Süd Ost Journal

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Zukunft bereits in der Gegenwart: Werfenweng

 

von Hannes Krois
Werfenweng im Pongau. Eine malerische Gemeinde inmitten des Tennengebirges. Auch ein Wallfahrtsort mit der Marienkirche. Seit über 500 Jahren pilgern die Gläubigen hierher. Abgesehen von der einstigen Marienerscheinung ist Werfenweng mit seinen 950 Einwohnern wohl eine der faszinierendsten Gemeinden in diesem Land. Wenn woanders über neue Ideen über Umweltschutz, Tourismus, Kulinarik noch nachgedacht wird, in Werfenweng wurden diese Ideen bereits umgesetzt und mit Nachhaltigkeit verwirklicht. Der Motor der Werfenwenger Entwicklungen ist Dr. Peter Brandauer (53). Geschäftsführer und Obmann des Tourismusverbandes Werfenweng. Seit 25 Jahren auch Bürgermeister der Gemeinde. Der gebürtige Werfenwenger war ehemals bereits Bezirkshauptmannstellvertreter in Tamsweg. Dann verließ er die Beamtenlaufbahn und realisierte Werfenweng zur Vorzeigegemeinde. Sanfte Mobilität und sanfter Tourismus für alle Zielgruppen und regionale Kulinarik sind in Werfenweng vernetzt. Werfenweng ist auch Mitglied der EU-Initiative „Alpine Pearls“ mit 28 Mitgliedsgemeinden. Die Initiative der „Alpine Pearls“ wurde in Las Vegas mit dem „international Tourism for Tomorrow Awards“ bedacht. Die gewaltigen Werfenwenger Anstrengungen haben eine positive Ernte erbracht. Unter dem Motto: „Große Ziele erreicht man nicht mit einem Satz, sondern mit 1000 kleinen Schritten“. Mittlerweile zählt man in Werfenweng 260.000 Übernachtungen und zahlreiche Tagesgäste. Skifahren, Langlaufen, Wandern, Rodeln, Kutschenfahrten.....Werfenweng bietet ein vernetztes Liftangebot. Mit dem modernen Kabinenlift Ikarus geht es auf die Bischlingshöhe hinauf in die faszinierende Bergewelt auf 1.834 Meter. Hier präsentiert sich in der Rundumsicht die Gipfelwelt der Gebirge bishin zu Großglockner, Kitzsteinhorn, Großvenediger, Hochkönig, Hochthron usw. Der Bischling ist ein höchst beliebtes Ziel auch für Paragleiter. Landschaft und Thermik sind einfach ideal. Für Gleitschirm-Interessierte werden Tandemflüge angeboten. Und eine Greifvogelschau mit Adler, Falken und Uhu gibt es hier zudem. Auf dem Bischling erwartet die Kids ein ganz toller Ergebnisspielplatz. Ordentlich Gesicht eincremen ist allerdings ein Muß! Das Wohl der Ferienkinder und Familien liegt in Werfenweng an erster Stelle. Demnach wurde mit der neuen Dorfbahn der Erlebnisberg Rosnerköpfl „erobert“. Die Talstation des  Kabinenliftes befindet sich direkt am Dorfplatz von Werfenweng. Neben der „Kinderwelt“ gibt es ab der Mittelstation „Köpfl-Flitzer“ eine 1,5 Kilometer lange Rodelbahn mit etlichen Steilkurven. Flutlichtrodeln ist tageweise bis 21,30 Uhr angesagt. Gegenüber der Talstation der Dorfbahn steht das Familienresort Gutwenghof. Das Hotel mit dem größten „Alles inklusive“-Angebot in den Alpen. Ein riesiges Unterhaltungsprogramm für die Kinder. Essen und Trinken rundum auf Familien und speziell Kinder abgestimmt. Und sämtliche Bargetränke für Mama&Papa sind natürlich „all inclusiv“! Eine Wellness- und Saunalandschaft ist natürlich vorhanden. Das Familienresort Gutwenghof  ist mittlerweile höchst beliebt bei Kindern und Familien aus ganz Europa. Für gestreßte Manager und  Romantiker ist das nagelneue Travel Charme Bergresort Werfenweng eine Topadresse. Das Einzigartige an dem Hotel ist, daß die Fenster aller Zimmer und Suiten beste Blickbereiche auf das Tennengebirge und den Hochkönig ermöglichen. Das Vier-Sterne-Superior Resort bietet auch Top-Qualitäten der Küche. Dafür garantiert Küchenchef und Zwei-Haubenkoch Alexander Buchinger (38). Das neue Hotel fügt sich mit seiner Anlage unbegrenzt in das Werfenwenger Spazier- und Wegenetz ein. Die Beleuchtung in ganz Werfenweng erfolgt über hübsche Solar-Laternen. Kein Leitungsgraben und keine Stromkosten. Die Autos der Travel-Charme-Gäste „schluckt“ eine Tiefgarage. In Werfenweng setzt man auf Klima- und Umweltschutz. Nicht auf militante Autofeindschaft, sondern auf „Sanfte Mobilität“. Soll heißen: Wer als Gast nach Werfenweng kommt, der kann sich und seinem Auto vollen Urlaub gönnen. Der Schlüssel zu einem unbeschwerten Urlaubserlebnis heißt „Samo-Card“ (Sanfte Mobilität). Für einen Verwaltungsaufwand von € 8.- bekommt man diese im Werfenwenger Tourismusbüro. Ausgestattet mit der „Samo-Card“ erhält man viele Vergünstigungen bishin zu Gratisfahrten mit Elektrofahrrädern und speziell den Elektroautos. Mit den lautlosen E-Autos sind Fahrten bis in die Stadt Salzburg möglich. Diverse Strom-Tankstellen bieten gleichzeitig während der Ladezeit die nötige Parkfläche für das Werfenwenger Smile-E. Der Fahrzeugmieter zahlt lediglich die „Treibstoffkosten“, nämlich zehn Cent pro gefahrenem Kilometer. In Werfenweng selbst wird natürlich Solarstrom „getankt“. Mit der Samo-Card ist man zudem in Werfenweng immer mobil. Der sogenannte „E-Lois“, das Samo-Ortstaxi und das Nachtmobil sind für die Gäste immer im Einsatz. Einfach die Chauffeur-Hotline anrufen und schon ist das E-Shuttle für die gewünschte Fahrt beauftragt. Wer als Gast mit der Bahn ankommt, der wird vom Bahnhof Bischofshofen oder Pfarrwerfen  abgeholt. Das Samo-Ortstaxi ist besonders attraktiv, wenn man in einem der Werfenwenger Restaurants ein Genuß-Menü konsumieren möchte. Für diese Reportage waren wir im Ferienhaus Hochhäusl bestens untergebracht. In dem renovierten 400 Jahre alten ehemaligem Gasthaus brachte Christine Huber zum perfekt gekochten Frühstücksei auch die Genuß-Post. Ein Tages-Menü der regionalen Art in einem der Restaurants zum Aussuchen. Ein Anruf und kurz darauf war schon der E-Lois mit einer richtigen Signal-Unteroffizierin der Deutschen Kriegsmarine am Steuer vor der Haustüre. Wir hatten uns für das frische Schweinsbratl mit Semmelknödeln, Kaspreßknödeln, Sauerkraut und Radisalat entschieden, beim Almstüberl „Zan Hascht“. Eine kulinarische Sensation bei Kaiserwetter. Das Bier schmeckte köstlich und der E-Lois stand für die Rückfahrt bereit. Im Rahmen der Samo-Card Leistungen gibt es auch eine Schlitten-oder Kutschenfahrt. Haben wir zeitlich gerade noch geschafft. Als Kutscherin mit ihren Norikern die höchst charmante Waltraud Steiger. Die Kutschenfahrt führt im autofreien Almbereich bis zur idyllischen Gamsblickalm. Die Kutscherin Waltraud zeigt noch auf das kleine Haus von Sepp Forcher, der hier Jahrzehnte lang als Hüttenwirt und Bergführer aktiv war. Werfenweng ist eine Landschaft der Musik und des Brauchtums. Die sogenannte „Werfenwenger Weis`“ ist seit Jahren eine Woche der Volksmusik. Bürgermeister Dr. Peter Brandauer ist als Vollblutmusiker immer fest im musikalischen Geschehen eingebunden. Sozusagen zum Energieaufladen...

 

 

 

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Im Verborgenen sind wahrlich die schönsten Schätze. Die reizvollsten Täler, Städte und landschaftlichen Kostbarkeiten. Allesamt fernab von den Autobahnen, den modernen Pulsadern der Verkehrsströme. Auf der A2 wälzt sich speziell in der Sommerzeit über die Pack eine „Blechlawine" Richtung Süden. Einige fahren an die Kärntner Seen, andere treibt es weiter nach Italien. In die Sonne und ans Meer. Vorbei an „Genussregionen" Jauntaler Salami und Mittelkärntner Blondvieh. Hinter Völkermarkt führt die Autobahn A2 an Klagenfurt vorbei. Nach Völkermarkt ist Klagenfurt die „letzte Chance" fernab von Pizza und Sonnenbrand eine „unbekannte Schöne", die Erlebnisregion Mittelkärnten zu erkunden. Dorthin, wo mit dem Gurktaler Speck und dem köstlichen Hirter Bier auch der anspruchsvollste Feinschmecker voll auf seine Rechnung kommt. Mittelkärnten, ein einziges Netzwerk von Kultur, Kulinarik, Geschichte, Mystik und Bewegung.

Von Klagenfurt über St. Veit a.d.Glan, über Althofen und Friesach zieht sich der Mittelkärntner Kultur-Radweg in einer Länge von 65 Kilometern bis nach Neumarkt in der Steiermark. Über den Neumarkter Sattel kommt man hier zur jungen Mur, die sich erfrischend und jungfräulich sauber ihren Platz ins Murtal gesucht hat. Über Scheifling, Unzmarkt, St.Georgen und Judenburg. Der Murradweg begleitet die Mur vom Ursprung auf ihrem Weg durch die Steiermark bis weiter nach Slowenien. Über diese weitmaschigen Panorama-Radwege zieht es zahlreiche Radfahrer von Neumarkt in die wunderbare Erlebnisregion Mittelkärnten. In das geschichliche und kulturelle Herz Kärntens mit der Burg Hochosterwitz, den Städten Friesach und Althofen sowie dem Magdalensberg, dem idyllischen Längsee und dem Ort Micheldorf mit der Brauerei Hirt mit den besten Bieren der Welt. Klar, daß hier im „Hirterland" in jedem Gasthaus die Hirter Biere Saison haben. „Noch ein „1270er", noch ein „Morcherl" oder noch ein „Zwickl" sind die hier gängigen Bestellnormen rund um die zahlreichen Hirter-Bierspezialitäten. Die Radstrecke verläuft jeweils parallel zur Bahn. Somit ist ein Umstieg vom Radweg ([link] www.kul turradweg.at) auf die Bahn an allen Bahnhöfen möglich. Urige Kärntner Wirtshäuser hier in ungewöhnlicher Menge und Fülle „verführen" geradezu zum Verweilen. Darunter etliche Gastgärten mit schattigen Bäumen. „A Hirter und a Schnapserl zum Speck oder eben Kasnudeln". Das ist kulinarisch überall gängig und üblich. Wir starteten unser Erlebnisprogramm „Mittelkärnten" in Friesach.

Bei Völkermarkt weg von der Autobahn A2 und über die idyllische Landstraße nach Brückl. Dieser Ort hat mit dem Sozialdemokraten Wolfgang Schaller eine „Bürgermeister- Monarchie" errichtet. Es wird nicht lange dauern und Wolfgang Schaller wird seinen 40. Bürgermeistergeburtstag feiern können. Kärnten ist nicht nur ein Land der Seen und des Hirter-Bieres sondern auch Hochburg des BZÖ. Die wenigen „roten Hochburgen" wie etwa Brückl sind demnach Raritäten. Von St. Georgen/Längsee dann über Althofen nach Friesach. Die Stadt Friesach ist Faszination pur. Ein Hauptplatz zum Verlieben. Cafes und Gasthäuser als traditionelle Familienbetriebe. Eine mittelalterliche Stadt im Detail voll in seiner alten Struktur erhalten. Sogar der Wassergraben ist noch intakt und mit Wasser gefüllt. Darin tummeln sich ungeniert jede Menge Fische.

Gleich daneben an diesem Wassergraben ist das bemerkenswerte „Speckladle" ( This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. ). Ein urkärntnerisches Gasthaus mit einer tollen Terrasse direkt am Wassergraben. Bei der wohl sehr feuchtfröhlichen Eröffnungsfeier ist einer in sehr später Stunde in den Wassergraben gefallen. Das dürfte Glück gebracht haben. Denn Wirtin und Köchin Gilly Höferer kann über Gästeschwund nicht klagen. Mit ihrem weißen Band um die Stirn geknüpft (wie ein Samurai-Krieger) kocht und serviert sie mit Freude und Elan. Die Kärntner Speckjaus'n war vorzüglich. Der darauf notwendige Apfelschnaps ebenso. Das Hirter ist sowieso obligatorisch. Friesach selbst ist so etwas wie eine reale Ritterburg mit befestigter Stadt. Eine reale Vision, wie sie Buben erträumen. Friesach ist die älteste Stadt Kärntens. Das spürt man an jeder Ecke. Somit eröffnet sich in Friesach innerhalb des Wassergrabens auch eine Zeitreise ins Mittelalter. Begonnen hat alles im Jahre 860 als Ludwig der Deutsche dem Salzburger Erzbischof Adelwin den sogenannten „Hof Friesah" schenkte. Dieses Friesach entwickelte sich als befestigte Stadt unter Erzbischof Eberhard II. (1200-1246) zur zweitgrößten Stadt des Erzstiftes Salzburg und zur mittelalterlichen Metropole Kärntens. Wichtige Mautstelle an einer damals wichtigen Handelsstrecke. Erstmals um 1130 prägten hier die Erzbischöfe den sogenannten Friesacher Pfennig. Dieser Pfennig war über Jahrhunderte ein überregionales Zahlungsmittel bis hinein nach Ostungarn. Erzeugt aus dem eigenen Friesacher Silbervorkommen. Heute wird der Friesacher Pfennig für die Touristen von einem Prägemeister „geschlagen". Genauso wie vor tausend Jahren begibt sich bei Einbruch der Dunkelheit der Friesacher Nachtwächter auf seinen Rundgang und ruft die Zahl der geschlagenen Stunden aus. Eine virtuelle Mythenwelt gibt es im alten Getreidespeicher. Unter dem Begriff „Die Spur des Einhorns" gibt es hier eine poetische Inszenierung von Hans Hofer. Eine sogenannte Phantasiereise hinüber über gedankliche und virtuelle Brücken voll ins Mittelalter. In diesem Getreidespeicher aus dem 14. Jahrhundert gibt es auch die „Spektakel-Dinner". Ein Ritteressen der ganz besonderen Art. Natürlich sind dabei die Gäste voll integriert und kostümiert. Die Gastro- Familie Schöffmann (www. dieburg.at) steht hinter all dieser großartigen Inszenierung zwischen Kulinarik, Geschichte und Klamauk. Voll im Zeichen des Mittelalters steht Friesach vom 24. bis 26. Juli 2009. Im Rahmen dieses „Spectaculums zu Friesach" versetzt sich der mittelalterliche Kern Friesachs voll ins Mittelalter. Ritter, Musiker, Gaukler, Händler. Ein mittelalterliches Treiben in voller Form. Wie geschichtsbetont die Friesacher mit ihrem Mittelalter umgehen, unterstreicht das neue Projekt eines Baustarts für die Burg Friesach. In 30 Jahren soll mit nur mittelalterlichen Materialien und Werkzeugen eine neue Burg errichtet werden. Das Schauprojekt wurde dieser Tage gestartet. Informationen bei Mag. Michael Prochazka, Tourismusbetreuer Mittelkärnten. michael. This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. , Tel. 0664/13960 91.

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Das österreichische Schneeloch heißt Turracher Höhe. Wenn überall im Lande sich der Schnee bereits „vertschüßt" hat, liegt hier noch haufenweise die weiße Pracht. Natürlich tragen die Schneekanonen zur Verlängerung der Wintersaison für die Skifahrer bis Ende April bei. Im November gibt es bereits traditionell den ersten frischen Pulverschnee. So zwischendurch vom Himmel schneien, auch im August, ja das ist auf der Turracher Höhe nichts Außergewöhnliches. Immerhin liegt die Turracher Höhe mit ihrem Hochplateau auf einer Höhe von 1763 Metern über dem Meeresspiegel. Ein Wunderwerk der Natur inmitten des Nationalparks Nockberge. Vor 1000enden Millionen Jahren trifftete die Oberfläche der Welt vom südlichen Teil der Erdkugel wie auf einer Rolltreppe in den Norden. Wo einstens Meer war, wuchsen durch die Kontinentalverschiebung riesige Steinmassen in den Himmel. In der Region der Nockberge reichten die steinernen Spitzen nahezu 10.000 Meter in den Himmel. Die gewaltigen Gletscher schliffen die Gesteinsmassen zu sanft gerundeten Bergen.

Die Geburt der Nockberge dauerte 20 Millionen Jahre. Damals in der Kreidezeit vor 60 Millionen Jahren. Die Berge und die darin vorhandenen Mineralien prägten bereits im Mittelalter Turrach für den Bergbau. Im Jahre 1661 aktivierte Johann Adolf Fürst zu Schwarzenberg die Eisenschmelzung mit dem Bau eines Hochofens. 1906 wurde allerdings die Eisen- und Stahlerzeugung eingestellt. Damals hatten nahezu 1000 Menschen ihren Lebensunterhalt durch den Bergbau verloren. Es sollte dann noch einige Jahre dauern, bis das „Schneeloch" Turracher Höhe von den ersten Skifahrer- Pionieren entdeckt werden sollte. Damit öffnete sich die wunderbare Natur mit den Bergseen Turracher See, Schwarzsee und Grünsee und dem größten zusammenhängenden Zirbenwald Österreichs langsam dem Tourismus. Schnee, Sonne, beste klare Luft, Natur in einer sagenhaften Qualität und Menge. Ein Naturjuwel ist der Turracher See. Mitten durch den See geht die Landesgrenze zwischen Kärnten und der Steiermark. Am kärntneri- schen Seeufer eröffneten damals im Jahre 1929 Hans und Hilde Leeb den Gasthof „Hochschober". Wer hätte damals gedacht, daß dieser Gasthof gut 80 Jahre später zu einem touristischen Aushängeschild der mitteleuropäischen Hotellerie- Szene werden sollte. Bis dahin sollte die „Hochschober-Familie" noch etliche Reibesteine beseitigen müssen. Bereits 1933 gab es den ersten Zubau mit zusätzlich 20 Betten. Dann im Jahre 1934 vernichtete ein Feuer den „Hochschober".

1936 eröffnete der neue „Hochschober" mit 65 Betten. Nach den Kriegswirren und einer entsprechenden Verwüstung des Gasthofes durch die Besatzer gab es bis 1951 eine Totalsanierung und eine bauliche Erweiterung auf 75 Betten.Mit ihrer Heirat im Jahre 1967 starteten Barbara Seebacher und Peter Leeb als nächste „Hochschober-Wirte". Gleichzeitig gingen Hallenbad und Sauna in Betrieb. Mit dem Alpenstrand und dem ersten Außen- Whirlpool fand der „Hochschober" seine Verwirklichung als „Seelenund Wellness-Hotel". Peter Leeb, der Visionär errichtete das orientalische Badehaus und startete 1995 mit dem wohlig temperierten Seebad am Ufer des Turracher Sees eine Weltsensation. Im Jahr 2003 übernahm die dritte „Hochschober- Generation" Karin Leeb und Martin Klein das mittlerweile berühmte Wellness-Hotel. Zusätzlich zu den Innovationen wurde 2005 der einzigartige Chinaturm eröffnet. Im Jahre 2008 wurde die Kids-Villa mit Kindergarten und Jugendclub eröffnet. Zusätzlich zur Neugestaltung der Küche wurde auch die riesige Bibliothek samt Leseturm errichtet.

Völlig neu ist der Spielraum mit zahlreichen Spieltischen und einer entsprechenden Auswahl an Spielen. Der „Hochschober" steht mittlerweile hochgeehrt und bewertet als einzigartige Hotel- und Wellness- Legende auf der Turracher Höhe. Der „Hochschober" ist in seiner Gesamtheit trotz der imposanten Größe ein perfektes Vorzeigemodell für Wellness, Tourismus und Gastronomie. Wie im System eines Uhrwerkes sind die Mitarbeiter um den Gast bemüht. Das beginnt schon beim sogenannten Einchecken. Für Neuankömmlinge gibt es Gulaschsuppe und frisches Gebäck. Dann das Beziehen der Zimmer und die Orientierung je nach Lust und Laune. Das Aroma von Zirbenholz liegt in der klaren Luft. Der ganze Spa-Bereich ist eine Erholungswelt der Sinne. Die Kinder drängen in den faszinierenden Kinderclub. Den Alltag will man selbst im original türkischen Hamam, dem orientalischen Badehaus wegwaschen lassen. Dann noch in die Sauna und in den Turrach- See. Saukalt! Der See hat manchmal im August vielleicht 18 Grad. Die meiste Zeit im Jahr ist er zugefroren. Da lohnt sich der Einstieg in den faszinierenden „Pool" im See. An die 28 Grad hat hier das Seewasser. Allerdings nur bis zu einer Tiefe von zwei Metern. Darunter wird es frostig.

Dann ein Besuch im originalen Chinaturm. Inklusive Erholung im Teehaus mit zahlreichen Teespezialitäten und Zeitungen. Danach ein Blick in die Bibliothek mit all den wertvollen und interessanten Büchern und Bänden. Ein einzigartiges Erlebnis für Leseratten. Im Ruheraum „Schlafsack am See" eröffnet sich der Turracher See in seiner Idylle. Mindestens jetzt sind Alltag und Stress abgebaut. Das festliche abendliche Dinner gestaltet sich mit all den regionalen Köstlichkeiten zu einem Erlebnis. Service nett und perfekt. Allein das Käsebuffet ist einzigartig. Die Ruhe und die glasklare Luft segnen die „Hochschober-Gäste" auch mit einem einzigartigen Schlaferlebnis. Der nächste Tag spürt sich wie ein Neubeginn. Natürlich freut man sich auf dieses wundersam gute Frühstücksbuffet mit vielen regionalen Produkten. Wer sich gerne in Aktivitätsprogramme außerhalb des „Hochschober" einbindet, der erlebt den Nationalpark Nockberge in seiner einzigartigen Schönheit. Der „Hochschober" bietet in seiner Gesamtheit eine derartige Vielfalt an „Seelenwelten", daß das Verweilen im Hotel schon Erlebnis pur ist. Auf alle Fälle sollten stressgeplagte „Bürohengste" sich im Spa-Bereich die sogenannte Rolfing-Dehnungsmassage einmal gönnen. Christian Schabus ist der Rolfer im „Hochschober". Ein Fachmann, der Menschen wieder „aufrichten" kann.

Infos und Auskünfte: Hotel Hochschober, Tel. 04275/8213 und This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. .

 

 

 

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Seine Heiligkeit, der Dalai Lama selbst, hat im idyllischen Tal unweit von Friesach magische Kraftwerke der Natur erblickt. Hier in Hüttenberg eröffnete er im Oktober 2008 persönlich das Tibetzentrum. Einen Ort der Meditation, der Konzentration und der Spiritualität. Hüttenberg erbringt für den Dalai Lama auch eine durchaus menschliche Verknüpfung zu seinen verstorbenen Freund Heinrich Harrer. Spätestens seit dem Hollywood-Streifen „7 Jahre in Tibet" mit Brad Pitt in der Hauptrolle wurde Heinrich Harrer weltberühmt. Heinrich Harrer wurde im Jahre 1912 in der kleinen Berggemeinde Obergossen bei Hüttenberg geboren. In kleinen und sehr einfachen Verhältnissen wuchs der Bub auf. Der Vater Postbeamter, die Mutter Hausfrau. Schon sehr früh machte Heinrich Harrer aufgrund seiner sportlichen Aktivitäten auf sich aufmerksam. Zum Einkaufen nach Hüttenberg lief er jeweils den Hang des Berges hinunter und hernach wieder hinauf. Mit Faßldauben startete er seinen Einstieg in den alpinen Sport.

Im Jahre 1923 kam die Familie nach Graz. Heinrich Harrer maturierte an der Realschule und studierte Sport und Geographie. Es folgten die Erstbesteigung der Eiger- Nordwand, die Teilnahme an den Olympischen Spielen 1936, akademischer Abfahrtsweltmeister 1937 und hervorragende Leistungen als Handballer, Leichtathlet und Schwimmer. Es folgte die legendäre Flucht aus dem englischen Internierungslager und die „7 Jahre in Tibet". Verbunden mit der Freundschaft des Lebens mit dem Dalai Lama. In Folge die unzähligen Expetitionen und Reisen. Und wieder sportliche Höhenflüge wie eben Österreichischer Golfmeister 1958. Dazwischen immer wieder die Treffen mit dem Dalai Lama. Von all seinen Reisen, von all seinen Erlebnisbereichen hatte Heinrich Harrer alles nur Erdenkliche gesammelt: Schuhe, Taschen, Boote, Fotos usw. in einer Garage. Im Jahre 1982 trat Harrers Heimatgemeinde Hüttenberg an den Weltenentdecker mit der Bitte heran, Exponate für die Errichtung eines „Heinrich Harrer Museums" zu übergeben. Es waren dann seine Bergschuhe, die Heinrich Harrer als erstes Stück überreichte. Gut 4.000 Exponate folgten in den Jahren. Exponate aus Neuguinea, Borneo, Afrika, vom Amazonas und den Andamanen-Inseln.

Aber der Schwerpunkt alles Geschehens widmete Harrer seinem Tibet und seinem Freund den Dalai Lama. Im Alter von 80 Jahren kehrte Heinrich Harrer in seine Kindheitsgemeinde Hüttenberg gänzlich zurück. In mühevollster Kleinarbeit entstand das „Harrer Museum". Im Jahre 1992 war der Dalai Lama bei der Teileröffnung des Museums dabei. Mit 94 Jahren verstarb Heinrich Harrer im Jahre 2006. Das großartige Werk und die Kraft Tibets und die tiefe Verbindung zu Heinrich Harrer setzt nun der Dalai Lama in Hüttenberg fort. Direkt beim Harrer Museum sind nun die ersten großen Ansätze für ein Tibetzentrum in Hüttenberg gesetzt. Vorhanden sind Tempelraum, der Pilgerpfad mit Gebetsmühlen, Fahnen und Felsmalereien und eine Teestube. Hier sollte man den original Tibetischen Buttertee verkosten. Nach dem dritten Schluck fängt der Tee zu schmecken an. So wie der Schilcher in der Steiermark. Unter dem Tibetzentrum- Direktor Ven. Geshe Tenzin Dhargye wird in Hüttenberg ein großes Meditationszentrum entstehen. Medizin, Astrologie und die Kraft des Geistes und der Sinne stehen im Mittelpunkt.

Die Errichtung eines Hotels für dieses Tibetzentrum ist geplant. Kraft-Seminare rund um Befriedung von Ärger, Entfaltung von Achtsamkeit, Tibetische Medizin und Astrologie sind für 2009 noch zu buchen ( This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it. oder Tel. 04263/20084). Ein weiteres Museum, das nur wenige Kilometer entfernt in dem historischen Ort Althofen untergebracht ist, ist in seiner Form auch auf die Großartigkeit einer Person zugeschnitten. Auf Carl Auer von Welsbach. Der Richtigkeit halber auf Dr.DDDDDr.h.c. Carl Freiherr Auer von Welsbach, Erfinder, Entdecker und Entwickler. Zum Beispiel das Feuerzeug, für das er 1903 den Zündstein erfand. Welsbach fertigte bereits 1908 die ersten Farbdias in Österreich und startete ab 1910 weltweit mit der Herstellung der ersten Farbpapierbilder. Mit dem Originalfoto mit seinen spielenden Kindern war Auer von Welsbach wohl einer der ersten Farbfotografen der Weltgeschichte.

Im Jahre 1900 war er der erste Tonaufzeichner. Im Jahre 1858 wurde das Genie geboren. 1885 erfand er bereits das Gasglühlicht. Eine epochale Erfindung zur Verbesserung der Lichtqualität. Zu Ehren von Auer von Welsbach ist die Altstadt von Althofen mit dem Gasglühlicht (Auerlicht) romantisch bestrahlt. Wie vor 100 Jahren. In seiner Erfinderzeit erfand er 1879 die Osmiumlampe und verdrängte die von Edison eingeführte Kohlefadenlampe vom Markt. Quasi „nebenbei" erfand er die vier neuen Elemente Neodym, Praseodym, Ytterbium und Lutetium. Weitere Entwicklungen und Erfindungen folgten. Im Jahre 1898 gründete Auer von Welsbach die ehemaligen Treibacher Chemischen Werke. Treibach und Althofen erfuhren somit einen gewaltigen wirtschaftlichen Aufschwung. Das Lebenswerk des Welt-Genies ist im „Auer von Welsbach- Museum" im alten Zentrum Althofens untergebracht. Als begnadeter Museumsleiter ist dort Roland Adunka die beste Adresse für alle Fragen rund um Auer von Welsbach. Das Museum in der historischen Bleibe ist zugleich ein Zeitensprung in die Gründerzeiten vor dem I. Weltkrieg. Das wunderbare Museum hat täglich (außer montags) vom 1. Mai bis 26. Oktober geöffnet. Wer sich von all den „Strapazen rund um die Geschichte in den Museen erholen möchte, dem sollten ein oder zwei Hirter Biere in der nahen Brauerei Hirt helfen. Wer Ruhe für Seele und Geist finden möchte, der ist im Stift St. Georgen am Längsee ideal untergebracht. Das 1000 Jahre zählende Stift wurde mittlerweile in einem Teil zu einem 3bis 4-Sterne- Hotel umfunktioniert. Mit seinem historischen Innenhof und der Seeblick- Terrasse ein ganz besonderer Lebenspunkt. Gut 30.000 m2 an Gärten und Wäldern laden zur besinnlichen Erholung ein. Dazu der wunderbare Längsee mit hauseigenem Schloßbad. Die Gästezimmer wurden insgesamt mit Zirbenholz ausgestattet. Zirbenholz vermindert wissenschaftlich die Herzfrequenz. Für Ruhesuchende eine Top-Adresse. Auch für Firmen, die Meetings oder Seminare andenken, bietet das Stift enorme Möglichkeiten. ([link] www.bildungshaus.at).

Weitere Infos:

Mag. Michael Prochazka

Tourismusbetreuer Mittelkärnten

Tel. 0664/1396091

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Auf der Suche nach den Kraftwegen der Natur, barocker Lebensfreude, „gestandener Kulinarik" und der legendären „Hirschbirn" ommt man unweigerlich ins Pöllauer Tal. Ein Naturpark-Erlebnis der sinnlich, anderen Art. Auf einer Fläche von gut 122 Quadratkilometern. Ein ruhig schlagendes Herz im östlichen Teil der Steiermark, umrahmt von Stubenberg, Anger und Miesenbach. in Naturpark als Netzwerk von sechs Gemeinden: Sonnhofen, Saifenboden, Rabenwald, Schönegg, Pöllauberg und mittendrin Pöllau. Dem kirchlich-barocken Zentrum mit dem allergrößten Dom der Steiermark. Und dem nicht minder legendären Pfarrer Raimund Ochabauer als Tourismuschef, Buchautor und „Don Camillo" von Pöllau bekannt. Bürgermeister „Peppone", alias Rupert Flicker ist die ommunale Pöllauer „Zugmaschine". Mein persönlicher Reiseführer beim „Herumhirschen" durch die „Wunderwelten" dieses Naturparkes Pöllauer Tal. Und da wären wir wieder einmal bei der „Hirschbirn" . Und weil weder in Pöllau, noch sonst wo in der Steiermark immer die Sonne scheint, war dieser Reportagentermin eher feucht. „Zwecks der Gesundheit" nutzten wir demnach im Berggasthof König in Pöllauberg

gleich einmal vorweg die Gelegenheit, um mit der flüssigen " Hirschbirn" ein wenig näher in Kontakt zu treten. Der wunderbare Schnaps hat

von der Namensgebung nicht im Entferntesten was mit einem Hirsch zu tun. Bis vielleicht auf einige der Jäger, die ohne ihre „Hirschbirn"

keinen Hirschen erwischen würden. Der Begriff „Hirschbirn" hat im Pöllauer Tal eine speziell eigene Form der verwurzelten südbairischen

Dialektik gefunden. „Hirsch" heißt nämlich Herbst. Somit ist dies eine ganz spezielle Herbstbirne. Die „Hirschbirnbäume" werden hier seit über 200 Jahren angepflanzt. Zudem noch viele andere Sorten Obst, wie „runde Birnen", Williamsbirnen, Zwetschken, Marillen, Kirschen und Äpfel. Die Obstspezialitäten aus Pöllau waren schon zu Kaisers Zeiten begehrt. Am Wiener Hof ebenso wie in den Großstädten Deutschlands

und gar in Asien. In Fässern wurde das fruchtige „Gold" aus dem Pöllauer Tal verschifft. Entsprechend der historischen Aufzeichnungen gab es im Pöllauer Tal im Jahre 1829 gleich 518 verschiedene Apfelsorten. Die einzelnen Bauern produzierten rundum Dörrobst oder eben Schnäpse. Nahezu bei jedem Bauern kann man hier selbstgebrannte Schnäpse verkosten. Grandios aromatisch ist halt die „Hirschbirn", das besondere Markenzeichen aus dem Pölläuer Tal. Neue Birnbäume werden mittlerweile wieder gepflanzt. Auch die Dörrobst-Produktion wurde aktiviert und findet gute Absatzmärkte. Besser ein Betthupferl aus Dörrobst von Pöllau, als ein Kaugummi, das ist hier die Devise. Schon vor weit über 100 Jahren war das Pöllauer Tal eine beliebte Stätte für die althergebrachte Sommerfrische. Mit wunderbarer Luft, kristallklaren

Bächen, Fischteichen und einer wunderschönen Pflanzenwelt. Im Berggasthof König in Pöllauberg waren speziell die Wallfahrer und

Pilger angesagt. Neben dem erstmals 1628 als Taverne erwähnten Gasthof befindet sich die gotische Wallfahrtskirche. Errichtet in den

Jahren 1340 bis 1375. Gewidmet der Hlg. Maria für alle Marienwallfahrten, wie zum Bespiel am 17. März. Wallfahrer und Touristen genießen im Blumendorf Pöllauberg jene gewaltige Blumenpracht, die der Gemeinde schon allerhöchste Auszeichnungen einbringen konnten. Die Küche im Berggasthof König präsentiert Carpaccio vom Almochsen (8,60) und den aus „Grundners Kulinarium" bekannten Schweinsschopfbraten, gefüllt mit gedörrten Pöllauer Hirschbirnen und Serviettenknödel (7,90). Weiters aus „ Aufgegabelt in Österreich"

Styria Beef Roulade, gefüllt mit Schwammerln und gedörrten Hirschbirnen mit Sauce und hausgemachten Bandnudeln (13,90). Nach einer weiteren „Hirschbirn" geht es in Richtung der elf Themengärten rund um die Wallfahrtskirche. Wie etwa Fasangarten, Liliengarten, Kräutergarten, Weingarten, Schnapsgarten, Blumengarten, Wassergarten usw. Kurzum ein wunderbares Erlebnis. Weiter führt der Weg ins Pöllauer Tal. Hinein in den unendlich großen Naturkraftpark mit den 22 Erlebnisstationen für die Sensibilisierung der Sinne. Für neue Erfahrungen und Zugänge für Hören, Sehen, Tasten, Riechen und Schmecken. Die Blätter der Bäume bewegen sich im Windspiel. Fleißige Bienen und zarte Schmetterlinge bewegen sich in ihren ungestörten Abläufen der Natur. Pilze wachsen entlang der Pfade. Dazu ein Duft des Waldes, der Pflanzen, der Pilze und der Bäche. Barfuß hier in diesem Naturkraftpark in der sogenannten Hinterbrühl ist Erlebnis pur. Die Füße dann im kalten und klaren Wasser der Pöllauer Saifen oder einem der anderen Bäche hier im Naturpark bringt das Leben wieder in neue Formen. Wer Glück hat, der kann im Bach gar noch einen Steinkrebs beobachten. Forellen und Schleien gibt es genug. Sie zanken sich im Wasser um die paar Krümmel Brot, die von der Speckbrotjause ins Wasser fallen. Nach einer kleinen „Hirschbirn" ist Kultur angesagt.

Nämlich die riesige barocke Stiftskirche aus dem 17. Jahrhundert. Nahezu eine Kopie des Petersdoms im Vatikan. Ein architektonischer

Ausdruck barocker Glaubens- und Lebensfreude des damaligen Chorherrenstiftes. Besonders eindrucksvoll sind neben der mächtigen Kuppel auch die 9.120 Quadratmeter an Fresken im Innenraum der Kirche. Und der barocke Prälatengarten im Schloßpark mit der Hainbuchen-Allee unterstreicht die jahrhundertlange Einbindung der Natur in Klerus, Kunst und Gesellschaft von Pöllau, dieser edlen Perle der Oststeiermark. Diesmal ohne „Hirschbirn" führt der Weg weiter zu einer wunderbaren Stätte aromatischer, nußiger Düfte. Gemeint ist die Ölmühle Fandler, deren Öle weit über die Grenzen bei Feinschmeckern bekannt sind. Die 1926 gegründete Mühle hat sich auf die Produktion

feinster Öle spezialisiert. Sortenreine und kaltgepreßte Öle in 17 verschiedenen Sorten. Vom Kürbiskernöl und Erdnußöl über Walnuß- und Haselnussöl bis hin zum umwerfend feinaromatischen Macadamianußöl. Eine Wunderwelt der nußigen Düfte, durch die Julia Fandler führte. Weiter geht es in die Lebzelterei Ebner inmitten von Pöllau. Hier wird der original Pöllauer Lebkuchen in Handarbeit hergestellt. In allen Formen und Darstellungen. Als Herzerl, Krampus oder Engerl. Aber auch mit Birnen- Kletzen gefüllt und somit im Teig mit einer Extrazugabe an Honig. Dafür aber ohne Spuren eines Konservierungsmittels. Ein toller Familienbetrieb rund um süße Düfte, geführt von Therese und Hermann Ebner. Nagelneu ist in Pöllau das Jugendgästehaus mit 130 Betten. Ideal für Familien zu sehr günstigen Preisen. Mit einer ganz kleinen „Hirschbirn" trenne ich mich dann doch schweren Herzens von Pöllau. Nähere Informationen und Auskünfte erteilt der Tourismusverband Naturpark Pöllauer Tal, Tel. 03335/4210, [link] www.naturpark-poellauertal.at

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„Es war einmal. Schon das Wort Gastein" allein, das roch nach Geld, Macht, Glanz, nach Berühmtheiten und einem „Jet Set" mit den mondänen Schönheiten. Lange noch bevor der Wörthersee in Kärnten als chicer Treff berühmt wurde, da war Gastein schon lange die Hochburg des Geldadels. Man meinte nahezu immer Bad Gastein. Jene einstige Metropole mit den wunderbaren Prunkbauten aus der historischen Welt der Monarchie. Die Gasteiner Ache wirft sich mit ihren klaren Wassern immer noch so spektakulär in Bad Gastein in die Tiefe, wie zu den allerbesten Zeiten. Es ist jammerschade um viele der einstens so stolzen Bauten, die in Bad Gastein irgendeinem Schicksal entgegenschlummern. Mit all ihren ehemals so mondänen Bauten bildet Bad Gastein eine Kulisse der Romantik, aber auch der Traurigkeit und Gewißheit, daß alles auf dieser Welt endlich und sterblich ist. Leben und Gesundheit bringen in Gastein die wunderbare Luft, die Gasteiner Quellen und natürlich der Heilstollen. In gleich 17 verschiedenen Quellen tritt das Gasteiner Thermalwasser im Bereich des Badberges zutage. Vorerst versickern die Niederschlagswasser im Bereiche des Graukogels und Hüttenkogels in einer Höhe von 1.800 Metern Seehöhe. Die Wasser sinken in eine Tiefe von nahezu 2.000 Metern ab. Die in der Tiefe erwärmten, mineralisierten und radonhältigen Wässer kommen sodann in einer Höhe von 1.000 Metern ans Tageslicht. Von der Schüttungsmenge von täglich fünf Million Liter wird eine Million Liter nach Bad Hofgastein abgeleitet.

Speziell das Radon ist es, das bei chronischen Schmerzzuständen hilft, Wunden abheilt und bei rheumatischen Erkrankungen und Durchblutungsstörungen eine große Unterstützung erbringt. Die totale gesundheitliche Faszination von Bad Gastein ist der Heilstollen. Weniger die Gesundheit als vielmehr die Vision nach Reichtum und Gold standen für dessen Existenz Pate. Gastein war das sprichwörtliche Goldgräberzentrum Europas. Und das über viele Jahrhunderte hinweg. Der Goldabbau prägte den Reichtum des Gasteinertales. Auch die Kaufleute erkannten nach dem Mittelalter diese enorme Be- deutung dieser regen Bergbautätigkeit. Zu beiden Seiten der Tauern wurde ein Handelsbereich mit neuen Verkehrswegen und Postverbindungen errichtet. Die wohlhabenden Landwirte zu beiden Seiten des Tauerngebirges übernahmen die Überfuhr der Frachten mit bis zu 50 Pferden. So entwickelte sich das Gasteinertal zu einem Umschlagplatz der damals wichtigsten und teuersten Waren.

Bad Gastein und Bad Hofgastein wurden regelrechte Metropolen der Wirtschaft, des Handels und des Handwerks. Sogar die Patrizier des Reichstandes, wie eben die Fugger, Rosenberger, Liegsalze, Welser, Regel usw. beteiligten sich an den Gasteiner Bergwerksunternehmungen mit insgesamt an die 200 Gruben. Durch die Kapitalzersplitterung des Vermögens eines gewissen Christoph Weitmoser endete auch die Hochblüte der „goldenen" Goldgräberzeit im Gasteinertal. Immer wieder versuchten die Gasteiner im Laufe der Jahre wieder mit dem Abbau von Golderz ein „Goldenes Zeitalter" herbeizuführen. Erst letztlich wieder vor über 50 Jahren. In einer Höhe von 1.280 Metern wurde damals wiederum ein neuer Stollen in den Berg getrieben. Die Suche nach Gold blieb allerdings ohne Erfolg. Doch daß Gesundheit mehr bedeutet als Gold, das wußten die Gasteiner erst später zu schätzen. Nachdem nämlich im Stollen arbeitende Bergleute von ihren jahrelangen rheumatischen Erkrankungen geheilt wurden. Allein durch die Lufttemperatur und die Feuchtigkeit im Stollen. Dieses Heilklima mit dem hohen Radongehalt im Stollen ist weltweit einzigartig und somit auch das stärkste und wirkungsvollste Heilmittel im Gasteinertal. Mit einem Stollenzug fahren die Heilungssuchenden 2,5 Kilometer weit in die Tiefe des Berges. Bekleidet mit Bademänteln und Badebekleidung. Denn die hohe Wärme im Stollen und die hohe Luftfeuchtigkeit bewirken eine Überwärmung des Körpers auf 38 Grad. Das Edelgas Radon regt den Stoffwechsel in den Körperzellen an.

 

Unweit von Bad Gastein in einem idyllischen Nebental hat die Familie Blumschein ein neues und sehr dynamisches Eldorado für die Gäste geschaffen. „Grüner Baum" betitelt sich das gewaltige touristische Anwesen, das sehr viel Nostalgie zeigt, aber für die Zukunft erdacht wurde. Über eine Mautstraße gelangt man von Bad Gastein nach Sport Gastein, dem Mekka der Skifahrer, aber auch der Wanderer und Naturbewunderer in der wärmeren Jahreszeit. Ein reiches Netz von Wegen und angenehmen Pfaden erschließt eine wundersame Almlandschaft mit zahlreichen Wanderhütten inmitten der steinernen Berggipfel. Bäche mit glasklarem, sehr kaltem Wasser und viele Wasserfälle unterstreichen hier dieses wunderschöne Schauspiel der Natur. Weinige Kilometer wiederum von Bad Gastein gelangt man nach Bad Hofgastein. Ein touristisch geführter Kurort mit einem erst kürzlich errichteten neuem Thermalbad. Erstes Hotel am Platze ist das Grand Park Hotel. Das 5-sternige Romantik-Hotel ist eine Klasse für sich und gehört der Wirtschaftskammer Salzburg auch als Schulungshotel für die benachbarte Bad Hofgasteiner Hotelfachschule. Mit den Weinbauern Manfred Platzer, Fritz Frühwirth, Günther Schönberger und Gerhard Wohlmuth veranstaltete ich hier vor einiger Zeit einen Wein-Event mit den dortigen Köstlichkeiten der Küche. Der Restaurantleiter kommt aus Bombay, ein Kellner aus New Delhi. Im Rahmen unserer geographischen Gespräche über Indien und Feldbach, mußte ich erfahren, daß der kleine Inder mehr Buschenschänken rund um Feldbach kennt, als ich selbst. Kunststück! Er ist der Schwager der Frau Fösterl in der Feldbacher Südoststeirischen Sparkasse. Das Grand Park Hotel spielt im Rahmen seiner exklusiv-perfekten Struktur spielerisch in der Liga der 5-Stern- Häuser mit. Ein Hotel der Sinne, der Ruhe und der Erholung. Um etliche Spuren urig-ländlicher geht es wiederum im nächsten Ort, in Dorf Gastein zu. Da ist vermehrt das Gasteiner Landleben mit urigen Gasthäusern mit Knödeln und Schweinsbraten, landwirtschaftlichen Betrieben und vielen Ferienmöglichkeiten für die Familie mit Kindern angesagt. Mit der Seilbahn geht es von hier auf den Fulseck mit einer prachtvollen Naturlandschaft in der Gasteiner Bergwelt. In einer Sennerhütt'n dort dann frisch Milch, wunderbaren Käse und einen selbstgemachten Speck serviert zu bekommen, das ist dann schon eine besondere Lebensfreude.

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Wenn Steiermarks Präsident der Wirtschaftskammer, Peter Mühlbacher, von seiner Wirkungsstätte Graz die nahezu täglich flotte Rückfahrt von ca. 75 Minuten nach St. Lorenzen/Murau gerne in Kauf nimmt, hat dies wohl seinen Grund. Oder mehrere Gründe: Frau, Kinder, Pumuckl-Hotel, Ferienpark, St. Lorenzen und besonders der Kreischberg. Wer den Kreischberg einmal in sich aufgenommen hat, vergißt dieses Stück Natur nicht mehr. Diese klare Luft, dieser immer nebelfreie Horizont, dieses kalte, geschmackvolle Quellwasser und diese wunderbare Landschaft. Im Sommer, doch vielleicht um Nuancen noch wunderbarer im Winter. Das Ziel ist St.Lorenzen/Murau. Ein Dorf zwischen Murau und der Turracher Höhe. Der südwestlichste Zipfel der Grünen Mark. Kärnten und Salzburg sind hier näher als sonstwo. Wie eine Mauer trennen die Nockberge und die Metnitzer Berge diesen Teil der Steiermark vom Kärntnerischen. Das Weiche, nahezu „Singende" hat sich in der Sprache dieser hier lebenden Steirer eingegraben. Die Nähe zu Kärnten ist in der Sprachakkustik spürbar. Es sind warmherzige Menschen, die hier leben. Menschen, die aufeinander zugehen und sich deshalb über jeden Gast freuen.

Der Kreischberg, dieser wundersame Riese, ist das Medium in St. Lorenzen und im ganzen Tal. Besonders im Winter, wenn tief hinter den sichtbaren Waldungen der Hänge der Winter seinen Traum von Ruhe, Stille und Frieden präsentiert. Nur die Feldhasen in unglaublicher Vielzahl durchbrechen durch ihre hektische Emsigkeit dieses Wintermärchen. Wenn nirgendwo in der Steiermark Schnee liegt, ist er immer noch auf dem Kreischberg. Für die Kraft der Sinne und der Gedanken besucht auch Peter Mühlbacher „seinen" Berg. Wann immer er kann. Manchmal mit der Büchse als leidenschaftlicher Jäger. Immer allerdings als Heger für die Hirsche, Hasen, Auerhähne und Birkhähne, die auf dem Berg zuhause sind. Vor Jahren war es mithin auch Peter Mühlbacher, der mit seinen Freunden „seinen" Berg für den Tourismus öffnete. Gedanke und Ziel dafür war die Kreischbergbahn. Seither ist der Kreischberg ein winterliches Schneeparadies. Elf Seilbahnen und Lifte von 850 Meter bis hinauf auf 2.118 Meter Seehöhe. 29 Kilometer lange Abfahrten gewährleisten Wintervergnügen pur. Falls in den Wintertagen doch zu lange die Sonne scheint, sorgt der Kunstschnee für entsprechende Schneeunterlagen. Der Kreischberg ist immer schneesicher und zudem ist hier die größte Hetz. Nicht nur für die Schifahrer, sondern auch für die Snowboarder, die hier die tollste Snowboard-Arena in den Alpen vorfinden. Die allergrößte Halfpipe Europas, Big Air, Snakes, Jumps – und wie diese Einrichtungen sonst noch heißen. Nicht umsonst wird der FIS-Snowboard- Weltcup hier auf dem Kreischberg vom 23. bis 24. Jänner 2004 abgehalten. Dann gibt es hier noch die Tubing Arena, eine Speedstrecke mit Zeitmessung, Snow-Volleyball und jede Menge Spaß und Action. Auch für die Kinder ist hier einiges los. Wie etwa Alice im Wunderland, Dinopark, Wintergeisterbahn, Kinder- Tubing, Kreischi-Trambolin, Zauberteppich, Babylift usw. Für Kinder ist St. Lorenzen ein besonderes Pflaster.

Schließlich hat hier die Familie Mühlbacher, der Peter und seine Marlene, das einzigartige Pumuckl-Familienhotel errichtet. Frei nach der TV-Erfolgsserie „Meister Eder und sein Pumuckl". Ein Wunderland für Kinder mit allen Einrichtungen, die Kinderherzen erfreuen können. Brandneu ist auch der Ferienpark mit wunderschönen, idyllischen Holzhäusern und Appartements samt Hallenbad und Wellness-Einrichtungen in unmittelbarer Nähe der Kreischberg-Talstation. Auch ein Projekt, für das Peter Mühlbacher verantwortlich ist. St. Lorenzen ist ein ganz besonderes Stück am Kreischberg. Und immer wieder ruft der Kreischberg. Der Berg, der seit seiner touristischen Erschließung dem ganzen Ort St. Lorenzen neue Strukturen verschaffte. Dazwischen tuckert und zischt die uralte Murtalbahn auf den schmalen Geleisen durch das Dorf. Das Wasser in St. Lorenzen ist einzigartig. Nahezu schon ein Problem für die Wirte, weil auch die Gäste von dem wunderbaren Quellwasser wissen. Aber die Gäste wissen auch, wo es Steiermarks beste Biere gibt. Das Murauer in seiner frischen Art ist eine wahre Spezialität. Jetzt hat dieses wunderbare Murauer gerade im allernächsten Umfeld eine gnadenlose Konkurrenz bekommen. Natürlich in St. Lorenzen. Hier hat der einstige Murauer- Braumeister Johann Seidl in unmittelbarer Nähe des Ferienparks seine eigene Brauerei errichtet. Klein ist sie schon, aber dafür sehr effizient, was das Ergebnis ausmacht.

Hier ist der sogenannte „Georgs Bräu" angesagt. Ein klares und frisches Bier nach dem Geschmack nach allerbestem Quellwasser und Hopfen in höchster Güte. Und dazu brandneu ein wunderbares Hanfbier, das in seiner Klasse und Qualität wohl einzigartig ist. Ein Liefervertrag nach Tschechien, der Hochburg der Brauerei, ist bereits unter Dach und Fach. Das will was heißen, gegen Pilsener, Budweiser und Co. in den Ring zu steigen (Bierspezialitäten erhältlich unter Tel. 0664/3518047). Johann Seidl hatte auch einstens im Fürstenfelder Fürstenbräu das damals wunderbare Bier gebraut.

Unweit von diesem Wunderland der Bierfreunde gibt es den „Silvano". Ein wahrlich originales „Ristorante" samt Pizzeria, wie irgendwo bei Neapel. Silvano kommt nicht aus Neapel, sondern aus Genua. Der „Amore" wegen kam er in den hohen Norden nach St. Lorenzen. Seit 21 Jahren ist er nunmehr hier und kocht die allerbesten Tagliatelle, Cannelloni, Penne, Mafalde und Spaghetti. Selbstgemacht, wie zuhause einstens bei Mama. Einsame Spitze sind auch die Fischgerichte, Salate und die Pizzen. Wunderbare Pizzen aus dem Holzofen. Nicht zu dünn und nicht zu dick, mit einem knackigen Rand. Insgesamt ein Hochgenuß. Schon allein deswegen müßte man ein paarmal im Jahr nach St. Lorenzen. Silvano Moro war nicht immer ein so begnadeter Koch. Früher war er Musiker. Gesang, Gitarre und Baß bei den Top-Musikern von Brazil Tropical oder Max Greger. Bis er eben seine Liebe aus St. Lorenzen fand. Mittlerweile ist Silvano Moro so etwas wie ein Eingeborener am Fuße des Kreischberges. Er hat hier drei Kinder, seine Frau und sein eigenes Tonstudio. Hier produziert er seine CDs, wie etwa das wundersame „Tiramisu Silvano" voller Sehnsüchte nach Italien. Oder die CD über die Passionsspiele. Für diese traditionellen Passionsspiele vor der Kirche in St.Georgen, alle fünf Jahre und immer an den Wochenenden im Juli und August, komponiert Silvano Moro jeweils den Soundtrack. Schaurig, erhebend, was hier am Fuße des Kreischberg geboten wird. Die nächsten Passionsspiele finden übrigens im Jahr 2005 statt. Auf der Suche nach einer deftigeren Form der regionalen Küche sei der Gasthof Schafferwirt genannt. Ein wundersames Gasthaus gleich bei St. Lorenzen mit einer wahren „Märchenkarte" voll regionaler Gelüste. Die gebratene Gans schmeckte außerordentlich. Wann kann ich wieder einmal nach St. Lorenzen kommen?

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Tatort Schiffsmühle direkt an der Mur in Mureck. Bei traumhaftem Radl-Wetter tut sich hier einiges in Sachen Radtourismus. Während Schiffsmühlen-Wirt Roland Hirtenfelder den weiteren Aufbruch mit dem „Draht-Esel" sehr erfolgreich mit seiner hausgemachten Kürbiscreme-Schnitte einbremsen konnte, kommt wiederum eine Gruppe perfekt ausgestatteter Radfahrer zu dieser wunderbaren Fahrrad- Raststätte. Einige junge Isländer aus dem sehr fernen Reykjavik sind seit einigen Tagen auf dem 365 Kilometer langen Mur-Radweg R2 „on tour". Die Isländer haben sich mit dem Befahren des Mur-Radweges einen Urlaubswunsch erfüllt. Ein Urlaubserlebnis, gebucht bei „EuroBike" - [link] www.eurobike.at, dem Spezialunternehmen mit über 70 geführten Radreisen in Europa im Angebot.

Dann heißt es doch Abschied nehmen von der Schiffsmühle. Durch eine schattige Allee führt der Radweg in Richtung Bad Radkersburg. Entlang dieser wunderbaren Auenwelt direkt an der Mur. Dann über Felder und Wiesen gleich nach Misselsdorf in der Gemeinde Gosdorf. Hier ist einmal der einzigartige Klimaschutzgarten einen Aufenthalt wert. Ein Vorzeigeobjekt und eine der „Perlen" am sogenannten „Grünen Band". Jene 1300 Kilometer lange direkte Grenze zwischen dem Ostblock und dem Westen. In diesem einstigen „Niemandsland" zwischen den Blöcken der Weltmächte entstand in den 40 Jahren mit dem „Eisernen Vorhang" eine Art Rückzugsgebiet für seltene Tier- und Pflanzenarten.

In dem 1,7 Hektar großen Klimaschutzgarten gibt es eine Reihe von verschiedenen Gartenprojekten: Heilkräuter und etliche Teekräuter. Verschiedene Stauden, nach klaren Farbthemen gepflanzt. Hügelbeete mit zahlreichen Gemüsesorten und verschiedenen Anzuchtmöglichkeiten. Eine Sitzarena mit Feuerstelle und dekorativen Stauden. Einen attraktiven Holzgarten, bepflanzt mit Fingerhut, Mohn und Mariendistel. Weiters Sumpfgarten und Feuchtbiotop mit den typischen Wasser- und Sumpfpflanzen der Auenwelt. Einen Rosengarten mit 200 Rosensorten. Weiters gibt es Schattengarten, Religionsgarten und das sogenannte „Osterluzei feld". Ein Mekka für den vom Aussterben bedrohten Osterluzeifalter, dessen Raupen sich von dieser ansonsten aussterbenden Pflanze ernähren. Überall stehen im Klimaschutzgarten Bänke, wo sich die Besucher in dieser wunderschönen Naturwelt entspannen können. Für Kinder steht zudem ein kleiner Kinderspielplatz zur Verfügung.

Dieser Klimaschutzgarten ist eine Art von „Recycle-Garten". Die Beete werden mit dem angelieferten Grasschnitt in dichten Schichten gemulcht. Somit blühen die Pflanzen auch in langen Trockenperioden bestens. Auch ohne das ansonsten übliche Gießen. Die Klimaschutzgarten- Expertinnen Friederike Trummer und Projektleiterin Dr. Irmtraud Pribas informieren gerne über ganz spezielle Gartentips. Wie man Rosen einfach nur „einstupft". Was das Mulchen mit Grasabfällen erbringt. Oder warum das eingegrabene Schretterholz in den Hügelgräbern wunderbare Wachstumserfolge erbringt. Infos auch über die Teesorten, die hier völlig natürlich wachsen. Die einzelnen fachgerecht getrockneten Tees kann man hier zudem käuflich erwerben.

Wissenswertes gibt es auch über die Tierwelt zu erfahren. Speziell dieser Osterluzeifalter beschäftigt immer mehr Schulen für ihre Projektarbeiten. Die Leibnitzer HAK-Schüler widmeten diesem Falter sogar ihre Maturaarbeit. Aber auch die Hummel gehört hier im Klimaschutzgarten zu einem Insekt mit ganz besonderen Beachtungswerten. Gleich im Anschluß an den Klimaschutzgarten gibt es hier auch den sogenannten „Hummelgarten". Franz und Lieselotte Schmidlechner betreuen hier 15 Hummelvölker in eigenen Hummelkästen. Mittlerweile ein touristischer Schwerpunkt. In der kleinen und gerne besuchten Mostschänke sind die Hummeln neben Schaumrollen, Linzer- und Kürbiskernschnitten und anderen Mehlspeisen das Gesprächsthema.

Speziell die Städter wundern sich immer wieder über die Abhängigkeit der gesamten Menschheit von den sehr nützlichen Insekten Bienen und Hummeln. Nicht wegen des Honigs, sondern, weil eben diese fleißigen Tiere die gesamte Bestäubung der Pflanzen durchführen. Und ohne Bestäubung gibt es bei vielen Pflanzen keine Früchte. Keine Weintrauben, Äpfel, Kürbisse, Paprika, Tomaten usw. In den USA gibt es derzeit größte Probleme mit dem unerklärbaren Tod zahlreicher Bienenvölker. Das Resultat ist ein enormer Ernteeinbruch. Rund um die Gemeinde Gosdorf sind die Hummeln beim Bestäuben sehr im Einsatz. Etwa auf den Kürbisfeldern der zahlreichen Kürbisbauern in Diepersdorf. Hier produzieren viele Bauern hochwertiges Kürbiskernöl, Knabberkerne und auch Kürbiskernwurst. Die Hummel hat gegenüber der Biene noch den kleinen Vorteil, daß dieses Insekt sich auch in die Gewächstunnels der einzelnen Gemüsebauern hineinzufliegen getraut. Da wäre es um Paprika, Gurken und Tomaten geschehen, würde nicht die fleißige Hummel auch hier so intensive Bestäubungsarbeit leisten.

Der Klimaschutzgarten samt dem Hummelprojekt hat für Gäste ab 1. April bis Ende Oktober täglich geöffnet. Das nächste Etappenziel ist der legendäre Röcksee quasi gleich „um die Kurve" in Gosdorf. Dieser sieben Hektar große Naturbadeteich ist der südoststeirische Vorreiter in Sachen Tourismus. Seit vielen Jahren eine Zugnummer für Erholung und Baden. Bei 27 Grad sommerlicher Wassertemperatur wohl auch sehr angenehm. Auf dem Areal ein Gasthaus mit bekannt großen Schnitzeln, eine Seepension und ein Campingplatz mit vorrangig Dauercampern, Für viele ist der Röcksee zur zweiten Heimstätte geworden. Als Abschluß des 365 Kilometer langen Murradweges R2 haben sich die Radlfahrer eine kleine Belohnungskurve bislang nach Straden, Hof, Tieschen und Klöch ausgedacht. Nicht nur wegen der schönen Landschaft, sondern speziell wegen der hier vorhandenen Weinspezialitäten, der wunderbaren Jause und der außergewöhnlich guten Backhendln. In einen der augezeichneten Radgasthöfe. Etwa das Backhendl-Weingut Palz (Kilometer 338) oder der Klöcherhof (Kilometer 339). Der kleine Umweg durch das „Traminer-Backhendlreich" gehört zu den Höhepunkten. Das nahe Ziel Bad Radkersburg über Halbenrain ist ein Klacks. In Bad Radkersburg läßt jedenfalls eine wunderbare Therme zur Entspannung grüßen!

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Das große Panoramafenster läßt den Wald optisch einfließen. Fünf Rehe und ein junger, stolzer Rehbock finden sich ein. Draußen hat es Minusgrade. Hier drinnen zittert die Luft bei etwas unter 100 Grad. Die sogenannte „Woazsauna" im Areal der Quellenoase im Bad Waltersdorfer Quellenhotel ist das Ziel der Saunafans. Wenn dann die hoteleigene Aufguß-Akteurin nahezu aufopfernd die „Woazsauna" belebt, verbinden sich Schwitzen und Streßabbau zu einem Wohlgefühl der Sinne. Draußen vor der „Woazsauna" präsentiert sich der große Whirlpool mit herrlich warmem Thermalwasser. Ein Ort der Ruhe und Entspannung. Einzig für die Gäste des Quellenhotels. Insgesamt mit Naturteich und Pools eine Wellness-Landschaft im Ausmaß von 3.000m2. Eingebettet in die wundersam schöne Bad Waltersdorfer Landschaft. Eben Natur pur. Nahezu zwei Millionen Liter frisches Thermalwasser sprudelt täglich aus zwei Bohrungen aus 1200 Meter Tiefe an die Oberfläche. Mit einer Temperatur von 62 Grad. Mit abgekühlten Temperaturen von 27 bis 36 Grad gelangt das Thermalwasser in die zahlreichen Becken. Und wird nach wenigen Stunden aufgrund der vorhandenen Wassermenge restlos mit frischem Thermalwasser getauscht. Frisch und höchste Qualität ist nun einmal das Bad Waltersdorfer Motto im Quellenhotel. Das „Natrium- Hydrogencarbonat-Chlorid-Thermalwasser" ist im Grunde ein Heilwasser. Entschlackend, bestens für Haut- und Bindegewebe, vorbeugend gegen Rheuma, zudem entspannend und setzt Abwehrkräfte und Kreislauf in Schwung. Für Kleinkinder ist das Thermalwasser nicht geeignet.

Im Quellenhotel gibt es somit keine Kinderangebote. Das Quellenhotel setzt mit größtem Erfolg auf Stammgäste, auf Paare und auch auf Frauen. Speziell und nur für Frauen gibt es in der Quellenoase das sogenannte „Feminarium". Eine kleine Welt für Frauen mit Bachsauna, Ruheraum, Solarium und Terrasse. Für Männer gilt hier „Eintritt verboten!" Außerhalb des „Feminariums" präsentiert sich die unverkrampfte Welt der eingeschworenen Saunafans in unbekümmerter Nacktheit. Bad Waltersdorf ist in seiner Gesamtheit ein Erfolgsmodell innerhalb des Thermenlandes. Vor 30 Jahren hat es dies alles noch nicht gegeben. Damals hatte man auch hier nach Öl gebohrt und Thermalwasser gefunden. Mit dem Thermalwasser beheizte man damals die wenigen öffentlichen Gebäude und ein kleines Gewächshaus, in dem Gemüse über die kalte Jahreszeit hinweg somit gedeihen konnte. In dieser Zeit gab es noch keine Hotels.

Bei der „Fischer-Wirtin" (heute Hotel Fischer) war noch die sagenhaft duftende Bäckerei mit den wunderbaren Salzstangerln. In dieser Zeit war ich als Tagespost- Redakteur bei Bürgermeister Pichler. Gemeinderatswahlen standen wieder einmal vor der Tür. So fragte ich natürlich den Bürgermeister: „ Wann wird endlich die Therme gebaut?" Der Bürgermeister rief sogleich Landeshauptmann Joschi Krainer an. Er erreichte diesen und sagte: „Der Hannes Krois ist da und will wissen, wann endlich die Therme gebaut wird". Darauf Joschi Krainer: „ Sag dem Hannes, daß Waltersdorf sofort gebaut wird! Das kann er schreiben!" Somit habe ich ein wenig an diesem Bad Waltersdorf mitwirken dürfen. Und wirklich, Bad Waltersdorf wurde gebaut. Mit dabei als Motor der ersten Stunde und vieler Jahre der emsige Johann Haberl als Thermen-Geschäftsführer. Seit 2005 ist Mag. Gernot Deutsch der Kapitän für Heiltherme, Quellenhof und seit 2010 auch für das gesamte Steirische Thermenland. Mit Mag. Gernot Deutsch findet eine enorme persönliche Bindung zwischen den Gästen und Bad Waltersdorf statt. Wer einmal im Quellenhotel war, der wird dorthin wiederkommen. Schon allein wegen des einzigartig guten Essens. Ein Frühstücksbuffet mit den besten regionalen Spezialitäten der Direkterzeuger. Und ein Abendessen mit hervorragend geprägter regionaler Küche. Ohne Industriewaren, frisch und ehrlich gekocht. Dafür wurde auch das Quellenhotel mit der „Grünen Haube" ausgestattet. An den Wochenenden haben Sauna und Pools für die Gäste bis 23 Uhr geöffnet. Also, was hält davon ab, nach dem köstlichen Dinner nochmals Entspannung pur zu erleben.

Nach einer herrlich durchschlafenen Nacht findet sich das Frühstücksbuffet mit den wunderbaren Naturprodukten der Region als wahres kulinarisches Highlight ein. Von Schinken und Wurst vom „Sonnenschwein" bis hin zu den selbstgemachten Marmeladen gibt es hier alles, was so richtig Freude macht. Ein richtiger „Frühstücks- Volltreffer"! Ausreichend Zeit noch bis zur Partner-Massage im Styrian Spa. In dieser Spa-Hochburg von Massage und Beauty ist wohltuende Perfektion angesagt. Alles, was den Gästen guttut, das ist die Linie dieses Spa-Bereiches. Deshalb auch sehr erfolgreich! Wer als Gast des Quellenhotels auch die riesige Wellnessfläche der Heiltherme erfahren möchte, der ist nach Lift und Verbindungsgang sogleich dort. Eine erfolgreiche Familientherme für den öffentlichen Bereich. Mit einer riesigen Saunaanlage. Der romantisch veranlagte Quellenhotel-Gast wird sich diskret in sein wunderbares Refugium der Quellenoase zurückziehen. Denn hier haben die Thermen-Genies rund um Mag. Gernot Deutsch die wahren Streßkiller für Manager, Hausfrauen und Journalisten gefunden.

Bad Waltersdorf hat sich in den Jahren in dieser Form finden müssen. Zuerst war nichts. Dann das Thermalwasser. Dann die ersten Hotelbauten. Und jetzt ein Profi-Angebot für Gäste, die einfach nur Erholung und Streßabbau suchen. Natur pur ist die Erfolgslinie. Demnach „entfleuchen" manche der Wochengäste nach Tagen auch in die Bad Waltersdorfer Landschaft. Eben zu den Buschenschenken und kulinarischen Produzenten von den wundersam guten Produkten, die beim Frühstücksbuffet oder Abendessen die Gaumenfreuden sind. Rund um Bad Waltersdorf im steirischen Thermenland haben sich die regionalen Spezialitäten über die Zeiten erhalten können. Weil sich um dieses einstens über so viele Jahre „vergessene Land", die sogenannte Oststeiermark sich niemand gekümmert hatte. Jetzt ist das steirische Thermenland der ganz große Gewinner. Weil vieles heute noch so ist, wie es einmal war.

Infos:

Heiltherme Bad Waltersdorf

Marketingleiterin Andrea Graf

Tel. 03333/500-934

Mail: This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

Kostenlose Buchungshotline aus Österreich: 0800/205308

 

 

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Sag dem Stress ade und fahr auf die Insel! Gemeint ist eine rund 80.000 Quadratmeter große Insel mit einem kleinen Wald und romantischen Lichtungen. Darauf eine kleine Hotelanlage. Es ist das einzige Inselhotel Österreichs. Inmitten des Faakersees. Außergewöhnlich sind das Inselhotel und die putzige Insel. Außergewöhnlich sind auch die Öffnungszeiten des Inselhotels. Jeweils von 20. Mai bis 19. September hat das 4-Stern-Hotel für die Gäste geöffnet. Somit ein riesiger Aufwand mit immerhin über 30 Beschäftigten in der außergewöhnlich kurzen Saison. Im Juli und August ist das Inselhotel seit Jahren traditionell bestens gebucht. Es sind jeweils die treuen Stammgäste, die „reif" für die Insel sind. Die allermeisten Gäste kommen mit dem Auto angereist.

Nach Villach, also sehr nahe der Grenze zu Italien, gelangt man zum Faakersee. Der südlichste und wärmste See Österreichs. Man fährt auf dem Inselweg direkt zum Parkplatz des Inselhotels. Hier ist auch die Anlegestelle für das hoteleigene Inselboot. Der Kapitän ist mit dem Boot rund um die Uhr im Fähreinsatz. Das Boot ist außer Schwimmen für die Gäste wohl die einzige Möglichkeit, die Insel zu erreichen. Gut 200 mal pendelt das Boot zwischen Parkplatz und Inselhotel an einem Tag. Der Kapitän und Fährmann meint im netten Kärntnerisch: „Da müsste es schon eine Rinne im See geben!" Das Auto hat seinen gesicherten Parkplatz. Die Gepäckstücke wandern ins Boot und somit startet das erholsame Abenteuer „Stressabbau". Glasklar und samtig präsentiert sich das Wasser des Faakersees. Einzig das Hotelboot zieht Kufen in die Ruhe des Sees.

Nach fünf Minuten Bootsfahrt ist die Insel erreicht. Das Hotelboot ist übrigens das einzige erlaubte Motorboot auf dem gesamten Faakersee. Somit ist der fischreiche See wohl auch einer der allerruhigsten Gewässer. Und inmitten des Sees die Insel mit dem Inselhotel und den 32 Gästezimmern. Die Insel selbst ist ein charmantes Überbleibsel von Moränenresten. Insel und der Faakersee wechselten im Ablauf der Geschichte mehrmals die Besitzer. Wie etwa 1686 die Grafen Orsini-Rosenberg, 1829 Peter Ritter von Bohr und ab 1831 die Fürsten von Liechtenstein. Auf der Insel stand damals schon ein Bauernhaus mit Tenne. Im 19. Jahrhundert wurde sodann das Bauernhaus in ein Gasthaus umgewandelt. Der Grundstein für das Inselhotel und die „Sommerfrische" im Erholungsbereich Faakersee war somit gelegt. Erstmals als Hotel Wilhelm Schwelle betitelt, wurde das damalige Inselhotel schon ein Begriff. Neuer Besitzer wurde 1918 Ludwig Wittgenstein, ein Onkel des berühmten Philosophen. Im Jahre 1929 wurde als besondere Attraktion das hölzerne Badehaus eröffnet. Errichtet nach den Plänen des Architekten Franz Baumgartner. Diese Badeanstalt ist gerade heute eine architektonische Augenweide und vermittelt hautnah diese Art von Sommerfrische in ihrer höchsten nostalgischen Kultur. Heute beinhaltet die Badeanstalt einen Strand, Sauna, Massage und Ruheräume. Masseur Hannes ist speziell wegen seiner umfassenden Kenntnisse bei der Fußreflexzonenmassage mittlerweile nahezu eine Institution. Wenngleich auch die finnische Sauna-Kabine etwas gar zu heimelig klein ist, so entschädigt der einzigartige abgeschirmte direkte Seezugang die Saunafreunde außerordentlich. Ein herrliches Gefühl, eben nach der Sauna im klaren Wasser des Faakersees zu verweilen.

Der gesamte Faakersee, das Inselhotel und die großartige Burg Landskron sind seit 1976 in Besitz der Schwestern Dipl. Ing. Susanne Bucher und Elisabeth Catasta. Im Rahmen eines Schenkungsvertrages über den Erbweg von Ökonomierat Johann Maresch und dessen Schwester Christine Kunz. Die Besitzerfamilie betrachtet die Führung des Inselhotels als eine Art Familien-und Generationenverpflichtung. Daß die Rechnung trotz der kurzen Öffnungszeiten doch auch finanziell aufgeht, dafür verbürgt sich wohl auch Dr. Georg Bucher, der als Bankfachmann österreichweit ein Begriff ist. Auf die zahlreichen Stammgäste baut das Inselhotel in seiner ultrakurzen Saison. Daß die Stammgäste auch in der Zukunft kommen, wird mit zahlreichen Initiativen vorgesorgt. Zahlreiche Gäste reisen mit ihren Kindern an. Und die Kids sind von ihrer speziellen „Sommerfrische" begeistert. Auf der autofreien Insel bemühen sich abenteuerlustige Betreuer um die kleinen Gäste. Frei nach Robinson Crusoe, Captain Hook oder Jack Sparrow wird verkleidet die Insel erforscht. Dabei trifft man dann schon einmal ein Reh, das selbst stressfreie Zeiten auf der Insel gesucht und gefunden hat. Für die Kleinen gibt es zudem Schatzsuchen, Bootsfahrten, Tennis, Sportbewerbe usw. Wer auch das Übernachten mit gleichaltrigen Kindern eher dem elterlichen Zimmer bevorzugt, der kann in der „Villa Muh" die Nacht verbringen. In der „Villa Muh", der einstigen Tenne, sind Erwachsene prinzipiell unerwünscht.

Die Insel im Faakersee bietet Erholung pur. Eine andere Zielgruppe im Inselhotel sind die Romantiker und Verliebten. Dafür gibt es spezielle Romantikwochenenden mit einem besonderen Angebot samt exklusivem Candle-Light Dinner im Rosengarten. Was steht dann näher, als auch noch die Hochzeit auf dieser romantischen Insel zu feiern. Das bewährte Hochzeitsmodell beinhaltet die Zeremonie im nahen Standesamt Finkenstein und je nach Wunsch in den umliegenden Kirchen. Das Team des Inselhotels richtet dann im Restaurant oder auf der wunderschönen Terrasse die Hochzeitsfeier aus. Der gute Geist des Inselhotels Simone Flaschberger ist für die Gästewünsche verantwortlich. Auch die Angler unter den Gästen sind inmitten des Faakersees in einem Fischerparadies. Die kleinen Buchten und Uferzonen laden buchstäblich zum Angeln ein. Es gibt hier Karpfen, Hechte, Forellen, Saiblinge, Waller, Schleien, Reinanken und Zander. Für die Angler bietet das Inselhotel ein spezielles Angler-Paket. Die gefangenen Fische bereiten die Köche gerne nach den Wunschrezepten zu. Das kulinarische Angebot auf dem Inselhotel präsentiert sich mit regionalen Spezialitäten aus der Region. Dazu ein Weinangebot, das sich ruhig mit vier Sternen schmücken darf. Wer im Rahmen seines Inselurlaubes doch einmal auf „Landurlaub" gehen möchte, der ist in fünf Minuten bei seinem Auto. Sehr nahe Ausflugsziele sind Tarvis oder die Burg Landskron mit Restaurant und der bekannten Adler-Arena.

Infos unter Inselhotel Faakersee, Tel. 04254/2145 und This e-mail address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.

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Blickt man in die eigene Kindheit zurück, waren die Ringelspiele, die Schiffschaukeln, die Autodrome und die Zuckerwatte samt der gebrannten Mandeln der absolute Magnet eines jeden Festes. Von der Kirchweih bis zur Leistungsschau oder gar derGrazer Messe, der Vergnügungspark mit all den vielen Lichtern und den überlauten Songs aus den einzelnen Lautsprechern war das Ziel. Mit dem von der Großmutter aufgebesserten Taschengeld betrat man so die "Schwelle der Sünde", des sinnlosen Vergnügens.

Lässig, mit einer Hand am Lenkrad, fühlte man sich beim Autodrom wie ein Jochen Rindt, indem man dabei Gegner suchte, denen man voll in die Breitseite fahren konnte, ohne nachher Gefahr zu gehen, verprügelt zu werden. Stundenlang, oder solange eben das Geld reichte, genoß man diese andere Welt. Sogar die mehr oder minder leichte Übelkeit, hervorgerufen aus einem Mix von angeberischen Brustzügen von der verbotenen Zigarette, dem Eis mit Schlag und dem Schreck in der Geisterbahn, konnte das Hochgefühl der Sinne kaum eindämmen. Wie großartig, wie phantastisch war es dann erst, wenn man in der Kindheit erstmals nach Wien in den Prater gelangen durfte. Der Anlaß dafür mußte etwas sehr Großartiges sein. Meistens war der Grund die Firmung. Mit Krawatte und Firmbüscherl am Revier des nagelneuen Firmanzuges konnte man sich gar nicht satt sehen an all den Dingen, die den Wiener Prater ausmachten.

Heute gefällt mir eher die wunderbare Schweizerhausstelze mit Kartoffelsalat und Budweiser vom Faß unter den Bäumen beim "Schweizerhaus". Der Prater ist eine Institution für die Wiener und für die Touristen, für alle Altersgruppen, ob sie nun aus der Oststeiermark oder aus New York kommen.

Im Slang der offenen und ehrlichen Pratersprache ist man sowieso ein "G'scherter", falls man einem "Proda-Eingeborenen" oder einer "Proda-Fee" in die Quere kommen sollte. Doch das ist eher die Ausnahme, denn im Prater herrscht wahrlich Ordnung und System. Es sind durchwegs Familien, die manchmal bis zu 100 Jahren von den Ur-Uromas bis zu den Urenkerln dasselbe Geschäft mit einem oder mehreren Ringelspiele betreuen. Für all diese Menschen ist der Prater Heimat, eben "Wohnzimmer", "Schlafzimmer" und in erster Linie die Existenz.

Stephansdom oder Riesenrad, niemand weiß, wer das größere Wahrzeichen der Stadt Wien ist! Zumindest sind das Riesenrad und somit der Prater über die ganze Welt hinweg bekannt. Wiener Lebenssinn, Wiener Leichtigkeit und Wiener Freude wird mit dem Prater in einem Atemzug genannt.

Die allerersten Aufzeichnungen über den Prater stammen aus den Jahren 1162 und 1403. Der Prater war damals mit seiner Wald- und Auenlandschaft nahe der Stadt Wien ein beliebtes Jagdrevier. Allerdings nur für die Gesellschaft des Adels, die sich hier im Rahmen der Jagden vergnügte. Es war Kaiser Joseph II., der am 7. April 1766 für die Wiener und Wienerinnen, für alle Schichten des Volkes, den Prater öffnen ließ, um hier frei spazieren zu gehen, zu reiten, zu fahren und sich an erlaubten Unterhaltungen zu ergötzen. Die lebenslustigen Wiener wußten diese kaiserliche Verordnung gebührend zu würdigen. Damit war der Wurstl-Prater gegründet! Noch im selben Jahr schlugen 46 Bierwirte, 66 Weinwirte, weiters Kaffeesieder, Lebzelter und Kuchenbäcker im damals noch genannten "Bratter" ihre Zelte auf. Gleichzeitig wurden die ersten Ringelspiele für die kleinen Pratergäste aufgestellt.

Wie es in den alten Aufzeichnungen steht, war der Prater schon vom Start weg ein Riesengeschäft für die diversen Ausschenker. Am Ostersonntag des Jahres 1786 zählte man 60.000 Besucher. Am Pfingstsonntag des Jahres 1852 dürften es auch nicht weniger gewesen sein, denn immerhin verspeisten an diesem offenbar schönen Tage die Praterbesucher 300 Ochsen, 4.000 Gänse und 12.000 Hühner. Rund um das Jahr 1880 hielt man noch zusätzlich Hirschjagden in den Praterauen ab. Der Prater veränderte rund um die Weltausstellung im Jahre 1873 sein Gesicht. Aus den einstigen Imbißstuben wurden gastronomische Betriebe. Gefragt waren Volksfeste und Tanzveranstaltungen. Der einstige Kaisergarten wurde zum Vergnügungsetablissement "Venedig in Wien" mit zahlreichen Kanälen samt der Gondeln umfunktioniert. Im Römersaal eines Restaurants dirigierten Vater und Söhne Strauß, weiters Lanner, Ziehrer und auch Franz Lehar. Heute steht das Planetarium an dieser Stelle. Im "Eisvogel" spielte eine berühmte Damenkapelle auf.

Der weltberühmte Prater wurde jener Landschaftsfleck in den Auen bei Wien jedoch erst mit dem Riesenrad. Es gibt wohl kaum einen Praterbesucher, der nicht in eine Gondel des Riesenrades einsteigt und sich darin in die Höhe weit über die Dachlandschaft von Wien ziehen läßt. Es war damals ein Engländer, der Marineleutnant und Ingenieur Walter B. Basset, der die Idee hatte, das Riesenrad als "gigantic wheel" auf den Gründen des Kaisergartens zu errichten. In London, Blackpool und Chicago hatte man Jahre zuvor schon derartige Riesenräder errichtet, die von der dortigen Bevölkerung bestens angenommen wurden.

Der Engländer Basset wollte das Riesenrad anläßlich der 50. Thronbesteigung Kaiser Franz Josefs I. in Betrieb nehmen lassen. Nach mühevoller Überwindung des Amtsschimmels der Monarchie wurde 1896 mit dem Bau begonnen. Die Gattin des englischen Botschafters schlug acht Monate später den letzten Bolzen in die Radkonstruktion.

Das Riesenrad im Prater war ein Riesenerfolg, doch der Erfolg währte nicht lange. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde das Riesenrad von 1914 bis 1916 gesperrt und als militärischer Aussichtsposten verwendet. Dann weigerte sich im Jahr 1915 ein neuer Grundeigentümer, den Pachtvertrag mit den Erben des 1907 verstorbenen Walter Basset zu verlängern. Er beantragte den Abbruch des Riesenrades und erhielt dazu auch die gerichtliche Genehmigung. Das Urteil lautete: Abtragen bis 28. Februar 1916. Die Erben konnten allerdings die Abbruchkosten nicht aufbringen und so wurde das Riesenrad gepfändet. 1918 wurde das heutige Wiener Wahrzeichen versteigert und wiederum zu Abbruchszwecken von einem gewissen Eduard Steiner erworben. Auch diesem Mann fehlte das Geld für den Abbruch und so wurde das Riesenrad halt wieder weiterverpachtet.

Am 16. September 1944 geschah das Unglück: Die Hochschaubahn brannte ab und der Funkenflug setzte einen Waggon des Riesenrades unter Feuer. Ein Wagen nach dem anderen ging in Flammen auf. Im Kriegsjahr 1945 brannte der gesamte Prater ab. Lediglich fünf Hütten blieben verschont.

Die sogenannte Praterbetriebsgesellschaft aktivierte von 1946 bis 1954 den Wiederaufbau. Im Jahre 1947 startete wieder die Liliputbahn und im Mai dieses Jahres auch das Riesenrad mit 15 Waggons. Damit war auch die Kulisse für Orson Wells im legendären Streifen "Der Dritte Mann" gegeben. Jetzt wird es wieder einmal Zeit, nach Wien in den Prater zu fahren! Foto oben: Das Riesenrad, das Wahrzeichen Wiens. In diesen Gondeln erlebt man Wien von der Vogelperspektive. Echt Gruseliges beim Geisterschloß. Der Prater, eine einzigartige Welt. Freie Fahrt für die Clown-Rutsche.

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Weine nach dem „Duft der Rose" und Backhendln. Nirgendwo sonst auf derWelt gibt es solch eine Faszination rund um eine regional gewachsene Ehe zwischen Trinken und Essen. Klöch ist schlichtweg eine gewaltige Hochburg der Kulinarik. Ein Mekka von Traminer und Backhendln. Golden schimmert der Traminer in den Gläsern im Sonnenlicht. Golden-braun auch die Backhendl in rescher Panade. Dazu eine wundersam schöne Landschaft voll mit Reben. Dies ist Klöch und zugleich der Anstoß für die Entdeckung eines Traminer-Backhendlpfades durch die Klöcher Weinbergewelt.

Mit Start in der Buschenschenke des Top-Winzers Fritz Frühwirth in Deutsch Haseldorf und als vorgegebenes Endziel der Hendl-Gasthof der charmanten Mathilde Palz. Mit beim Traminer-Start bei Fritz Frühwirth im „Backhendl-Wanderteam" Toni Gangl vom Gasthof Palz, die Brüder Herbert und Günther Domittner sowie als Gäste KoR Gerhard Köhldorfer und Advokat Dr. Horst Pechar samt Gattin Eva. Nach den ersten Traminervarianten beim Frühwirth einige hundert Meter weiter der erste Backhendltreff von Toni und Brigitte Gangls Weinlandhof in Deutsch Haseldorf. In dem wunderschönen Weinlandhof gibt es zum Traminer hervorragende Backhendl. Inklusive wunderbarer Hühnerleber. Dazu als Kabaretthintergrund das Treffen von Gangl Toni I (Palz) und Gangl Toni II (Weinlandhof). Gleich alt (Geburtsjahr 1964) und gleich schön. Einstige Klassenkameraden in der Landesberufsschule und immer wieder wegen der Namensgleichheit aufgefallen. Vom schattigen Gastgarten möchte man sich kaum lösen doch als nächstes Ziel steht die romantische „Winzer-Gasslstraße", der sogenannte alte Kirchweg am Hochwarth an. Mit dabei als zusätzlicher Reisebegleiter Gangl Toni II (Weinlandhof).

Dort am Hochwarth zeigt sich der Buschenschank Wonisch als romantische Aussichtswarte mit Blick zum Steinbruch. Und dazu wunderbare Traminer. Der Blick in die reichhaltige Jausenkarte würde keine Wünsche offen lassen. Organisator Günther Domittner beschränkt den Aufenthalt aufs Wesentliche. Weiter geht es zum Gießauf-Nell. Landessieger-Winzerbetrieb und Buschenschank in toller Lage. Josef Nell präsentiert gelben Traminer, Gewürztraminer „Selektion" und Traminer „SensatioNell". Ein großartiges Traminererlebnis. Gießauf-Nell, ein wunderschöner Winzerbetrieb mit Buschenschank und Komfortzimmern. Dank der dominanten Ordnungs-Initiative von Günther Domittner dann der Aufbruch.

Mit dabei auf dem Pilgermarsch zusätzlich nun auch der Top-Winzer Josef Nell (38) und als Proviant einige Schachteln, voll mit Traminer und Weingläsern. Weiter führt der Weg über die herrliche Rebenlandschaft des Hochwarth. Gegenüber im Blickfeld der gigantische Stürgk-Steinbruch. Auf der anderen Seite öffnet sich das hügelige Land weithin ins Slowenische für den Betrachter. Man geht entlang der wunderbaren Stürgk'schen Anbauflächen des Cari Seyffertitz, die nun von Georg Winkler-Hermaden für Top-Kreationen neu aufgepflanzt wurden. 1.000 neue Stöcke für womöglich neue Weltchampion-Sieger in der Weltweinbewertung. Die Tafel „Durchgang verboten" hat nur mehr historischen Wert und ist sozusagen rechtlich „außer Gefecht".

Vom Hochplateau führt nun der Weg hinunter in den Ort Klöch. Mit einem Abstecher zum alten Wehrturm der gräflichen Burgruine. Heute ein attraktiver Aussichtsturm mit einer wunderschönen Aussicht über die Klöcher Region. Unsere „Backhendl-Traminer"-Truppe quält sich die Stufen hinauf. Als Belohnung dann auf dem Turm-Plateau der mitgebrachte Nell-Traminer als Einstimmung für die nächsten Backhendln. Diese gibt es dann im traditionellen Gasthof des Herbert Domittner im Ort. Ein empfehlenswerter Gasthof mit einer perfekten Küche rund um Traditionelles und auch Kreatives. So gibt es vorab als Vorspeise ein wunderbares Hühnerfilet mit Kürbiskernen. Die köstlichen Backhendln samt Leber dann golden- braun in herzhaft knuspriger Panade hervorragend zubereitet. Dazu die Top-Traminer des Günther Domittner, eben der elegante Traminer Tradition und der fruktale Traminer Xero der Jahrgänge 2004. Wunderbar übers Maß hinaus gesättigt, dann der Weitermarsch hinter der Kirche hinauf durch den Pfarrerwald. Für einen Reinhold Messner kein Auftrag. Für das „Backhendl-Geschwader" eine sportliche Leistung. Die Traminer- Winzer zeigen die bessere Kondition. Öfter mal Traminer trinken, scheint auch für die Füße zu wirken. Ein wunderschöner kühler Hochwald hier im steilen Hang. Oben auf dem Plateau dann Weinreben und eine Vielzahl schöner und gepflegter Wochenendhäuser. Und ein weiterer Traminer-Winzer.

Bruno Klimbacher präsentiert seine wunderbaren Traminer. Vorbei an den zahlreichen, historischen Kellerstöckl'n geht es dann bergab zum absoluten Klöcher Backhendl-Mekka der Mathilde Palz. Vorbei am Anwesen der Helene Palz und ein kleiner Zwischenstop beim Weingut Rudolf Palz gleich neben dem Backhendl- Gasthof Palz. Das Ziel ist erreicht. Als Belohnung dann einen Platz für die Seele auf der Terrasse. Für den Hunger delikate Backhendl samt der von mir so geliebten Leber. Die Hendln stammen seit jeher aus dem burgenländischen Kalch. Knusprig, saftig und herzhaft. Mit der Haut paniert, sind die Backhendln halt doch besser. Dazu ein sagenhaft guter Kartoffelsalat mit Kernöl. Und als Begleitung die hauseigenen Traminer des Gangl Toni I, dem Lebenspartner der fleißigen Mathilde Palz. Ein wunderschöner Tag auf Klöcher Pfaden rund um Backhendln und Traminer.

Weitere Informationen bei den Traminer-Winzern, den Wirten und dem

Tourismus-Info-Büro unter Tel. 03475/5070.

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Die beste Idee bleibt im Verborgenen, wenn sie nicht in die Welt hinaus getragen wird. So geschehen auch um das Lied „Stille Nacht, Heilige Nacht". Wenngleich die schleichende Amerikanisierung aus unserem Christkind den Weihnachtsmann und aus „Stille Nacht" die Christmas-Songs verändern möchte, so hängen doch die Herzen von Millionen von Menschen an diesem Lied, das Stille und Frieden, Brüderlichkeit und Demut am Heiligen Abend verbreitet. Mit dem Stil besinnlicher Weihnachten und ohne den billigen Klamauk von Christmas-Shows. In Mariapfarr schrieb der junge Oberndorfer Priester Joseph Mohr den Text für diese „Stille Nacht". Die Melodie komponierte dazu 1818 Franz Xaver Gruber.

In dieser Zeit der medienlosen Gesellschaft wäre „Stille Nacht, Heilige Nacht" irgendwo verloren gegangen, wenn nicht der Zillertaler Orgelbaumeister Karl Mauracher in der Oberndorfer St. Nikolai-Kirche eine neue Orgel installiert hätte. Mauracher nahm das Liedgut nach Tirol mit. Und die Sängerfamilie Rainer aus Achenkirch trug „Stille Nacht, Heilige Nacht" in die Welt hinaus. Ein Triumph für die Menschen und die Seele. Weniger Seele zeigten später die Verantwortlichen der Tiroler Wasserkraftwerke und ließen kürzlich das Haus der Rainer, das traditionelle Seehotel am Achensee abreißen. An die Rainer-Familie erinnert nunmehr noch die „Rainer- Stube" mit den alten Bildern im Posthotel Achenkirch. Und so wären wir am Ziel sich unserer Reise: Achenkirch und das Posthotel . Dort wo am 14. August 1881 auch Kaiser Franz Joseph im zweispännigen Hofwagen vorfuhr. Der Kaiser verspeiste mit seinem Gefolge im damaligen Gasthof zur Post ein wundersames Wienerschnitzel. Die kaiserlichen Pferde wurden mit Hafer gefüttert und der Kaiser ließ sich von der Postmeisterin von „der Unbill des letzten Winters" berichten. Mit dem vielen Schnee konnte man in dieser Zeit ja noch nicht so viel anfangen. Die Skier waren ja zu dieser Zeit noch nicht erfunden. Und der Fortschritt samt Wohlstand stand damals lediglich für Adel und Neureiche zur Verfügung.

Heute sind die Zeiten ein wenig anders. An den Kaiserbesuch an jenem 18. August 1881 erinnern ein Fassaden-Denkmal und die Kaiserstube im Posthotel der Familie Reiter in Achenkirch. Nicht allein wegen „Stille Nacht..." und Kaiser Franz Joseph sollte der Weg für diese Reportage nach Achenkirch führen. Vielmehr, um die Heimstätte des „Hoteliers des Jahres", Karl Reiter, und seiner Familie aufzusuchen. Jenes „Landwirtes und Gastwirtes", der vor Weihnachten das gesamte Steigenberger Resort in Bad Tatzmannsdorf gekauft hat. Der schnellste Weg nach Achenkirch führt über Salzburg und das „kleine deutsche Eck" und Kufstein ins Achental. Die Straße schlingt sich die Höhen hinauf. Im Panoramablick dann der grünlich schimmernde, 133 Meter tiefe Achensee, der sich in all seiner Länge über etliche Kilometer den Autofahrern präsentiert. Der bayrische Tegernsee ist von hier keine 20 Kilometer entfernt. Doch das Ziel ist das Posthotel in Achenkirch. Das allererste Wellness-Hotel überhaupt und in den Jahren zu einem gigantischen Unternehmen gewachsen. Mit gut 180 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von derzeit 15 Millionen Euro. Das Posthotel steht in zentralster Achenkircher Lage. Daneben die Kirche, der kleine Friedhof und die wohl größte, private Tiefgarage im Tiroler-Land. Genau 165 Autos der Post-Hotel-Gäste können hier in einzelnen Etagen aufgereiht stehen. Ohne Säulen wohlgemerkt, damit auch genug Platz vorhanden ist. Denn die Autos der Posthotel-Gäste sind in der Gesamtheit nicht die kleinsten. Vorrangig aus Deutschland und der Schweiz und zu kleineren Teilen aus Österreich ist das Posthotel in Achenkirch das traditionelle Erholungshotel. Es ist ein Wohlfühlhotel der höchst bewerteten Kategorie. Das beginnt beim Begrüßungssekt in der heimeligen Rezeptionshalle und dem ersten herzlichen „Grias Di" der vermeintlichen, waschechten Tiroler. Restaurantchef Jürgen Schober in der Tiroler Ledertracht könnte der Zwillingsbruder vom Hinterseer Hansi sein. Ist es aber nicht. Seine Mutter stammt aus dem Ausseerland, der Vater aus Straden. Der Bruder ist bei Mazda Marina in Bad Gleichenberg angestellt. So auch der „Gustl", ein Kärntner Wolfsberger in lederner Tirolerkluft. Im Service bestimmen vorrangig oberbairische Herzlichkeit und Funktionalität das Bemühen um den Gast. Auf einem Areal von insgesamt 36.000 Quadratmeter erstreckt sich die gesamte Anlage des Posthotels. Mit 150 wunderschönen und individuell eingerichteten Zimmern in den einzelnen in all den Jahren errichteten Häusern. Mit Liften, wunderschönen Gängen verbunden. Dazwischen persönlich angesammelte Bereiche mit stimmungsvoller Dekoration. In allen Größen brennen hunderte von Kerzen in den Gängen, in der Rezeption und in den vielen, heimeligen Stuben und Räumen des Restaurants. Ein spezielles Anliegen von Karin Reiter, die mit ihrem Karl diese wundervolle Erholungswelt errichtete.

Das volle Wunschprogramm der kulinarischen Genüsse vom traumhaften Frühstückserlebnis bishin zu den abendlichen Menüs der Spitzenklasse. Getragen auch von einem Küchenchef, dessen Großmutter aus Fladnitz bei Kirchberg/Raab stammt. Herzlichkeit und der Sinn fürs Detail bestimmen jeden Winkel im Posthotel und sind somit ein gewichtiger Faktor des Erfolges. So ist es auch ein herzliches Zeichen, daß der frischgebackene Chef Karl Reiter jun. (26) mit seinen Stützen Jürgen und Gustl jeden einzelnen Gast im Restaurant begrüßt. Es gibt ja immer wieder Fragen, die man direkt an den Chef heranbringen möchte. Immerhin ist das Rundum-Angebot im Posthotel einzigartig. Hier ist die größte private Lipizzanerzucht Europas. Weiters ein „Wahnsinns- Wellness-Bereich" mit einer Beauty- und Erholungsanlage, die sonst wo schwerlich zu finden ist. Zusätzlich zu allen Wohlfühl-Therapien findet hier auch das Steinöl, eben aus Tieren und Pflanzen des Urmeeres aus dem Karwendelgebiet beste Verwendung. Wie etwa in den Steinölbädern oder als Steinölfango. In kleiner Distanz zum Posthotel- Areal befindet sich die Alpengolf- Anlage des Posthotels. Natürlich gibt es hier auch Tennis und Squash. Und wer es gerne idyllischländlich hat, der kann in der hauseigenen Landwirtschaft mit 40 Hektar die 40 Milchkühe auf der Weide besuchen. Und von der Tiroler Almmilch und der wunderbaren Butter kosten. Wenn das nicht Balsam für die Seele ist?

Info : Posthotel Achenkirch

Tel. 05246/6522

[link] www.posthotel.at

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Es gibt auch vereinzelt Wanderer. Aber der Großteil sind Radfahrer. Nicht die extremen, die von einer Teilnahme an der „Tour des France" träumen. Es sind Senioren, Familien, junge Frauen und Männer. Buntgewürfelt, fröhlich, entspannt, mit Hirn und somit mit Helm unterwegs. Bei der wundersam schönen Rast bei der Schiffsmühle frage ich zufällig einen Radfahrer. Der antwortet auf Englisch. Er war gemeinsam mit Freunden aus dem fernen Island angereist, um dieses Naturerlebnis „Mur" zu erfahren. Und auch kulinarisch entlang des Mur- Radweges R2 das bodenständig „Steirische" zu erleben. Einige der Radler sind schon Tage unterwegs. Sie fahren quasi in der „Zielgeraden" des sogenannten Mur-Radweges. Eines durchgehenden Radweges von der Nationalparkgemeinde Muhr im Salzburgerischen Lungau bis Bad Radkersburg im Steirischen Thermenland. Auf 365 Kilometern spielt sich das Murerlebnis auf dem Fahrrad ab. Auf speziellen kleinen mit R2 beschilderten Straßen und Wegen. Immer ganz leicht und kaum merkbar abschüssig. Immerhin fährt man parallel mit dem sanften Gefälle der Mur. Die ÖBB hat sich der "Radlfahrer" mit speziellen Radler- Tickets vorweg angenommen, um gemeinsam Radfahrer und das „Radl" entlang des Murradweges bequem und günstig zu „verfrachten". Diese Top-Aktionen der ÖBB nützen sehr viele Grazer, die sich mit dem Rad dann in Spielfeld in den Murradweg „einklinken". Eben in jenen Teil des Radweges, wo die Mur am breitesten, das Klima am wärmsten und die Aulandschaft der Mur am größten und schönsten ist.

Zugleich auch die Fahrt entlang des sogenannten „Grünen Bandes". Jene Naturlandschaft, die sich über 1300 Kilometer quer durch Europa zieht. Der Streifen intakter Natur entlang des einstigen „Eisernen Vorhangs" zwischen dem einstigen Westen und den ehemaligen kommunistischen Staaten. Zwischen Spielfeld und Bad Radkersburg lebt dieses „Grüne Band" in Form der zweitgrößten Auenlandschaft Österreichs in wundersamer Form. Und der Murradweg ist mittendrin. Von Spielfeld bis Gosdorf „ertestete" ich diesen Murradweg R2. Somit ein Eintauchen in ein Naturerlebnis Pur. Unterwegs auf den markierten Straßen und Wegen durch uralte Auenwaldungen, Felder und peinlichst gepflegte kleine Dörfer. Unterwegs auf folgender markierter Route: Bahnhof Spielfeld, Oberschwarza, Unterschwarza, Weitersfeld, Mureck, Misselsdorf und schlußendlich Gosdorf. Doch schon in Oberschwarza sollte die Radltour für einige Stunden ihre Pause finden. Karl Schober hat hier zusätzlich zu seinem Buschenschank und den höchst zertifizierten Gästezimmern einen Verleih von Kanus und Paddelbooten eingerichtet. Auch eine sogenannte Zellenfahrt für zehn Personen wird hier angeboten. Paddelbootfahrten flußabwärts nach Mureck ( zwei Stunden), Gosdorf ( drei Stunden) und Bad Radkersburg (fünf Stunden) samt Rückholung sind hoch im Kurs. Zumal hier das Paddeln auf der Schengen- Grenze Mur nicht erlaubt ist. Wer hier mit dem Boot fahren möchte, muß 24 Stunden vor dem Paddeln bei der zuständigen Zollstelle Klöch einen Antrag eingeben. Karl Schober hat mit seiner „Paddelkonzession" zugleich auch eine „zwischenstaatliche Sonderstellung. Da reicht es auch kurzfristig, die Namen der Paddler auf einem Formular an die Behörde zu faxen. Info: Tel. 0699/11522057.

Der Wasserlauf der Mur hat hier in den Auen immer noch einen leichten „Schwung". Schwimmwesten werden demnach angeboten. Die Radtour geht über Unterschwarza über Lichtungen, Wald, Felder und sehr gepflegten Dörfern weiter. Most, Fruchtsäfte, eine Jause kann man hier überall kaufen. Auch „Urlaub am Bauernhof" oder eben nur eine Übernachtung für die nächtliche Radlpause werden angeboten. Die nächste Station ist Weitersfeld und die dortige Murfähre. Wiederum eine kleine Jausenstation, ein altes hölzernes Zollhaus und ein offizieller Grenzübergang für alle EUBürger. Anton, der slowenische Fährmann kehrt die Anfahrt zum Grenzübergang und wartet auf „Grenzgänger". Täglich vom 1. April bis Ende Oktober. Von 6 bis 20 Uhr an Wochentagen und Feiertagen und bis 21 Uhr an Sonntagen. Die Überfahrt auf der Fähre dauert gut drei Minuten. Für Personen, Moped- und Radfahrer gratis. Für ein Auto zahlt man einen EURO pro Überfahrt. Die Fähre unter slowenischer Flagge ist ein „touristisches Zuckerl" Sloweniens und der Gemeinde Sentilj. Zwei Autos finden gerade auf der Fähre Platz. Die Mitnahme eines Passes ist natürlich notwendig. (Grüne Karte für das Auto „wünschenswert"!). Nach den drei Minuten auf der Mur lockt auf dem slowenischen Ufer gleich einmal ein Buschenschank mit Lasko- Bier, Csevapcici, Karst-Schinken usw.

In gut drei Kilometer Entfernung weiters der sogenannte „Jägerwirt" als kulinarischer Treff im Slowenischen. Nach drei Minuten ist wiederum das Ufer der Steiermark erreicht. Mit dem Fahrrad geht es weiter durch den Urwald der Murauen, über Felder in Richtung Mureck. Hier auf dem R2-Radweg der Mur entlang, spendet der Fluß angenehme Frische. Die hohen Aubäume erbringen Schatten in die Hitze des Sommers.

Der Radweg führt direkt zur Murecker Schiffsmühle. Ein faszinierender gastronomischer Betrieb mit Terrasse unmittelbar am Murufer. Für ein Erlebnis voll Atmosphäre auf dem Wasser und der besonderen kulinarischen Art. Die Schiffsmühle ist nämlich eine Topadresse für regionale Kochkultur auf höchster Ebene. Täglich durchgehend bis 18 Uhr geöffnet, bietet Schiffsmühlen-Geschäftsführer Roland Hirtenfelder mit seinem Küchenchef Dominik Stalzer die regionale Schmankerlküche der Auenwelt links und rechts der Mur. Bei Saibling, Eierschwammerln, Schwammerlsuppe mit Heidensterz, Rostbraten oder dem Spezialgulasch „Bogratsch" aus der Prekmurje geht in dieser Idylle all den Gästen Herz und Seele auf. Dazu hervorragende Weine und das Faßbier der Mur, das „Murauer". Es fällt einem „sauschwer", sich von hier aus dieser Idylle wieder lösen zu wollen. Als Souvenir nimmt man noch ein ganz wunderbares Mühlenbrot oder zumindest ein auf der Schiffsmühle gemahlenes Mehl mit nach Hause. Durch waldige Wege direkt am Murufer geht der Radltrip weiter in Richtung Misselsdorf. Es warten Klimaschutzgarten, Hummelparadies, Kürbiskern-Spezialitäten und der Röck-See in Gosdorf.

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