich die Kärntner Freunde des einstigen Vizekanzlers Gerhard Haupt selber mit. Haupt feierte in der Freundesrunde kürzlich hier seinen 60er.

Info:

Belica, Zlatko Mavric, Medana,

Tel. 00386/53042104, This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Oder

Slowenisches Tourismusbüro, Direktor Jan Ciglenicki,

Opernring 1/R/4, 1010 Wien,

Tel. 01/7154010, This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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Winter an der Adria. Keine drei Stunden Fahrtzeit von der Steiermark entfernt, präsentiert sich der slowenische und somit oberste Teil der Adria als Auslage hinein in den Frühling. An manchen Bäumen hängen noch die sonnengelben Kaki und vereinzelt auch Mandarinnen und Orangen. An die 14 Grad bringt die Wintersonne an Tagestemperaturen zwischen Koper und Portoroz ein. Überwiegend prägt die Sonne hier das Leben. Die Wintersonne ist allerdings anders. Sie durchdringt im legendären Theatercafe in Piran auch noch im Untergehen das skurile Lokal. Ein Erlebnis der Wärme. Die Sonnenstrahlen lassen alles in diesem Cafe rötlich erscheinen. Wir sind die einzigen Gäste im Theatercafe. Bis auf die kleine Gruppe der Piraner Einheimischen, die die kurze Zeit des Winters nutzen, um hier einmal Gast sein zu können. Von April bis Oktober fest in der Hand der Touristen. Da boomt das Theatercafe wie ein Bierzelt auf dem Münchener Oktoberfest. Im Winter kann man sich gelassen nahezu jeden Tisch aussuchen. Drinnen und auf der im Sommer so heiß begehrten Terrasse. Entlang der Meerespromenade ist es ruhig. Ein Angler will zum Abendessen partout noch frischen Fisch. Aber die kalten Meeresfluten haben auch die Fische ein wenig „bißfaul" gemacht. Einzig der niemals kranke Piraner Meeresschwimmer ist das wohl lebendigste Lebewesen hier im Adria- Wasser. Täglich geht dieser Einheimische ins Meer schwimmen. Zu jeder Jahreszeit. Im Sommer hat das Wasser gut 26 Grad. Im Winter sind es acht bis zehn Grad. Demnach fehlen auch alle Badelustigen. Allerdings sitzen die Menschen im Freien. Vor den Cafes und auch vor den Fischlokalen zwischen den Touristenrestaurants Pavel, den drei Witwen und Ivo hier an der Promenadenmeile. Einige der Gäste sitzen auch im Freien, weil sie Raucher sind. In Slowenien ist ja das Rauchen in öffentlichen Lokalen verboten. Auch der wunderschöne Tartini- Platz läßt ungewohnten Platz zum Durchatmen. Das Geschäft mit den wunderbaren und besten Salzqualitäten der Welt von den Meeres- Salinen hat geöffnet. Das Schokoladengeschäft daneben hat eine längere Inventur und somit geschlossen. Mitten auf dem Tartini-Platz eine überdachte Eislaufanlage. Für die Menschen von Piran, die im Winter ihre eigene Stadt wieder erleben. Im Sommer leben die Menschen außerhalb der alten Mauern. Dann wird jeder Quadratmeter innerhalb der Stadt an die zahllosen Touristen vermietet. Die Gegenwart und die Zukunft Pirans prägt Bürgermeister Peter Bossman. Der wohl einzige Schwarze, der in einer Stadt innerhalb der EU als Bürgermeister fungiert. Dr. Peter Bossman ist Arzt im Krankenhaus. Seit 40 Jahren lebt der beliebte Mediziner hier. Geboren wurde er in Ghana. Von dort kam erwegen des Studiums nach Laibach. Die Liebe war sein Schicksal. So blieb er da. Auf dem Tartiniplatz direkt vor seinem alt-venezianischem Amtsgebäude traf ich den beliebten Politiker. Ich habe Bürgermeister Bossman in die Steiermark eingeladen.


Das nächste Ziel ist das Hotel Piran. Ein faszinierendes Hotel. Das kultige Hotel hat die Winterzeit nach Neujahr geschlossen. Wenngleich hier der einstige Langzeitgast Yul Brunner gedanklich aus der grandiosen Suite Rondolo „grüßen läßt", hat dieses 1912 errichtete Hotel keinen Wellness- und Spa-Bereich. Was gerade im Winter für die Gäste wichtig erscheint. Demnach gestaltet sich der Urlaubswinter in dieser Adria-Region zutreffender in der nahen Partnerstadt Portoroz. Für einen Euro pro Person gibt es den Bus-Transfer vom Parkplatz beim Restaurant PRIMARI in Piran bishin zum LifeClass- Grand Hotel in Portoroz. In einer Reihe stehen die LifeClass- Hotels in unmittelbarer Strandnähe in der vormals habsburgischen Kurmetropole Portoroz. Das Grand Hotel und die Hotels Slovenja, Riviera, Apollo, Mirna und Neptun. Miteingebunden in den Verbund der Hotels ist das riesige Wellness- und Gesundheitszentrum. Ein Komplex für sich mit Schwimmbädern, Wai Thai Center mit Thai-Massagen, Shakti Ayurveda Center mit Ayurveda-Meistern aus dem indischen Kerala, dem medizinisch- physiotherapeutischen Center, dem Thalasso Center, dem Beauty Center und dem Sauna Park. Seit über 110 Jahren ist Portoroz ein Begriff für Gesundheitstourismus. Aus dieser Geschichte heraus entwickelte sich in Portoroz ein vielfältiges Angebot rund um das Wohlbefinden des Menschen. Das Spa- Angebot ist in seiner Vielfalt und Qualität umwerfend. Was die Architektur der Massage- und Wohlfühlräume angeht, haben es die Planer hier geschafft, asiatische Atmosphäre für den Gleichklang der Gefühle einzubringen. Für romantisch Verliebte gibt es auch ein breites Angebot von diversen Ayurveda-Partnerschaftsmassagen, Sauna und Whirlpool inklusive einem Glas Sekt zum Paketpreis. Das wunderbare Salz aus den Salinen und der Salinenschlamm als Fango stehen im Thalasso- Center im Mittelpunkt aller Behandlungsbereiche. Gesundheit und Erholung pur in einem reizvollen Ambiente. Eine Welt für sich ist der Saunapark auf einer Fläche von 1000m2. Hier bieten sieben Saunen ein Optimum an Schwitzvergnügen. Nach den Saunagängen ist die vom Meer gewürzte Luft für den Körper angesagt. Das fünfsternige Grand Hotel Portoroz beinhaltet 185 Doppelzimmer und 13 Appartements. Aufgrund des sehr ausgewogenen und abwechslungsreichen kulinarischen Angebotes wird das Grand Hotel als Geheimtip angesehen. Speziell für Liebhaber von Torten, Cremes und Krapfen präsentiert sich hier eine süße Wunderwelt. Die Patisserie, sprich Tortenkunst läuft im Grand Hotel zu wahren Höchstleistungen an. In der Vitrine des hoteleigenen Cafe Central stehen die wunderbarsten Torten. Täglich frisch. Eine Wohltat für Augen und Gaumen. Eine Besonderheit ist hier auch Schokolade leicht bestreut mit der Salzblüte von den Salinen. Ein interessantes Erlebnis der Harmonie zweier Geschmackswelten. Das Grand Hotel steht in unmittelbarer Strandnähe im Zentrum von Portoroz. Entlang der Einkaufsmeile gibt es jede Menge Geschäfte, kleine Bars und Restaurants. Wer will, der kann entlang des Meeres bis nach Piran wandern. Luft und Meer mit dem Farbenspiel der Wintersonne. Eine wunderbare Welt für sich und so nah zu Österreich.

Infos:

LifeClass Hotels&Spa

Tel: 00386 56929001, [link] www.lifeclass.net

oder Slowenisches Tourismusbüro, Direktor Jan Ciglenecki

Opernring 1/R/4, 1010 Wien

Tel. 01/7154010, This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

 

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Wem sagen sie noch etwas, jene alten deutschen Ortsnamen wie Töplitz oder Neustadtl wie auch Rudolfswerth? Vielfach vergessene Namen aus der alten Unterkrain und dem Land der Gottscheer. Hier im heutigen Slowenien entlang des Tales des Flußes Krka liegt ein touristisches, geschichtliches und biologisches Juwel. Eines der allerletzten Naturreservate Europas mit herrlicher Luft und glasklaren Gewässern. In den alten Urwäldern gibt es zahlreiche Pilze und Beeren. Aber auch zahlreiche Braunbeeren der höchst aktiv lebendigen Art. Schon in der frühen Eisenzeit lebten hier Menschen. Aus dem Eisenerz fertigten diese Waldbewohner Waffen und Schmuck. Viel später dann im mittelalterlichen Jahre 1330 war hier der Beginn der deutschen Besiedelung rund um das einstige Mooswald, gut 70 Kilometer südlich von Laibach und unweit der kroatischen Grenze im Bereich Zagreb. Aus Kärnten, Osttirol, Franken und Thüringen waren damals diese Siedler gekommen und formten sich zum Volk der Gotscheer. Somit eine urdeutsche Enklave in der Region rund um die heutige Provinzhauptstadt Novo Mesto, die einstens als Neustadtl, Neustädtel oder Rudolfswerth bezeichnet wurde. Die heutige Stadt Novo Mesto am romantischen Flußarm der Krka wurde am 7. April 1365 vom Habsburger Herzog Rudolf IV. gegründet. Darum auch der Stadtname Rudolfswerth. Unweit von Novo Mesto liegt am Fluß Susica das heutige Dolenjske Toplice. Als Thermalbad war Töplitz ein Begriff über viele Jahrhunderte. Immerhin wurden der Kurort und das Thermalbad bereits im Jahre 1658 von den Grafen von Auersberg gegründet. Das seit 1919 auf Dolenjske Toplice umgetaufte Kurbad zählt somit zu den ältesten Kurorten Europas. In der 600jährigen Geschichte der deutschen Gotscheer in ihrer alten Heimat in der heutigen Region Novo Mesto sind nicht die geringsten Zwistigkeiten zu den Slowenen im Norden, Osten und Westen und den Kroaten im Süden bekannt. Es gab über all die Jahrhunderte einen freundschaftlichen Warenaustausch. Das Land der Gotscheer war den Habsburgern von Beginn weg sehr ver bunden und wurde als Unterkrain ein Teil der Grenzmark (Krain) dem Herzogtum Kärnten vorgelagert. Nach der Abkoppelung von Kärnten wurde die Krain im Jahre 1002 eine selbständige Grenzmark mit einem eigenen Markgrafen. Herzogtum wurde die Krain 1364 und ein eigenes Kronland 1849. Nach dem unseligen I.Weltkrieg änderte sich auch im Gottscheer-Land das Weltbild gewaltig. Alle deutschen Beamten und Professoren wurden fristlos aus dem Dienste des neugegründeten Königreiches SHS (Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen) entlassen.


Im Kriegsjahr 1941 zerfiel das Königreich Jugoslawien. Das Land der Gottscheer fiel unter die italienische Verwaltung. Im Rahmen des Hitler- Mussolini-Paktes wurden die Gotscheer wie eben auch die Südtiroler umgesiedelt. Die neue Heimat für die deutschen Gottscheer sollte die Region Rann in der einstigen Untersteiermark werden. Im Jahre 1945 wurden die letzten Gottscheer getötet oder vertrieben. Im heutigen Novo Mesto gibt es noch eine Handvoll der Nachfahren der alten Gottscheer. Die einstige Unterkrain ist heute ein touristisches Juwel und ein Geheimtip für die Erholung der ganz besonderen Art. Die phantastische Landschaft mit all den Gewässern und Waldungen, Blumen und Heilpflanzen ist wie „eine grüne Lunge" im Süden Sloweniens. Wer mit dem Auto aus Österreich anreist, der ist am besten auf der Autobahn nach Laibach unterwegs. Von Laibach führt dann eine romantische Bundesstraße direkt nach Novo Mesto und nach Dolenjske Toplice. Wer hier großen Disco-Rummel erwartet, der ist allerdings völlig am falschen Platz. Wer kulinarisch interessante Spezialitäten liebt, der ist hier am rechten Platz. Speck, Schinken, Würste und deftige Fleischgerichte passen hervorragend zur Krainer Weinspezialität Cvicek. Ein rötlich schimmernder Tropfen, der dem steirischen Schilcher irgendwie sehr nahe kommt. Also ein Wein, den man von Beginn weg liebt oder haßt. Ich mag diesen Cvicek. Weil er auch so gut in diese Unterkrain paßt. Die neue Therme als Wellnesszentrum ist das Herzstück von Dolenjske Toplice. Mit dabei der aktive Pharmakonzern KRKA, der hier diesen alten Kurort mustergültig mit den touristischen Anlagen in die Zukunft führt. Die allergünstigste Variante für einen Erholungsurlaub in dem Kur- und Wellnessort bietet der Campingplatz. Der dreisternige Campingplatz ist direkt an das neue Wellnesscenter angeschlossen. In idyllischer Lage neben dem romantischen Fluß Susica. Natürlich kann man hier angeln, Boot fahren und im Sommer schwimmen. Ein Fluß mit einer Wassergüte zum Trinken. Aber da würde ich den Cvicek jedenfalls vorziehen. Das nahegelegene Kocevski Rog zählt übrigens zu den fischreichsten Gewässern Sloweniens. Dazu für die Sportlichen Rad- und Wanderwege, Tennis, Volleyball, Basketball, Rollerhockey usw. Ein historisches Kleinod ist das viersternige Hotel Vital, das schließlich 1767 bis 1776 von Fürst Heinrich Joseph Johann von Auersberg im toskanischen Stil mit 28 Gästezimmern errichtet wurde. Heute bietet das Hotel nach der Renovierung 174 Betten. Mit dem Hotel Vital wurde damals das kleine Thermal-Bad Töplitz zu einem der elitärsten Kurorte in der Österreichisch- Ungarischen Monarchie. Im Jahre 1899 wurde das Hotel Kristall errichtet. Heute ein viersterniges Hotel mit 83 Betten. Gleich daneben und nagelneu ist das viersternige Superiorhotel Balnea. Ein Hotel, dem der exklusive Gast kaum noch etwas hinzufügen könnte. Über einen nahezu japanisch wirkenden „Indoor-Panorama- Holzsteg" (winterfest geschlossen) gelangen die Gäste vom Hotel Balnea in das Wellnesscenter. Das thermische Wasser hier ist Heilwasser und hilft gegen alle Gelenkskrankheiten, Frauenkrankheiten und sogar gegen Osteoporose. Das moderne Wellnesscenter gliedert sich in einen großräumigen Spa-Bereich, in den Hallen- und Freibadsektor und in eine großzügige Saunawelt. Zusätzlich zu den speziellen Saunabereichen gibt es hier auch ein original japanisches Schwitzbecken und eine FKK-Terrasse ([link] www.terme-krka.si).

Auskünfte:

Slowenisches Tourismusbüro,

Direktor Jan Ciglenecki

Opernring 1/R/4

1010 Wien

Tel. 01/7154010

E-Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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Von Klagenfurt schwingt sich die Bundesstraße unweit der „Flintenmetropole" Ferlach zum Loiblpaß hinauf. Eine wunderschöne Naturlandschaft ist die Belohnung für diese Strecke nach Slowenien. Auf einem alten römischen Saumweg errichtet, stammt die Trasse für die Straße aus dem Jahre 1728.

Gleich nach dem Tunnel dann die Grenze. Wenige hundert Meter weiter auf slowenischem Boden steht ein sehr ausdrucksstarkes Denkmal. Die Geschichte und die Grauen des Weltkrieges holen einen hier wieder ein. Der Loiblpaßtunnel wurde im Zweiten Weltkrieg von vorwiegend französischen Kriegsgefangenen errichtet. Das Mahnmal symbolisiert das hier vergossene Blut und die Toten dieser Jahre.

Abseits all der düsteren Abläufe der Geschichte ergießt sich hier das junge Slowenien in einer wunderschönen landschaftlichen Pracht. Die Straßenverbindung zwischen Kranjska Gora und Ljubljana mit Abstechern zum Seebergsattel und den Naturpark Triglav nennt sich „Goldhornstraße" - vorbei an Bergseen, Schluchten, Wiesen und abgeschiedenen Eisenhütten- und Schmiedeorten. Das Schmuckkästchen dieser Region ist Bled mit seinem einzigartigen See und den feudalen Hotels. Doch auch rundum in den versteckten Dörfern bieten sich blitzsaubere Unterkünfte und Top-Adressen der bodenständigen Krainer Kulinarik.

Nach der Nächtigung in der „Vila Bled" in Bled führt uns der Weg vorerst nach Jesenice. Eine Arbeiterstadt, die ihre Konturen seit Beginn der Industrialisierung erhielt. Seit der Zeit der Römer wird hier Eisen verarbeitet. Gegen Norden zeigen sich die Karawanken in ihrer schroffen Schönheit. Trutzig, wie eine Wehrmauer ist die Höhenkette auch die verlaufende Staatsgrenze. Mächtig thront der höchste der Karawankengipfel, der 2.237 Meter hohe Hochstuhl über dem Land. Die Slowenen nennen den Gipfel „Stol". Im Westen die vorgeschobenen Berge der Julischen Alpen. Und mittendrin sieht man bei klarem Wetter den mächtigen 2.863 Meter hohen Triglav, den „König der Julier". Auf den Wiesen duftet es nach Heu. An den Häusern und in den Höfen sind überall Blumen. Ein außerordentlich gepflegtes Land, diese Gorenjska, wie die Krain nun heißt. An den Schildern der zumeist sehr sauberen Gasthäuser liest man Struklji, Polenta, frische Fische, Braten uvm.

Unser Weg führt nicht nur des Essens wegen nach Radovljica, einige Kilometer von Bled entfernt. Die Stadt am Zusammenfluß der Sava Dolinka und der Sava Bohinjka hieß ehemals Radmannsdorf. Prächtig erhalten ist der historische Stadtkern aus der Zeit des 16. bis 18. Jahrhunderts. Im barocken Schloß der Grafen Thurn-Valassina ist ein hoch interessantes Imkermuseum untergebracht.

Entsprechend einer Empfehlung kehren wir in der Gostilna „Kunstelj" ein. Ein wunderschöner Gasthof mit Garten und historischen gediegenen Räumen. Hier kehrte immer wieder Tito ein, wenn er abseits der staatlichen Zwänge in der einstigen Tito-Residenz „Vila Bled" bei einigen Gläsern „Cvicek", Würsteln und Speckkuchen Mensch sein wollte. So einen „Cvicek", den traditionellen roten Karawanken-Wein vom rechten Ufer der Sava, servierte uns Koch Toni Stiherle. Der Gasthof ist seit 1926 in Familienbesitz. Die Fotos an den Wänden verweisen auf die oftmaligen Besuche des einstigen großen jugoslawischen Staatsmannes. Toni Stiherle servierte uns ein herrliches Risotto mit Steinpilzen, einen Kalbsschlögl samt „Struklji" mit Käse gefüllt.

Mit seinen regionalen, bodenständigen, deftigen Gerichten ist die Krain ein echtes Schmankerlparadies, die Feinschmecker aus Italien und Deutschland anzieht.

Über eine schmale Straße führt die Fahrt nach Kropa. Malerisch zieht die Landschaft mit sattgrünen Wiesen und Hügeln vorbei. Heuschober mit goldig schimmerndem Stroh unterstreichen die Romantik dieses wunderschönen Erdenplatzes. Nach acht Kilometern Fahrt von Radlovljica gelangt man hoch über dem Tal der Sava in das Dorf Kropa. Seit über 500 Jahren lebten hier nur Eisenarbeiter und Schmiede. In den kleinen Häusern schmiedeten jeweils die Väter, Mütter und Kinder bis vor den Zweiten Weltkrieg Nägel. Das Schmiedeeisen-Museum erzählt die Geschichte der Eisengewinnung in Kropa über viele Jahrhunderte hinweg. Daß hier alle Häuser mit mehr Gegenständen aus geschmiedetem Eisen ausgestattet sind als sonstwo, liegt in der Natur dieses Dorfes.

Die klaren Wasser des Baches stürzen in kleinen Wasserfällen in die Gerinne mitten durch den Ort. Ein wunderschöner Ort zum Verweilen und zum Nachdenken über die wichtigen und schönen Dinge des Lebens. Ein Dorf für Maler, Schriftsteller, Romantiker und Feinschmecker. Mitten im verwinkelten Mauergefüge von Kropa ist in einer alten Schmiede die Gostilna „Pr'Kovac" untergebracht. In diversen kulinarischen Büchern hochgejubelt, gibt es hier wahrlich die tollsten regionalen Spezialitäten. Sehr preiswert und schmackhaft sind Kalbseintopf, Bohnensuppe, Buchweizensterz, Bratwürste mit Sauerkraut oder sauren Rüben. Alles serviert in dekorativen Keramikschalen. Dazu natürlich ein Glas „Cvicek"!


Die Fahrt über die Berge nach Skofja Loka (Bischoflack) ist ein weiterer Einstieg in das Naturerlebnis dieses Landes. Auf Hügeln stehen einsam Kirchen, so wie Wehrburgen als Schutz gegen einen Feind. Dazwischen wieder kleine Bergbauerndörfer mit schönen Gärten und schmucken Gasthäusern. Die alte Stadt Skofja Loka hat eine lange Geschichte. 973 hatte Kaiser Otto II. die Ansiedlung dem Freisinger Bischof geschenkt. Im Jahre 1511 legte ein Erdbeben die Stadt in Schutt und Asche. Die danach errichteten Häuser bilden heute den einheitlichsten, mittelalterlichen Stadtkern aller Städte in Slowenien.

Eine „Schlemmeradresse" führte uns nach Radovljica. Das Ziel war ein über 500 Jahre altes Haus im mittelalterlichen Zentrum. Hier wurden die allerschönsten Lebkuchen aus Honigteig hergestellt. Seit dem Jahre 1822 gibt es darin eine Gastwirtschaft. Das Gasthaus ist seither nach den einstigen Lebzeltern benannt.

Lebzelter heißt nämlich auf slowenisch „Lectar". Die Gostilna „Lectar" ist bei vielen Touristen ein Begriff für ein breitgefächertes Angebot bodenständiger und deftiger Küche. Speziell Italiener, die ihrer leichteren Kost einmal entfliehen wollen, delektieren sich an Bauernschmaus, Pilzsuppe, gefüllter Kalbsbrust, Kohlrabi mit Nüssen und Kren, Germ- und

Nudelgerichten uvm. Daß dabei der „Cvicek" nicht fehlen darf, leuchtet wohl ein.

Im „Lectar" fühlen sich die Gäste pudelwohl. Dazu leistet die wunderschöne rustikale Einrichtung ihren Beitrag, die die Romantik dieser Gegend widerspiegelt. Eine Romantik, die von den Menschen, die hier lebten und hart arbeiteten, selbst selten vernommen werden durfte.

Auskünfte:

Slowenisches Tourismusbüro

Direktor Jan Ciglenicki

Opernring 1/R/4

1010 Wien

Tel. 01/7138177

E-Mail: info@slovenia- tourism.at

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Das historische Städtchen Piran ist ein Juwel an der slowenischen Adria. Ein ganz besonderer Ort zwischen Portoroz und Strunjan. Und das „Hotel Piran" ist gleichsam die Seele von Piran. Völlig neu renoviert und generalsaniert, entspricht es den Ansprüchen der 4 Stern-Kategorie. Ein außergewöhnliches Hotel mit einer Doppelportion an Romantik, Ausstrahlung und Charisma. Ein ganz besonderer Ort für Seele und Sinne. Unmittelbar neben dem sauberen Wasser der Adria wurde im Jahre 1912 der Baubeginn für dieses Hotel mit dem damaligen Namen „Metropol" gestartet. In diesem Jahr erfolgte damals der Untergang der Titanic. Unabhängig davon wurde dieses Hotel in mehreren Bauetappen optisch einem Schiffsrumpf in drei verschiedenen Teilen nachempfunden. In den 60er Jahren bekam dann noch die Fassade ihre charakteristische Gestaltung. Das Hotel Piran beinhaltet zehn sehr schöne Suiten und 80 Zimmer. Die „Schokoladenseite" ist natürlich die Meerseite mit dem wunderbaren Blick über die blauen Wogen der Adria. Hier auf einem dieser Balkons sind Mensch und Seele um etliche Stufen dem Himmel näher. Ein Hotel für Menschen, die das Besondere in einer märchenhaften Atmosphäre suchen. Für romantische Wochenenden oder Flitterwochen. Aber auch für Tagungen, Seminare und Geschäftsbesprechungen. Der Konferenzsaal „Sala Piranese" bietet Platz für bis zu 50 Personen. Das Frühstücksbuffet gibt es im Restaurant „Panorama" mit wunderbarem Ausblick über die Dächerlandschaft der historischen Stadt Piran. Im Erdgeschoß des Hotels befindet sich das Restaurant Miralonda mit adriatischen Fischspezialitäten und istrischen Fleischgerichten. Von April bis Oktober ist die gesamte Länge der Promenade vor dem Hotel ein Tummelplatz der Sonnenhungrigen und der „Wasserratten". Über Treppen auf den Stegen vor dem Hotel gleiten die Badegäste in die hier nahezu immer blaue Adria. Einige wenige auch in der Nacht. Als wundersame Belohnung für Körper und Seele. Immerhin hatte die Wassertemperatur noch am 5.September des heurigen Jahres 26 Grad Celsius. In den Spätherbsttagen und im Winter ziehen mitunter die heftigen Stürme der Bora auf. Ansonsten ist es hier sonnig und mild mit Plusgraden. Immerhin wachsen ja im Umland von Piran Olivenbäume und Palmen. Man erinnert sich mit Wehmut an jenen Winter 1984 mit tagelangen frostigen Temperaturen. Zahlreiche Olivenbäume gingen damals ein. Das Hotel Piran ist ganzjährig geöffnet. Zahlreiche Stammgäste sind von diesem Hotel derart fasziniert, daß sie immer wieder hierher kommen. Die Gäste kommen aus der ganzen Welt. In erster Linie aber aus Österreich, Deutschland und Italien. Sogar einige Stammgäste immer wieder aus Neuseeland. Sie kommen mit dem Auto oder landen mit kleinen Flugzeugen auf dem Flugplatz von Portoroz. Viele Künstler, eben Maler, Dichter und Schauspieler kommen ins Hotel Piran. Auch Yul Brunner war schon hier, als der Streifen „Die Schlacht an der Neredwa" gedreht wurde. Dieses Hotel Piran, das „Flaggschiff" und Seelenpunkt Pirans sollte man gesehen haben.

Info:

Hotel Piran, Tel. 00386/56762100,

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[link] www.hoteli-piran.si

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Terme Catez! Eine der allergrößten Wasserparkanlagen in Europa. In Österreich eher unbekannt. Dafür der Thermal-Hit im Süden Sloweniens mit zahlreichen Gästen auch aus dem nahen Kroatien. Gut 12.000 Quadratmeter Wasserfläche und rundum Golf, Wein, Camping, Wellness und regionale Kulinarik sind halt die touristischen Pluspunkte der Terme Catez. Dazu noch in 30 Kilometer Entfernung die barocke Hauptstadt Kroatiens Zagreb (früher Agram). Zwischen dem slowenischen Catez und Zagreb allerdings eine Schengen-Außengrenze, die doch eine bestimmte Wartezeit in Beschlag setzt. Catez liegt also im Südosten Sloweniens, unweit der Save und an der slowenischen Wein- und Thermenlinie. Südlich von Olimje und Rogaska Slatina. Für Kinder und Familien mit seiner gewaltigen Wasserwelt schlechthin das ultimative Wassererlebnis. Catez ist mit Abstand die allergrößte Therme Sloweniens. Zugleich ein wirtschaftlicher Paradebetrieb mit 650.000 Nächtigungen, was erstaunliche 9 Prozent aller Gästenächtigungen in Slowenien ausmacht. Erreichbar ist die Terme Catez über Ptuj, Schengengrenze Kroatien, sodann Autobahn Zagreb und dann in Richtung Laibach. Dann wiederum Schengengrenze nach Slowenien. Dies wäre die schnellste Route, wenn man nicht dabei von Slowenien nach Kroatien und dann wieder von Kroatien nach Slowenien fahren müßte. Zweimal Schengengrenze könnte sehr bald die gute Laune verderben. Romantischer und auch grenzenlos ist die Strecke von Ptuj über Poljcane, Terme Olimje und entlang der slowenisch- kroatischen Grenze über Brezice nach Catez. Diese Strecke bietet eine Vielfalt von Sehenswürdigkeiten, samt einer Schokoladenmanufaktur in Olimje und sehr gute Weine und auch einer Spitzensekt- Kellerei entlang der Route. Romantische Zweisamkeit im stilvollen 4- sternigen Golf&Schloßhotel Mokrice (9 Kilometer von Catez entfernt) oder in der Kinder&Familien- Therme Catez wäre einmal vorweg zu entscheiden. Das Schloß-Projekt Mokrice gehört zum Unternehmen Catez. Was bedeutet, daß einerseits Romantik, Golfen, Ruhe und festliche Schloßküche durchaus mit dem Wasser- und Wellnessangebot in der Terme Catez verbunden ist. Jungfamilien mit Kindern steuern ohnehin sogleich Catez an. Auf dem riesigen Catez-Areal gibt es drei Hotels, 400 Ferienwohnungen und einen Campingplatz mit 450 Campingplätzen. Das Hotel Terme (4 Sterne) spricht vorrangig Gäste betreffend Wellness- und Gesundheitsprogramme sowie Kongressaktivitäten an. Das Hotel Toplice (4Sterne) ist ideal für Familien mit Kindern. Das neueste Hotel Catez (3 Sterne) ist verstärkt auf Gesundheits- und Schönheitsprogramme ausgerichtet. Unabhängiges Wohnvergnügen bieten die heimeligen Ferienhäuser mit 47 Quadratmeter Wohnfläche. Inklusive Wohnzimmer Küche, Badezimmer, zwei Schlafzimmern, Terrasse und Parkplatz daneben. Der Ganzjahres- Campingplatz ( 5 Sterne) ist mit 450 Campingplätzen ganz auf die Bedürfnisse der Camper ausgelegt. Mit den Schwerpunkten in den einzelnen Thermen-Hotels bietet Catez ein riesiges Angebot rund um Spa- und Wellness, Gesundheit und Schönheit und zudem ein attraktives Angebot an römisch-irischen Bädern und Saunavarianten. Wie etwa Kristallsauna, Dampfsauna, Extremsauna, Indianer Sauna, Salz Sauna, Infrarot Sauna, Finnische Aromasauna, Aquaviva Sauna.


Die sogenannte Winterthermalriviera (ganzjährig von 9 bis 21 Uhr geöffnet) ist mit 1800m2 bedeckter Wasseroberfläche der größte bedeckte Schwimmbadkomplex in ganz Slowenien. Ein kindliches Himmelsvergnügen zum Plantschen. Samt Rutschbahn, Tropengewitter, Wasserstrom usw. Bei Wassertemperaturen zwischen 31 und 32 Grad. Eine Erlebniswelt, maßgeschneidert auf die kindlichen Seelen der zahlreichen kleinen Gäste. Bei all diesen Wassereffekten kommen die kleinen Wasserratten kaum mehr freiwillig aus dem wohligen Naß heraus. Der absolute Hit für die Kinder ist die Sommerthermalriviera. Mit einer Thermalwasserfläche von mehr als 10.000 Quadratmeter mit insgesamt zehn Schwimmbädern (26 bis 36 Grad) der größte Thermalbadkomplex in Slowenien (Täglich von April bis Oktober geöffnet). Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Kids steht die Pirateninsel mit optimalen Wasserturbolenzen. Auch die dreibahnige Rutsche ist sehr beliebt. Dazu gibt es noch ein Wellenschwimmbad, einen 450 Meter langen Thermalfluß, einen Wasserpark, Wasserfälle, Stausee, Whirlpools usw. Im Trockenen gibt es zudem Bungee-Trampolins, Kunsteisbahn, Elektrobootanlage, Mini Go Kart, Beachvolleyball und den 18 Meter hohen Piratenturm, der ein bestimmtes Maß an Mut erfordert. Jedenfalls sind die ansonsten so aufgeweckten Kleinen schon nach einem Erlebnistag in Catez so ziemlich „streichelfähig". Das eröffnet die Möglichkeit für die „Großen" vielleicht abends das a la carte Restaurant „MM" im Hotel Terme aufzusuchen. Eine empfehlenswerte Küche für Feinschmecker. Baulich tut sich in Catez immer etwas. Ungestört vom normalen Thermenablauf gibt es 2008 als Neuheit einen dritten Kuppelbau in der Winterthermalriviera. In Planung steht zudem ein neues Hotel samt Hallenbad. Die Terme Catez steht als großes Unternehmen voll auf der Gewinnerstraße mit einem satten Gewinn von sechs Mill. Euro im Jahr 2007. Über diese positive Entwicklung und die damit verbundenen und möglichen Investitionen freuen sich die Aktionäre und besonders Generaldirektor Mladen Kucis. Schlußendlich konnte durch eine Optimierung von Qualität und Logistik sogar aus kleinen Wirtschaftsbereichen große Erfolge gezogen werden. Wie etwa bei der hausinternen Erzeugung von Eis, Kuchen und Brot. Die Mengen-Produktion dieser Waren wurde wirtschaftlich erfolgreich über den eigenen Bedarf angehoben. Somit hat sich die Terme Catez als erfolgreicher Lieferant für Adria Airways, Interspar und Mercator in Slowenien einen höchst positiven Namen gemacht. Die frischen Mehlspeisen gibt es speziell in der Konditorei Urska in der Terme Catez. Der Name Catez leitet sich nach der Legende von einem Waldkobald ab. Erste urkundliche Schriften über das Warmbad im Weidenhain gehen auf das Jahr 1802 zurück. Eng mit der Geschichte von Catez ist auch die gräfliche Familie Attems seit der Gründung verbunden.

Infos: Slowenisches Tourismusbüro

Dir. Jan Ciglenecki

Opernring 1/R/4

1040 Wien

Tel. 01 /7154010

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Bei einem oder zwei Gläsern Cvicek, jenem schillernd rötlichen Wein, der nur am rechten Ufer der Save angebaut wird, sitze ich mit meinem Freund Janez Faifar auf der Terrasse der Burg von Bled. Janez Faifar ist der Direktor der Villa Bled, jener früheren sommerlichen Residenz von Josip Broz Tito. Und unter uns öffnet sich der unglaubliche Anblick eines wunderschönen Sees mit der kleinen Insel Otok Bled mittendrin und der Kirche Mariä Himmelfahrt. Sanft wie die Wogen des Sees klingt gleichsam unaufhörlich die kleine Wunschglocke über die Ufer des Sees hinweg. Gibt es auf dieser Welt himmlische Pforten, dann gehört Bled auf alle Fälle dazu. Janez Faifar, der Geschichtskundler erzählt über Bled, wie alles einmal begonnen hat. Schon sehr früh, in der Hallstattzeit, lebten hier südlich der Karawanken Menschen. Nicht nur begeistert von der Schönheit, sondern auch vom Schutz der Berge wie Karawanken und Triglav- Gebirge. Etliche tausend Jahre später wurde Bled Wallfahrtsort. Genau genommen im Jahre 745 nach Christi. Als Andachtsstätte für Maria Magdalena, den Heiligen Blasius und den Heiligen Martin. Die Geschichte rund um Maria Magdalena und der damit verbundenen Liebe und Fruchtbarkeit war schon damals ein sehr heißes Thema. Also pilgerte man in letzter Konsequenz nach Bled, um dort vom Himmel zu erlangen, was ansonsten auf Erden zum Problem wurde. In Massen kamen sie nach Bled, um männliche Nachkommen zu bekommen. Und das ohne viel Trara um Sex und Unkeuschheit, denn die für das Kindermachen üblichen Praktiken konnte schon damals die Kirche gar nicht leiden. Jedenfalls dürfte der Wallfahrtsgang nach Bled über die Jahrhunderte doch gewirkt haben. Vielleicht auch durch die Verehrung des Heiligen Martins, der auch für den Wein in Slowenien zuständig ist. Bled hat sich als Wallfahrtsort über die vielen Jahre etabliert. Auch die Wegelagerer, Diebe, Mörder und Räuber machten mit den Wallfahrern auf den unsicheren Wegen nach Bled kein schlechtes Geschäft. Um die Wege der Wallfahrer sicher zu machen, wurden über Kaiser Heinrich II. die Bischöfe von Brixen mit dem Schutz der Wallfahrt von Bled betraut. Aus diesem Grund wurde die Burg errichtet, die im Jahre 1011 erstmals urkundlich erwähnt wurde. In diesem „Land der Lebenslust" rund um Bled lebten die Menschen über die Jahrhunderte von der Wallfahrt, vom Fischfang, vom Eisenerz, von der Köhlerei, von der Bienenzucht und vom Handel.


Im jahr 1803 fiel im Zuge der Säkularisation der Landstrich um Bled dem Kaiserhaus Österreich zu. Veldes wurde der Ort genannt, der um 1850 vom Schweizer Arnold Rikli in ganz besonderer Form entdeckt wurde. Der quasi durch eine Heilung selbst dem Tod entsprungene Schweizer Färber war von einer bestimmten Form der Naturheilkunde besessen. Und Bled sollte der Tatort seiner Aktivitäten werden. Es war die Zeit, in der auf Helgoland in der fernen Nordsee erstmals Luftkuren durchgeführt wurden. So auch in Bled mit dem Gesundheitsguru und Fanatiker Rikli. Der höchst eigenartige Schweizer vermochte speziell die Damen und Herren der damaligen noblen Gesellschaft für neue Formen des Lebens und der Gesundheit zu begeistern. Mit seiner heilenden Kur „Wasser-Sonne- Luft" war Rikli ein wahrer Magnet für den Kurtourismus in Bled, der sich 1856 in enormer Form entwickelte. Im Rahmen seiner Abnahmekur wurden die Kurgäste mit Yoghurt und Wasser verköstigt und zudem völlig nackt auf die Berge getrieben. Natürlich Männlein und Weibchen getrennt. Jedes Geschlecht auf seinen eigenen Berg. Eine Vorsichtsmaßnahme, die hinsichtlich der schlechten Ernährung und der körperlichen Strapazen wohl völlig übertrieben war. Viele der Rikli-Schüler kämpften sehr bald nicht mehr mit dem Abnehmen, sondern mit dem puren Überleben und widmeten sich wieder vermehrt denn je der Fleischeslust und den schönen Dingen des Lebens. Vom landschaftlichen Reiz von Bled selbst waren sehr viele der „Rikli-Flüchtlinge" hoch begeistert. Also wurden für diese ersten Touristen auch die ersten Hotels gebaut. Um 1900 hatte man bereits über 1.000 Hotelbetten in Bled. Mit der Errichtung der Wocheiner- Bahn von Jesenice über Bled nach Triest bekam der mittlerweile sehr mondäne Kur- und Erholungsort weitere Impulse. Die Bahnverbindung wurde 1901 von der österreichischen Staatsversammlung auserwählt . Die 133 Kilometer lange Trace wurde sodann in fünfjähriger Bauzeit fertiggestellt. Wohlbemerkt unter schwierigsten baulichen Bedingungen. Allein die Gesamtlänge der 43 Tunnels macht 22,4 Kilometer aus. Der längste Tunnel, der Wocheiner-Tunnel, ist 6.327 Meter lang. Zusätzlich wurden 50 Brücken in einer Gesamtlänge von 3,2 Kilometer errichtet. Diese historische Eisenbahn bringt auch heute nach im Rahmen von wöchentlichen Fahrten (Donnerstag) die Fahrgäste in die wunderschöne Bergwelt der Julischen Alpen und in die Region der Isonzo- Schlachten des Ersten Weltkrieges. Bled wurde Sommerresidenz der Fürsten von Windisch-Grätz und im Ersten Weltkrieg auch Spitalsstadt. 1919 kamen dann die Serben und zerstörten etlichen Villen. 1922 besuchte der serbische König Bled und entdeckte sofort seine Liebe zu dem Ort. So sehr, daß sogar der dritte Sohn des Königs hier geboren wurde. Die restlichen Villen kauften in der Folge reiche jüdische Händler. Bald darauf gab es hier 20 Tennisplätze. 1934 wurde der König erschossen. 1938 gab es in Bled einen Golfplatz und ein Casino. Engländer, Tschechen, Jugoslawen, Franzosen usw. bildeten in diesen Jahren in Bled so nahe an der Grenze zum Deutschen Reich eine „touristische Allianz" gegen den Nationalsozioalismus. 1938 wurde dann das Anwesen der Fürsten Windisch- Grätz abgerissen. Im Jahr 1947 kam Tito erstmals nach Bled. Er war von dem See, der Kircheninsel und der Geschichte so begeistert, daß er damals noch im selben Jahr auf den historischen Grundmauern des Windisch-Grätz- Schlosses seine Sommerresidenz von deutschen Gefangenen errichten ließ. Das ist die heutige Villa Bled, ein Hotel der Sonderklasse. Und mein Freund Janez Fayfar ist dort der Direktor. Mehr möchte ich nicht über Bled verraten. Man muß Bled mit dem See und der Insel Otok einmal gesehen haben und man wird von dieser „Pforte zum Himmel" fasziniert sein.

Auskünfte: Slowenisches Tourismusbüro,

Direktor Jan Ciglenicki,

Opernring 1/R/4, 1010 Wien,

Tel. 01/7154010, Fax 01/7138177

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"Isola" heißt auf italienisch Insel. „Izola" war vor langer Zeit tätsächlich eine Insel. Das ewige Spiel zwischen Wasser und Land und zwischen Ebbe und Flut hat die Insel mit dem Festland verbinden lassen. Die Gebäude einer Fischkonservenfabrik stehen dort, wo einstens die Landzunge entstanden war und das Land den Kampf gegen das Meer gewinnen konnte.

Izola ist zu einer Insel der Ruhe, der Sinnlichkeit und der Künstler geworden. Ein kleiner Juwel in der nördlichsten Ecke der Adria. Ein Geheimtip könnte man sagen! Fernab von den Massen und vom Lärm.

Izola liegt wenige Kilometer südlich von Koper und nördlich vom Naturreservat Strunjan an der slowenischen Adriaküste. Keine vier Stunden dauert die Fahrt mit eigenem Auto von der östlichen Steiermark über Marburg und Laibach an die slowenische Küste. Von der Grenze in Spielfeld sind es nur 260 Kilometer bis Izola. Der Großteil der Strecke kann auf der neuen Autobahn absolviert werden. Lediglich am noch nicht fertiggestellten Teilstück beim Trojan-Paß staut es sich durch die Vielzahl der Lastfahrzeuge.

Izola ist ein Städtchen für die Seele. Vom Meer fast rundum umspült, beherbergt die Stadt jenes Charisma, das man immer wieder in Italien sucht und dort in solchen Lagen direkt am Meer schwerlich findet. Planwirtschaft und Kommunismus im ehemaligen Jugoslawien hatten für „Festivitäten der Seele" kaum eine Beachtung. Traditionell lebte die Stadt seit ehedem vom Fischfang. Und weil die Fische hier in diesen Gewässern besonders zahlreich vorkommen, wurde Izola auch mit einer Fischkonservenfabrik bestückt. Dort an der Landzunge zum Festland fertigten noch vor Jahren hunderte Mädchen, auch aus Serbien und Kroatien, die Konserven mit den Sardinen aus der Adria.

Bei einem wunderbaren Espresso auf der schattigen Veranda des Hotel Marina am Fischerhafen von Izola erzählt Herbert Schuch über „sein" Izola. Seit genau 32 Jahren fährt der ehemalige Bodenleger aus Koblenz Jahr für Jahr zur Erholung nach Izola. Herbert Schuch kennt Izola wie seine Westentasche und ist mit allen Bewohnern befreundet. Wenn wer stirbt, leidet er mit, und wenn das Enkerl eines Bekannten Nachwuchs bekommt, freut er sich. Viele Jahre wohnte der „eingebürgerte" Deutsche in diversen Privatzimmern. Heute verbringt er seinen Urlaub im Hotel Marina, und zwar nie kürzer als sechs Wochen. Viele Jahre kaufte er direkt von den Fischerbooten die frischgefangenen Fische und Meerestiere und die Freunde machten mit den Fischen ein göttliches Essen. Dieses Leben mit all der Harmonie und den freundlichen Menschen hat den Koblenzer fasziniert.


Gerade diese Aura der Harmonie rund um Izola ist es, die mittlerweile sehr viele Individualurlauber so schätzen. Innerhalb der letzten Jahre erfuhr Izola einen besonderen Ruck hinein in einen sanften Tourismus. Ferienwohnungen, renovierte Hotels und ein attraktiver Bootshafen mit 900 Bootsliegeplätzen war die Basis für den Aufbruch Izolas auf eine individuelle und sehr zukunftsorientierte Tourismusschiene.

Auch die jungen Feriengäste waren den Tourismusverantwortlichen hier einige Ideen wert. So gibt es speziell für Kinder und Jugendliche Segel- und Reitkurse und spezielle Angelschulungen. Bei der Vielzahl der hier im Meer schwimmenden Fische, dürfte auch dem ungeschicktesten Angler ein Fisch an den Haken gehen.

Der besondere Flair Izolas geht natürlich von seiner Altstadt aus. Von den kleinen Gassen, den Häusern aus dem Rokoko und den venezianischen Bauelementen. Izolas alte Gassen vibrieren regelrecht durch die Aktivitäten der Künstler, die hier leben und arbeiten. Maler, Bildhauer, Keramiker sind es, die der Stadt und ihrem Leben völlig neue Impulse einflößten.

Auch die sehr zukunftsorientierte Stadtverwaltung hat an der Entwicklung zur Kunstmetropole mitgewirkt. Als vor Jahren die kleinen Gassen der Altstadt zu veröden drohten, lockte man mit dem Mietpreis eines symbolischen Tolars die Künstler in die verlassenen Geschäfte und Häuser. Mit der Auflage, dort zu wohnen und zu arbeiten, zieht sich nun das Kunstviertel Izolas quer durch die Gassen. Eine Attraktion für Touristen, die mit den Künstlern plaudern, ein Bild kaufen oder sich auch malen lassen.

Einer der Künstler in Izolas Innenstadt ist Marjan Kralj. Spätestens in dessen Galerie erfährt der Izola-Gast, daß die Eisenbahnlinie Triest- Porec über Izola im nächsten Jahr 100 Jahre alt geworden wäre, wenn sie nicht 1943 von Mussolini abgebaut worden wäre. Das Schiff mit der Lok, den Waggons und Gleisen ging allerdings auf der Fahrt nach Äthiopien unter. Was den Maler Kralj in vielen seiner Bilder am meisten bewegt und inspiriert ist die „Rex". Die Rex war eines der größten Passagierschiffe seiner Zeit. Schöner, luxuriöser, größer und schneller als die Titanic.

Die Rex wurde am 5. September 1944 von alliierten Flugzeugen in zwei Etappen um 12.00 Uhr und um 18.00 Uhr angegriffen und versenkt. Unweit von Izola, etwa 200 Meter vom Festland entfernt, versank der Prunk der ehemaligen italienischen Passagierflotte. In ihrem Todeskampf brannte die Rex vier Tage lang, bis das Schiff mit Schlagseite im seichten Gewässer auf Grund lief. Seit dem Untergang der Rex heißt der Uferstreifen zwischen Izola und Koper „PRI REX-u", was soviel wie "bei Rex" bedeutet. Vor der Katastrophe trug der Uferteil den Namen „Giro carozze".


Der Luxusdampfer Rex wurde 1930 in der Werft Ansaldo di Sestri Ponente in Genua gebaut. Der Bau dauerte ein Jahr. Im August 1931 erfolgte der Stapellauf. Taufpaten waren König Emanuel III. und Königin Elena. Das gigantische Schiff konnte 2032 Passagiere und 870 Besatzungsmitglieder aufnehmen. Das 268 lange, 30 Meter breite und 40 Meter hohe Schiff wurde von zwei Motoren mit vier Turbinen und einer Leistung von 140.000 PS angetrieben.

Es gab zwölf Decks, die untereinander mit Liften und Treppen verbunden waren. Auf dem Schiff befanden sich zwei Schwimmbassins, ein Turnsaal, eine Kirche, Kino, Theater, Bank, Bücherei, Physiotherapie, Geschäfte, Friseurläden, ja sogar eine eigene Druckerei, in der die eigene Zeitung „Meeresneuheiten" gedruckt wurde. Allein 90 Köche fertigten die phantastischen Gerichte für die grandios ausgestatteten Restaurants. Am 27. September 1932 ist die Rex mit 1872 Passagieren zu seiner ersten Atlantiküberquerung ausgelaufen. Am 11. August 1933 startete die Rex den Wettlauf ums „Blaue Band", eben den Geschwindigkeitsrekord für die Strecke Gíbraltar-New York. Die Route wurde in vier Tagen, 13 Stunden und 50 Minuten bewältigt. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug 29 Knoten.

Seine letzte Transatlantikfahrt absolvierte die Rex im Frühjahr 1940. Dann wurde der Luxuskreuzer als Rot-Kreuz-Schiff eingesetzt und transportierte Soldaten von der nordafrikanischen Front nach Italien, bis er 1944 in Triest vor Anker gelegt wurde. An jenem 5. September 1944 wurde die Rex wegen der Gefahr einer Bombardierung von Triest an die slowenische Küste bei Izola gebracht. Dort erhielt sie ihren Todesstoß.

Nach dem Krieg wurde das Wrack der Rex zerschnitten. Gut 11.000 Tonnen Stahl wurden von der Rex abtransportiert und ins Stahlwerk nach Jesenice gebracht. Die letzten Überreste des „Königs der Meeere" liegen auf dem Meeresgrund vor Izola und sind heute für Sporttaucher ein attraktives Tauchziel.

Auskünfte: Slowenisches Tourismusbüro

Direktor Jan Ciglenicki, Hilton Center

Landstrasser Hauptstraße 2

1030 Wien

Tel. 1/7154010

Fax 1/7138177

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Als man zu Bovec noch Flitsch, zu Tolim noch Tolmein und zu Koparid noch Karfreit sagte, schien die Welt noch in Ordnung. Speziell diese kleine wunderschöne Welt südlich der Karawanken, eingebettet von den Gipfeln der Julischen Alpen und des Triglav-Massives. Durch das idyllische Tal windet sich in einem einzigartigen Türkisgrün die Soca auf ihrem Weg in die Adria im Golf von Triest. Klares Gebirgswasser ergießt sich aus den unzähligen steinernen Höhlen und Felsspalten über hochromantische Wasserfälle in das Bett des märchenhaften Flusses, der einst doch nicht türkisgrün sein sollte. Rot war er gefärbt. Rot vom Blut all der jungen Menschen, die hier an der Soca sterben mußten. Damals, als man hier in dieser Märchenwelt Sloweniens zur Soca noch Isonzo sagte. Die Schlacht am Isonzo sollte in die Geschichte eingehen. Als größte Bergschlacht, die die Menschheit gesehen hatte. Zwölf Schlachten gab es hier von 1915 bis 1917. Die letzte Schlacht von 24. Oktober bis 9. November 1917 war zugleich der erste Blitzkrieg und brachte einen grandiosen Sieg der österreichischungarischen Armee und deutschen Verbündeten gegen die Italiener. Doch wofür? 1918 zerbrachen die Monarchie und das deutsche Kaiserreich. Die Italiener marschierten wieder in Koparid ein, erklärten Italienisch als „einzige Sprache" und nannten die Stadt fortan Caporetto – bis 1943, als wieder deutsche Soldatenstiefel über die Pflastersteine von Koparid marschierten. Gänzlich umsonst färbte sich die Soca von 1915 bis 1917 mit dem Blut nahezu einer Million Toter rot. Auch „umsonst" sind allein in der zwölften Isonzoschlacht 100.000 Italiener gefallen. Dazu etliche Österreicher, Deutsche, Ungarn, Slowaken, Slowenen, Polen, Kroaten, Böhmen. Das Museum von Koparid zeigt in einer gewaltigen Demonstration das auf, was unter dem Begriff „Isonzoschlacht" in die Weltgeschichte einging. Betroffen ist jeder, der als Besucher dieses Museum verläßt. Und zugleich wütend, daß der einzelne, einfache Mensch dann doch immer wieder schießen muß. Wie der Hans aus Graz auf den Giovanni aus Udine. Hätten sie sich unter anderen Umständen getroffen, sie wären womöglich Freunde geworden. Doch die Politiker hatten und haben immer wieder ihre eigenen Pläne, und die Welt hat trotz des Grauens der Isonzoschlacht nichts gelernt.


Mystisch und prophetenhaft präsentiert sich das vom Poeten Simon Gregorcic 1879 verfaßte Gedicht "An die Soca" – in Jahren, als sich niemand eine Isonzoschlacht und dieses große Sterben ausmalen konnte. Gregorcic schrieb: „...da blinken Schwerter, Kämpfer sinken und Bäche Blutes wirst du trinken, genährt von unserm Blut so rot, beschwert von unsrer Feinde Tod." Gregorcic hatte jene unergründliche Vorahnung, daß etliche Jahre später der Isonzo nicht türkisblau, sondern rot sein sollte. Rot vom Blut der Sterbenden und Toten. Die wunderschöne Landschaft zwischen Bovec, Koparid und Tolmin ist geprägt von den Jahren 1915 bis 1917. Überall stehen noch Befestigungen, Mahnmale, Schützengräben, Kavernen, Bunker, Militärstraßen und verrostende Geschütze. Zudem zahllose Friedhöfe und das monströse Beinhaus der Italiener in Koparid sowie die stattliche Militärkirche der Österreicher bei Tolmin. In jedem Haus gibt es als Erinnerung zerfetzte Mörserhüllen, Gewehrteile, Bajonette usw. In den Schluchten der Berge findet man immer noch Patronenhülsen, Eßgeschirre, Messer, Löffel und zuweilen auch Gebeine. Unter den weißen Steinen im Flußbett der Soca verrotten noch Unmengen von Kriegsmaterial. Schon auf der Straße vom italienischen Tarvis über den Predil-Paß nach Slowenien beginnt mit den alten Forts der Italiener und den Befestigungen der Österreicher der Einstieg in diese grauenhafte Geschichte des Ersten Weltkrieges.
Begonnen hatte alles am 24. Mai 1915, als der italienische König Viktor Emanuel III. dem österreichischen Kaiser den Krieg erklärte. Italien sah damals seine Zeit gekommen, ganz Istrien mit den Teilen des heutigen Slowenien und Kroatien in das damalige italienische Königreich einzuverleiben. Es wurde eine 600 Kilometer lange Front vom Stilfser Joch bis in die Täler der Soca errichtet. Bereits im Juni 1915 besetzten die Italiener das damalige Karfreit und machten daraus Caporetto. Auch auf dem Gipfel des Krn bauten sie gewaltige Stellungen aus. Die Soldaten lebten Sommer wie Winter unter unmenschlichsten Bedingungen in ihren Stellungen im Fels. Die als Kavernen betitelten Unterkünfte waren in den Fels gehauene und mit Holz, Sandsäcken und Stacheldraht geschützte Behausungen. Die furchtbare Winterkälte und die monotone Melodie des Stellungskrieges mit den ewigen Geräuschen der Granaten und Gewehrsalven und der Stellungsgrabungen im Berg zermürbten alle Soldaten. Ob Österreicher oder Italiener. Und dazu die Angst, daß der Feind die eigene Stellung in die Luft sprengen könnte. Wie es etwa den Österreichern 1917 gelang. Mit 4.200 Kilo Nitroglyzerin sprengten sie die italienischen Stellungen in die Luft. Seither hat der Berg Batognica ein verändertes Aussehen. Der Stellungskrieg erzwang elf Schlachten mit zahllosen Toten, jedoch ohne militärische Erfolge auf einer Seite. Die Front war bis 1917 restlos in den Bergen und Stellungen festgefahren. Von der Zivilbevölkerung war seit 1915 niemand mehr da, nur mehr die Soldaten der Italiener in Caporetto und die der Österreicher in Tolmin. Um endlich den Stellungskrieg zu beenden, schickte der deutsche Kaiser seine Truppen an die Front. Dazu eine gigantische Truppenverschiebung mit 2.400 Zügen mit mehr als 100.000 Waggons, 1,5 Millionen Granaten, 800 Tonnen Sprengstoff, 3 Millionen Sprengkapseln, 238.000 Gasmasken usw. Alles für die zwölfte Isonzoschlacht, die später als das „Wunder von Karfreit" in die Geschichte eingehen sollte. Am Morgen des 24. Oktober 1917 feuerten die Deutschen tausende Gasgranaten auf das Socatal in Richtung Karfreit. Mit diesem tödlichen Überraschungsangriff hatten die Italiener nicht gerechnet. Mit dabei im deutschen Armeekader der Offizier Rommel, der spätere Generalfeldmarschall und „Wüstenfuchs". Die Gipfel wurden in einem Akt unmenschlicher Anstrengung gestürmt und in Karfreit vereinten sich die Kräfte der österreichisch- deutschen Armee. Am 26. Oktober waren die Italiener schon von der gesamten Isonzofront zurückgedrängt und wurden bis in die Friauler Ebene bis zum Tagliamento verfolgt. Schließlich kam die neue Front an der Piave zum Stehen. Hunderttausende flüchtende Soldaten, Berge von Toten und Verletzten und die zahlreichen Zivilisten verstopften die Straßen. Die Italiener rannten quasi um ihr Leben und warfen jede überflüssige Last weg. Die völlig neue Form des Blitzkrieges der Deutschen und Österreicher war das „Wunder von Karfreit" und der Stellungskrieg war gestorben. So wie die unzählig vielen Menschen, deren Blut die Soca rot färbte. „Farewell Arms" schrieb dann Ernest Hemmingway, der bei den Italienern mitkämpfte.

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